James Clavell

 4,2 Sterne bei 446 Bewertungen
Autor von Shogun, Tai-Pan und weiteren Büchern.

Lebenslauf

James Clavell wurde 1924 als Edmund DuMaresq de Clavelle geboren. Er war Romanschriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur. Clavell wuchs in Großbritannien auf. Bereits als Teenager im zweiten Weltkrieg geriet er in japanische Kriegsgefangenschaft. Seine Erfahrungen im Gefangenenlager in Singapur verarbeitete er in dem 1962 erschienenen Roman "King Rat". 1954 begann Clavell, Filmdrehbücher zu schreiben und Filme zu produzieren, nach seinem ersten Romans „Rattenkönig” konzentrierte er sich eher aufs Schreiben. In Deutschland wurde er vorallem mit seine Roman "Shōgun" bekannt. Er verstarb 1994 in der Schweiz.

Neue Bücher

Cover des Buches Gai-Jin (ISBN: 9783426567869)

Gai-Jin

Neu erschienen am 02.02.2026 als eBook (Download) bei Knaur eBook.

Alle Bücher von James Clavell

Cover des Buches Shogun (ISBN: 9783426293515)

Shogun

(23)
Erschienen am 02.04.2024
Cover des Buches Wirbelsturm (ISBN: 9783426030042)

Wirbelsturm

(21)
Erschienen am 01.07.2000
Cover des Buches Gai-Jin. (ISBN: B000M633UQ)

Gai-Jin.

(3)
Erschienen am 01.01.1993
Cover des Buches James Clavell: Rattenkönig (ISBN: B00CDO3I1Y)

James Clavell: Rattenkönig

(2)
Erschienen am 01.01.1980
Cover des Buches Tai-Pan - Der Roman Hongkongs (ISBN: 9783426188088)

Tai-Pan - Der Roman Hongkongs

(1)
Erschienen am 01.01.1978
Cover des Buches Gai-Jin (ISBN: 9783426567869)

Gai-Jin

(0)
Erschienen am 02.02.2026
Cover des Buches Plumps- O-moto (ISBN: 9783426191194)

Plumps- O-moto

(0)
Erschienen am 01.01.1984

Neue Rezensionen zu James Clavell

Cover des Buches Shogun (ISBN: 9783426293515)
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Rezension zu "Shogun" von James Clavell

SunnySue
James Clavell "Shōgun"

"Mariko-san, es war dein Karna, ruhmvoll zu sterben und für ewig zu leben. Anjin-san, mein Freund, dein Karma ist es, dieses Land nie wieder zu verlassen. Es ist mein Karma, dass ich Shōgun werde."


"Shōgun" von James Clavell hat mich in erster Linie sehr gefordert. Das lag gar nicht an den über 1200 Seiten, sondern vielmehr an der Ausführlichkeit, mit der sich mit den Ansichten und Überzeugungen der vielen Figuren in diesem Roman auseinandergesetzt wird. Das ist auch der einzige Grund, warum dieses historische Werk nicht die vollen 5 Sterne von mir bekommen hat. 


Doch worum geht es hier eigentlich :

Unter niederländischer Flagge macht sich John Blachthorne auf, um die Besitzungen der Portugiesen und Spanier zu plündern und niederzubrennen. Denn England befindet sich mit seinen Verbündeten im Krieg gegen die Spanier und Portugiesen. Doch Blackthorne strandet nach einem Sturm an der Küste Japans. Nachdem er und seine Mannschaft zuerst wegen Verdachts der Piraterie unter Arrest stehen, gerät Blackthorne relativ schnell mitten in den Machtkampf der japanischen Fürsten. So muss er sich nicht nur mit der fremden Kultur und Sprache auseinandersetzen, sondern zudem aufpassen nicht zwischen den Mächten zermalmt zu werden. Eine Hilfe ist ihm Mariko, die ihm als Übersetzerin von Fürst Toranaga an die Seite gestellt wird.


"Wenn es um Gott geht, kann man nicht einfach mit 'Ja' oder 'Nein' antworten. Alles weiß man über Gott nie, solange man nicht tot ist. Ja, ich glaube, dass Jesus Gott war; aber wiederum auch nein; ich werde es nicht mit Gewissheit wissen, bevor ich tot bin."


Für mich ist "Shōgun" neben "Die Säulen der Erde" von Ken Follett das größte historische Epos, das ich je gelesen habe. Es ist zwar kein Pageturner - dafür mussste ich einfach viel zu konzentriert sein und manche Abschnitte nochmal lesen - aber es ist spannend und verstand es absolut mich bei der Stange zu halten. Auch wenn ich für das Buch deutlich länger brauchte als für andere Werke dieses Umfangs. Das lag daran, dass ich hier öfter mal eine Pause brauchte, da mir aufgrund der vielen Informationen manchmal echt der Kopf schwirrte.


Blackthorne ist ein sehr interessanter Charakter und ich hatte großen Gefallen daran ihn zu beobachten. Hier prallen Kulturen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Plötzlich soll er statt mit Feuerwaffen mit Schwertern kämpfen. Die Beziehungen zwischen Mann und Frau sind ihm äußerst befremdlich, ebenso die Einstellung zum Tod, sowie die Religion. Da war es schon interessant zu sehen, wie sich Blackthorne zwar anpasst, jedoch Wege findet sich selbst treu zu bleiben und seine Überzeugungen nicht zu verraten. 


Ich würde sagen, für Japan-Fans ist "Shōgun" fast schon eine Pflichtlektüre. Die Story ist hervorragend in die Geschichten Japans eingebettet und Japans Kultur und seine Traditionen spielen eine große Rolle, ebenso das politische System. 


