Flussfahrt

von James Dickey 
4,2 Sterne bei11 Bewertungen
Flussfahrt
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aus so etwas werden Albträume gemacht

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Eine Kanufahrt wird zum Kampf auf Leben und Tod: Packender, atmosphärisch dichter Roman.

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Inhaltsangabe zu "Flussfahrt"

Bevor der wilde Cahulawassee River einem Staudammprojekt zum Opfer fällt und endgültig gezähmt wird, planen vier Großstädter, den unberechenbaren Fluss noch einmal mit dem Kanu zu bezwingen. Was als harmloser Wochenendausflug amerikanischer Wohlstandsbürger beginnt, die ein wenig Abenteuer suchen, entwickelt sich zusehends zum Überlebenskampf und endet in einem Alptraum. »Flussfahrt« ist eine düstere Parabel über das Eindringen der Zivilisation in die Natur, die sich schließlich gewaltsam zur Wehr setzt. »Flussfahrt« gilt als einer der besten und einflussreichsten amerikanischen Romane des 20. Jahrhunderts. Der Roman war die Vorlage für den Filmklassiker »Beim Sterben ist jeder der erste«. Nach mehr als anderthalb Jahrzehnten ist »Flussfahrt« endlich wieder auf deutsch erhältlich.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783938973134
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:280 Seiten
Verlag:Seeling, Jens
Erscheinungsdatum:15.04.2011

Rezensionen und Bewertungen

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    Schluffvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: aus so etwas werden Albträume gemacht
    Flussfahrt

    Als ein Männerabenteuer mit Freunden gedacht entwickelt sich eine Flußfahrt zum Albtraum. Gewaltbereite HilliBillies sorgen dafür und die Angst folgt der Escalation auf dem Fuße. Die Geschichte hat Tempo und die Personen sind authentisch. True Colors würde ich sagen. Mich hat die Geschichte mit einem gesteigerten Adrenalinspiegel zurückgelassen. Auch für dieses Buch gibt es einen Film der sehr gut gemacht ist, besonders weil die Banjo-Musik der Hillis nur hörbar ist.

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    Gulanvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Kanufahrt wird zum Kampf auf Leben und Tod: Packender, atmosphärisch dichter Roman.
    Survival of the fittest.

    Lewis, Ed, Drew und Bobby, vier Großstädter, beschließen eine Wochenend-Kanutour in den Wälden Georgias. In männlich-romantischer Atmosphäre beginnt der Trip auf dem wilden Cahulawassee. Doch am nächsten Tag begegnen die vorausgefahrenen Ed und Bobby plötzlich im Wald zwei Hinterwäldlern mit Gewehr. Der harmlose Ausflug schlägt um in einen mörderischen Alptraum.

    James Dickeys Romandebüt aus dem Jahr 1970 zählt inzwischen zu den Klassikern der amerikanischen Literatur. Bekannt ist der Roman unter anderem auch durch seine erfolgreiche Verfilmung unter dem Titel „Beim Sterben ist jeder der Erste“.

    Der Roman beginnt völlig harmlos. Die vier gutsituierten Männer planen einen Wochenend-Ausflug. Lewis ist dabei in der Anführerrolle, er ist ein durchtrainierter Privatier, immer auf der Suche nach einer körperlichen Herausforderung. Er schlägt den anderen die Kanutour vor, um noch einmal die Wildheit des Cahulawassee River zu erleben, bevor dieser in einem Stausee untergeht. Die anderen, auch der Ich-Erzähler Ed, ein Grafikdesigner und Mitinhaber einer Werbeagentur, akzeptieren seine Führungsrolle. Auch sie wollen bei diesem Trip den ermüdenden Alltag hinter sich lassen.

