James Clavell

 4,1 Sterne bei 441 Bewertungen
Autor von Shogun, Tai-pan und weiteren Büchern.

Lebenslauf von James Clavell

James Clavell wurde 1924 als Edmund DuMaresq de Clavelle geboren. Er war Romanschriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur. Clavell wuchs in Großbritannien auf. Bereits als Teenager im zweiten Weltkrieg geriet er in japanische Kriegsgefangenschaft. Seine Erfahrungen im Gefangenenlager in Singapur verarbeitete er in dem 1962 erschienenen Roman "King Rat". 1954 begann Clavell, Filmdrehbücher zu schreiben und Filme zu produzieren, nach seinem ersten Romans „Rattenkönig” konzentrierte er sich eher aufs Schreiben. In Deutschland wurde er vorallem mit seine Roman "Shōgun" bekannt. Er verstarb 1994 in der Schweiz.

Alle Bücher von James Clavell

Cover des Buches Noble House (ISBN: 9783442357864)

Noble House

 (57)
Erschienen am 01.01.2002
Cover des Buches Gai-Jin (ISBN: 9783442359936)

Gai-Jin

 (44)
Erschienen am 01.12.2003
Cover des Buches Wirbelsturm (ISBN: 9783426030042)

Wirbelsturm

 (20)
Erschienen am 01.07.2000
Cover des Buches Gai-Jin. (ISBN: B000M633UQ)

Gai-Jin.

 (3)
Erschienen am 01.01.1993
Cover des Buches James Clavell: Rattenkönig (ISBN: B00CDO3I1Y)

James Clavell: Rattenkönig

 (1)
Erschienen am 01.01.1980
Cover des Buches Rattenkönig. (ISBN: B002LPL7CC)

Rattenkönig.

 (1)
Erschienen am 01.01.1977
Cover des Buches Plumps- O-moto (ISBN: 9783426191194)

Plumps- O-moto

 (0)
Erschienen am 01.01.1984
Cover des Buches Wirbelsturm (ISBN: B002AF818Q)

Wirbelsturm

 (0)
Erschienen am 01.01.1988

Neue Rezensionen zu James Clavell

Cover des Buches Shogun (ISBN: 0440178002)G

Rezension zu "Shogun" von James Clavell

Große Literatur mit Überlänge.
glasratzvor 10 Monaten

Vermutlich werde ich mir keine Freunde mit dieser Rezension machen, aber ich denke, es sollte einmal gesagt werden.

Clavell ist ein meisterhafter Erzähler. Er schafft es ein große und komplexe Geschichte mit einer Vielzahl an Charakteren so zu erzählen, dass sie gut verständlich und niemals verwirrend ist. Er bedient sich dabei eines Schreibstils, von welchem einem jeder Ratgeber für kreatives Schreiben deutlichst abraten und als Fehler bezeichnen würde, den der Autor aber perfektioniert hat. Er wechselt in fast jeder Szene fließend die Perspektive von einer Person auf die andere. Dies wirkt natürlich, kein Bisschen gekünstelt und erleichtert das Verständnis für Hintergründe und Motive der einzelnen Personen deutlich. Hätte er, wie fast jeder andere Autor, pro Szene nur eine Perspektive gewählt, wäre der Roman wahrscheinlich drei Mal so lange geworden.
Tatsächlich ist die Länge die größte Schwäche des Romans. Er umfasst über 900 Seiten. Das Problem dabei ist meiner Ansicht nach, dass die Geschichte dieses Ausmaß nicht rechtfertigt. Viele Dinge werden mehrfach durchgekaut und immer wieder aufgebracht. Manche Szenen, ja ganze Erzählstränge, scheinen nur zu existieren um dem Leser ein besseres Verständnis für die japanische Kultur an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert zu geben. Dies ist ganz interessant, führt aber nirgendwo hin und artet meiner Meinung nach auch stark aus. Wäre der Roman ein Erstlingswerk gewesen, so hätte ein Lektor Clavell vermutlich eine ganze Reihe von Charakteren mitsamt ihren Geschichten gestrichen.
Auf der anderen Seite stellt sich mir die Frage, warum machen Personen überhaupt nicht ausgearbeitet werden. Clavell konzentriert sich so stark auf das Umfeld der Hauptpersonen, dass deren Widersacher zu kurz kommen. Ishido, der große Antagonist Toronagas bekommt so wenig Text ab, dass er als Gegenspieler vollkommen unbrauchbar wird. Über ihn, ja eigentlich alle Mitglieder des Regentschaftsrats und deren Umfeld, wird meist nur indirekt gesprochen. Dies nimmt sehr viel Spannung aus der Geschichte.
Auch historisch sehe ich einige Punkte die mir seltsam erscheinen. Mir kommt es so vor, als würde sich der Autor perfekt in der Geschichte der japanischen Kultur auskennen, hat aber scheinbar ein paar Lücken in jener der Westlichen. Blackthornes anfängliches Unverständnis für die Ausgrenzung der Eta wirkt merkwürdig, wo doch im Europa jener Zeit auch viele Menschen aus der "ehrbaren" Gesellschaft ausgeschlossen wurden - deren Berufsgruppen deckten sich sogar zum großen Teil mit jener der Eta, wie Beispielsweise Schlachter und Gerber.
Insgesamt ist es ein schönes und interessantes Buch, aber ich denke nicht, dass sich der große Zeitaufwand aufgrund der Länge wirklich lohnt.

