James Clavell

 4,2 Sterne bei 429 Bewertungen
Autor von Shogun, Tai-Pan und weiteren Büchern.

Lebenslauf

James Clavell wurde 1924 als Edmund DuMaresq de Clavelle geboren. Er war Romanschriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur. Clavell wuchs in Großbritannien auf. Bereits als Teenager im zweiten Weltkrieg geriet er in japanische Kriegsgefangenschaft. Seine Erfahrungen im Gefangenenlager in Singapur verarbeitete er in dem 1962 erschienenen Roman "King Rat". 1954 begann Clavell, Filmdrehbücher zu schreiben und Filme zu produzieren, nach seinem ersten Romans „Rattenkönig” konzentrierte er sich eher aufs Schreiben. In Deutschland wurde er vorallem mit seine Roman "Shōgun" bekannt. Er verstarb 1994 in der Schweiz.

Neue Bücher

Cover des Buches Shōgun (ISBN: B0CY5D5CBR)

Shōgun

Neu erschienen am 17.05.2024 als Hörbuch bei Argon Verlag.
Cover des Buches Shogun (ISBN: 9783426293515)

Shogun

 (1)
Neu erschienen am 01.04.2024 als Taschenbuch bei Knaur Taschenbuch.

Alle Bücher von James Clavell

Cover des Buches Wirbelsturm (ISBN: 9783426030042)

Wirbelsturm

 (21)
Erschienen am 01.07.2000
Cover des Buches Gai-Jin. (ISBN: B000M633UQ)

Gai-Jin.

 (3)
Erschienen am 01.01.1993
Cover des Buches James Clavell: Rattenkönig (ISBN: B00CDO3I1Y)

James Clavell: Rattenkönig

 (1)
Erschienen am 01.01.1980
Cover des Buches Rattenkönig. (ISBN: B002LPL7CC)

Rattenkönig.

 (1)
Erschienen am 01.01.1977
Cover des Buches Shogun (ISBN: 9783426293515)

Shogun

 (1)
Erschienen am 01.04.2024
Cover des Buches Tai-Pan - Der Roman Hongkongs (ISBN: 9783426188088)

Tai-Pan - Der Roman Hongkongs

 (1)
Erschienen am 01.01.1978
Cover des Buches Plumps- O-moto (ISBN: 9783426191194)

Plumps- O-moto

 (0)
Erschienen am 01.01.1984
Cover des Buches Wirbelsturm (ISBN: B002AF818Q)

Wirbelsturm

 (0)
Erschienen am 01.01.1988

Neue Rezensionen zu James Clavell

Cover des Buches Shogun (ISBN: 9783426293515)
fm_winkels avatar

Rezension zu "Shogun" von James Clavell

Samurai, Shogun und Geishas um 1600
fm_winkelvor 12 Tagen

Ich kann absolut nachvollziehen, weshalb es sich um einen mehrfach verfilmten Weltbestseller handelt.

Die Geschichte um die Einigun Japans und den Aufstieg des Shōgunats wird unglaublich detailgetreu und realistisch wiedergegeben. Es ist, als würde man selbst mit Blackthorne an der japanischen Küste stranden und die dortige Kultur ganz neu kennenlernen.

Dass die Figur des englischen Navigators auf der realen Figur von William Adams beruht und auch die beide Fürsten reale Vorbilder haben, macht den Roman umso spannender.

Die Charaktere sind vielschichtig und nahezu perfekt ausgearbeitet, sie könnten tatsächlich genau so existiert haben. Auch ihre inneren Kämpfe, Zweifel und Begierden werden perfekt widergespiegelt und machen ihre Handlungen nachvollziehbar.


Von der Sprache her merkt man nur leicht, dass er 1975 geschrieben wurde, denn es passt zum historischen Setting. 

Heute als sexistisch oder rassistisch gelesene Textstellen wurden nicht geändert, um nicht in den Inhalt des Weltbestsellers einzugreifen, weshalb es mMn. besonders wichtig ist, hier kritisch und reflektiert zu lesen.

Zu lesen, wie junge Mädchen als zigte Ehefrau von Männern in den Fünfzigern oder Prostituierte dienen, ist ziemlich heftig, genauso wie die zahllosen "Ehren"suizide der Samurai, die man irgendwann gar nicht mehr zählen kann. In dieser Hinsicht ist der Roman zwar brutal, aber gerade deshalb sehr realitätsnah.


Vereinzelt fiel es mir nicht leicht, den politischen Strukturen zu folgen. Dass das alles auch für den Protagonisten neu ist, erleichtert den Informationsfluss. Gleichzeitig erfährt man viel über die Wirtschaftsmächte Spanien, Portugal, England etc., sodass man ganz nebenbei ziemlich viel dazu lernt - z.B. auch japanische Vokabeln.


Alles in allem konnte mich der Roman wirklich durch und durch fesseln, ich habe wahnsinnig viel gelernt und wollte dem Sympathieträger Blackthorne bis zur letzten Seite folgen. Ein unglaubliches, bildgewaltiges Leseerlebnis für alle Liebhabenden von historischen Romanen.