    Mit Kanu, Pfeil und Bogen, Jagdmesser, Gitarre, Zelt und Proviant ziehen die Vier los und schon auf der Fahrt und beim Eintreffen in der hinterwäldlerischen Einöde erzeugt der Autor eine unheimliche Stimmung, die nichts Gutes verheißt. Schon zu Beginn kommen Zweifel auf, ob man sich hierauf besser nicht eingelassen hätte, aber dennoch lassen sich die Männer dann doch von der Schönheit der Natur und der Abenteuerstimmung euphorisieren. Am zweiten Tag folgt dann aber die Katastrophe: Ed und Bobby werden von zwei Rednecks überrascht und Opfer einer brutalen Gewalttat. Doch diese ist nur der Anfang, es entbrennt ein Kampf ums nackte Überleben. Die Männer werden auf ihre Ursprünge und Instinkte reduziert. Weitere Gewalttaten und eine mörderische Flucht über den reißenden Fluss werden folgen.

    Dickey schafft es von Beginn an, eine latente Spannung aufzubauen, die dann förmlich explodiert und dann bis zum Schluss auf hohem Niveau verbleibt. Der Autor schildert die Abläufe minutiös, mit einem großartigen Gespür für Dramatik. Auch die Figuren werden eindrucksvoll charakterisiert. Vor allem Ich-Erzähler Ed mit seinen Zweifeln und Ängsten, aber auch seiner zunehmenden Entschlossenheit.

    Ich bin wirklich beeindruckt von diesem packenden Roman mit einer unglaublich dichten Atmosphäre und einer mit einfachen Mitteln erzeugten Spannung. Da gebe ich gerne die volle Punktzahl.

    Kommentare: 10
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    A
    Arunvor 5 Jahren
    Wasser und Berge

    Ein Abenteuerroman auf Neudeutsch Survival Thriller der im Original 1970 unter dem Titel „Deliverance“ veröffentlicht wurde. Die deutsche Ausgabe von 1971 „Flußfahrt“ wurde 2011 in einer neuen Übersetzung „Flussfahrt“ vom Seeling Verlag herausgebracht.
    Der Roman wurde 1972 sehr erfolgreich verfilmt, dürfte vielleicht einigen bekannt sein, der Filmtitel „Beim Sterben ist jeder der Erste“
    Ein Höhepunkt darin das Gitarren und Banjo Stück „Dueling Banjos“
    http://www.youtube.com/watch?v=1tqxzWdKKu8
    Diese Szene ist im Buch eher kurz beschrieben.

    Die Story: Vier Stadtmenschen unternehmen einen Trip in die unberührte Natur Georgias die in dieser Form nicht mehr lange bestehen bleibt da ein Staudammprojekt die Landschaft nachhaltig verändern wird.
    Ihr Trip eine Kanufahrt auf einem Gebirgsfluss beginnt recht harmlos, doch schon am zweiten Tag schlägt das Grauen zu. Ein Alptraum weitet sich zu einem Kampf auf Leben und Tod aus.
    Der Erzähler Ed Gentry wird uns vom Autor vorgestellt und auch während der Tour sehr genau näher gebracht, ähnelt fast schon einem Psychogramm.

    Meine Wertung  4/5 weil mich der Handlungsverlauf an einigen Stellen nicht voll überzeugt hat.
    Trotzdem ein Roman über dem Durchschnitt.

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    Stefan83s avatar
    Stefan83vor 6 Jahren
    Into the Wild ...

    Das Wort „Sogkraft“ wird in den Besprechungen von Kriminalliteratur heutzutage schon fast inflationär benutzt – selten hat der Begriff aber so auf ein Buch gepasst, wie bei James Dickeys Klassiker aus den 70er Jahren. Mit „Flussfahrt“ gräbt der kleine Seeling Verlag einen lange verschollenen (und vergriffenen) Rohdiamanten aus, der sich neben den glattgebügelten, rasanten Mainstream-Thrillern von heute zwar wie ein Oldtimer verhält, von seiner erzählerischen Kraft jedoch genauso wenig verloren hat, wie von seiner Aktualität. Ganz im Gegenteil: Dickey legt den Finger in eine Wunde, die heute noch schlimmer schwelt, als zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung – die zunehmende Modernisierung und Verstädterung des Lebens, welche keinerlei Ausbruch mehr erlaubt und die Menschen in ihren alltäglichen Verpflichtungen gefangen hält.

