James Ellroy Der Hilliker-Fluch

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Inhaltsangabe zu „Der Hilliker-Fluch“ von James Ellroy

Alles begann im Jahr 1958. Jean Hilliker hatte sich von ihrem untreuen Ehemann scheiden lassen. Sie trank. Ihr Sohn James war zehn Jahre alt, lebte beim Vater, hasste und vermisste seine Mutter und wünschte ihr sogar den Tod. Drei Monate später wurde sie ermordet. Der Hilliker-Fluch ist das Bekenntnis eines Jägers, eine Abhandlung über Schuld, aber vor allem ein Aufschrei. James Ellroy beschreibt offen seine kaputte Kindheit, seine Jahre als Kleinkrimineller, sein Leben als Schriftsteller, seine Affären und Ehen, seinen Zusammenbruch und schließlich den Beginn der Beziehung mit einer Frau, die vielleicht die lang Gesuchte ist.

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    Der Hilliker-Fluch
    SylviaBrandis

    SylviaBrandis

    06. April 2016 um 09:55

    Ein typischer Ellroy bester Sorte im charakteristischen Sound, intensiv, musikalisch und ein erneuter Beweis vom unschätzbaren Wert der Neurosen eines Autors.  E´s notorischer Liebesdurst gepaart mit fortgeschrittener Hypochondrie jagt ihn durch ein bewegtes Leben stets nahe an diversen Abgründen und voller  Sehnsüchte . Ein Buch, das, wen ein Herz für Männer und ein Sensorium  für den Grundwahnsinn menschlicher Existenz  hat, unweigerlich berührt. (Und da viele Männer  mehr oder weniger Ellroy-light-Ausgaben sind, ist dieses Buch auch als ein ausgezeichnetes Manual zum Verständnis der männlichen Psyche zu benutzen.)  Die wenigen Sterne, die das Buch in diesem Forum bekommen hat, machen mich nachdenklich (und trösten mich zugleich!!)

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  • Rezension zu "Der Hilliker-Fluch" von James Ellroy

    Der Hilliker-Fluch
    kathrineverdeen

    kathrineverdeen

    15. December 2012 um 22:45

    James Ellroy, 1948 in Los Angeles geboren. Bestsellerautor, der mit Vorliebe über die dunklen Seiten der US-amerikanischen Gesellschaft schreibt, berühmt berüchtigt für seine düsteren zynischen Kriminalromane, seinen Pessimismus und radikale Weltanschauung. Ein Autor, der ein Leben am Rande der Gesellschaft führte, unter freiem Himmel kampierte und dem der Rausch eine sichere Zuflucht bot. James Ellroy hat vieles erleben müssen, fast schon zu viel für ein Leben. Einige Ereignisse haben ihn geprägt und zu dem Menschen gemacht, der er heute ist. Ereignisse, über die er in seiner Autobiografie „Der Hilliker Fluch“ berichtet. Ellroys alkoholabhängige Mutter ließ sich von ihrem untreuen Mann scheiden. Fortan lebte der zehnjährige James bei seiner Mutter, mit der ihn eine Hass-Liebe verband. Sie stritten oft und manchmal waren diese Streitigkeiten so voll mit ungezügeltem Zorn, dass er ihr sogar den Tod wünschte. Als hätte er mit seinem Handeln einen Fluch herauf geschworen, wurde seine Mutter kaltblütig ermordet. Der Täter wurde nie gefasst. „Ich habe den Fluch vor einem halben Jahrhundert heraufbeschworen. Er hat mein Leben seit meinem zehnten Geburtstag bestimmt. Die nahezu unmittelbare Wirkung hat mich nahezu unablässig gezwungen, mich damit auseinanderzusetzen und mich um Wiedergutmachung zu bemühen.“ Seite 11 In dieser seiner Autobiografie, die sich wie ein Roman liest, beschreibt James Ellroy mit einem Blick auf seine Vergangenheit die Suche nach der EINEN und Wahren und dem Ersatz der Ermordeten. Er erzählt dem Leser ohne Poesie, mit einem sehr dreckigen und zynischen Sarkasmus, sein kaputtes Leben. Er berichtet von seiner Alkohol- und Drogenabhängigkeit, kleinkriminellen Delikten und einer wahnhaften Suche. Ein Leben, bei dem man das Gefühl hat, es sei aus einem seiner Romane entsprungen. Während des Lesens kam bei mir eine immer größer werdende Neugierde auf und ich fühlte mich regelrecht angezogen von Ellroys kaputter Welt. Und das ist sie wirklich: kaputt. Umso erstaunlicher war es für mich zu erfahren, dass es möglich ist, solche prekären Lebenslagen zu überwinden und es in geordnete Bahnen zu leiten. Sich selbst durch das Schreiben zu retten, denn den Tod seiner Mutter und auch seine eigenen Taten verarbeitet er in seinen Romanen. Am Ende dieses Buches bleibt die Neugier: Hat James Ellroy es geschafft, seine Vergangenheit durch das Schreiben dieser Autobiografie zu verarbeiten?

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