James Douglas

 3.2 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Goldauge, Tote leben länger und weiteren Büchern.

Lebenslauf von James Douglas

James Douglas alias Ulrich Kohli ist ein Schweizer Krimiautor. Er arbeitete als Zeitungsreporter, studierte Jura und arbeitete als Wirtschaftsanwalt in Zürich. Aufgrund seiner Tätigkeit als Oberstleutnant der Panzertruppen spezialisierte er sich auf Sicherheitsfragen. Er lehrte auch an der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich. Seine gesammelten Erfahrungen in all diesen Bereichen, machen ihn zu einem ausgezeichneten Autor für politische Thriller. Neben seiner Arbeit als Autor ist er auch Filmproduzent und Schauspieler.

Alle Bücher von James Douglas

Sortieren:
Buchformat:
James DouglasGoldauge
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Goldauge
Goldauge
 (6)
Erschienen am 01.04.1998
James DouglasTote leben länger
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Tote leben länger
Tote leben länger
 (3)
Erschienen am 18.02.2016
James DouglasBundesratlos
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Bundesratlos
Bundesratlos
 (2)
Erschienen am 01.08.2005
James DouglasDes Teufels Botschafter
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Des Teufels Botschafter
James DouglasZu früh zum Sterben
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Zu früh zum Sterben
Zu früh zum Sterben
 (2)
Erschienen am 21.06.2017
James DouglasAtemlos nach Casablanca
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Atemlos nach Casablanca
Atemlos nach Casablanca
 (1)
Erschienen am 01.01.2000
James DouglasTotale Kontrolle
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Totale Kontrolle
Totale Kontrolle
 (1)
Erschienen am 19.08.2014
James DouglasBomben Geschäfte
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Bomben Geschäfte
Bomben Geschäfte
 (0)
Erschienen am 06.07.2009

Neue Rezensionen zu James Douglas

Neu
MissStrawberrys avatar

Rezension zu "Zu früh zum Sterben" von James Douglas

Schweizer Thriller
MissStrawberryvor 8 Monaten

Der Stil ist sehr ausgeprägt „männlich“, finde ich. Das mag seltsam klingen, doch für mich ist hier stark ein Thema behandelt, das Männer mehr interessieren dürfte, als Frauen. Entsprechend ist die Wortwahl, der Stil allgemein, die Härte, die Kühle. Gut, es ist nicht so ganz mein Thema und auch nicht so meine Zeit (weder Kriegsjahre noch die Zeit direkt danach mag ich sehr in Büchern – auch nicht in Thrillern. Die Geschichten meiner Großeltern und Eltern aus dieser Zeit sind real und die möchte ich mir nicht durch Lektüre fiktiver oder teil-fiktiver Bücher „verderben“ lassen). Dennoch sind andere Themen „geschlechtsneutraler“, finde ich. Ringen und Schwingen sind nicht mein Fall, ich richte Häuser lieber ein, als sie zu bauen und entsprechend weiß ich zu wenig über Material und Zusammensetzung, möglichen Pfusch usw. am Bau. Auch wenn das Thema hier sehr anschaulich behandelt wird – meins isses nicht.

Thriller mit (teilweise) realem, wahrem Hintergrund finde ich persönlich meist auch sehr schwierig. Mir sind da dann Tatsachenberichte doch lieber. Interessant ist das Ganze auf alle Fälle, doch für mich eben nicht „maßgeschneidert“. In „Zu früh zum Sterben“ geht es neben Pfusch am Bunkerbau, der einen Prozess und Morde nach sich zieht, um einen fälschlich des Elternmordes Verurteilten, einen ganz speziellen Ermittler („Schweizer James Bond“) und Ermittlungen, die für ihn sehr gefährlich werden. Ein Plot, der gut aufgebaut ist, aber leider meinem Geschmack sehr wenig entspricht.

Ein wenig irritiert haben mich auch Ausdrücke und Satzgebilde, die mir recht fremd waren und die ich dem schweizer Hintergrund des Autors und der Figuren zuschreibe. Mich bremst das im Lesefluss. Sehr subjektiv, ist mir schon klar, aber ich möchte es erwähnen, da ich mir sicher bin, andere bemerken das auch und stören sich möglicherweise ebenfalls daran.

Der Thriller selbst ist nicht spannungslos, aber für mich eher ein Krimi. Einige Spitzen der Spannung sind zwar da, doch im Großen und Ganzen steht die Ermittlungsarbeit im Fokus. Sehr gut geschrieben, aber weniger Thriller als Krimi. Nach einem für mich sehr an die Nieren gehenden „Vorspiel“ startet der eigentliche Thriller dann aus der Ich-Perspektive von Ken Cooper. Diese Perspektive liegt mir am meisten, denn sie zieht mich mehr in die Handlung hinein. Doch Douglas lässt mich nicht so nah an die Figuren ran, dass ich mich besonders mit jemandem verbunden fühlen würde. Sogar Neidegger, dem übel mitgespielt wurde, kann ich nicht so viel Sympathie entgegen bringen, wie ich das gerne würde. Die meisten Figuren bleiben einfach zu blass, zu distanziert für mich.

Im Jahre 2018 ist es auf alle Fälle sehr erfrischend, ein Buch aus einer Zeit zu lesen, in der Computer, Smartphones und ähnliche technische Geräte noch nicht mal denkbar waren. Gute alte Ermittlungsarbeit, fast schon steinzeitlich, aber sehr spannend und gut geschildert.

Anders, als der Name des Autors vermuten lässt, ist er Schweizer. Durch seine Berufe verfügt er über Insiderwissen, das er in seinen Büchern sehr gut einzubringen versteht. Das macht sie besonders realitätsnah und entsprechend beängstigender. Sein Ermittler Cooper dürfte sein Alter Ego sein.

Eine Bewertung fällt mir schwer, da ich noch immer der Meinung bin, ein Mann als Leser versteht die Hälfte meiner Kritik gar nicht, weil Männer und Frauen eben anders ticken. Ich bin davon überzeugt, dass Männer mehr mit dem Buch anfangen können. Von mir gibt es aber nicht mehr als drei Sterne.

Kommentieren0
4
Teilen
danzlmoidls avatar

Rezension zu "Tote leben länger" von James Douglas

Tote leben länger
danzlmoidlvor 2 Jahren

Inhalt:
Gegen den unerbittlichen Feind Angst und Schrecken verbreiten sich im Südtessin. Der Islamische Staat (IS) hat Kämpfer in die Südschweiz eingeschleust. Sie morden, plündern, brandschatzen. Agent Ken Cooper nimmt einen zunächst vermeintlich harmlosen Auftrag an, doch rasch wird er in den Strudel der dramatischen Ereignisse gerissen und muss versuchen, eine Hinrichtung zu verhindern. Zusammen mit Kriminalbeamtin Jessica Ponte kämpft er sich hartnäckig durch die feindlichen Linien. Doch sie ahnen nicht, dass Verrat im Spiel ist. Die Verbindung zu einem in Libyen getöteten britischen MI6-Agenten verschafft Cooper im letzten Moment brisante Erkenntnisse, die das Blatt vielleicht wenden könnten. Doch die Uhr tickt unerbittlich.

Meine Meinung:
Hier tu ich mich seit langem mal wieder schwer, eine vernünftige Rezi zu schreiben. Grund hierfür ist, dass mich das Buch leider überhaupt nicht überzeugen konnte.

Der Beginn war schon ziemlich rasant und versprach der Anfang eines tollen Thrillers zu sein. Spannend, mitreißend, hochaktuell. So hat sich mir das Buch erst vorgestellt. Doch leider konnte sich dieser Eindruck bei mir nicht sehr lange halten.

Man ist es ja gewohnt, bzw. rechnet damit, dass es in einem Thriller hoch hergeht, noch dazu, wenn es sich um solch ein aktuelles Thema, wie den aktuellen Terror auf der Welt handelt, allerdings war mir hier alles viel zu viel. Viel zu viele Perspektivenwechsel bzw. Schauplatzwechsel, viel zu viele Personen, mit denen ich überhaupt nicht klar und überhaupt nicht warm geworden bin.

Die ganzen Wechsel der Schauplätze haben mich so dermaßen verwirrt, dass ich der Handlung teilweise überhaupt nicht mehr folgen konnte und keinen Überblick mehr hatte, wo ich mich mit welchen Personen befinde.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es viele Leute gibt, die diesen Thriller super gut finden, mich konnte er leider nicht überzeugen. Vielleicht gebe ich dem Buch noch einmal eine Chance, sobald es bei mir ein wenig ruhiger ist, ich möchte nicht ausschließen, dass auch dies ein wenig Schuld an meiner Wahrnehmung ist.

Fazit:
Für manche mit Sicherheit ein top Thriller, für mich leider nicht.

Kommentare: 1
5
Teilen
Flohs avatar

Rezension zu "Tote leben länger" von James Douglas

Hochspannend, aktuell, rasant, aber leider auch etwas effekthaschend. Weniger wäre hier mehr!
Flohvor 3 Jahren

Die Südschweiz, Tessin und die Verbindungen nach Libyen sind für mich in einem Thriller eine Novität. Neben Psychothrillern lese ich immer mal wieder gerne gut gemachte und verschwörerische Politthriller, im Idealfall mit Bezug zur Gegenwart. „Tote leben länger“ vom schweizerischen Autor Ulrich Kohli unter dem Pseudonym James Douglas gibt uns Einblicke in ein großes Terrorkonstrukt und kann seine berufliche Erfahrung und Spezialisierung hier wunderbar in einem reißerischen Thriller verweben und behaupten. Rasant, temporeich, packend und gar nicht so abwegig...
Erschienen im Langen Müller Verlag (http://www.herbig.net/verlage/langenmueller.html)

Inhalt / Klapptext:
„Eine berüchtigte Terrormiliz hat Kämpfer in die Südschweiz eingeschleust. Sie morden, plündern, brandschatzen. Louis de Pourtales, erfolgreicher Industriekapitän und Chef der Waffenschmiede Loréans Systems & Components, wird erpresst. Ihm und Angehörigen droht die Hinrichtung, falls er die Bedingungen der Verbrecherbande nicht erfüllt. Dass er dem Oligarchen Propokiew Waffen mit Bestimmungsort Beirut liefert, nährt den Verdacht, dass er auf der falschen Seite steht.

Agent Ken Cooper kämpft zusammen mit seinem Sohn Michel und der Kriminalbeamtin Jessica Ponte hartnäckig gegen alle Widerstände an, um dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Doch sie ahnen nicht, dass Verrat im Spiel ist, der sie tödlich bedroht. Eine seltsame Verbindung zu einem in Libyen getöteten britischen MI6-Agenten verschafft Ken Cooper zum Glück im letzten Moment brisante Erkenntnisse. Gelingt ihm die Wende noch rechtzeitig? Die Uhr tickt unerbittlich, und als sich ein Befreiungsschlag abzeichnet, entscheiden nur noch Sekunden über Leben und Tod.“

Handlung:
Dieser Thriller beginnt brisant, rasant und hochaktuell. Ein Kampf gegen den unerbittlichen Feind, gegen den Terror…
Alles was aussieht, wie eine schlimme Zukunftsvision könnte schon morgen Alltag bedeuten. Angst und Schrecken verbreiten sich in der idyllischen und harmonischen Südschweiz, dem Kanton Tessin. Die Terrormiliz IS hat Kämpfer in die Südschweiz eingeschleust. Mord, Raub, Plünderei, Hehlerei und Erpressung. Um der Brandserie, den Einbrüchen und Anschlägen Einhalt zu gebieten, wird Agent Ken Cooper mit dem Fall beauftragt. Was zunächst wie ein harmloser Auftrag beginnt, entwickelt sich zu etwas sehr viel weit Verzweigtes. Denn noch ahnen die Agenten nicht, wer hinter diesem Terror steckt und was die Miliz noch plant. Denn diese Anschläge sind erst der Anfang. Schon bald steckt Cooper mitten in einem Strudel aus Mord, Folter, Tod, Erpressung und Hinrichtung. Zusammen mit seiner Kriminalbeamtin Jessica Ponte kämpft er sich hartnäckig durch die feindlichen Linien und über die Staatsgrenzen hinaus. Doch sie ahnen nicht, dass Verrat im Spiel ist. Die Verbindung zu einem in Libyen getöteten britischen MI6-Agenten verschafft Cooper im letzten Moment brisante Erkenntnisse, die das Blatt vielleicht wenden könnten. Doch die Uhr tickt unerbittlich. Ein Wettlauf gegen die Zeit und um Leben und Tot.

Dieser Fall entführt uns Thrillerleser ins tiefste Geflecht des Terrors, „Tote leben länger“ zeigt Einblicke in Fanatismus, Korruption, Verrat, Vergeltung, Gewalt, Macht und Terror, Regierung, zeigt behördliche Einrichtungen, Land und Leute und bietet eine erstaunliche, teils zögerlich anlaufende, dann unheimlich rasante und facettenreiche Ermittlung in einem ungewöhnlichen Team, mit ungewöhnlichen Mitteln, Gesetzen und Facetten. Die Hintergründe und Motivationen dieser Taten sind erst der Anfang tiefster menschlicher und fanatistischer Abgründe… Fesselnd, stark, innovativ und von ganz neuer Präsenz.

Schreibstil:
Das knapp 340 Seiten starke Buch beginnt gleich zu Beginn sehr fesselnd und temporeich. Der Schreibstil des Autors ist unheimlich beklemmend, da man die Erfahrung und die Vita des Autors hier hervorblitzen sieht. James Douglas bietet einen Agententhriller mit viel US-Amerikanischen Charme und viel Politischen und religiösen Merkmalen. Neuartig, da es mal eine ganz andere Art des Thrillers ist. Aus Tessin und dem Kanton ist mir bisher noch keine Spannungsliteratur begegnet, schon gar nicht mit politisch-motivierten Themen die sehr gegenwärtig und brandaktuell sind. James Douglas schreibt packend, klar und actiongeladen. Aus dritter Perspektive begleiten wir Ermittlungen auf heißem Boden. Spannende und authentische Dialoge, hie und da ein sarkastischer Unterton und treffende Ironie und Zynismus. Das rundet den beklemmenden Beigeschmack fein ab. Hier spürt man in jeder Zeile die Erfahrung des Autors J. Douglas als Wirtschaftsanwalt und Sicherheitsoberleutnant mit dem Schwerpunkt Milizheer. Ulrich Kohli besitzt weitreichendes Wissen, baut auf wahre Fakten und lässt diese gekonnt in fiktive Handlungen einfließen. Hat man sich erst einmal an die neue Dimension der Verbrechen und des Terrors, der Ämter, Behörden, Hierarchien, Hintergründe der Gegenwart und Vergangenheit, fremden Namen und Ortsbezeichnungen gewöhnt, so liest es sich doch erstaunlich flüssig und mitreißend. Der Fall ist so verzweigt konstruiert, dass der Leser von reinster Neugier ergriffen wird und das Buch kein Stoppen zulassen will. Bis auf ganz wenige Längen kann der Autor mit verblüffenden Spannungsspitzen glänzen und versorgt den Leser mit Lokalcharakter, Atmosphäre, Verstrickungen und sonderbare Ermittlungsarbeit. Wie erwartet handelt die Geschichte sowohl von der Gegenwart und auch verborgenen Machtkämpfen und Hinrichtungsmanöver der IS, samt Recherche und Offenbarungen, religiöse und wirtschaftliche Hintergründe, fundiert und voller Fakten. Diese Mischung gefällt mir gut, auch wenn sie für mich schwer greifbar und zu verstehen ist. Hier lernen wir neben den verstrickten Ermittlungen auch die schleierhafte Regierung des Nahen Osten kennen. Das Verbrechen selbst ist nur die angekratzte Oberfläche eines gewaltigen Machtkomplexes und des Schreckens.

Meinung / Leseeindrücke:
Absolutes Plus für mich in diesem Thriller ist das gewagte und gegenwärtige Thema. Neben Terroristische Hintergründe und neben dem Machtwerk der Attentate und des Fanatismus, beeindrucken mich hier das Know-How des Autors und der Bezug zur Gegenwart. Es sind die Facetten der Schauplätze, der Netzwerke, der Gelder, der Macht, der Lokalcharakter aus Schilderungen und Beschreibungen örtlicher Gegebenheiten in der Schweiz und im Nahen Osten, typischer Alltagssituationen der Menschen, die Ebenen der Behörden und authentischer lokaler Hierarchien, Interaktionen der Geheimdienste und der Machthaber, historische Hintergründe und viele Einblicke, Tagesnachrichten, alte Aufzeichnungen, Recherche, die politische und wirtschaftliche Atmosphäre und vieles mehr. Selbstbewusst, selbstgerecht, gnadenlos und hart. Rasant, actiongeladen und ein Pulverfass an explosiver Stimmung und Härte. Trotz der Brisanz und der Schilderungen und Beschreibungen, blieben einige Eindrücke und Hintergründe für mich unbegreiflich und erschienen übertrieben oder surreal. Da ich sonst eher zu skandinavischer Spannungsliteratur greife, war dies zwar ein ganz besonders neues und intensives Erlebnis für mich, aber auch etwas zu viel des Guten. Für mich schwer zu packen und schwer Platz zu finden als Leser im geschehen. Ich war eher außen vor und wurde mit den Charakteren leider kaum warm und befand mich selten auf gleicher Wellenlänge. Die Spannungsspitzen sind schon enorm und das Buch erreicht ein hohes Level an Nervenkitzel und Thrill. Das Konstrukt der Zusammenhänge und Hintergründe ist wirklich verblüffend. Ich habe auch den Wechsel aus Privatleben von Ken Cooper und seiner Ambitionen und Entwicklung sehr genossen. Das waren die kleinen Ruheoasen im rasanten Plot. Mir waren die vielen politischen und terroristischen Gerüste etwas zu einnehmend und analytisch dargeboten. Schwer verständlich und teils sehr fachspezifisch. Hier vergisst der Autor schnell, dass nicht jeder seiner Leser dieses weitreichende Fachwissen besitzt oder es verstehen kann. Ich fühlte mich als Leser oft fremd und überfragt. Manchmal auch überfrachtet. Das dämmte meinen Lesegenuss stellenweise etwas ein, da ich stets distanziert und sachlich dem geschehen beiwohnen konnte. Später wird man aber mit einem grandiosen Showdown voller Tempo, Verblüffung und Aufklärung belohnt!

Kritikpunkte:
Für mich setzt dieser Thriller einfach zu oft immer noch einen oben drauf und will einen Charme amerikanischer Politthriller und Agententhriller vermitteln. Was für meinen Geschmack nicht immer gelingt. Die Ermittler weisen viele amerikanische Züge und Facetten auf, was sich nicht nur in ihren Namen wiederspiegelt, sondern auch in ihren Charakterstudien und ihrem Umfeld, Denken, Tun und Handeln. Das wirkte auf mich oft zu überladen und zu aufgesetzt und nicht ganz stimmig zum Plot und der Schauplätze und Region. Dieser Eindruck nahm dem Gefüge etwas an Glaubwürdigkeit und wirkte surreal und effekthaschend. Ein Minuspunkt für mich, für andere Leser könnte es sicherlich eine besondere Stärke des Thrillers sein. Zudem ist er doch sehr fachspezifisch und vermengt große Action mit Politik und Terrorwirtschaft.

Charaktere:
Agent Ken Cooper besitzt seinen ganz eigenen Charme. Er ist das Abbild eines großen Kino-Agenten. Ja, bei ihm hat man Bilder und Illusionen vor Augen. Sein faktisches und ambitioniertes Denken und Handeln zeugt von Professionalität. Doch als sein Auftrag ihn immer weiter in einen Sog aus Erkenntnis, Erpressung, Wahn und Wahnsinn, sowie Rache, Verrat und Vergeltung zieht, setzt auch ihm die Ermittlung ungewöhnlich stark zu. Seine Kollegin, die Kriminalkommissarin Jessica Ponte hat mir gut gefallen. Sie ist das Pendant zu Ken Cooper. Ein ungleiches Team, was für Witz und Ironie zu haben ist. In den Ermittlungen geraten Jessica und Ken in den Fokus der Miliz und der Machtgeber. In einen Sog aus Korruption, Verschwörung, Vertuschung und Macht und somit setzen sie ihr eigenes Leben aufs Spiel. Neben den gut skizzierten handelnden Personen und Charakteren gibt es viele weitere wichtige Nebenrollen, die sehr stimmig in Einklang gebracht werden. Überrascht hat mich hier der amerikanische Charme, der auf die Protagonisten abfärbt. Nicht ganz mein Geschmack, aber sicherlich eine interessante Nuance für viele Leser dieses Genre.
Schade, dass ich persönlich nicht mit den Ermittlern warm werden konnte. Ich fühlte mich immer etwas auf Distanz gehalten und habe das Team beobachtet, aber nicht mit ihnen agiert oder gelebt.

Der Autor:
„Ulrich Kohli schreibt unter dem Pseudonym James Douglas erfolgreich Polit-Thriller. Einige sind in den USA erschienen. Er war Zeitungsreporter, studierte Jura, spezialisierte sich als Oberstleutnant des Schweizer Milizheeres auf Sicherheitsfragen und etablierte sich als Wirtschafsanwalt in Zürich, bevor er sich dem Schreiben aktueller Spionageromanen widmete.

Er hat Einblicke in geheimdienstliche Aktivitäten und kennt die Verflechtungen von Geld, Macht und Politik. Der Autor lebt in New York und Zürich.“

Mein Fazit:
An diesem Thriller gibt es für mich einige persönliche Schwächen, aber dennoch bin ich sehr zufrieden mit dem Buch, da er hält was er verspricht und ein rasantes und actiongeladenes Feld des Terror, der Gesetze und der Macht bietet. Ein Politthriller der temporeich und schonungslos erscheint. Viele Effekte und großes Kino. Dafür wenig Nähe zum Leser. 3,5 Sterne vergebe ich hier.

Kommentare: 5
110
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Community-Statistik

in 45 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks