James Cook Entdeckungsfahrten im Pazifik

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Inhaltsangabe zu „Entdeckungsfahrten im Pazifik“ von James Cook

Am 26. August 1768 stach Cook mit dem für seine Zwecke umgebauten ehemaligen Kohlenfrachter ‚Endeavour’ in See, um für die Königlich Geographische Gesellschaft astronomische Beobachtungen auf Tahiti vorzunehmen und von dort zu dem noch unbekannten ‚Südkontinent’ (Terra australis) vorzustoßen. Drei Monate lang beobachtete er auf Tahiti das Leben der Eingeborenen, machte sich außerdem mit der Pflanzen- und Tierwelt vertraut, kartographierte die umliegenden Inseln, die er zu Ehren seiner Auftraggeber ‚Gesellschaftsinseln’ nannte, und stellte fest, dass Neuseeland aus zwei Hauptinseln bestand, es somit das ‚Südland’ gar nicht gab. Seine Weiterreise führte ihn von Neuseeland an die fast unbekannte Ostküste Australiens und durch die Tores-Straße nach Batavia (Djakarta). Über das Kap der Guten Hoffnung kehrte er 1771 nach England zurück. 1772-1775 überquerte er zweimal den südlichen Polarkreis, erreichte die Osterinseln, die Neuen Hebriden, Neukaledonien, Kap Hoorn und Südgeorgien. 1776 brach er zu seiner dritten Expedition auf, um die nördliche Durchfahrt zwischen dem Pazifik und dem Atlantik zu erkunden. Dabei entdeckte er eine Inselgruppe, die er zu Ehren des Earl of Sandwich ‚Sandwich-Inseln’ nannte, das heutige Hawaii. Nach Erreichen der Westküste Nordamerikas segelte er durch die Beringstraße ins Nordpolarmeer, wurde wegen großer Massen an Treibeis zur Umkehr gezwungen und erreichte am 26. November 1778 Hawaii. Die Anfangs freundliche Gesinnung der Eingeborenen schlug infolge eines Verstoßes seiner Mannschaft gegen das Tabugesetz plötzlich um, was schließlich zur Ermordung Cooks führte. Kein Seefahrer vor James Cook unternahm so ausgedehnte Reisen, verbrachte so lange Zeiträume ununterbrochen auf See und kehrte mit so umfangreichen neuen Kenntnissen weiter Teile der Erde zurück. Die Reisen Cooks stehen in ihrer epochalen Bedeutung, aber auch in ihrer erregenden, abenteuerlichen Erlebnisfülle nur den Fahrten des Columbus nach. Cook war der Navigator, der die weißen Flecken auf der Karte des Pazifischen Ozeans tilgte, er entdeckte die fruchtbaren Ostküsten Australiens und Neuseelands, Neukaledonien und Hawaii, bereiste weite Küstenstriche Alaskas, wagte sich in die Arktis und umsegelte die gesamte Antarktis, wodurch er den jahrhundertealten Mythos der riesigen, fruchtbaren terra australis gegenstandslos machte. Wir lesen heute, nach über zweihundert Jahren, seine umfangreichen, gewissenhaft geführten, jedoch sachlich knapp und unprätenziös berichtenden Logbücher mit atemloser Faszination. In der Abfolge einer Fülle bildkräftig geschilderter Eindrücke und Erlebnisse erkennen wir auch die wachsende Erfahrung des Kapitäns, zumal auf langen Seefahrten mit Männern besonderen Kalibers, die immer größere Sicherheit Cooks in der Führung seiner Schiffe Endeavour, Resolution, Discovery und Adventure und ihrer Mannschaften, die er menschlich und verständnisvoll behandelte, auch wenn sie dem Liebreiz junger Polynesierinnen erlagen oder mit ihm in vollen Zügen die Tage auf Tahiti genossen - oder aber der Last ihres harten Daseins überdrüssig wurden. Cook selbst war hart gegen sich und bewies in den überraschendsten und gefahrvollsten Situationen eine beispiellose Kaltblütigkeit. Doch war nicht das bloße Abenteuer Sinn und Ziel seiner Reisen, auch jagte er nicht Schatzen und Reichtümern nach. Cooks Forscherdrang und seinem wissenschaftlichen Interesse verdankten seine Zeit und die Nachwelt bedeutende kartographische Leistungen, astronomische Beobachtungen oder anthropologische Kenntnisse, beispielsweise über die australische Urbevölkerung. Nach zehn bewegten Jahren gefahrvoller Seereisen setzten die Messer hawaiianischer Eingeborener dem Leben des Kapitäns ein tragisches Ende.
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