James Frey Strahlend schöner Morgen

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Inhaltsangabe zu „Strahlend schöner Morgen“ von James Frey

Dylan liebt Maddie und ist mit ihr unterwegs nach L.A., Stadt der Hoffnung so vieler Menschen auf eine bessere Zukunft. Die Filmstars Amberton und Casey sind nur zur Tarnung miteinander verheiratet und ständig auf der Suche nach Sex und Bewunderung. Esperanza aus Mexiko verdient ihr Geld im Haushalt einer tyrannischen Lady und verliebt sich in deren Sohn. Der Obdachlose Old Man Joe entdeckt seine Mitmenschlichkeit, als er ein drogensüchtiges Mädchen zusammengeschlagen hinter einer Mülltonne findet. Sie und viele andere Figuren, die im Vorübergehen den Weg des Lesers kreuzen, ergeben das fesselnde Bild einer sich ständig wandelnden Metropole, seit Generationen Verheißung und Moloch zugleich. In L.A., der eigentlichen Hauptfigur, spiegeln Fakten und Fiktion einander im Rhythmus von Geschichte und Gegenwart, von Illusion, Liebe und Gewalt. Ein fulminant komponierter Roman über den unzerstörbaren American Dream. Entdecken Sie auch das Hörbuch zu diesem Titel! Filmmaterial zu James Frey und 'Strahlend schöner Morgen' finden Sie hier. Fotos von der Lesereise mit Daniel Haas und Fritzi Haberlandt finden Sie hier.

Los Angeles mal von einer anderen Seite

— nespresso81

Stil und Arrangement des Romans sind sehr durchdacht, wirken aber auf mich leider eher manieriert.

— TochterAlice

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    Strahlend schöner Morgen

    Giselle74

    30. September 2017 um 12:16

    Ein Buch, so vielschichtig wie die Stadt, die es beschreibt... Kaleidoskopähnlich präsentiert James Frey Menschen, Fakten und Träume in und um Los Angeles. Man erfährt viel über den rasanten Aufstieg L.A.s zur Metropole, Schicksale werden angerissen, manchmal weitererzählt, manchmal fallengelassen, Träume entfalten sich oder sterben den Tod der Unerfüllbarkeit. Frey zeigt die glitzernden Seiten der Stadt, den Glamour der Filmwelt, aber auch die Schattenseiten, die Kriminalitätsrate, die Armut. Bruchstückhaft erfährt man etwas über das Leben Esperanzas, einer Amerikanerin mit Einwandererhintergrund, über Maddie und Dylan, ein Ausreißerpärchen, die eigentlich nur etwas Glück und Liebe suchen, über Old Man Joe, einen Obdachlosen, über Amberton und Casey, Stars an Hollywoods Sternenhimmel, deren wahres Leben und Lieben verborgen bleiben muß. Eingeschoben werden Berichte über all die Namenlosen, die ein ähnliches Schicksal haben , die auch die Erfüllung ihrer Sehnsüchte in L.A. gesucht haben, über die Unterschiede der einzelnen Stadtteile, über die verschiedenen Formen von Kriminalität, Mode, Kunst... Frey läßt einen teilhaben am Flirren dieser Stadt. Trotz oder wegen seines lakonischen Schreibstils wird man förmlich eingesogen, spürt die Hitze, hört die Wellen, die Polizeisirenen, fühlt mit den Hauptakteuren, hofft mit ihnen, verzweifelt mit ihnen und bleibt doch nur Beobachter einer fremden Welt, eines Lebens, das man nur fragmentarisch kennen lernt. Ein beeindruckendes Buch und ein herausragendes Porträt einer Stadt zwischen Himmel und Hölle!

