Was war das für eine Reise?! Wahnsinn. Immer wenn man nach Abschluss eines Bandes dachte, krasser geht es jetzt wirklich nicht mehr, musste man einfach in den nächsten Band reinlesen, um festzustellen: doch, es geht noch krasser.
Ich habe bisher selten Reihen diesen Ausmaßes gelesen und noch seltener dabei das Gefühl gehabt, mich über die gesamte Strecke (insgesamt ca. 6000 Seiten) in einem Bann befunden zu haben. Die komplette Story, die Ereignisse und Figuren waren in meinen Augen sehr stringent, durchdacht und schlüssig.
Es ist mit Sicherheit schwierig ein passendes Ende für solch ein Werk zu finden. Jedoch ist es imho absolut gelungen. Ein Ende mit Trommelwirbel mit einer passenden Auflösung und einem passenden Helden.
James Corey
Lebenslauf
Interplanetarische Abenteuer: James Corey ist das Pseudonym der beiden Autoren Daniel James Abraham und Ty Corey Franck. Ihre "The Expanse"-Reihe ist für eine erfolgreiche Fernsehserie adaptiert worden, die auf Netflix gestreamt werden kann. Für "Leviathan Wakes", das erste Buch der Reihe, wurden sie für den Hugo Award for Best Novel 2012 und den Locus Award for Best Science Fiction Novel 2012 nominiert. Der dritte Roman "Abaddon’s Gate" wurde mit dem Locus Award for Best Science Fiction Novel 2014 ausgezeichnet. Beide Autoren publizieren auch Romane unter eigenem Namen, vor allem im Science Fiction-Bereich. Sie leben in Albuquerque, New Mexiko.
Alle Bücher von James Corey
Leviathan erwacht
Calibans Krieg
Cibola brennt
Abaddons Tor
Nemesis-Spiele
Babylons Asche
Persepolis erhebt sich
Tiamats Zorn
Neue Rezensionen zu James Corey
Es fühlt sich definitiv anders an. Die Stimmung in diesem Band läuft unweigerlich auf einen Abschluss hinaus. Muss ja auch irgendwann. Die Kerntruppe agiert getrennt, aber alle arbeiten wie immer an dem gleichen Ziel. Alles ist im Wandel und es gibt wie in jedem Band erschütternde Ereignisse.
Ich bin nach wie vor fasziniert davon, wie man eine Handlung und Story über so eine Distanz konsistent, schlüssig und vor allem extrem kurzweilig aufrecht erhalten kann.
Auf dem Buchrücken steht als Teaser :“wird bereits als die erfolgreichste Sci-Fi Reihe des 21. Jahrhunderts gefeiert“.
Ich kann mir ebenso nicht vorstellen, was hier noch drüber kommen soll.
Ein riesiger Felsbrocken - so groß wie ein Berg - hat die Erde halbzerstört. Die Zivilisation liegt in Trümmern, die Gesetze gelten nicht mehr und jeder will von der Erde flüchten. Die Terroristen erklären sich zu Rettern des Gürtelns und wollen eine neue Gesellschaft gründen, indem sie auch die Alienstation einnehmen. So endet das vorherige Buch.
Es ist ein riesiger Cliffhänger, der mich damals schockiert hat und ich unbedingt das nächste Buch bestellen musste, weil ich das nicht ausgehalten haben. Tja. Jetzt, wo ich das nächste Band gelesen habe, bin ich ziemlich enttäuscht.
Bis zur Mitte ist da noch Spannungsbogen, der mich gefesselt hat und ich jede Seite verschlungen habe, als ginge es um mein eigenes Leben. Außerdem habe ich gehofft, dass Miller wieder auftauchen würde, was er natürlich nicht macht, weil das nun mal nicht so ein Buch ist.
Danach flacht der Spannungsbogen ab und verschwindet aus dem Buch gänzlich. Die Ausgänge sind so klar, wie nichts anderes mehr. Jeder Plan von Holden erfüllt sich, als hätte er die Glückspille geschluckt. Marco wird von einem Mastermind zu einem 08/15er-Tyrann, der das klassische Klischee verfolgt und den kleinsten Sieg für sich beansprucht, während er bei den Fehlern mit den Fingern auf seine Offiziere zeigt. Bäh.
Als sich der finale Kampf anbahnte, war ich nur noch gelangweilt. Die Autoren erfinden sich nicht neu, wie sie es in den Vorgängern gemacht haben, sondern machen den Bösen überheblich und treiben ihn so in den Ruin, bis ich beim Lesen eingenickt bin.
Und dann die ganze Politik. Vieles wird aufs Reden beschränkt. Handlungen werde mit Dialogen ersetzt, und während die Figuren angespannt miteinander geredet haben, habe ich mir Gedanken gemacht, was ich am Abend zum Essen zubereiten sollte. Chinesisch bestellen oder etwas selber kochen?
Die Alientechnologie wird gar nicht beachtet, sondern hingenommen. Die extrem viele Povs haben den Spannungsbogen erneut gebrochen und manche Details (wie das Nutzen der Alientechnologie zum Anbau von Gemüse) haben mich noch mehr gelangweilt. Ich bin enttäuscht. Wirklich enttäuscht. Ich habe von den Autoren wieder einmal viel erwartet und diesmal haben sie meine Erwartungen nicht erfüllen können. Schade.
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