James Ellroy Blut will fließen

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Inhaltsangabe zu „Blut will fließen“ von James Ellroy

Böse Ex-Cops, intrigante Killer, feige FBI-Informanten und gefährliche Frauen - im Spiel um Macht, Millionen und Sex sind sie alle willfährige Marionetten, gelenkt von Politikern und ihren zweifelhaften Freunden. James Ellroys Abschluss der Underworld-Trilogie ist ein gnadenlos spannender Thriller und ein literarisches Ereignis. USA, 1968: Nixon und Humphrey kandidieren für das Präsidentenamt. Der Wahlkampf ist hart und geprägt von Verleumdung und Korruption. Die Ermordung von Martin Luther King und Robert Kennedy, die Proteste von Schwarzen und Studenten wie auch der Vietnamkrieg bringen Unruhe in das Amerika jener Tage. In Los Angeles beschäftigt Scotty Bennett vom LAPD der ungeklärte brutale Überfall auf einen Geldtransporter, bei dem mehrere Millionen Dollar und eine größere Menge Smaragde verschwanden. Je mehr er bei den Ermittlungen in die Nähe der Machtzentren gerät, desto gefährdeter ist seine Mission - und auch sein Leben. Steckte das FBI hinter dem Überfall? Flossen die Millionen in Nixons Wahlkampf? Was hat Howard Hughes Nixon versprochen? James Ellroy führt zu den Hintertreppen der Macht und besticht mit seiner radikalen Gesellschaftskritik, einer explosiven Mischung aus Verschwörung und Gewalt, Besessenheit, Sex und Drogen.

War das schlecht!

— brauneye29
brauneye29

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  • Rezension zu "Blut will fließen" von James Ellroy

    Blut will fließen
    Boris

    Boris

    06. June 2012 um 10:57

    Unverständlich finde ich das Buch überhaupt nicht. Gebe aber zu, das es besser ist keine all zu langen Pausen zu machen, dann braucht man wieder eine Zeit um die Namen und Handlungsstränge parat zu haben. Und wer gar nichts verstanden hat...dem fasst Ellroy ab Seite 700 alles nochmal brav zusammen. Das ist mir sehr aufgestoßen. Ich fühlte mich als Leser nicht ernst genommen. Dann: ich sag es ungern, denn ich liebe dicke Bücher...dieses ist mindestens 200 Seiten zu lang. Auch wenn die Geschichte komplex ist, Ellroy wiederholt sich oft. Dazu kommt dann die, sagen wir mal, "reduzierte" Sprache. Ich habe auch nichts gegen Schimpfwörter, Beleidigungen, etc, aber in diesem Buch wird daraus kein Kunstwerk, es ermüdet mich nur. Kurz, ich habe mich sehr gequält bis zum Ende und das ist mir bei anderen Büchern von Ellroy noch nicht passiert.

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  • Rezension zu "Blut will fließen" von James Ellroy

    Blut will fließen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. January 2012 um 12:55

    Ich habe das Buch nicht verstanden
    Zu viele Personen, zu viele Verstrickungen, zu viel Politik. Keine leichte Unterhaltung, sondern ein Roman, bei dem man die ganze Zeit voll dabei sein muss, um alles nachvollziehen zu können.
    Mein Fall war es nicht so, obwohl die Story an sich sehr gut war.

  • Rezension zu "Blut will fließen" von James Ellroy

    Blut will fließen
    Nazena

    Nazena

    20. November 2010 um 20:48

    Man wird gleich auf den ersten Seiten mit einer geballten Flut von Informationen eingedeckt, so dass man kaum nachkommt, geschweige denn sich alles merken kann. Dies setzt sich in den späteren Kapiteln fort. Man wird unmittelbar ins Geschehen gestoßen, und obwohl zu jedem Charakter eine (viel zu detaillierte) Hintergrundgeschichte geboten wird, kann man die Akteure kaum auseinanderhalten. Die Handlung ist sprunghaft, dies macht es zudem noch schwieriger den roten Faden zu finden. Der Schreibstil ist sehr direkt, nüchtern und sachlich und besteht aus kurzen, prägnanten abgehakten Sätzen. Allerdings bleibt der Autor nur an der Oberfläche, es wird kein Einblick in das Gefühlsleben der Charaktere gewährt. Die Handlung ist extrem verworren und ich habe sie ganz ehrlich nicht verstanden. Es passiert einfach viel zu viel, ohne Verbindung untereinander. Insgesamt vermittelte das Buch eine Stimmung wie in Amerika zur Zeit der Prohibition (a la "Die Unbestechlichen). Dieses Flair wurde sehr gut eingefangen, aber insgesamt konnte mir das Buch nichts bieten.

