James Carlos Blake Das Böse im Blut

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Inhaltsangabe zu „Das Böse im Blut“ von James Carlos Blake

Im Herbst 1842 bricht das Unglück über die Brüder Edward und John Little herein. In Georgia ersticht der Vater der beiden Jungen einen Mann, der so unvorsichtig war, ihre Mutter zum Tanz aufzufordern. Die Familie flieht vor dem Gesetz in die Sümpfe Floridas, wo es zur Katastrophe kommt. Nach einer Bluttat, die von nun an ihre Träume beherrschen wird, brechen die Brüder nach Westen auf, um dort ihr Glück zu finden. Aber das Grenzland zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko entpuppt sich als Vorhof zur Hölle, wo Mörderbanden und blutrünstige Indianer Angst und Schrecken verbreiten. Getrieben von ihren inneren Dämonen verstricken sich Edward und John Little in ein Leben voll roher Gewalt. Doch dann werden die beiden in den Wirren des Amerikanisch-Mexikanischen Krieges getrennt und stehen sich plötzlich auf feindlichen Seiten gegenüber. 'Das Böse im Blut' ist eine grandiose Abrechnung mit dem Mythos des Wilden Westens. James Carlos Blake erweckt eine Epoche zum Leben, ohne sie zu verklären, und führt uns so vor Augen, dass Amerika auf Hass, Gewalt und Habgier gebaut ist. Ein Buch, das dem Leser an die Kehle springt und zudrückt.

Düster, dreckig und immer wieder extrem brutal. Super geschrieben

— PagesofPaddy

Hart, abartig, faszinierend, tiefgreifend, tiefsinnig.

— BettinaR87

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  • Wer schießt schneller als sein Schatten?

    Das Böse im Blut

    BettinaR87

    19. March 2015 um 19:37

    Lucky Luke würde gegen die Brüder Edward und John Little trotzdem alt aussehen - denn im Gegensatz zu ihm haben die nichts dagegen, Menschen tatsächlich um die Ecke zu bringen. In den 1840er Jahren und natürlich im Wilden Westen ist das manchmal aber gar nicht so schlecht. "Das Böse Im Blut", jetzt bei Heyne Hardcore. Ihre Mutter war eine Hure, ihr Vater ein gewalttätiger Psychopath, oder vielleicht auch ein Soziopath. Mit diesen Begrifflichkeiten halten sie sich jedenfalls nicht auf, als sie ihn in Notwehr töten müssen. Edward und John fliehen geradezu von dem Ort, an dem sie aufwuchsen. Ihre Schwester ist kurz zuvor verschwunden und so begeben sie sich auf die Suche nach ihr. Ihr Weg soll sie nach Texas führen, wo es noch Freiheit gibt, Land für lau und vielleicht ein bisschen Frieden für ihre strapazierten Existenzen. Es kommt, wie es kommen muss: Edward und John werden voneinander getrennt. Ihre Dickschädel, ihr Hang zu Brutalität und ihr Drang nach Unbestimmtheit und Freiheit stürzen sie ins Chaos. Bis sie sich als Soldaten zweier Armeen gegenüber stehen ... Die Kritik Schon wenn man die ersten Seiten liest, weiß man, warum das Buch nicht bei Heyne, sondern Heyne Hardcore erschienen ist: Carlos Blake nimmt nun wirklich kein Blatt vor den Mund. Die Ereignisse sind roh, gewalttätig und nicht gerade literarisch hochwertig verpackte Taten großer Helden. Die Personen, die hier im Mittelpunkt stehen, haben alle einen am Schatten. Inklusive Schlagschatten. Sie sind der Alltag, der rund um die prächtigen und farbenfroh ausgemalten historischen Ereignisse stattgefunden hat. Man liest das Buch mit einer gewissen abartigen Faszination, Ekel, Witz und Verständnis. Hier wird alles im Leser gefordert. Der große Freiheitswunsch, die Sturheit, der Wunsch nach einem simplen, glücklichen Leben ... Das ist der wahre Hintergrund des Romans - nicht der typische amerikanische Traum. Edward und John wollen einfach ein Leben führen, das sie glücklich macht. Zu diesem Streben nach Glück gehört aber nicht das große Geld. Was sie daran hindert, dieses Ziel zu erreichen? Ihre familiäre Vorbelastung. Vatermörder, ein halbwegs wildes Land, Krieg und rohe Sitten an der Tagesordnung - wo soll ein normaler Mensch hier seinen ruhigen Platz an der Sonne finden? Geht das überhaupt? Wie viel kann ein Mensch erleben, wie viel kann er sich selbst antun und hat hinterher dennoch eine Chance auf ein halbwegs vernünftiges Leben? Es gibt viele Fragen, die der Autor stellt und die der Leser genausowenig beantworten kann wie Carlos Blake. Aber wenn das die Grundlage einer ganzen Nation ist, was kann aus dieser Nation werden? Fazit: Man kann das Buch für seinen Unterhaltungswert lesen oder mit der wesentlich tieferen Bedeutung - es geht beides. Lesenswert ist es allemal, wenngleich es definitiv nichts für zartbesaitete Herrschaften ist. Heyne Hardcore eben.