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  • Rezension zu "Strahlend schöner Morgen" von James Frey

    Strahlend schöner Morgen

    Bri

    Strahlend schöner Morgen - jeden Tag geht die Sonne auf und ein perfekter Tag, der alle Möglichkeiten bietet, beginnt. Strahlend schön für die einen, die auf der Sonnenseite des Lebens in L.A. stehen, weniger strahlend und doch jeden Tag wieder hoffnungsvoll für diejenigen, die ihre Träume in die Stadt der Engel geführt haben. Hoffnungen, Träume, eine besseres, anderes Leben, das ist es, was die Bevölkerungszahl der Stadt von 44 im Jahre der Gründung (1781) auf über 4 Millionen im Jahr 2008 ansteigen ließ. In einem Erdbebengebiet erbaut, von unzähligen Dürrekatastrophen und anderen Naturgewalten heimgesucht, ist L.A. trotzdem für so viele Menschen auf der ganzen Welt das Mekka des Ruhms, der perfekten Welle am pazifischen Ozean, des ganz individuellen perfekten Lebens ... Daneben ist L.A. aber auch die Stadt der Gangs und damit des Verbrechens, der Obdachlosen, des Überlebenskampfes. James Frey schafft in seinem Buch "Strahlend schöner Morgen" ein Kaleidoskop der Stadt, das nicht vollkommener die verschiedenen und doch so nahe beieinanderliegenden Facetten zeigen könnte. Mal bunt-glitzernd, mal trüb-bedrohlich. Vier Geschichten sind es, die uns ein paar Personen näher bringen, die wir länger begleiten und herausfinden dürfen, wie es ihnen in L.A. ergeht. Dazwischen gibt es die vielen anderen Geschichten von Personen, die es in die Stadt gezogen hat, die ihnen scheinbar alle Möglichkeiten bietet. Zwischen die einzelnen Kapitel schiebt Frey wesentliche Momente der Entwicklung der Stadt. Kurz und prägnant. "Strahlend schöner Morgen" erinnert in seinem collagenartigen Stil an Jon Dos Passos' Meisterwerk "Manhatten Transfer" - ein Konzept, das bestens dafür geeignet ist, die so unterschiedlichen Facetten einer Stadt aus allen Blickwinkeln betrachten und aufzeigen zu können.

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    • 3

    Bri

    28. February 2016 um 13:39
    Maldoror schreibt Großartige Rezension über ein super Buch. Auch ex­qui­site und erhabene Bibliothek, Viele Grüße Maldoror

    Wow, danke. Das Buch ist tatsächlich super, die Rezi ... naja, könnte noch ausgefeilter sein ;) LG, Bri

  • Los Angeles mal von einer anderen Seite

    Strahlend schöner Morgen

    nespresso81

    19. February 2016 um 18:53

    Noch bevor James Frey "Endgame" herausbrachte, schrieb er "Strahlend schöner Morgen". Ein Roman, dessen Hauptprotagonist eine Stadt ist, deren Seele immer dunkel und vielversprechend ist. Viele kommen nach LA, ihr Glück zu finden, sie kommen in die Stadt, das sogenannte American Dream zu verwirklichen. Die Stadt im Roman ist ein Wulf im Schafsfell, strahlend und sonnig, gnadenlos und gefühllos, sie hinterlässt Spuren in der Seele der Menschen, die sich an die Stadt wagen. Und wer es schafft, lässt die Stadt nicht mehr los, sie verschlingt sie und lässt sie nach ihren eigenen Regeln zu leben. Alle anderen kehren zurück mit unheilbaren Wunden oder kommen nie mehr wieder. Die Stadt holt aus den Menschen die Eigenschaften heraus, die sie von sich selbst nicht erwartet haben, und diese Fähigkeiten spielen häufig ein böses Spiel. Ja, LA kommt im Roman wirklich wie ein sehr böser Onkel. Sie erzieht hart, lässt für das Geld, das man doch irgendwann verdient, hart arbeiten und lässt die eigene Vergangenheit nie vergessen. Im Roman kreuzen sich mehrere Figuren, Dylan und Maddie,  die eine bessere Zukunft in der Stadt erhoffen, Amberton und Casey, die nur eine Tarnung einer Ehe führen, um den gewissen Schein zu bewahren, Esperanza und Old Man Joe öffnen sich in diesem Buch, gleichzeitig teilt die Stadt eigene Geheimnisse und vergangene Sünden und Ereignisse dem Leser mit. Nachdem man das Buch zu Ende liest, will man es nicht wahr haben, dass die Stadt gleichzeitig so strahlend und so grausam sein kann. Klar, jede Stadt hat diese Eigenschaften, aber James Frey hat es geschafft, den Begriff "American Dream" in einer Figure von LA so gnadenlos zu zerstören und ungeltend zu machen, dass der Begriff am Ende des Buches wie ein Floske vorkommt. Niemand erreicht es, es kostet zu viel, als es sich wert ist. Das Buch ist brilliant geschrieben. Punkt.