"Was würdet ihr tun, Priester, wenn ihr stürbet und hinterher entdecken müsstet, dass es weder einen Gott noch eine Hölle gibt und das Eure ewige Erlösung nichts weiter ist als ein Traum in einem Traum?"

Cover des Buches Shogun (ISBN: 9783426293515)
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Rezension zu "Shogun" von James Clavell

mesu
Das Buch der vielen Schicksale

Diese Geschichte hat es in sich. Ein Epos, beeindruckend, lang und absolut lesenswert!

Japan im Jahr 1600. Der englische Kapitän und Navigator John Blackthorne strandet mit seinem Schiff an den fernen Gestaden von Japan. Im Hier gibt es nur sehr wenige Europäer, das Land ist noch in seine  eigene Geschichte verstrickt, hat unbekannte, fremde Sitten und Gebräuche, die für Fremde abstoßend, gefährlich und oft nicht zu begreifen sind. Blackthorne wird nicht nur hineingezogen in diesen Strudel der Machtkämpfe, sondern er wird zu einer zentralen Figur im Ränkespiel der mächtigen Führer Japans. Er muss sich unterwerfen, kämpfen und bisweilen alles infrage stellen, woran er jemals geglaubt hat, um einen Zugang zu diesem seltsamen Land und den Menschen darin zu bekommen. Anfangs unheimlich doch später immer mehr in dieses Land einzutauchen und es kennen zu lernen, wird der Engländer sogar zu einem Samurai und sein bisheriges Leben ist so weit entfernt, wie er es niemals gedacht hätte.

Eine eindrucksvolles Buch,  spannend erzählt mit einer komplexen Handlung, die trotz der vielen Protagonisten und der verschachtelten Ereignisse keine Längen aufweist, obwohl es sich um 1280 Seiten handelt. Sehr empfehlenswert

Cover des Buches Shogun (ISBN: 9783426293515)
S_Malts avatar

Rezension zu "Shogun" von James Clavell

S_Malt
Letztendlich doch begeistert!

Darf man ein Buch rezensieren, das man zunächst nach etwas mehr als der Hälfte abgebrochen hat? Diese Frage habe ich mir ernsthaft gestellt, nachdem ich Shōgun bei Seite 400 von insgesamt 1275 zur Seite gelegt hatte. Und ich habe mich entschieden: ja, man darf – zumindest dann, wenn man transparent macht, warum. Meine ursprüngliche Bewertung lag bei drei Sternen. Denn das Potential dieses Romans ist unbestreitbar.


Clavell entführt seine Leser ins Japan des Jahres 1600 – in eine Epoche politischer Instabilität und kultureller Umbrüche. Das Land befindet sich in einer Zwickmühle: Die Ankunft der „Barbaren“ aus Spanien, Portugal und England konfrontiert die streng kodifizierte japanische Gesellschaft mit fremder Religion, überlegener Waffentechnologie und einer gänzlich anderen Moralvorstellung. Feuerwaffen treffen auf Samurai-Schwerter; christliche Missionare auf ein tief verwurzeltes Ehr- und Pflichtverständnis; europäische Vorstellungen von Ehe, Sexualität und Tod auf eine Kultur, in der Seppuku als ehrenvoll gilt.


In diese komplexe Welt gerät der englische Seefahrer John Blackthorne – ein Fremdkörper, zunächst Gefangener, dann zunehmend integriert in die japanische Lebensweise. Gerade diese kulturübergreifende Perspektive macht den Roman so faszinierend. Clavell zeichnet seine Figuren differenziert, vielschichtig und psychologisch nachvollziehbar. Besonders beeindruckend ist, wie er politische Intrigen, strategische Machtspiele und persönliche Loyalitäten miteinander verwebt.


Und doch: Trotz dieses starken Fundaments verlor ich nach rund 400 Seiten den Antrieb. Die Handlung zog sich, Dialoge dehnten sich aus, politische Manöver schienen sich in Endlosschleifen zu bewegen. Es war mir schlicht nicht mehr wichtig genug, wie es weitergeht oder wo es endet. Für jemanden, der historische Romane eigentlich liebt, war das enttäuschend.


Edit – und eine Kehrtwende:


Ich habe das Buch schließlich doch beendet – und bin froh darüber. Ja, in der Mitte gibt es eine Durststrecke von etwa 100 Seiten, in der die narrative Dynamik spürbar abfällt. Doch wer diese Passage überwindet, wird mit einem der spannendsten historischen Romane belohnt, die ich je gelesen habe.


Was folgt, ist ein Sog aus Intrigen, Loyalitätskonflikten, Liebe, strategischer Raffinesse und intensiven Kampfszenen. Besonders die Machenschaften von Toranaga – kühl kalkuliert, mehrdimensional, stets mehrere Züge voraus – lassen einen bisweilen entsetzt nach Luft schnappen. Ab diesem Punkt entwickelte sich der Roman für mich zu einem echten Pageturner. Die letzten rund 750 Seiten flog ich förmlich durch – nicht mehr als distanzierter Leser, sondern mittendrin im Geschehen.


Fazit:

Die ersten etwa 400 Seiten sind stark und atmosphärisch dicht. Es folgt eine spürbare Schwächephase. Doch danach entfaltet Shōgun seine volle Wucht und narrative Brillanz. Was zunächst nach drei Sternen aussah, steigerte sich für mich zu einer klaren Fünf-Sterne-Leseerfahrung.


Eine eindeutige Empfehlung – mit dem Hinweis: Durchhalten lohnt sich.


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Zusätzliche Informationen

James Clavell wurde am 10. Oktober 1924 in Sydney (Australien) geboren.

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