James Fenimore Cooper Der letzte Mohikaner

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Inhaltsangabe zu „Der letzte Mohikaner“ von James Fenimore Cooper

Der berühmteste der Lederstrumpf-Romane, seit einem Jahrhundert zum ersten Mal neu übersetzt: Im Sommer 1757 kämpfen Briten und Franzosen erbittert um die Vorherrschaft im Nordosten Amerikas – einer endlosen Wildnis aus Wald, in der stolze Indianer-Völker leben. Ein britischer Offizier versucht mit den ungleichen Schwestern Alice und Cora zu deren Vater an die Front vorzudringen. Sie geraten in eine Falle, aus der sie nur Lederstrumpf und die Mohikaner befreien können. Cooper, der erste große Romancier der USA, begeisterte u.a. Goethe und Melville, Stevenson und Joseph Conrad, bevor seine Abenteuergeschichten Vorlagen für Hollywood-Western wurden. Der Mythos Amerika, grandios inszeniert als spannende Abenteuergeschichte – ein Stück Weltliteratur ist neu zu entdecken. - Das Nachwort und der ausführliche Anmerkungsteil erhellen die historischen Hintergründe.

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    Der letzte Mohikaner
    Stefan83

    Stefan83

    08. October 2011 um 11:46

    Im Jahre 1826 erstmals veröffentlicht, gehört „Der letzte Mohikaner“, aus der Feder des amerikanischen Schriftstellers James Fenimore Cooper, zu den größten und bekanntesten historischen Romanen in der Geschichte der Literatur. Angesiedelt zur Zeit des im nordöstlichen Nordamerika tobenden Franzosen- und Indianerkrieges (1754 – 1763), ist er im Laufe der Jahrhunderte zu einer beliebten Lektüre für alle diejenigen geworden, die, vor allem in ihrer Jugend, dem tristen Alltag entfliehen und zwischen den fesselnden Zeilen große Abenteuer erleben wollten. Beim Namen „Lederstrumpf“ beginnt die ältere Generation wissend und träumerisch zu nicken, sich wohl erinnernd an die Spiele der Kindheit, wo man als Unkas, Chingachgook oder teuflischer Hurone Coopers Geschichten nachgestellt hat. Und doch ist „Der letzte Mohikaner“, der zweite Roman aus der „Lederstrumpf“-Reihe, mehr als ein unterhaltsames Jugendbuch, mehr als eine Alternative zu Karl May. In der ungekürzten Originalübersetzung, die derzeit (Frühjahr 2010) leider traurigerweise nur noch antiquarisch zu bekommen ist, wird nämlich nicht nur Coopers schriftstellerisches Können deutlicher. Auch sein Thema, der Untergang der nordamerikanischen Indianerstämme und ihrer Kultur durch die immer weiter vorrückenden europäischen Siedler, bekommt hier eine völlig neue, nachträglich beeindruckende Dimension. Für alle diejenigen, welche die Handlung des „letzten Mohikaners“ nicht kennen, sei diese schnell angerissen: Die Adirondack Mountains im Norden des heutigen Bundesstaats New York. Wir schreiben den Sommer des Jahres 1757. Duncan Heyward, ein junger Offizier der englischen Armee, soll die zwei Töchter von Oberstleutnant George Monro (im Roman „Munro“ geschrieben), in dessen Fort „William Henry“ bringen. Da die umliegende Wildnis ein hart umkämpftes Kriegsgebiet ist, wird ihm der Indianer Magua als Führer zur Seite gestellt. Mühsam und langsam geht es voran, bis der kleine Trupp schließlich auf den Waldläufer Natty Bumppo (auch bekannt unter den Namen „der Kundschafter“, „Lederstrumpf“, „Falkenauge“ und „La longue carabine“) und seine beiden indianischen Freunde Chingachgook und Uncas trifft. Ein vertrauliches Gespräch mit Heyward suchend, warnt Falkenauge den Offizier vor Magua. Dieser ist in Wirklichkeit ein Hurone (ein mit den Franzosen verbündeter Indianerstamm) und hat versucht, seine unwissenden Begleiter in einen Hinterhalt zu locken. Nach einer kurzen Schießerei, in dessen Verlauf Magua flüchtet, führt Falkenauge den Trupp weiter. Verfolgt von einer ganzen Schar Huronen. Nach einer atemberaubenden Flucht und einem erbitterten Gefecht in der Nähe eines Wasserfalls, erreicht man schließlich völlig erschöpft das Fort. Doch hier erwartet sie eine neue Überraschung: Fort „William Henry“ ist von allen Seiten durch französische Truppen unter Befehl des Kommandeurs de Montcalm eingeschlossen. Trotz erbitterter Gegenwehr scheint eine Kapitulation unausweichlich. Es kommt zu Gesprächen zwischen den kämpfenden Parteien, in deren Verlauf den Engländern ein ehrenvoller Abzug samt Bewaffnung zugesichert wird. Munro, der keine Aussicht auf Unterstützung hat, nimmt widerwillig das Angebot an und übergibt das Fort den Franzosen. Was er nicht weiß: Die Huronen, unter ihnen der rachsüchtige Magua, fühlen sich nicht an diese Abmachung gebunden, und lauern den Resten von Munros Armee in nicht allzu weiter Entfernung auf. Es kommt zu einem schrecklichen Massaker, das vielen Engländern auf grausame Weise das Leben kostet und die Töchter Munros zu Gefangenen der Huronen macht. Aber Magua hat nicht mit der Hartnäckigkeit seiner Verfolger gerechnet. Kurz nachdem sich der Staub der Schlacht gelegt hat, heften sich Falkenauge, Chingachgook, Uncas, Munro und Heyward an Maguas Fersen, um die beiden jungen Frauen zu befreien. Eine wilde Jagd beginnt … Für jeden Leser, der bisher nur die Jugendausgaben von Coopers Büchern kannte, stellt die originale Übersetzung wohl so etwas wie einen Kulturschock dar. Ganz der Zeit des frühen 19. Jahrhunderts angemessen, kommt die Sprache nämlich äußerst sperrig, verschnörkelt und pathetisch daher, was besonders zu Beginn den Einstieg nicht gerade einfach macht. Während man in Michael Manns Verfilmung von 1992 ziemlich schnell, nicht zuletzt dank Daniel Day-Lewis' ausgezeichneten Schauspielkünsten, eine gewisse Sympathie für Falkenauge entwickeln wird, war hier zumindest bei mir das Gegenteil der Fall. Der weiße Waldläufer wird nicht müde seine Abstammung des reinen Blutes zu betonen und hat generell eine Vorliebe für lange, weitschweifige Reden, welche mit der Zeit beharrlich an den Nerven des Lesers nagen. In vielen Rezensionen wird an dieser Stelle Cooper Rassismus vorgeworfen. Eine Anschuldigung, welche aus heutiger Sicht vielleicht zutreffend ist. Im damaligen Kontext gesehen, war es allerdings eine gängige und völlig normale Weltanschauung, die weiße Rasse für überlegen zu halten. Als Aufhänger für das Buch diente Cooper übrigens das bereits oben erwähnte und historisch verbürgte Massaker an der britischen Garnison von Fort William Henry. „Aufhänger“ ist hierbei wörtlich zu nehmen, denn der Autor unterstreicht in eigenen Worten seine Geschichtsuntreue und wählt die tatsächlichen Ereignisse lediglich als Vorwand für das romanhafte Geschehen, wobei er sich jedwede künstlerische Freiheit herausnimmt. So ist denn „Der letzte Mohikaner“ auch kein reiner Historien- sondern vielmehr ein Abenteuerroman, dessen Hauptmotive von Flucht und Verfolgung sowie von der Wanderung zwischen den feindlichen Fronten gekennzeichnet sind. Als Schauplatz wählt er eine fremde, undurchdringliche Wildnis, welche damals für viele als exotisch galt, und die durch die naturgetreue Beschreibung auch heute noch zu beeindrucken vermag. Zwischen reißenden Sturzbächen, dunklen Höhlen und dichtesten Wäldern jagt man der Seite von Falkenauge und den Indianern in eine vergessene und mittlerweile leider verlorene Welt, welche schon zum damaligen Zeitpunkt im Untergang begriffen war. Wer hieraus nun ableiten möchte, dass Cooper sich für den Erhalt der Indianerkultur einsetzte, mag dies gern tun, liegt meiner Meinung nach damit aber sicherlich falsch. Fakt ist: James Fenimore Cooper versuchte zwar ein wahres Bild der Ureinwohner Amerikas zu zeigen, deutete aber, und dies nicht zuletzt durch Falkenauges ständig wiederholte Aussagen, darauf hin, dass das Schicksal der Indianer unabwendbar sei und diese sich, aufgrund der unterschiedlichen moralischen und sittlichen Ansichten, letztendlich der weißen Zivilisation zu beugen hätten. Dem Lesevergnügen und auch der am Ende tief berührenden Dramatik des Buches tut dies letztendlich keinerlei Abbruch. Insgesamt ist „Der letzte Mohikaner“ ein fesselnder, klassischer Abenteuerroman, durch den der Leser in eine unverfälschte Natur voll rauer Sitten und edler Recken eintauchen und gleichzeitig einen letzten Blick auf die einstmals stolze Kultur der nordostamerikanischen Indianerstämme werfen kann. Ein einfach schönes Buch, das zurecht derart oft (wenn auch nie ganz korrekt) auf die Leinwand gebracht wurde und das ich, trotz sperriger Sprache, auch irgendwann gern noch ein zweites Mal lesen werde.

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  • Rezension zu "Der letzte Mohikaner" von James Fenimore Cooper

    Der letzte Mohikaner
    Perlchen

    Perlchen

    21. July 2009 um 15:00

    Sicherlich ein Buch für nicht jeden Geschmack. Überhaupt habe ich erst weitergelesen, weil ich die Sprache des Buches außerordentlich schön fand. Endlich, nach Lesen der Hälfte des Buches hat es mich auch mitgerissen.

  • Rezension zu "Der letzte Mohikaner" von James Fenimore Cooper

    Der letzte Mohikaner
    Bernhard

    Bernhard

    13. December 2008 um 09:55

    Klar ich hatte ein wenig Schwierigkeiten mich hinein zu lesen als Bücher diesen Genres war ich bis dahin nur Karl May gewohnt. Doch dann war es ein Genuss.