Kommentieren0
1
Teilen
Cover des Buches Die Kunst des Krieges (ISBN: 9783937872872)JenniferKriegers avatar

Rezension zu "Die Kunst des Krieges" von Sun Tsu

Viel abstrakter als erwartet, Beispiele nur in Anmerkungen
JenniferKriegervor einem Jahr

Hier geht's zur vollständigen Rezension auf meinem Blog.


Rezension

Nachdem ich in letzter Zeit häufiger Bücher mit mittelalterlichen Settings gelesen habe, in denen Schlachten und Kriegsstrategien eine wichtige Rolle spielten, hatte ich große Lust, das wohl bekannteste Buch zur Kriegsführung zu lesen. Es hat sich sehr schnell herausgestellt, dass ich nach Sun Tsus Vorstellungen ein schlechter General wäre. Und da kann ich ihm nur zustimmen. Ziel der Kriegsführung nach Sun Tsu ist der Sieg. Diesem Ziel wird alles andere untergeordnet: Eigene Verbände werden geopfert, wenn dies den Sieg garantiert. Selbst die kleinste Verfehlung der eigenen Leute wird mit Enthauptung bestraft, um die Disziplin eisern aufrecht zu erhalten. Es wird beim Volk des Feindes, selbst wenn es Zivilisten sind, geplündert, um die Armee zu ernähren, ohne das eigene Volk auszuhungern. „Menschlichkeit und Gerechtigkeit sind die Prinzipien, nach denen ein Staat geführt wird, doch nicht die Armee; Opportunismus und Flexibilität dagegen sind militärische und keine zivilen Tugenden“ (S. 33), sagt Sun Tsu dazu. Rational betrachtet verstehe ich diese Überlegungen durchaus und stimme zu, dass sie notwendig sind oder sein können, um den Sieg zu erlangen. Emotional betrachtet würde ich aber niemals meine eigenen Leute opfern können. Da ich mich beim Lesen des Buches immer so ein bisschen in die Rolle des Generals versetzt habe, um zu sehen, welche Ideen und Gedankenprozesse Sun Tzus Vorschläge auslösen, war das für mich wirklich richtig, richtig harte Lektüre. Sehr interessant und ich habe einiges mitnehmen können, aber es ist schon besser, dass ich kein General bin.