    Diesen wollen in „Flussfahrt“ auch die vier Großstädter Ed, Drew, Bobby und Lewis für ein verlängertes Wochenende entfliehen. Es gilt den wilden Cahulawassee River, der bald einem Staudammprojekt zum Opfer fallen soll, im Kanu zu bezwingen und nebenbei ihre Fähigkeiten mit Pfeil und Bogen zu trainieren. Insgeheimer Anführer der Gruppe ist Lewis, ein durchtrainierter Fitnessfanatiker, der mit allen Mitteln dem fortschreitenden Alter zu trotzen versucht und dafür auch die größten Risiken in Kauf nimmt. Die undurchdringliche Wildnis der Provinz scheint dafür bestens geeignet, ist sie doch nicht nur ein Rückzugsort für wilde Tiere, sondern auch für die kriminelleren Elemente der Gesellschaft, welche die Abgeschiedenheit der Wälder unter anderem dafür nutzen um illegal Schnaps zu brennen. Trotz dieser Gefahren lässt man anfangs relativ unbekümmert die Kanus zu Wasser … doch mit jeder Biegung des durch enge Schluchten strömenden Gebirgsflusses werden die Zweifel lauter.

    Hätte ich besser zuhause bleiben sollen? Was wollen wir uns hier eigentlich beweisen? Bevor irgendeiner seine Gedanken laut äußern kann, eskaliert von jetzt auf gleich die Situation. Und aus der Suche nach einem harmlosen Abenteuer wird ein erbitterter Kampf ums Überleben …

    Der Ruf der Wildnis ist schon in vielen Büchern treibendes Element der Geschichte gewesen – wohl kaum ein anderer Autor hat diese Thematik aber in dieser Art und Weise auf seine archaische Essenz reduziert, wie James Dickey. Schon zu Beginn scheint sich ein namenloses Grauen in die Unternehmung der vier Freunde hineinzuschleichen, einer Gewitterwolke gleich, die nur darauf wartet die Schleusen über den Köpfen des Leser zu öffnen. Aus der Sicht des Ich-Erzählers Ed verfolgen wir die Fahrt im engen Kanu, die so bedächtig beginnt und beinahe unmerklich an Tempo zulegt. Mit jeder Kehre des Flusses, jedem von reißenden Wellen umtosten Felsen, tauchen wir tiefer in diese uns mittlerweile so unbekannte Welt ein, lassen wir die Zivilisation und all seine Annehmlichkeiten hinter uns. Und mit Ihnen auch die moralischen Haltepunkte. Es ist eine Rückbesinnung auf den Ursprung des Menschen, der hier, im Angesicht der Natur, längst verloren geglaubte Sinne schärfen und den eigenen Instinkten vertrauen muss.

    Dickey zeigt eindrucksvoll und mit klarer, karger Sprache, wie schmal der Grad zwischen dem einfachen Abenteuer und echter Gefahr sein kann. Welche Folgen es haben kann, sich dem Adrenalin und dem Nervenkitzel zu ergeben. Inmitten der düsteren, von schroffen Felsen übersäten Natur werden Erzähler Ed und seine Freunde auf ihren primitiven Ursprung reduziert und letztlich mit diesem auch konfrontiert. Diesen Kontakt mit der Maß- und Gesetzlosigkeit schildert der Autor drastisch, brutal und erbarmungslos – und der Leser scheint als fünfter Teilnehmer des Ausflugs direkt mittendrin zu sein. Ab hier ist jede Planung über den Haufen geworfen, die Kontrolle an höhere Mächte abgegeben. Aus der Flussfahrt ist ein Kampf geworden, den Dickey dramatisch in Szene zu setzen weiß. Unvergessen die Passage, in der Ed im Mondschein auf einem hohen Baum hockt, Pfeil und Bogen bereit, das Ziel mit schweißnassen Händen anvisiert. Es sind einfachste Mittel, mit denen die Spannung erzeugt wird. Und sie erweisen sich doch wirkungsvoller, als alle Gewaltorgien heutiger Psychothriller.

    Es ist dieser ursprüngliche, klassische Stil, welcher den Plot trägt und ihn letztlich so glaubhaft macht. Alles an „Flussfahrt“ ist echt, scheint greifbar nah, wirkt in irgendeiner Art und Weise auf den Leser. Und wo andere Schriftsteller im Finale einen actionreichen Showdown abfackeln, sind es in diesem Falle die leisen Töne, die unbeantworteten Fragen und Zweifel, welche nachhaltig beeindrucken und im so abgestumpften Krimi-Genre an den Gefühlen rühren.

    Insgesamt ist „Flussfahrt“ genau das, was Titel und Klappentext versprechen. Ein wilder, rauschender Ritt ins Herz der Natur, dessen grimmiger, karger Charakter seinesgleichen sucht. Nicht nur für Freunde von Lansdales „Die Wälder am Fluss“ und David Osborns „Jagdzeit“ eine mehr als lesenswerte Wiederentdeckung.

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    lokoschades avatar
    lokoschadevor 7 Jahren
    Rezension zu "Flussfahrt" von James Dickey

    Broschiert: 267 Seiten
    Verlag: Seeling; Auflage: 1 (April 2011)
    ISBN 978-3938973134
    Preis: € 14,00

    Kurzbeschreibung
    Bevor der wilde Cahulawassee River einem Staudammprojekt zum Opfer fällt und endgültig gezähmt wird, planen vier Großstädter, den unberechenbaren Fluss noch einmal mit dem Kanu zu bezwingen.
    Was als harmloser Wochenendausflug amerikanischer Wohlstandsbürger beginnt, die ein wenig Abenteuer suchen, entwickelt sich zusehends zum Überlebenskampf und endet in einem Alptraum."Flussfahrt" ist eine düstere Parabel über das Eindringen der Zivilisation in die Natur, die sich schließlich gewaltsam zur Wehr setzt.

    Meine Meinung:
    Bevor das landschaftlich reizvolle Tal bei Aintry überflutet und mit dem Bau eines Damms begonnen wird, wollen vier Männer ein letztes Mal mit dem Kanu den Fluß hinunterfahren.
    Ausgerüstet mit allen Gerätschaften die ein solcher Ausflug verlangt, machen sich die vier Großstädter aus gutbürgerlichen Verhältnissen auf den Weg.
    Lewis der gerne damit prahlt (als ob er sich auskennen würde) wie zäh die Menschen in den Bergen sind, wie kompromisslos die Natur einen jeden behandelt, fordert seine Freunde quasi dazu auf ihm zu folgen. Er ist wild entschlossen dieses Abenteuer zu bestehen.
    Aber schon beim ersten Stopp, als die vier den einheimischen Hinterwäldlern gegenüberstehen kommen den Männern (außer Lewis) erste Zweifel und sie fragen sich warum sie sich auf diese Flussfahrt eingelassen haben.
    Harmlos beginnt sie und wächst sich zu einem wahren Höllentrip aus, bei dem es letztendlich um das pure Überleben geht....

    Durch die beinahe minutiösen Schilderungen hat James Dickey den Leser fest im Griff, man ist hautnah dabei und spürt sehr schnell wie die Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes an Fahrt aufnimmt und die Ereignisse eine Eigendynamik entwickeln.

    Unglaublich spannend!

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    derlorenzs avatar
    derlorenzvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Klasse Klassiker, der am Anfang einer neuen Art Thriller stand. Verbindet Natur und Survival mit packender Handlung und Sprache.
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    Manuela_Martinis avatar
    Manuela_Martinivor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Packende Atmosphäre, jede Seite zieht einen tiefer in den Fluss....
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Waldviertlers avatar
    Waldviertlervor 7 Jahren
    TheRavenkings avatar
    TheRavenkingvor 7 Jahren

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