James Ellroy

 3.8 Sterne bei 300 Bewertungen
Autor von Black Dahlia - Die schwarze Dahlie, L.A. Confidential und weiteren Büchern.

Neue Bücher

In der Tiefe der Nacht

 (7)
Erscheint am 25.01.2019 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

Hügel der Selbstmörder

Erscheint am 25.01.2019 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

Blut auf dem Mond

Erscheint am 25.01.2019 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.

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Black Dahlia - Die schwarze Dahlie

Black Dahlia - Die schwarze Dahlie

 (51)
Erschienen am 21.09.2006
L.A. Confidential

L.A. Confidential

 (39)
Erschienen am 23.02.2018
Ein amerikanischer Thriller

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 (23)
Erschienen am 30.12.2009
Blut will fließen

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 (21)
Erschienen am 07.12.2010
White Jazz

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 (16)
Erschienen am 01.04.2001
Perfidia

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 (12)
Erschienen am 12.08.2016
Ein amerikanischer Albtraum

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 (11)
Erschienen am 30.12.2009
Die Rothaarige

Die Rothaarige

 (11)
Erschienen am 23.02.2018

Neue Rezensionen zu James Ellroy

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Laudia89s avatar

Rezension zu "Die Rothaarige" von James Ellroy

guter Schreibstil aber langatmig
Laudia89vor 3 Monaten

Geneva »Jean« Ellroy wurde 1958 in einem schäbigen Vorort von L.A. vergewaltigt und ermordet. Der Täter wurde nie gefasst, die Ermittlungen eingestellt und der Fall als tragischer Ausgang einer durchzechten Nacht ad acta gelegt. James Ellroy war damals zehn Jahre alt. Der Mord an seiner Mutter wurde seine Obsession. In den kommenden Jahrzehnten hat er die verstörenden Erinnerungen abwechselnd verdrängt und im Schreiben heraufbeschworen. Erst 1994 stellt er sich dem Trauma seines Lebens. Zusammen mit dem pensionierten Detective Bill Stoner begibt Ellroy sich auf die Suche: nach seiner Mutter, ihrem Mörder – und seiner Erlösung.

Der Schreibstil des Autoren ist sehr gut und die Fakten und Erzählung spannend. Aber es gibt Phasen wo die Geschichte sehr lang gezogen wird und dadurch langweilig wirken und man Probleme hab Geschichte zufolgen. der Mittelteil ist ein wenig verwirrend, weil man nicht weiß was dieser jetzt mit der Hauptgeschichte zusammen passt.
Der Autor versucht seine Geschichte zu erzählen und vieles zu erklären. Dies bringt er sehr gut rüber, aber teilweise auch sehr langatmig ausklamüsiert.

An sich ist es ein sehr gutes Buch, aber durch die Verwirrungen und Langatmigkeit ist es teilweise anstregend zulesen.

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M

Rezension zu "Die Rothaarige" von James Ellroy

Fulminant in eigener Sache
michael_lehmann-papevor 8 Monaten

Fulminant in eigener Sache

Nach der Lektüre dieses biographischen „Berichtes“ zumindest ist dem Leser vollends klar, wie das Lebensthema Ellroys zustande kam, woher genau dieses tiefe „Milieu-Wissen“ gerade des Los Angeles der 50er Jahre, das in erfolgreichen Thrillern des Autors eine der Hauptrollen mitgespielt hat, sich entfaltet hat.

„Ein paar Kinder fanden sie“.
„Es war eine weibliche, weiße Person. Sie hatte helle Haut und rote Haare. Sie war ungefähr 40 Jahre alt. Sie lag flach auf dem Rücken“. Tot. Ermordet.

Sachlich-nüchtern und doch immer den Leser auch emotional mitten in das Geschehen hineinbringen, in diese Welt harter Männer, lebenswilder Frauen, versehentlicher Fehler, die dramatisch enden können, so erzählt Ellroy vom Mord an seiner Mutter, der offiziell bis zum heutigen Tag nicht aufgeklärt ist.

Wie es aber passiert ist, wer es hätte sein können, welche Indizien sich durch stringente Ermittlungsarbeit der Polizei ergaben haben, dem geht Ellroy intensiv nach und beschreibt damit im Übrigen minutiös die Abläufe, die Methoden, die Ermittlungen der damaligen Polizeiarbeit fundiert.

„Die Leich lag 69 Meter östlich der Kreuzung Tyler/King“. Und es wird sich herausstellen, dass am Abend vorher nicht wenige Personen die Zeit mit „der Rothaarigen“ geteilt haben und die Einschätzung der Nachbarin, „eine hart arbeitende und zurückgezogen lebende Frau“ und Mutter nicht ganz zutreffend sein wird.

Da als zweiter Erzählstrang auch das Ergehen des damals 10jährigen James mit in die Abläufe einfließt, erhält der Leser Seite für Seite mehr Einblick und Informationen in das Familiengefüge, den Charakter und die Lebensweise von Jean, „der Rothaarigen“.

„Wenn es ihr in den Kram passte, hat sie auch einfach gelogen“.
Und es gab wohl nicht nur einen Liebhaber zur Zeit des Mordes an Jean.

Diese ersten Ermittlungen aber werden im Sande verlaufen. Was Ellroys in den Folgen für sich ebenfalls ausführlich im Buch erläutert, bis er dann, Jahre später, auf eigene Kosten einen Privatdetektiv anheuert (der einem seiner Romane hätte entsprungen sein können oder, wiederum, als Blaupause für die ein oder andere literarische Figur Ellroys herangezogen werden kann).

Ein letzter Teil des Buches, der spannend wird, verwirrend, der den Leser bis zuletzt in den Bann zieht.

Respekt muss man dem Autor dafür zollen, dass er auch in diesen sehr persönlichen Ereignissen seiner Form treu bleibt. Kühl, trocken, sachlich, emotional scheinbar distanziert erzählt er auch diese Geschichte. Und, letztlich, auch die Geschichte seiner literarischen Motive.

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Stefan83s avatar

Rezension zu "Heimlich" von James Ellroy

Early draft of evil
Stefan83vor 2 Jahren

James Ellroy – ein Name, der inzwischen wie ein unverrückbarer Fels im Genre des Kriminalromans steht, vielen Autoren der jüngeren Generation als Vorbild dient und doch auch eine exzentrische Gestalt, an der sich oft die Geister scheiden. Während seinem legendären „L.A. Quartett“ selbst in akademischeren Literaturzirkeln größtmöglicher Respekt gezollt wird, erfährt sein Frühwerk – auch von ihm selbst – nicht immer die gleiche wohlwollende Betrachtung. Der klassische Ellroy, welcher mit Gewitter-artigen Sätzen durch die Reihen seiner Figuren peitscht, einem Sturmhagel gleich im Dauerstakkato seelische Abgründe und menschliche Verkommenheit über den Leser ergießt – er befand sich Anfang der 80er noch in einer Findungsphase.

„Heimlich“ (orig. „Clandestine“) erschienen im Jahr 1982, merkt man diesen Testlauf-Charakter für kommende Werke zuweilen an, wenngleich jedoch – wie schon im Debütwerk „Browns Grabgesang“ – zwischen den Zeilen bereits allzu deutlich wird, wohin die düstere Reise gehen soll. So wird im vorliegenden Werk mit Dudley Smith DER Prototyp des bösen Bullen schlechthin eingeführt. Und auch das berüchtigte Victory Motel, das später noch eine weit größere Rolle spielen soll, feiert hier seinen Einstand. Das ist insofern erwähnenswert, weil es helfen soll, „Heimlich“ im Kontext des Gesamtwerks (es spielt chronologisch während bzw. zwischen „Stadt der Teufel“ und „White Jazz„) richtig einordnen zu können, stellt es meines Erachtens doch den elementaren Scheideweg in Ellroys Wirken dar (man könnte es auch als „Boden bereiten“ bezeichnen), an dem er anschließend erst einmal nur aus kommerziellen Gründen für seine „Hopkins“-Trilogie die „falsche“ Abzweigung nahm, um ihn später als Ausgangspunkt für sein „L.A. Quartet“ und die „Underworld“-Trilogie wieder aufzugreifen. Doch nun mehr zum Buch selbst:

Ein dunkler, kalter Winter im Los Angeles des Jahres 1951. Hier begegnen wir dem erst 26-jährigen Officer Fred Underhill, Streifenpolizist auf der Station Wilshire des LAPD, der auch in seiner Dienstzeit lieber Frauen als verdächtigen Kriminellen hinterherjagt und nach Feierabend das Gras der hiesigen Golfplätze beackert. In beiderlei Hinsicht erfolgreich, könnte das Leben eigentlich nicht sorgloser sein, doch Underhill will Karriere machen. Und diese Chance bietet sich, als er gemeinsam mit seinem Partner den verstümmelten und erdrosselten Leichnam einer erst kürzlich Verflossenen auffindet. Unzufrieden mit den üblichen Routineuntersuchungen, die den Fall kurz und knapp unter Raubmord verbuchen wollen, geht er nach Dienstschluss selbst auf Spurensuche, welche ihn zu einer Reihe anderer älterer und neuerer Morde führt – und in die Gesellschaft der hübschen, am Stock gehenden Bezirksstaatsanwältin Lorna Weinberg. Nach und nach gewinnt er ihr Vertrauen und sie als wichtige Verbündete. Doch der Erfolg hat auch seine Schattenseiten, denn mit ihm kommen Neider und unerwünschte Aufmerksamkeit. Für Underhill in Form des neuen Vorgesetzten, dem sadistischen und korrupten Detective Lieutenant Dudley Smith, der seine illegalen Methoden mit dem Euphemismus „heimlich“ verharmlost … und der nebenbei seinen ganz eigenen nachtschwarzen Dämonen hinterherjagt.

Es fällt mir schwer, an dieser Stelle nicht mehr zu verraten, gibt doch obige Inhaltsbeschreibung nur die erste, und meiner Ansicht nach schwächere Hälfte des Buches wieder, in der sich Ellroy noch relativ konsequent innerhalb der üblichen Genre-Bahnen bewegt, wohingegen sich spätestens mit Dudleys Erscheinen und dessen Obsession für die Schwarze Dahlie der, nennen wir es mal, literarische Aspekt durchsetzt. Zu Beginn noch eindeutig von der Hardboiled-Prosa klassischer Vorbilder geprägt, ändert sich hier plötzlich der Ton, wird sein zuvor hölzerner, formaler Stil so viel mehr abstrakter, ja, zersplitterter, als hätte jemand von jetzt auf gleich seine Art des Schreibens gefunden.

Das ist insofern bemerkenswert, da man diese Rhythmusänderung selbst noch in der deutschen Übersetzung (welche übrigens weit besser ist, als die zu „Browns Grabgesang“) deutlich herauslesen kann. Ellroy ist zwar von der späteren Perfektionierung zu diesem Zeitpunkt noch weit entfernt, setzt sich jedoch schon merklich von Hammett und Chandler ab, in dem er genau die paar Schritte weitergeht, die es braucht, um den ursprünglichen Detektivroman auf eine komplexere, dunklere Ebene und damit in die Sphären ernsthafter Literatur zu heben. Sein Talent Zeit und Raum einzufangen, vielschichtige und vor allem vielzählige Charaktere sinnvoll miteinander zu verweben, verschiedenste Spuren durch Haken und Wendungen immer wieder neu zu ordnen – in „Heimlich“ scheint es zum ersten Mal so richtig durch.

„Jene Zeit sollte ein Ritus des Übergangs werden, bestehend aus Fehlstarts und Trugschlüssen. (…) Als mich mein gieriger Ehrgeiz 1951 in ein furchtbares Labyrinth von Tod, Schande und Verrat hineinzog, war das nur mein Anfang.“

Fred Underhills Worte im Prolog enthalten nicht nur stark autobiographische Züge, sondern können gleichzeitig auch als Blaupause für die nachfolgenden Werke verstanden werden, welche wieder das Szenario eines sex- und karriereversessenen Polizei-Officers aufgreifen, der im Amerika der 1950er Jahre auf die Spur eines psychopathischen Frauenmörders gerät. Wobei die Jagd auf selbigen vor allem der Karriere des Protagonisten dienlich sein soll und der Täter für den letztendlichen Erfolg Jahre persönlicher Rückschläge in Kauf nehmen muss. Schuld und Entwurzelung sind zwei Aspekte, die sowohl „Heimlich“ als auch das „L.A.-Quartett“ maßgeblich bestimmen, weswegen ich Freunden des letzteren auch nachdrücklich zu diesem Frühwerk rate, das zwar streckenweise unter dem „Entwurfcharakter“ leidet, dafür aber faszinierende, detaillierte und sprachlich noch zugänglichere Einblicke in Schauplatz und Figuren der großen Vier gewährt.

Nein, die hohen Erwartungen, welche man heutzutage an jeden neuen James Ellroy stellt – sie kann „Heimlich“ – auch weil der Hauptfigur noch dieses gewisse Extra, diese Portion Schärfe und Dreidimensionalität fehlt – nicht erfüllen. Als lohnender Appetizer oder Teaser für „things to come“ kann dieses Frühwerk, dieser erste „echte Ellroy“, aber durchaus überzeugen.

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James Ellroy wurde am 03. März 1948 in Los Angeles, Kalifornien (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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