Darüber hinaus muss ich sagen, dass ich wohl mit den falschen Erwartungen an das Buch herangegangen bin. Ich hatte gehofft, mehr über Manöver und taktisches Verhalten in einer Schlacht zu lernen. „Die Kunst des Krieges“ versucht dem Leser aber die Mentalität zu vermitteln, die notwendig ist, um einen ganzen Krieg zu gewinnen. Es geht fast ausschließlich um Grundsätzliches: Dass Wetter, Tageszeit und Terrain genauso wichtig sind wie Disziplin und klare Strukturen; aus welchen Quellen Spione bezogen werden können; wann anzugreifen ist und wann nicht. Die Umsetzung in einer konkreten Schlacht wird dagegen, abgesehen davon, dass man Hügel immer hinter sich haben und dem Feind auch bei Umzingelung ein Schlupfloch lassen soll, gar nicht erwähnt. Das hat mich ein wenig enttäuscht, denn so weiß ich mit dem Großteil des Buches relativ wenig anzufangen. Vielleicht fehlt mir Erfahrung, vielleicht fehlt mir Kreativität, aber der Hinweis, dass ich eine Kriegslist anwenden soll, ohne auch nur eine Andeutung zu machen, wie diese List denn aussehen könnte, hilft mir nicht wirklich weiter. Das Buch war mir einfach nicht konkret genug.


Aus diesem Grund stammen die Passagen, die mir am dem Buch wohl am besten gefallen haben, gar nicht von Sun Tsu selbst, sondern sind eingefügte Notizen von Lionel Giles, der das Buch 1910 aus dem altchinesischen Original ins Englische übertragen hat. Bei diesen Notizen handelt es sich um kurze geschichtliche Anekdoten, die eine Umsetzung der von Sun Tsu geschilderten Aspekte beinhalten. Giles hat aus vielen Schriften, die hunderte Jahre asiatischer Kriege dokumentieren, passende Beispiele ausgewählt, um beispielsweise zu zeigen, wie deutlich unterlegene Armeen gewinnen, weil sie mit dem Mute der Verzweiflung kämpfen, da der Feind ihnen keinen anderen Ausweg gelassen hat. Diese konkreten Beispiele, die mir in Sun Tsus Originaltext fehlen, haben mich zumindest einiges aus diesem Buch mitnehmen lassen. Ich fand es sehr interessant, auf welche Weise siegreiche Generäle Sun Tsus Worte interpretiert und welche Kriegslisten sie angewendet haben. Wirklich gelernt habe ich von diesem Buch genau an den Stellen, an denen praktische Beispiele und Sun Tsus theoretischer Hintergrund verknüpft wurden.


Fazit

Meine Erwartungen an das Buch waren nicht ganz richtig. Es geht um Grundsätzliches und den theoretischen Hintergrund der Kriegsführung, nicht um konkrete Strategien und Taktiken für eine Schlacht. Vieles war mir daher viel zu abstrakt. Nur die in dieser speziellen Übersetzung hin und wieder eingefügten praktischen Beispiele für die Umsetzung haben mich etwas mitnehmen lassen. Diese Verknüpfung von Theorie und Praxis war interessant und lehrreich. „Die Kunst des Krieges“ hat mir fast ausschließlich durch die Anmerkungen des Übersetzers Wissen vermitteln können, sodass ich drei Schreibfedern vergebe.

Kommentieren0
1
Teilen
Cover des Buches Tai-Pan (ISBN: B0025WDCJM)

Rezension zu "Tai-Pan" von James Clavell

Tai-Pan
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Es ist die Zeit der Abenteuergeschichten und den Seefahrern. Von Romantik kann allerdings bei diesem Buch nicht die Rede sein. Es handelt von einem Mann, gebaut wie Hühne grünäugig wie ein Drache, der allein schon aufgrund seiner Erscheinung in China Eindruck macht. Mit eisernerm Willen den Handel in Honkong zu kontrollieren muß der Ausnahmekaufmann Struan sich mit der Zweizüngigkeit der chinesischen Platzhirschen auseinandersetzen die nicht damit rechnen das die Langnase aus Schottland wie ein Taifun über sie kommt und erfolgreich den Sieg davonträgt.

Kommentieren0
8
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

James Clavell wurde am 10. Oktober 1924 in Sydney (Australien) geboren.

Community-Statistik

in 549 Bibliotheken

von 22 Lesern aktuell gelesen

von 6 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks