James Frey A Million Little Pieces

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Inhaltsangabe zu „A Million Little Pieces“ von James Frey

A Million Little Pieces An intense, instantly engaging, hard-hitting, yet beautifully written memoir of a life beyond the brink that touches every nerve. Full description (Quelle:'Flexibler Einband/10.05.2004')

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  • Kleine Autobiographie-Lüge

    A Million Little Pieces
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. October 2014 um 11:57

    Ausgeschrieben als Autobiographie und von mir erst auch als solche gelesen, hat der Roman mich ziemlich gefesselt aber auch verstört. In seinem Buch – auf deutsch “Tausend kleine Scherben” – beschreibt Frey seinen angeblichen Entzug, nachdem er sich mental und gesundheitlich durch die verschiedensten Drogen (ich habe irgendwann aufgegeben sie alle übersetzen zu wollen) zugrunde gerichtet hat. Er beschreibt im Detail – und glaubt mir, man wünscht sich manchmal fast, dass er etwas auslassen würde! – wie es ihm in der Klinik ergangen ist und wie er es schließlich entgegen allen Erwartungen geschafft hat clean zu werden. Schon beim Lesen kam mir der Gedanke, dass es sich bei dem Buch unmöglich um eine Biographie handeln kann. So detailgetreu Beschreibungen und Dialoge (und das von jemanden der noch zugedröhnt war) kamen mir für eine Autobiographie etwas seltsam vor, aber man lässt sich ja gerne vom Gegenteil überzeugen. Hier allerdings stimmte meine Vermutung. Das Buch war ursprünglich als Roman geschrieben worden und als es sich nicht verkauft hat, wurde es von James Frey zur Autobiographie umgeschrieben. Hat in der Oprah Winfrey Show wohl für ziemlich viel Ärger gesorgt … Aber darum soll es hier nicht gehen. Biographie oder nicht, für mich zählt die Geschichte. Und von der bin ich begeistert. Wie bereits gesagt, einige Dinge sind wirklich sehr krass dargestellt und ich musste das Buch wirklich mehr als einmal zur Seite legen, denn vor lauter Brechen, Nähte ziehen und Zähne rausgeklöppelt bekommen ist mir etwas schlecht geworden. Aber der Herr Autor kann schreiben! Ohne Schnörkel, immer direkt und ohne Umwege drückt er einen die Entzugs-Realität und das hässlichste Gesicht von Drogen ins Gesicht, sodass ich mich manchmal voller Ekel geschüttelt habe. Dennoch hat der Protagonist mich auf seine Seite gezogen, trotz selbstgezogener Fäden und morgendlichen Brechanfällen. Trotz all dem absurden und unverständlichen (Warum tut sich ein Mensch so etwas an?) konnte man verstehen was in ihm vorgeht. Was mir sprachlich erst sehr spät aufgefallen ist, ist das der “Roman/Autobiographie?” in der Gegenwart geschrieben ist. Das kann an der Sprache liegen, dass ich da ein wenig auf dem Schlauch stand, aber es ist mir nicht – wie bei anderen Erzählungen dieser Art – als störend aufgefallen. Die Geschichte bekommt dadurch etwas unglaublich reales und nahes und macht das “Lesevergnügen” noch intensiver. Ebenfalls eine Besonderheit in der Sprache ist die Tatsache, dass Frey die Interpunktion an vielen Stellen einfach komplett ausgeblendet hat. Keine Kommata, keine Anführungszeichen und was noch erschwerend hinzu kommt: keine gewöhnliche direkte Rede. Die Sprecher werden nicht durch Sätze wie “James sagt:…” eingeleitet, sondern James sagt es einfach und der Leser muss sich durch teilweise sehr verwirrende Dialoge kämpfen. Manchmal denkt James auch noch zwischendurch und das Chaos ist perfekt. Aber gerade das hat mich so unglaublich begeistert an diesem Buch. Es ist so verworren und roh, so wie ich mir den mentalen Zustand von James (also dem Protagonisten) im Laufe des Buches vorgestellt habe. Der Schreibstil mit all seinen direkten Sätzen und verwirrenden Dialogen passt meiner Meinung nach super zu dem drogenzerrütteten Zustand von James. Ich hatte wirklich das Gefühl in seinem Kopf zu sein. Und das macht es zu einem erstklassigen Drogenroman. Schade nur, dass Frey diese Autobiographie-Masche für nötig hielt.

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