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  • Rezension zu "Blut will fließen" von James Ellroy

    Blut will fließen
    lenchen_196

    lenchen_196

    17. October 2010 um 22:35

    Keine leichte Lektüre Amerika in den 60ern. Die schwere Zeit der Unruhen, der Ermordungen der hohen politischen Figuren, des Kampfs um die Macht. Der abschließende Teil der Trilogie von James Ellroy spielt während des Wahlkampfs von Nixon und zeigt uns alle verdeckte Motiven und politische Hintergründe, die diese Zeit bestimmt haben. Gangster, Politiker, FBI-Leute, arme Studenten und "bööööööse Schwarze", alle sind an der Handlung mehr oder weniger beteiligt. Den dritten Teil kann man auch ohne Bezug auf die ersten zwei betrachten. Und auch ohne Lust die vorherigen zwei zu lesen. Das Buch hat mir nicht besonders gefallen. Es ist zu dick und damit zu unübersichtlich. Es kommen immer neue Personen in die Handlung und es ist zu schwer, sie sich alle zu merken bzw. zu verstehen, wer für wen oder gegen wen arbeitet, sei es offensichtlich oder heimlich. Und sie wechseln ständig die Seite, was noch mehr Verwirrung stiftet. Keiner der Charaktere ist detailliert beschrieben. Das sind alles Leute ohne Gesichter. Die Sprache ist auch sehr gewöhnungsbedürftig, die kurzen und einfachsten Sätze, viele Wiederholungen, kaum Dialoge und sehr seltsamer Humor. Dazu noch die seitenlangen Dokumenteneinschübe, nicht unbedingt sehr interessant, eher langweilig. Es handelt sich immer um Drogen, Sex, Gewalt, rassistischen Hass, Korruption und schmutzige politische Geschäfte – und das in Unmengen. Ja, klar, so war das Gangster-Lebens damals und so ist es höchstwahrscheinlich auch heute, aber das ist nicht mein Lesestoff. Die Sprache ist absichtlich grob und hier muss ich sagen, dass es dem Autor sehr gelungen ist, mittels Sprache die Atmosphäre des damaligen Leben in solchen Kreisen in Amerika wiederzugeben. Viele Ereignisse aus der amerikanischen Geschichte, die mehr als 40 Jahre zurückliegen, beschreibt der Autor ohne jegliche Einführung oder Erklärung, als ob alle Leser damit so vertraut wären oder sich besonders dafür interessiert hätten. Viele Hintergründe wurden als selbstverständlich jedem bekannt dargestellt. Für fast 800 Seiten ist es einfach zu viel. Ich würde das Buch nur bedingt empfehlen und nur an solche Leser, die an der amerikanischen Geschichte der 60er einen Narren gefressen haben. Sie hätten an diesem Buch vielleicht ihren Spaß. Für Uneingeweinte dagegen ein sehr schwerer Lesestoff.

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  • Rezension zu "Blut will fließen" von James Ellroy

    Blut will fließen
    Pashtun Valley Leader Commander

    Pashtun Valley Leader Commander

    15. February 2010 um 10:40

    Ja er hat wieder. Er der Meister trockener Alkoholiker, ehemaliger Caddie, Meister des kreativen Lebensentwurfes... und wie hat er wieder... Ja sie sind verschreckt, irritiert, geschockt,.... wenn ich diese putzigen kleinen Rezis lese...grosse Augen "so ein dickes Buch.." ja ein ganz anderes Format als diese dummblöden Hauptmanns dieser Welt, "Pimp mag Mimpi" "Mimpi mag Stinki" dann wird ein bisschen "quergepoppt" ein oder zwei Stellen "rein raus rein raus" schon ist er fertig.... ölig auf den Umschlag geklebt. "Bestseller...." "Urlaubshit und Strandlektüre..." Ja, klebe ich mir an das Auto denn ein überfahrenes Eichhörnchen?" Lasst es geschehen... Ja dicke Bücher... böse amerikanische Autoren... Der Kriminalroman als Gesellschaftsroman des 21. Jahrhunderts. 800, 900 oder tausend Seiten... Schwarz Stark Böse....Angefixt... und wer Angst vor dicken Bücher hat... Ja Du da: BROWNS GRABGESANG passt in ein Taschenbuch.... Doch den Aufkleber auf solchen Büchern: Vorsicht dieses Buch kann Ihre ethischen Gefühle verletzen....? Schlussendlich singt dann doch der Chor der Blöden und am Ende werden nur die Nackenbeisser überleben... Selber Schuld..wenn man mit den Hyänen heult und sich darüber echauffiert, dass in Black Mail von Greg Iles eine Minderjährige rektal penetriert wird.... Neue Nische...? Der Eia Popeia Kriminalroman, den empfiehlt eine Kindergärtbnerin Ihrer Freundin, wenn es kein Junge ist......