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  • Eine Ballade von Blut und Gewalt.

    Das Böse im Blut

    Arun

    Das Böse im Blut von James Carlos Blake Kleine Warnung vorweg, eines der härtesten, brutalsten und menschenverachtenden Bücher, die ich jemals gelesen habe. Ein Vers von Stephen Crane zur Einleitung. Ich stand auf erhöhtem Grund und sah, unter mir, viele Teufel rennen und springen und sündvoll schwelgen. Einer blickte grinsend hoch und sagte: „Kamerad! Bruder!“ Inhalt: Dies ist die Geschichte der Familie Little die im Jahre 1845 in Florida lebt. Vater, Mutter, zwei Söhne und eine Tochter. Die beiden Söhne John 17 Jahre und Edward 16 Jahre sind dabei die Hauptakteure. Der Vater Jack ein harter Mann mit großer Neigung zu Gewalt hat seine Söhne schon in jungen Jahren an schwere körperliche Arbeit im Wald aber auch an das Kämpfen und Schießen herangeführt. Seine Empfehlung für die Jungs „Egal, worum ihr kämpft, seid immer bereit, dafür zu sterben.“ Nachdem zwischen Jack und seiner Frau ein lang schwelender Streit eskaliert, kommt es zu einer Familientragödie, wobei John seinen Vater erschießt. Die beiden Söhne begraben ihren Vater im Wald, nachdem sie an ihr brennendes Haus zurückkommen sind, Mutter und Schwester verschwunden. John und Edward haben viel Gutes über Texas gehört und wollen dort ihr Glück versuchen. Auf ihrem Weg dorthin werden sie in New Orleans getrennt und erfahren das raue Leben hautnah. Im Folgenden haben beide Abenteuer der übelsten Sorte zu bestehen. Meine Meinung: Vor dem Hintergrund des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges erleben wir ein Kaleidoskop der Gewalt. Schon Nichtigkeiten lösen brutalste Übergriffe aus bei denen nicht selten Tote zu beklagen sind. Von Westernromantik keine Spur, dafür lesen wir über Rassismus, Freudenhäuser, Lynchjustiz, Verstümmlung, Armeeschikanen, Gefängnisstrafen, Waffengewalt, Vergewaltigung, Folterung, Kriegshandlungen, Skalpjäger, Indianer und vielem mehr. Dabei werden alle diese Dinge bildhaft und ohne falsche Scham beschrieben für empfindsame Leser wahrscheinlich schon zu genau. Mein Fazit: Ein Buch über den Wilden Westen, der hier schmutzig, brutal und gewaltig daherkommt. Könnte mir vorstellen, dass vieles davon der Wirklichkeit entspricht und nichts mit den geschönten Westernfilmen meiner Jugend gemein hat.

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  • Blutige Gewaltorgie im Westernsattel

    Das Böse im Blut

    Callso

    14. March 2014 um 09:22

    Der wilde, wilde Western fängt gleich auf der ersten Seite an. Und wie! Und wie heftig! Selten war ein komplettes Buch blutiger, gewalttätiger und barbarischer, als dieser epische Roman. Es geht um die Brüder John und Edward Little, die sich um 1850 in Amerika rumschlagen. Wobei sie vielmehr eine triefende Blutspur hinterlassen. Sie morden, köpfen und schießen, was die Patrone hergibt. Und zwischendurch wird geritten und sich mit Frauen amüsiert. Der wilde Westen wird eindrucksvoll und schonungslos beschrieben, fast auf jeder Seite gibt es Tote, Verletzte oder Falschspieler. So wird der dicke Schinken auf längere Sicht etwas ermüdend. Das Buch büßt somit etwas vom Reiz und der Spannung des Beginns ein. Klar wird jedoch, dass, bedingt durch die Eltern, die ebenfalls barbarisch und durchtrieben waren, beide kampfbereiten Söhne das Böse im Blut haben... Insgesamt ein imposanter Roman, auch wenn man sich weit nach der Hälfte auch durch das dicke Brett erst einmal durchbohren muss...

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