Cover des Buches Shogun (ISBN: 0385343248)
G

Rezension zu "Shogun" von James Clavell

handlungsarm
Galgarasvor 13 Tagen

Die Handlung lässt sich auf 300 Seiten pressen. Der Einstieg fiel mir bereits schwer, doch es war eines dieser Bücher, die nicht langweilig genug zum Weglegen und nicht spannend genug zum Intensivlesen waren. Viele, viele Dialoge und Monologe. Was nicht schlimm wäre, wenn diese die Handlung vorantreiben würden, doch dies geschieht mitnichten. Nach 760 Seiten brach ich ab. Durch die dünne Handlung schweifte ich immer wieder ab, sodass ich oftmals nicht wusste, wer jetzt spricht und wie diese Personen zu den anderen Charakteren stehen. Sowohl politisch als auch verwandtschaftlich.


Zusammengefasst: Wenig Handlung, übermäßiges Gefabel und seichte Charakterzeichnungen (außer Blackthorne und Toranaga). Es ist mir ein Rätsel, wie dieser handwerksschwache Roman zu einem Weltbestseller aufsteigen konnte, aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Heute würde – meiner Meinung nach – ein solcher Roman klanglos in der Versenkung verschwinden. Mehr Handlung, kompakterer Schreibstil und besser modellierte Charaktere hätten dem Buch gut getan.

Cover des Buches Shogun (ISBN: 0440178002)
G

Rezension zu "Shogun" von James Clavell

Große Literatur mit Überlänge.
glasratzvor 4 Jahren

Vermutlich werde ich mir keine Freunde mit dieser Rezension machen, aber ich denke, es sollte einmal gesagt werden.

Clavell ist ein meisterhafter Erzähler. Er schafft es ein große und komplexe Geschichte mit einer Vielzahl an Charakteren so zu erzählen, dass sie gut verständlich und niemals verwirrend ist. Er bedient sich dabei eines Schreibstils, von welchem einem jeder Ratgeber für kreatives Schreiben deutlichst abraten und als Fehler bezeichnen würde, den der Autor aber perfektioniert hat. Er wechselt in fast jeder Szene fließend die Perspektive von einer Person auf die andere. Dies wirkt natürlich, kein Bisschen gekünstelt und erleichtert das Verständnis für Hintergründe und Motive der einzelnen Personen deutlich. Hätte er, wie fast jeder andere Autor, pro Szene nur eine Perspektive gewählt, wäre der Roman wahrscheinlich drei Mal so lange geworden.
Tatsächlich ist die Länge die größte Schwäche des Romans. Er umfasst über 900 Seiten. Das Problem dabei ist meiner Ansicht nach, dass die Geschichte dieses Ausmaß nicht rechtfertigt. Viele Dinge werden mehrfach durchgekaut und immer wieder aufgebracht. Manche Szenen, ja ganze Erzählstränge, scheinen nur zu existieren um dem Leser ein besseres Verständnis für die japanische Kultur an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert zu geben. Dies ist ganz interessant, führt aber nirgendwo hin und artet meiner Meinung nach auch stark aus. Wäre der Roman ein Erstlingswerk gewesen, so hätte ein Lektor Clavell vermutlich eine ganze Reihe von Charakteren mitsamt ihren Geschichten gestrichen.
Auf der anderen Seite stellt sich mir die Frage, warum machen Personen überhaupt nicht ausgearbeitet werden. Clavell konzentriert sich so stark auf das Umfeld der Hauptpersonen, dass deren Widersacher zu kurz kommen. Ishido, der große Antagonist Toronagas bekommt so wenig Text ab, dass er als Gegenspieler vollkommen unbrauchbar wird. Über ihn, ja eigentlich alle Mitglieder des Regentschaftsrats und deren Umfeld, wird meist nur indirekt gesprochen. Dies nimmt sehr viel Spannung aus der Geschichte.
Auch historisch sehe ich einige Punkte die mir seltsam erscheinen. Mir kommt es so vor, als würde sich der Autor perfekt in der Geschichte der japanischen Kultur auskennen, hat aber scheinbar ein paar Lücken in jener der Westlichen. Blackthornes anfängliches Unverständnis für die Ausgrenzung der Eta wirkt merkwürdig, wo doch im Europa jener Zeit auch viele Menschen aus der "ehrbaren" Gesellschaft ausgeschlossen wurden - deren Berufsgruppen deckten sich sogar zum großen Teil mit jener der Eta, wie Beispielsweise Schlachter und Gerber.
Insgesamt ist es ein schönes und interessantes Buch, aber ich denke nicht, dass sich der große Zeitaufwand aufgrund der Länge wirklich lohnt.

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

James Clavell wurde am 10. Oktober 1924 in Sydney (Australien) geboren.

Community-Statistik

in 551 Bibliotheken

auf 52 Merkzettel

von 18 Leser*innen aktuell gelesen

von 5 Leser*innen gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks