James Ellroy

 3,7 Sterne bei 323 Bewertungen
Autor von Black Dahlia - Die schwarze Dahlie, L.A. Confidential und weiteren Büchern.

Lebenslauf von James Ellroy

James Ellroy, Jahrgang 1948, begann seine Schriftstellerkarriere 1981 mit Browns Grabgesang. Mit Die Schwarze Dahlie gelang ihm der internationale Durchbruch. Unter anderem wurde Ellroy fünfmal mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet, zahlreiche Bücher wurden verfilmt, darunter L.A. Confidential.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von James Ellroy

Cover des Buches Black Dahlia - Die schwarze Dahlie (ISBN: 9783548266756)

Black Dahlia - Die schwarze Dahlie

 (55)
Erschienen am 21.09.2006
Cover des Buches L.A. Confidential (ISBN: 9783548290089)

L.A. Confidential

 (41)
Erschienen am 23.02.2018
Cover des Buches Ein amerikanischer Thriller (ISBN: 9783548281667)

Ein amerikanischer Thriller

 (23)
Erschienen am 30.12.2009
Cover des Buches Blut will fließen (ISBN: 9783548062297)

Blut will fließen

 (21)
Erschienen am 02.11.2020
Cover des Buches White Jazz (ISBN: 9783548250014)

White Jazz

 (16)
Erschienen am 01.04.2001
Cover des Buches Perfidia (ISBN: 9783548291659)

Perfidia

 (13)
Erschienen am 14.09.2020
Cover des Buches Die Rothaarige (ISBN: 9783550050329)

Die Rothaarige

 (13)
Erschienen am 23.02.2018
Cover des Buches Ein amerikanischer Albtraum (ISBN: 9783548281650)

Ein amerikanischer Albtraum

 (11)
Erschienen am 30.12.2009

Neue Rezensionen zu James Ellroy

Cover des Buches Jener Sturm (ISBN: 9783550050411)M

Rezension zu "Jener Sturm" von James Ellroy

Souveränes aus dem Ellroy-Ksomos
michael_lehmann-papevor einem Jahr

Souveränes aus dem Ellroy-Ksomos

 

Nach insgesamt über 40 Jahren der Roman von James Ellroy kann man weiterhin nur den Hut vor der Kreativität des Autors ziehen, auf der anderen Seite tatsächlich als einzige „Kritik“ daneben stellen, dass am Ende die Sujets immer ähnlich vorliegen.

 

Wer also einfach keine Lust mehr auf die 40er Jahre des letzten Jahrhunderts in den USA hat, wer zynische, ironische, hartgesottene und durchaus nicht selten die „illegale Straßenseite“ nutzende, harte „Cops“ hat, der sollte natürlich auch an diesem neuesten Werk eher vorbeigehen.

 

Wobei Ellroy in diesem Fall eine Reihe historischer Eigenheiten (massiver Argwohn gegen im Lande lebende Japaner) interessant miteinbaut (eine der Hauptfiguren ist ein solcher Japaner und Ellroy schildert wie nebenbei überzeugend die feindliche Atmosphäre aus dem Jahr 2942 und dem erfolgten Angriff auf Pearl Harbour). Wobei das nicht den Kern der Ermittlungen ausmacht, sondern zurückliegende Morde. Beim LAPD gerne nach hinten in die Ablage verschoben, durch den Pathologen Hideo Ashida neues Leben eingehaucht bekommen und neue Ermittlungen nach sich ziehen. Die mehr und mehr in einen Sumpf des Verbrechens führen, mehr und mehr Gefahr aufkommen lassen, in einer Zeit, in der weder Kriminelle noch Polizisten noch kriminelle Polizisten auch nur um Geringsten mit sich spaßen lassen würden.

 

Was sich sinn bildlich in der Person des Dudley Smith niederschlägt. Mit allen Wassern gewaschen, der seine Fühler (die illegalen natürlich) nach Mexiko austreckt, wo in einer kleinen Gegend direkt an der amerikanischen Grenze Truppen der Sinarquistas ausgebildet werden und man natürlich neugierig ist, zu welchem Zweck das da alles so abläuft.

 

Bis sogar Orson Welles im quer über den Weg läuft, bzw. Smith Welles gut gebrauchen kann, nach ein wenig „spezieller“ Überzeugungsarbeit.

 

Wobei es doch eine Weile in diesem epischen Werk benötigt, bis man als Leser einigermaßen einen roten Faden erkennt, der die diversen fast „Milieustudien“ verbindet, die Ellroy aneinanderreiht. Eine Orgie aus Rauschgift, Gewalt, Streben nach Oben auf allen Wegen (wo immer das die einzelnen Protagonisten für sich ansiedeln, jenes „Oben“).

 

Reine Sympathieträger begegnen einem bei der Lektüre dabei selten, was nichts anderes darstellt als ein Spiegelbild von Menschen in verworrenen Zeiten der Krise und der weltweiten Erschütterungen, in denen scheinbar nur gilt, wer sich rücksichtsloser und härter als andere zu positionieren versteht im Tanz um die goldenen Kälber, Eine Positionierung, die schlichtweg mit Härte, Gewalt und Brutalität ausgetragen wird.

 

Eine „Realität“, die sich immer wieder im Buch hart bricht an der „Scheinwelt“ der „oberen 10.000“ und ihrer ausschweifenden Hollywood-Partys. Eine Welt des Films und der Show, die Ellroy grundlegend noch nie mochte und dementsprechend als dekadente, hohle, Selbstüberhöhende Szene ins Bild gesetzt wird, die als fast logische Konsequenz es hier und da „hinter die Ohren“ bekommt.

 

Eine Welt im Wandel mit vielfachen, feindlichen Fronten, die Ellroy im Los Angeles jener Tage aufeinanderprallen lässt zwischen „Roten“ und „Faschisten“, beginnender Kommunistenhatz, abfällig urteilender Chinesen, aufrechter Vaterlandsverteidiger, vor den Nazis nach Amerika geflohener Intellektueller.

 

Das Ganze recht subjektiv geschildert mit ständig zynischem Unterton. Zusammengehalten von einer Leiche, die nach Jahren erst vor Augen liegt, deren Geschichte aber Reichtum versprechen könnte und damit alle handelnden Protonisten in Konzentration versetzt, sich zumindest einen Teil dieses möglichen Reichtums für sich selbst zu sichern.

 

Atmosphärisch dicht, bildkräftig, desillusionierend, spannend und am Ende mit einigen überraschenden Wendungen versehend fügt sich dieser Roman bestens in den „Ellroy-Kosmos“ ein, wenn auch die „Nebengeschichten“ der Historie fast zu platzraubend immer wieder für Nebenaspekte in der Geschichte sorgen und sich Ellroy somit viel Zeit für die Entfaltung der Geschichte nimmt. Zeit, die auch der Leser in Ruhe mitbringen muss.

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Cover des Buches Jener Sturm (ISBN: 9783550050411)S

Rezension zu "Jener Sturm" von James Ellroy

Hat mich nicht angesprochen
sunny-girlvor einem Jahr

Das Buch ist mein erstes Buch von James Ellroy. Ich habe das Buch nach 27% abgebrochen. Noch 11 Stunden Lesezeit halte ich nicht aus. 

Das Buch lässt sich nicht einfach lesen. Der Autor verwendet kurze abgehackte Sätze, zum Teil im Telegrammstil.. Dadurch kommt kein Lesefluss zustande. Es tritt eine verwirrende Personenvielfalt auf. Da abwechselnd Vor-, Nach- oder Spitzname verwendet wird, hatte ich Probleme die Personen auseinander zuhalten. Auch werden die einzelnen Kapitel aus Sicht verschiedener Personen erzählt. Bis zum Abbruch habe ich noch keinen roten Faden gefunden und weiß nicht richtig um was es eigentlich geht. Alle Personen sind ständig betrunken oder bekifft und treiben es durcheinander oder mit Prostituierten. Zwischendurch wird gefoltert, spioniert oder es werden Akten gefälscht. Es versucht jeder, die anderen auszutricksen. Die Sprache ist sehr vulgär und rassistisch. 

Dem Autor gelingt es, die Dekadenz dieser Zeit rüber zubringen. Nur war es mir einfach zu viel.

Wer das Buch lesen will, sollte unbedingt die Leseprobe lesen. Wenn man mit den Schreibstil nicht klar kommt, sollte es lassen. Es wird nicht besser.

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Cover des Buches Die Rothaarige (ISBN: 9783550050329)

Rezension zu "Die Rothaarige" von James Ellroy

Leider sehr langatmig geschrieben und zieht sich zu sehr
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Ich hatte mir von diesem Buch mehr versprochen, da ich durchaus mit Interesse Biographien von Henry Lee Lucas, Dahmer, Gacy und Ted Bundy gelesen habe. Ich mag also eher True Crime. Von Ellroy kannte ich bisher kein Buch, daher kaufte ich mir dieses, da mich die Story ansprach. Man muss schon sagen, daß es kein leichter Stoff ist, denn der Mord an der Mutter belastet den damals zehnjährigen Jungen durchaus. Er zieht zu seinem Vater, beide Eltern sind geschieden, aber sein Leben ist bald geprägt von Schulabbrüchen, Drogen, in den Tag hineinleben. Es sind mehrere Kapitel- einmal über den Mord an sich, die Zeit, in der er passierte, dann Ellroys Jugend und Erwachsenenzeit (in den Anfängen), es folgt ein Kapitel mit einem Ermittler für Cold Cases und dann kommt auch die Mutter zu Wort. Ihr Leben war nicht leicht und tragischer ist daher, wie es endete.

Ich will nicht zuviel spoilern, aber leider fand ich keinen Zugang zu dem Stil des Autoren- es war mir zu langweilig geschrieben, zog sich seitenweise und ich brauchte ewig lange für das Buch, legte es immer wieder zur Seite. Es ziehen sich Stories über die Welt der 50er Jahre in dem Ort, wo die Mutter ermordet wurde, die auch eigentlich nichts aussagen über den Mord an ihr- etwas interessanter ist der Teil über die Jugend Ellroys. Empfehlen kann ich es daher nur bedingt- vielleicht werden andere mit diesem Stil warm und mögen auch bloßes Erzählen abseits der eigentlichen Storyline.

Ich habe es durchgelesen, aber nicht wirklich mit vollem Genuss.


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Zusätzliche Informationen

James Ellroy wurde am 03. März 1948 in Los Angeles, Kalifornien (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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von 39 Lesern aktuell gelesen

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