James Corey

 4.4 Sterne bei 131 Bewertungen
Autor von Leviathan erwacht, Calibans Krieg und weiteren Büchern.

Lebenslauf von James Corey

Interplanetarische Abenteuer: James Corey ist das Pseudonym der beiden Autoren Daniel James Abraham und Ty Corey Franck. Ihre "The Expanse"-Reihe ist für eine erfolgreiche Fernsehserie adaptiert worden, die auf Netflix gestreamt werden kann. Für "Leviathan Wakes", das erste Buch der Reihe, wurden sie für den Hugo Award for Best Novel 2012 und den Locus Award for Best Science Fiction Novel 2012 nominiert. Der dritte Roman "Abaddon’s Gate" wurde mit dem Locus Award for Best Science Fiction Novel 2014 ausgezeichnet. Beide Autoren publizieren auch Romane unter eigenem Namen, vor allem im Science Fiction-Bereich. Sie leben in Albuquerque, New Mexiko.

Alle Bücher von James Corey

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Leviathan erwacht

Leviathan erwacht

 (40)
Erschienen am 13.02.2017
Calibans Krieg

Calibans Krieg

 (20)
Erschienen am 13.02.2017
Cibola brennt

Cibola brennt

 (12)
Erschienen am 10.04.2018
Abaddons Tor

Abaddons Tor

 (12)
Erschienen am 13.02.2017
Babylons Asche

Babylons Asche

 (7)
Erscheint am 11.11.2019
Nemesis-Spiele

Nemesis-Spiele

 (5)
Erschienen am 13.08.2018

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Rezension zu "Calibans Krieg" von James Corey

Solide Fortsetzung
hiddenbookparadisevor einem Monat

Der Auftakt der Expanse-Reihe hatte mich mit Begeisterung zurückgelassen, doch wie immer zögerte ich eine lange Zeit, bis ich zu seiner Fortsetzung griff, denn aus meiner Erfahrung heraus sind die Chancen groß, dass der zweite Band eine derbe Enttäuschung ist. Hierbei hatte ich dann zwar genauso viel Freude wie mit dem ersten Band, dennoch war die Fortsetzung etwas schwächer.

Durch reines Glück konnte die Bedrohung des Sonnensystems eliminiert oder zumindest aufgehalten werden. Vieles hat sich seit den Ereignissen auf und rund um Io geändert – in der Politik, Gesellschaft und für James Holden und seine Mannschaft. Die vermeintlich endgültige Lösung des Problems scheint noch längst nicht gefunden zu sein, denn einerseits gibt die außerirdische Existenz keine Ruhe auf der Venus und andererseits scheint es, als würde das Protomolekül vernichtend von den Menschen eingesetzt werden. Die Spannung zwischen der Erde und dem Mars wird umso größer, als eine neuartige Form des Protomoleküls auf dem wichtigen Mond Ganymed auftaucht und in Folge dessen der Konflikt in einen Krieg auszubrechen droht.

Trotz der längeren Pause zwischen den beiden Büchern ist mir der Einstieg äußerst leicht gefallen aufgrund der Wiederholungen der wichtigsten Fakten zu Ereignissen und Charakteren, die auch bei einem direkten Anschluss an den Auftakt nicht störend wirken würden. Eher erscheinen sie als Teil der Charaktere, die sich gedanklich und vor allem emotional mit den Geschehnissen auseinandersetzen. Herausragend ist hierbei, welche Veränderung Holden durchlebt und welche Konsequenzen dies für seine Handlungen als auch die Beziehungen zu anderen Menschen hat. Allgemein hat es das Autorenpaar erneut geschafft, dass Figuren zu etwas Besonderem werden und sich voneinander abheben. Erreicht wird das Ganze durch die wechselnden Perspektiven, welche je nach Charakter des Menschen einen sich voneinander differenzierenden Schreibstil haben. So wird beispielsweise höhere, gebildetere mit salopper Sprache homogen vermischt. Zuzüglich verbinden sich viele einzelne Ansichten zu einem größeren Bild, das heißt, dass es nicht ausschließlich die subjektive Meinung einer Partei gibt, sondern eine breitgefächerte Darlegung mehrerer Stimmen und Wahrnehmungen, hervorgehend aus ungleichen Ständen und Abstammungen, ebenso anderen Wissensständen und Erfahrungen. So kann man eine spannende Szene aus der Sicht einer damit vollkommen überforderten Person lesen, wodurch eine knisternde Spannung entsteht. Ein wichtiges Thema, das alle Figuren in gewissem Maß beschäftigt, ist die Angst. Die Charaktere tragen innere Kämpfe aus und es schwanken ihre Emotionen. Sie geben ihre Schwäche zu, sprechen über ihre Gefühle und zeigen, dass jeder Mensch einen verletzlichen Kern haben und auch zusammenbrechen kann. Dadurch erscheinen sie realistischer und echter. Eine weitere Note sind kleine Gedanken und Witze, die schlichtweg keine Rolle für die Handlung spielen, aber irgendwann werden sie wieder erwähnt. Es sind diese kleinen, liebevollen und authentischen Details, die den fiktiven Menschen Leben einhauchen.

Die Autoren haben als Leitfaden erneut die Suche nach einer Person als Schlüsselelement der Geschichte, verbunden mit der weiteren Aufdeckung und Entdeckung des Protomoleküls gewählt, was sich schlussendlich leider zu einer Geschichte entwickelt, die länger für den richtigen Anlauf braucht. Dennoch sind es die epischen und atmosphärischen Schlachten und Kämpfe, die einen in das Geschehen mit Faszination hineinziehen. Dabei lieben es die Autoren, dem Leser das Gefühl zu geben, er könne sich in Sicherheit wiegen, nur um letztendlich doch Spielchen mit ihm zu spielen. Zudem haben sie viel herrlichen Sarkasmus in die Erzählung verwoben - nicht selten musste ich über das Wesen der Mannschaft Holdens schmunzeln, das stets „Ernsthaft?“ zu sagen scheint, so oft wie sie die falschen Karten ziehen und in eine nicht unbedingt gewünschte Situation geraten.

Doch manchmal können Wiederholungen zu Merkmalen von Charakteren auch entnervend sein, wenn in gefühlt jeder Szene auf die Körpergröße der neuen und interessanten Figur Bobbie oder Alex‘ gewöhnungsbedürftige, langgezogene Aussprache hingewiesen wird.

Trotz negativer Aspekte ist es eine gelungene Fortsetzung, die die Welt um das besiedelte Sonnensystem und das Protomolekül erweitert und neugierig macht auf einen weiteren Band voller Spannung, Intrigen und Lügen, die mit trockener Ehrlichkeit als Schlussnote abgelöst werden, kleinen Elemente des Horrors, technischen Science-Fiction-Details und Humor, den ich in dieser Art bisher selten in Büchern antraf. Ich bin gespannt, was nun geschehen wird und wie sich die Charaktere, welche man nicht vergessen kann, entwickeln.


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Rezension zu "Nemesis-Spiele" von James Corey

Grandios!!
sternchennagelvor 3 Monaten

Auch der 5. Band von der Reihe The Expanse konnte mich wieder begeistern und hat Band 2 sogar als liebster Teil abgelöst.
Dieser ist in vielerlei Hinsicht anders als die Vorgänger, er ist nicht nur kürzer, sondern zeigt die Geschichte diesmal aus der Perspektive aller Crew-Mitglieder, was natürlich auch dem Fakt geschuldet ist, dass sie nun zum ersten Mal alle über längere Zeit und größeren Raum getrennt sind. In diesem Band rückt die AAP wieder stärker in den Fokus, genauer mir ihrem radikalen Flügel und dessen Plänen, wobei man am Ende nur noch mehr fragen hat (ICH BRAUCHE BAND 6!!!)
Dadurch das wir nun auch zum ersten Mal die Stimmen der anderen Crew-Mitglieder hören, lernen wir diese besser kennen und auch deren Vergangenheiten. Das kann natürlich auch völlig nach hinten losgehen, aber hier war es perfekt, da sich Annahmen über Figuren entweder bestätigt, oder sich neue Ansichten für mich als Leser geöffnet haben. Zwar wurden dem Menschen mittlerweile größere Weiten eröffnet, die Handlung dieses Bandes beschränkt sich aber trotzdem auf unser Sonnensystem, was ich nicht mal schlecht fand. Denn der Fokus liegt diesmal auf den Menschen, das Protomolekül und die Weiten des Weltraums treten etwas in den Hintergrund.

Ich bleibe dabei: die Reihe ist grandios und sollte von jedem scifi Fan und solchen die es werden wollen gelesen werden. Aber auch solche Leser die sich nicht do recht an das Genre trauen, könnte hiermit einen Versuch starten. losgehen, aber hier war es perfekt, da sich Annahmen über Figuren entweder bestätigt, oder sich neue Ansichten für mich als Leser geöffnet haben. Zwar wurden dem Menschen mittlerweile größere Weiten eröffnet, aber die Handlung dieses Bandes beschränkt sich wieder auf unser Sonnensystem, was mich überhaupt nicht störte und nun kommt zusätzlich ein wenig Endzeit Feeling auf. Es bleibt wirklich spannend wie es weiter geht!
Ich bleibe dabei: die Reihe ist grandios und sollte von jedem scifi Fan und solchen die es werden wollen gelesen werden. Aber auch solche Leser die sich nicht so recht an das Genre trauen, könnte hiermit einen Versuch starten.

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Rezension zu "Abaddons Tor" von James Corey

Rezension zu "Abaddons Tor - HB"
Zsadistavor 8 Monaten

Lange liegt der seltsame Ring um die Venus. Doch jetzt macht er sich auf den Weg zur Erde.

Da keiner weiß, was der Ring genau ist, machen sich Vertreter von Erde, Mars und Außenwelten auf den Weg, um das zu erkunden.

Mit an Bord sind nicht nur das Militär, sondern auch eine Menge Privatpersonen. Wie zum Beispiel Geistliche und ein Filmteam auf der „Rosinante“.

Doch kaum ist die Truppe am Ring angekommen, setzten sich Vorgänge in Gang, die man so nie erwartet hätte.

„Abbadons Tor – HB“ ist der dritte Band einer Science Fiction Serie aus der Feder des Autors James Corey.

Ich durfte hier das Buch als Hörbuch genießen. Matthias Lühn ist der Sprecher und hat seine Arbeit wirklich fantastisch gemacht.

Und wieder einmal sieht man dem Buch / Hörbuch nicht an, dass es ein Teil einer Serie ist. Erst zum Ende hin, weil ich vieles nicht verstanden habe, googelte ich und fand heraus, dass dies bereits der dritte Teil einer Serie ist. Was mir jetzt einiges klar aber nicht verständlich macht.

Daher muss ich wieder einmal erwähnen, es wäre schön, wenn Verlage die Bücher / Hörbücher auf den ersten Blick als Serie zu erkennen geben würden. Ich entscheide mich für Bücher / Hörbücher wenn ich sie sehe und nicht erst, wenn ich vorher bei Amazon und Co nachgeforscht habe, was ich da haben will.

Der Inhalt ist leider zu zwei Dritteln überaus langweilig. Dadurch, dass ich die Vorgängerbände nicht kenne, öffneten sich mir beim Hören große Lücken, die ich nicht verstanden hatte.

So konnte ich nichts mit Leuten anfangen, die mit einem Protomolekül infiziert sind. Auch die „Rosinante“, ihre Besatzung und Geschichte blieb mir fremd. Ich verstand auch nicht, warum manche über ihre Mütter oder Väter sprachen. Den Einstieg fand ich deswegen sehr schwierig und langweilig.

Es hat mir auch nicht sonderlich gefallen, dass dieser Band mehr als Religiös war. Die Priesterin Anna ging mir gehörig auf die Nerven. Ich fand ihre Gespräche schon regelrecht als Gelaber. Es hat ja keiner Schuld und es ist ja alles nur ein Missverständnis und Friede, Freude, Eierkuchen. Nein, Danke, darauf hätte ich gut und gerne verzichten können. Ich fragte mich sowieso, was Geistliche auf dieser Mission zu suchen hatten.

Ich konnte auch nichts mit diesem Glühwürmchen Miller anfangen oder der Figur von Claire. Ich verstand ihre Geschichten einfach nicht richtig.

Zum Ende hin wurde die Story wirklich interessanter und besser. Mit den Kämpfen und Intrigen war das Ganze dann noch recht spannend zum Schluss hin. Wobei das richtige Ende des Hörbuches dann doch wieder eher öde und unverständlich war.

Auf jeden Fall zeigte die Geschichte wieder die typische Art der Menschheit, ihre unermessliche Gier und der schon mit Wahnsinn anmutende Hochmut. Leider kann ich hier nicht genauer darauf eingehen, Leser oder Hörer des Buches werden wissen, was ich meine.

Da dieser Teil wirklich nicht mein Fall war, werde ich wohl auf die nächsten und auch die vorigen Bände verzichten.

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