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  • Rezension zu "Blut will fließen" von James Ellroy

    Blut will fließen
    Scylla

    Scylla

    09. January 2010 um 13:58

    Ich würde ja gern am Anfang meiner Rezension den Inhalt dieses mit fast 800 Seiten doch sehr umfangreichen Romans kurz zusammenfassen, aber es ist mir leider nicht möglich. Auch nun, nachdem ich mich lange hindurchgequält habe, kann ich den Sinn immer noch nicht ganz verstehen und frage mich verzweifelt, was der Autor mir eigentlich sagen wollte. Das Buch beginnt sehr rasant und in einem sehr außergewöhnlichen Schreibstil mit der Schilderung eines Überfalls auf einen Geldtransporter und macht wirklich Lust auf mehr. Auf die Fortsetzung oder wenigstens die erneute Erwähnung dieses Handlungsstranges wartet man dann jedoch lange vergeblich. Stattdessen wird anscheinend innerhalb von 10 Seiten die gesamte Handlung der 2 Vorgängerromane zusammengefasst, um einen Überblick über die Personen und Handlungsverknüpfungen zu geben. Das ist sicherlich nicht schlecht, bei solch einer Fülle von Personen, Beziehungen und Verbindungen ist es aber unmöglich in die Geschichte einzusteigen, ohne die beiden ersten Romane der Trilogie zu kennen. Dies wird auch im Verlauf des Buches nicht besser. Es wird ständig zwischen den zahlreichen Personen und Handlungssträngen gewechselt, sodass man kaum noch folgen kann. Auch nach 200 Seiten war für mich noch immer kein richtiger Zusammenhang erkennbar. Erschwert wird das Verständnis zusätzlich durch den sehr abgehackten und ziemlich derben Sprachstil, für den die Bezeichnung „politisch unkorrekt“ noch untertrieben ist. Wenn ich fast auf jeder Seite von „Mohren“, „Negern“, „Schwuchteln“, „Nutten“ (und noch einigen schlimmeren Bezeichnungen, die ich hier lieber nicht nenne möchte) lesen muss, vergeht mir wirklich die Lust am Lesen. Auf Dauer war das einfach zu viel. Bezeichnungen wie „Operation bööööser Bruder“ oder „Martin Luzifer King“ finde ich einfach nur geschmacklos und auch wenn sie die Atmosphäre des Buches unterstützen, kann ich mich einfach nicht damit anfreunden. Wenn dieses Buch ein Epos über die amerikanische Geschichte sein soll, dann bin ich wirklich froh, dort nicht leben zu müssen. Denn das „reale“ Amerika der 60er Jahre scheint nur korrupte Behörden und Präsidenten, Faschisten, Judenhasser und alkohol- und drogenabhängige Agenten und Ermittler zu kennen, für die Mord und Vertuschung zum Tagesgeschäft gehören. Fazit: Wer nicht gerade ein überzeugter Fan von James Ellroy ist, sollte von diesem Buch eher die Finger lassen. Gerade wenn man die beiden Vorgänger nicht kennt, ist es unmöglich in die Geschichte hineinzufinden. Für mich ist das Buch einfach nur verwirrend und der Inhalt wird mir kaum im Gedächtnis bleiben.

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  • Rezension zu "Blut will fließen" von James Ellroy

    Blut will fließen
    Amarok

    Amarok

    09. January 2010 um 12:44

    James Ellroy hat mit seinem aktuellen Roman "Blut will fließen" wieder einmal eine wunderbare Geschichte über Macht, Gewalt, politische Verschwörungen und das außerordentlich aufgewühlte Amerika der 1960er Jahre geschrieben. Der Roman gehört zur Underworld USA Trilogie, die die Ereignisse in den USA von 1958 bis 1974 beschreibt. Die beiden ersten Bände - "Ein Amerikanischer Thriller" und "Ein Amerikanischer Albtraum" - erschienen 1995 und 2001. Sie beschreiben die Ereignisse bis 1968 und der dritte Band schließt nun daran an und beschreibt Ereignisse und Entwicklungen bis 1974. Der Roman besitzt nicht nur ein Vorwort, das explizit darauf verweist, dass die folgenden beschriebenen Ereignisse der Wahrheit entsprechen, sondern auch gleich den Hinweis enthält, dass manche beschriebenen Zusammenhänge vielleicht nicht mit dem offiziellen Wissen übereinstimmen mögen, jedoch wirklich so gewesen seien. Dem eigentlichen Plot wird ein Kapitel mit einem Rückblick auf einen Geldtransporterüberfall im Jahre 1964 vorangestellt, anschließend jedoch mit der eigentlichen Erzählung begonnen. Diese setzt im Jahre 1968, dem Wahljahr, in dem sich Nixon und Humphrey für das Präsidentschaftsamt bewarben, ein. Die Atmosphäre dieser Zeit ist geprägt vom Vietnamkrieg, Rassenunruhen, Gewalt, politischen Machtkämpfen, organisierter Kriminalität, Auseinandersetzungen im Drogenmilieu, koruppten Cops und den Nachwirkungen der Morde an den Kennedys und Dr. King. Eine besondere Rolle scheint der Geldtransporterüberfall zu spielen. Dieser geschah 1964 blieb jedoch bislang ungeklärt. Die Cops Scotty Bennett und Marshall Bowen beginnen mit intensiven Ermittlungen und geraten dabei immer mehr in politische Ränkespiele hinein. Sie kommen mit Bereichen der organisierten Kriminalität in Kontakt und beginnen bald zu erkennen, dass kursierende Verschwörungstheorien um Richard Nixon und dessen Wahlkampf sowie um dessen Beziehungen zu Howard Hughes nicht nur erfunden sind, sondern durchaus wahre Kerne besitzen. Je mehr Informationen jedoch ans Licht kommen, desto gefährlicher werden die Ermittlungen und ein desto interessanteres Bild von den Zusammenhängen zwischen Macht, Geld, Gewalt und Politik beginnt zu entstehen. Wie einmal zeichnet sich Ellroys Roman dadurch aus, dass nicht nur der Plot äußerst interessant und spannend ist, sondern auch seine Sprache wieder im Staccato-Stil durch eine atemlose Folge von Ereignissen führt. Der Leser hat kaum Zeit sich lange an irgendwelchen Beschreibungen aufzuhalten, erhält nur die nötigsten Personen- und Umgebungsinformationen und ist doch sehr genau ins Bild gesetzt. Verwirrend mag zu Beginn das Aufmachen verschiedener Handlungsstränge und damit verbunden das Einführen zahlreicher Charaktere sein, doch je weiter die Erzählung voranschreitet, desto besser lassen sich Personen, Ereignisse und Zusammenhänge zuordnen. Der Leser erhält so einen sehr umfassenden Einblick in die Geschehnisse zur Zeit des Nixonwahlkampfes und auch, wenn nicht alles der Wahrheit entspricht, sondern ein Aufgreifen bestehender Verschwörungstheorien im Sinne eines spannenden Romans stattfindet, so dürfte „Blut will fließen“ trotzdem eine sehr treffende Gesellschaftskritik an den USA der 1960er Jahre sein. Für mich ist auch dieser Roman wieder ein gelungener Ellroy, der sich durch die nüchterne, brutale und auf minimalste Informationen beschränkte Sprache auszeichnet und wie immer ein faszinierendes Geflecht mehrerer Milieus entwirft, das zeigt, dass das Streben nach Macht kaum ohne Gewalt, Verbrechen, Geld und Verschwörung auskommt.

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  • Rezension zu "Blut will fließen" von James Ellroy

    Blut will fließen
    Carriecat

    Carriecat

    06. January 2010 um 16:35

    Also am Anfang fand ich das Buch noch interessant, weil es so anders ist als alles, was ich bis dato gelesen hatte. Der erste Eindruck wurde leider nicht bestätigt. Das Buch war einfach nur schlecht geschrieben, Spannung kam bei mir überhaupt keine mehr auf! Evtl. liegt es daran, dass es der 3. Band einer Reihe ist und die Figuren dort schon entsprechend eingeführt wurden. Aber wenn ich mir den Schreibstil des Autors so anschaue, glaube ich das eher nicht. Ständig werden Szenen, Figuren und jegliche Spannung geschnitten, um iregendwo anders einen neuen diffusen Erzählstrang auf zu nehmen. Der Autor schreibt abgehackt, fast schon stichpunktartig, was im krassen Gegensatz zu seinem fast 800 Seiten- Werk steht. Das hätte man noch optimieren können. Überhaupt die Figuren: Zu denen kann selbst der geneigte Leser keine richtige Verbindung aufbauen. Immer nur flüchtige "Bekanntschaften", die dann wieder im Nebel der Buchstaben verschwinden. Ihre Gedanken und Gefühle, ihre Beweggründe bleiben oberflächlich, wenn sie überhaupt erwähnt werden. Deshalb gehe ich an dieser Stelle auch auf keinen ein, da mir beim besten Willen keine eindeutige Hauptfigur begegnet ist... Nachdem ich mich dann durch die ersten hundert Seiten gequält hatte, wurde es dann wieder etwas besser. Die Zeit ist ohne Frage ein interessantes Thema für einen Roman. Gefährlich und sehr derb, was in der Spracheauswahl des Autors gut rüberkommt. Rassenhass, Schwulenfeindlichkeiten, korrupte Polizisten, FBI und andere Behörden manipulieren, was das Zeug hält. Spannende Sorylines wurden aber leider immer wieder von nutzlosen "Dokumenteneinschüben" und Nebenhandlungen unwichtiger Figuren unterbrochen und ich habe sehr mit mir gekämpft, um überhaupt am Ball zu bleiben. Ich finde das Buch hatte sehr viel Ähnlichkeit mit einem Drehbuch. Regieanweisungen fast schon inklusive... (04:00 Überwachung beginnt) Als Film oder Serie würde ich dem Ganzen noch eine Chance geben. Vielleicht gelingt es ja den Schauspielern und einem geschickten Film- Team die Zeilen zum Leben zu erwecken.

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  • Rezension zu "Blut will fließen" von James Ellroy

    Blut will fließen
    elschummi

    elschummi

    09. December 2009 um 17:46

    Der Erzähler dieser Geschichten, der sich selbst als "Literarischer Executor und Agent" ausgibt, dabei auch noch zugibt, aus gestohlenen Akten zu berichten, beschreibt hier so einige wirklich spannende Geschichten, die zwar passiert sind, er aber eigentlich mit sich ringen musste, dies in einem Buch zu dokumentieren. Da sind die Geschichte um einen Geldtransporter, der überfallen wird und zwar in Los Angeles 1964, der mysteriös zu sein scheint. Ein Milchwagenfahrer, der mit einem Geldtransporter zusammen stößt, ganz früh am Morgen, als noch nicht einmal irgendein Fußgänger über die Straße läuft.1 Milchwagenfahrer, 4 Sicherheitsbeamte, 3 Maskierte, Gasbomben, Schüsse, Tote und keiner hört oder sieht es, auch keine Unfallgaffer in Sicht. Oder auch der als Drogendealer bekannte Wayne Jr. der seinen Vater verloren hat und keiner weiß genau, ob Wayne Jr. daran beteiligt war. Ob der Nachweis noch kommt? Der verstorbene Vater Wayne Senior, evtl. Leiter irgendwelcher KluKluxKlan-Vereinigungen und der schon vorher in das Attentat auf JFK eingeweiht wurde, wie behauptet. Alles mysteriös, genauso der unerklärliche Tod von Wayne Juniors Liebsten oder die Krebskranke Janis - ist ihr noch zu helfen? Die Stiefmutter, welche Rolle spielt sie in diesen Geschichten? Ich sagt ja, dieses Buch ist eine offene Frage, was kommt noch, auf welche Art und Weise erfahren wir Dinge, die entweder wirklich wahr sind oder auch nicht. Dieses Buch ist Spannung pur und braucht mehr Leser, als man sich vorstellen kann und erfahren wir noch mehr solcher spannenden Geschichten?

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