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  • Strahlend schöner Morgen

    Strahlend schöner Morgen

    buchstabentraeume

    15. September 2015 um 11:00

    Das Buch hat mich total fasziniert und begeistert! Die vier Hauptschicksale konnten mich allesamt fesseln und berühren. Wobei mir Amberton zwar eher unsympathisch war, ich aber durchaus Interesse an seinem Schicksal hatte. Besonders berührt haben mich die Schicksale von Esperanza sowie von Dylan und Maddie. Gut fand ich, dass alle vier Schicksale nicht konkret zu Ende geführt werden. So bleibt vieles meiner Fantasie überlassen. Aber das Buch ist noch so viel mehr: James Frey schafft ein umfassendes Porträt einer Stadt und mich haben auch die vielen Zwischenkapitel begeistert. Vor allem die, in denen er die größten Straßen LAs beschreibt oder einfach nur Namen von Soldaten nennt, die verletzt nach LA zurückkehren. Oder er nennt eine Namensliste von jungen Frauen und Männern, die in LA ihre Träume wahr werden lassen wollten, aber gescheitert sind. Ebenso begeistert haben mich die Fakten über LA oder ich war schockiert von einer Aufzählung an Waffen, die in einem bestimmten Laden über die Theke wandern. Das Buch ist einfach enorm vielseitig und tiefsinnig und hat mich in seinen Bann gezogen. Daran schuld ist aber auch der Stil des Autors. Ich kann ihn nicht genau beschreiben, aber er ist auf jeden Fall fesselnd und sehr intelligent. Das Buch wird eigentlich durchweg von einer negativen Stimmung geprägt. LA wird als eine Stadt dargestellt, in der ich niemals würde leben wollen. Der Alltag ist geprägt von Kriminalität und Gewalt, Gangs kämpfen um ihre Viertel, Obdachlose versuchen, genügend Geld zu erbetteln, um den Tag zu überstehen. Wünsche zerplatzen wie Seifenblasen und nachts weinen sich die Bewohner der Stadt in den Schlaf. Doch es gibt auch hoffnungsvolle Szenen, die sehr leise und vorsichtig gezeichnet werden: Dylan und Maddie, die auf ihrem Motorrad von einem Fahrradfahrer überholt werden; Esperanza, die von einer Rose verzaubert wird; Old Man Joe, der eine junge Obdachlose vor seiner Toilette vorfindet; Amberton, der vor Liebe platzen könnte. Doch all diese Szenen sind nur von kurzer Dauer und schlagen schnell wieder in Angst und Verzweiflung um. Das Buch hat mich in einer sehr sentimentalen Stimmung zurückgelassen, aber ich bin so froh, es gelesen zu haben.

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  • Besser leben in L.A.?

    Strahlend schöner Morgen

    TochterAlice

    22. June 2015 um 08:20

    Das trifft, so die Quintessenz des Buchs, auf einige zu - auf andere wiederum nicht: wie wohl überall auf der Welt! Das Buch handelt von der Stadt L.A. und von ihren Einwohnern, von Menschen mit Hoffnungen und Träumen. Der Autor reiht in seinem Roman, in dem die Stadt der Engel den Mittelpunkt bildet, einzelne Sequenzen aneinander wie Perlen auf eine Schnur. Dabei gibt es vier wiederkehrende Themen, die die Schicksale der folgenden Figuren betreffen: des Teenagerpärchens Dylan und Maddie, das in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach L.A. kommt. Das triste Leben des Obdachlosen Old Man Joe, der durch die Rettung von Mitmenschen sich selbst retten will. Das Versteckspiel des bekannten Filmschauspielers Amberton Parker, der seine Homosexualität im Verborgenen lebt, doch daran gewöhnt ist, dass seine Wünsche erfüllt werden und das Auf und Ab der Mexikanerin Esmeralda, die sich nach diversen Erniedrigungen und anderweitigen Rückschlägen nicht zuletzt durch den Rückhalt ihrer Familie in ihrem Leben in L.A. einrichtet und der Liebe begegnet. Zwischen diesen Erzählsträngen werden weitere Lebensläufe angerissen, doch auch Listen, Aufzählungen, Darstellungen diverser, mehr oder weniger skurriler, Los Angeles betreffender Fakten und Ereignisse reihen sich aneinander. Der "Strahlend schöne Morgen" weckte in mir Erinnerungen an den Film "Short Cuts" von Robert Altman, der ja auch in L.A. spielt. Wie dort werden fragmentarische Sequenzen aus dem Leben einiger Menschen aufgeführt, doch anders als im Film steht hier die Stadt viel stärker im Zentrum und ist die eigentliche Hauptfigur des Romans. Ein spannendes und abwechslungsreiches Buch - vor allem für Liebhaber von Kurzgeschichten. Freys Stil mit den vielen Wiederholungen (Bsp. von S. 81: ...doch vor allem lachten sie, sie lachten, lachten, lachten.) ist genau durchdacht, doch für meinen Geschmack zu konstruiert. Ein bisschen erinnert er an den Rhythmus eines Songs - dazu passt er, doch in einem so umfassenden Roman wirkt er aus meiner Sicht nur manieriert.

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  • Meins war's nicht ...

    Strahlend schöner Morgen

    engineerwife

    02. June 2015 um 13:28

    Ich habe dieses Buch in einer Leserunde gelesen und nur das ließ mich eigentlich durchhalten. Das Buch ist seltsam aufgebaut. Es soll wohl eine Hommage an die Stadt Los Angeles in Kalifornien sein ... ich muss gestehen, ich habe mich abschnittweise gelangweilt und einige der Beschreibungen einfach nur quergelesen. Man wird als Leser vollgestopft mit wichtigem sowie unwichtigem Wissen zur Stadt und ihrer Entstehung. Man liest außerdem viel zu viele Namen, die nachher gar keine Bedeutung mehr haben. In verschiedene Leben darf man ein bisschen tiefer eintauchen, wie z. B. bei dem abstoßenden Schauspielerehepaar Casey und Amberton oder bei Old Man Joe, dem Obdachlosen mit dem Faible für Chablis. Auch die glücklich/tragische Geschichte von Maddie und Dylan geht uns ans Herz und für Esperanza, die junge Frau mit Migrationshintergrund, möchte man ständig Stoßgebete in den Himmel schicken. Nichtsdestotrotz war ich froh, als das Buch zu Ende war … meinen Wunsch, Los Angeles in naher Zukunft besuchen zu wollen, hat es auch nicht bestärkt.

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  • Segen oder Fluch

    Strahlend schöner Morgen

    dicketilla

    02. March 2014 um 12:34

    Erste Zitat : Am 4. September 1781 gründet eine Schar von vierundvierzig Männern, Frauen und Kindern, die sich “die Pobladores” nennen, in der Nähe des Zentrums des heutigen Los Angeles eine Siedlung . Sie taufen sie auf den Namen “El Pueblo de Nuestra senora la Reina de Los Angeles de Porciuncula “. Zwei Drittel der Siedler sind freigelassene oder entflohene afrikanische Sklaven .Der Rest besteht zum Großteil aus amerikanischen Eingeborenen .Außerdem gibt es drei Mexikaner.Nur einer ist Europäer . Mit dieser Information fängt das Buch an . Die Handlung des Buches zeichnet sich wie ein Episodenfilm . Es sind einzelne Kapitel in denen uns die unterschiedlichsten Schicksale aufgezeichnet werden . Und dazwischen immer wieder Informationen über die Entstehung Los Angeles . Am Anfang weist uns der Autor nach darauf hin , dass es keine wahre Geschichte ist . Wir lernen zwei Verliebte kennen , die flüchten ohne Wohnung , Geld , Arbeit um zusammen einen Neubeginn zu starten . Einen Obdachlosen , der immer weiter lief bis er sein Ziel glaubte gefunden zu haben . Einen Menschen verachtenden Waffenhändler , dem egal ist , wer seine Waffen kauft . Dem Filmstar , der eigentlich Männer liebt , eine Scheinehe führt . Ein mexikanisches Paar , die Frau hochschwanger sich über die Grenze quält , damit das Kind dort zur Welt kommt und ihnen dadurch auch ermöglicht in Amerika zu leben . Und es kommen immer mehr Schicksale dazu . Es wird nicht die Glitzerwelt Los Angeles vor Augen geführt , sondern die Menschen , die dahinter stehen . Den Traum von den unbegrenzten Möglichkeiten träumend . Ich finde diese Episoden , die nicht nur den Personen , sondern auch der Stadt ein interessantes , nicht immer angenehmes Aussehen geben , sehr gut gelungen . Mal abgestoßen und mal angezogen . Mich hatte der Klappentext schon angesprochen und ich bin nicht enttäuscht worden . Ein wirklich tolles Buch . Letzte Zitat : Um 2000 ist Los Angeles die vielfältigste, am rasantesten wachsende urbane Zone der Vereinigten Staaten. Wenn es ein unabhängiges Land wäre , würde seine Wirtschaft weltweit an fünfzehnter Stelle stehen . Laut Schätzung wird L.A. im Jahr 2030 die größte urbane Zone des Landes sein .

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  • Krank!

    Strahlend schöner Morgen

    rallus

    An 333 Tagen im Jahr scheint die Sonne in Los Angeles.Die Temperatur ist selten unter 15 Grad oder über 30 Grad Celsius, es ist nie schwül, durch den leichten Wind der vom Meer her weht.Das sind die wenigen positiven Aspekte die diese Stadt aufweist und der James Frey sein Buch "Strahlend schöner Morgen" widmet. Der strahlend schöne Morgen bezieht sich auf die Sonne die unabhängig des Elends und der kranken urbanen Kultur über diesen Moloch scheint. Wenn Los Angeles und die dazugehörigen Umgebung ein eigener Staat wäre, wäre die Wirtschaftskraft auf Platz 15 in der Welt. Dieses Wirtschaftszentrum ist ein Anziehungspunkt für viele Verlorene, Flüchtlinge, Hoffnungssuchende, der amerikanische Traum will geträumt werden, doch nur ein Bruchteil gelingt es in ihrem Traum anzukommen, die meisten scheitern.Frey beschreibt in seinem kaleidoskopischen Roman das Schicksal von 4 Menschen. Old Man Joe lebt am Strand in einer Toilette und sucht die Antwort auf seine Vergreisung. Dylan und Maddie kommen aus dem spießigen mittleren Westen und versuchen zusammen in L.A. eine Zukunft aufzubauen. Esperanza ist eine Einwohnerin aus Mexiko die bei einer tyrannischen Frau putzt und für ihr Studium spart. Amberton und Casey, zwei berühmte - für die Presse miteinander verheiratete - Schauspieler die im Geld schwimmen ihr verwöhntes und verhätscheltes Leben leben und denken die Probleme lassen sich alle allein durch Geld lösen. Gerade bei den Geschichten um diese beiden, drehte sich mir der Magen um und die Faust schloss sich, ob so vieler kindische Arroganz und ignorantem dekadenten Dasein. In dazwischenliegenden Kapiteln wird auf die Geschichte der Stadt eingegangen, ihre Gangs, ihre Toten, Drogenkranken, ihr Aufbau, die Universitäten, die Politik, die Statistik, die lustigen und nicht lustigen Erzählungen. Und auch hier kann ich nur den Kopf schütteln, wie krank diese Stadt ist, wie unheilbar, ausgepumpt, morbide und pervers dieser amerikanische Traum in der Realität sich darstellt. Die einzige Hoffnung sind Menschen wie Esperanza die sich nicht unterkriegen lassen, Old Man Joe der seine Menschlichkeit bewahrt, doch welche geringe Anzahl stellen sie dar? Freys Roman liest sich flüssig, seine Dialoge hat er im Text untereinander gestellt, sie werden dadurch lebendig, sind nicht in Anführungszeichen versteckt, er hat eine direkte Sprache wenn es darauf ankommt, er verschont uns nicht. Letztendlich bewertet er nicht, er zeigt nur die ungeschönte Wahrheit, für mich mitgenommen habe ich, dass ich in meinem Leben einen weiten Bogen um diese Stadt machen werde. Der Autor lebt in New York, er wird seine Gründe haben. Ein großer amerikanischer Roman, absolute Leseempfehlung!

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    • 2
  • Strahlend schöner Morgen und ein regenreicher Nachmittag!

    Strahlend schöner Morgen

    bensia1985

    16. April 2013 um 13:27

    Darum geht´s: Dylan liebt Maddie und ist mit ihr unterwegs nach L.A., Stadt der Hoffnung so vieler Menschen auf eine bessere Zukunft. Die Filmstars Amberton und Casey sind nur zur Tarnung miteinander verheiratet und ständig auf der Suche nach Sex und Bewunderung. Esperanza aus Mexiko verdient ihr Geld im Haushalt einer tyrannischen Lady und verliebt sich in deren Sohn. Der Obdachlose Old Man Joe entdeckt seine Mitmenschlichkeit, als er ein drogensüchtiges Mädchen zusammengeschlagen hinter einer Mülltonne findet. Sie und viele andere Figuren, die im Vorübergehen den Weg des Lesers kreuzen, ergeben das fesselnde Bild einer sich ständig wandelnden Metropole, seit Generationen Verheißung und Moloch zugleich. In L.A., der eigentlichen Hauptfigur, spiegeln Fakten und Fiktion einander im Rhythmus von Geschichte und Gegenwart, von Illusion, Liebe und Gewalt. Ein fulminant komponierter Roman über den unzerstörbaren American Dream. Fazit: Mir hat das Buch nicht so gut gefallen, weil die Sprünge zwischen den einzelenen Personen zu groß waren, auch wenn es sehr interessant geschrieben ist.  

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  • Rezension zu "Strahlend schöner Morgen" von James Frey

    Strahlend schöner Morgen

    Babscha

    Los Angeles. Stadt der Engel. Ultimativer, unwiderstehlicher Magnet für Sinnsuchende, Gestrandete, Glücksritter, Emporkömmlinge aller Art, die sich dieser Moloch aus Größe, Geld und Glanz jedes Jahr zu Zehntausenden einverleibt. Doch nur die wenigsten werden es dort schaffen. Für alle anderen bleibt die Ernüchterung, bleiben unerfüllte Träume, entweder die Flucht oder das blinde Weiterhoffen, eingebettet in ein Leben auf kleiner Flamme im täglichen Kampf der eigenen Existenzsicherung. Und nicht selten folgt der Absturz. Hiervon berichtet der Autor in seiner großen Hommage an eine Stadt, die schon immer polarisierte zwischen der Aura von Berühmtheit, Reichtum und leichter, kalifornischer Lebensart einerseits und ausufernder Gewalt, Armut und Elend andererseits. Als rote Fäden quer durch das Buch werden die Geschichten von zwei Handvoll Protagonisten unterschiedlichster Couleur erzählt, die entweder erstmalig mit der Stadt in Berührung kommen oder bereits fester Teil von ihr sind. Da ist der berühmte, aber seelisch und charakterlich degenerierte Filmstar, der in seinem Luxusdomizil in den Hügeln der Stadt unter dem Deckmantel einer schillernden Ehe seinen schwulen Neigungen nachgeht, dann die junge Frau aus einer mexikanischen Einwandererfamilie, missbraucht und gedemütigt im Haushalt eine verschrobenen reichen Lady, der Penner, der meint, ein junges Mädchen aus den Fängen einer Drogengang befreien zu können, oder auch das junge Paar, das alles hinter sich lässt und sich nach L.A. absetzt, um dort sein Glück zu machen. Auch hier ist bei nahezu allen das Scheiten vorprogrammiert. Letztlich dienen die einzelnen Handlungsstränge aber nur als Auflockerung und Tatsachenbelege für ein Werk, in dem der Autor über diverse eingestreute, interessante und verblüffende Erzählungen, Berichte und Statistiken zu allererst die Stadt als solches in all ihren Facetten erklären und beleuchten möchte. Und nicht zuletzt auch, um zwischen den Zeilen seiner eigenen, irgendwie melancholischen, zeitweise hoffnungslos-depressiven Grundhaltung zu dieser unglaublichen Stadt Ausdruck zu verleihen. Ein starkes, außergewöhnliches Buch.

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    • 3
  • Rezension zu "Strahlend schöner Morgen" von James Frey

    Strahlend schöner Morgen

    Medienjournal

    26. May 2012 um 21:00

    Dieser Roman vermittelt Hoffnung, Liebe, Wärme und Dankbarkeit – und katapultiert sich damit selbst in die Riege der ganz großen Bücher.
    Ausnahmsweise möchte ich den großartigen Irvine Welsh zitieren, der es mit ein paar prägnanten Worten auf den Punkt gebracht hat: „Dieser Roman ist ein einziger Triumph!“

    Mehr gibt es unter:
    http://medienjournal-blog.de/2011/06/strahlend-schoner-morgen-buch/

  • Rezension zu "Strahlend schöner Morgen" von James Frey

    Strahlend schöner Morgen

    damentennis

    don lennon rät den künstlern der welt: don't be creative, just be correct. das würde auch ausreichen, es würde die kopfschmerzquote weltweit verringern und das, was allgemein kunst genannt wird, nicht immer so angestrengt wirken lassen. james frey hat den großen san-francisco-roman geschrieben, er hat da alles reingeschrieben, was in sf passiert und passieren kann. facettenreich! darum ist der roman auch achthundert seiten (oder so) lang. würde ich den großen duisburg-roman schreiben, wäre der nach 20 seiten beendet und es stündee auch alles drin, umfassend. er würde ganz wenig geld kosten und den menschen kaum lebenszeit wegnehmen, am ende stünde eine große auslassungsklammer und zu zeigen, dass ich allerhand ausgelassen habe. niemand würde dafür bezahlen, kein verlag der welt würde in diese idee investieren, james frey wußte das auch und hat darum einfach alles hingeschrieben, was er weiß. er ist nicht müde geworden und hat auf nichts verzichtet, ich glaube sogar, dass das buch bunter und ereignisreicher ist als die realität,. wahrscheinlich soll das buch aber exakt so sein wie die realität, ich habe gelesen, dass das oft ein anliegen von schreibern ist, die realität abzubilden. schlauere schreiber schreiben lieber, sie wollen sich der realität annähern, meinen damit aber natürlich das gleiche wie die weniger schlauen abbild-kollegen. alle wollen immer wissen, wie es ist. was "es" ist, weiß aber niemend.

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    • 2
  • Rezension zu "Strahlend schöner Morgen" von James Frey

    Strahlend schöner Morgen

    Bellami

     

    • 2

    rallus

    10. March 2011 um 17:09
  • Rezension zu "Strahlend schöner Morgen" von James Frey

    Strahlend schöner Morgen

    Archibald Pynchon-Light

    21. September 2010 um 19:35

    Ein schwuler Filmstar, der zu Alibizwecken eine Frau und drei Kinder hat und sich in einen Assistenten seiner Agentur verliebt. Zwei jugendliche Ausreißer, Maddie und Dylan, die versuchen in der Stadt Fuß zu fassen. Eine Familie illegaler Einwanderer, deren hochbegabte Tochter Esperanza sich von ganz unten hocharbeitet. Ein 38-Jähriger Obdachloser, der aussieht wie 70 und sich selbst Old Man Joe nennt. Und noch viele andere mehr. Alle haben einen Traum von Erfolg und einem guten Leben und trotz aller Schicksalsschläge gibt es seltene Momente voller Glück, so dass die Figuren nicht verzweifeln. Obwohl sie Grund genug hätten. Esperanza muss sich als Dienstmädchen von ihrer herrischen Chefin demütigen lassen, Dylans Werkstatt ist Drogenumschlagplatz einer Motorradgang, Maddie wird ständig von ihrem Chef belästigt und Old Man Joe findet eine verletzte Ausreißerin hinter den Mülltonnen eines Eiscremeladens und versucht ihr gegen eine Gruppe gefährlicher Obdachloser zu helfen. Die Liebe des Filmstars Amberton wird nicht erwidert und er fühlt sich in seinem (Luxus-) Alltagstrott gefangen. Von schwerreichen Filmstars bis zu Gangmitgliedern in den Ghettos bietet der Roman ein Panoptikum der unterschiedlichsten Figuren und einen Querschnitt der Bevölkerung von Los Angeles. Doch die Stadt ist die Hauptfigur, deshalb gibt es keine durchgehende Handlung, sondern nur einzelne Blitzlichter auf den Lebensweg einzelner. »Strahlend schöner Morgen« ist eine Mischung aus »Short Cuts« und »L.A. Crash«. Frey bildet das pralle Leben ab, wobei das Buch hauptsächlich bei den Gescheiterten verweilt: Diejenigen, die in ihren Kleinstädten mit herausragenden Fähigkeiten und strahlendem Aussehen hervorstachen, in L.A. aber nur einige unter Hunderttausenden sind, die jedes Jahr in die Stadt strömen, und sich mit schlechtbezahlten Jobs über Wasser halten müssen. Diejenigen, die in den Ghettos der Stadt bereits ohne Hoffnung geboren werden, sich als Kinder den unzähligen Straßengangs anschließen und durch Drogen und Gewalt versuchen sich einen Platz in der Hackordnung zu sichern. Diejenigen, die von der Stadt ausgesogen und vergessen wurden, die nach kleinen Erfolgen in die Bedeutungslosigkeit absinken, es aber nicht schaffen, der Stadt den Rücken zu kehren, um es woanders noch einmal zu versuchen. Diese Schicksale werden mitreißend und fesselnd beschrieben. Dazwischen immer wieder Kapitel im dokumentarischen Stil, in denen Fakten und Statistiken über L.A. aufgelistet werden. Nüchtern, oft erschütternd, immer interessant. Kaum ein Aspekt, der dabei nicht angeschnitten wird. In Zwischenkapiteln wird in knappen Sätzen die Geschichte der Stadt erzählt. Dazu Dutzende von Kurzbiografien. Trotzdem wirkt das Buch an keiner Stelle trocken oder zu sachlich, alles fügt sich zu einem grandiosen Stadtportrait. Und zu einem unglaublich gutem Buch, das man an jeder beliebigen Stelle aufschlagen kann und sich sofort festliest. James Frey ist in den USA berüchtigt für seinen Millionenbestseller »A million little pieces« (dt.: »Tausend kleine Scherben«), den er als authentische Dokumentation seines Junkiedaseins ausgab. Als der Schwindel schließlich aufflog, waren Millionen begeisterter Fans empört, darunter auch Oprah Winfrey, die ihn in ihrer Sendung öffentlich an den Pranger stellte. Dadurch erklärt sich wohl auch der erste Satz dieses Buches: Vorsicht: Dies ist keine wahre Geschichte.

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  • Rezension zu "Strahlend schöner Morgen" von James Frey

    Strahlend schöner Morgen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. September 2010 um 09:54

    „Strahlend schöner Morgen“ ist ein ungewöhnlich heterogen geschriebenes Buch über eine ungewöhnlich heterogene Stadt. Die Komposition aus zahllosen Episoden und Abschnitten hat mich sehr fasziniert, obwohl nicht immer klar ist, ob man jeweils eine Fortsetzung dazu bekommt oder nicht. Kurze Abschnitte erzählen immer wieder über Menschen, die das Buch über einen längeren Zeitraum begleitet: ... die Jugendlichen Maddie und Dylan, die aus einem Kaff in Ohio geflohen sind, wo die Eltern wahlweise betrunken sind oder die Kinder verprügeln. Dylan erlebt, dass er als Weißer nicht mehr überall so willkommen ist wie Daheim. Sein Job ist fast ein Bubentraum, aber gefährlich. ... den atemberaubend eitlen Schauspieler Amberton, offiziell mit Casey verheiratet, damit beide Ehepartner zahllose Affären vertuschen können. Doch eine treu ergebene Entourage kann nicht verhindern, dass Amberton sich in seinem selbstgefälligen Wahn in die Nesseln setzt und einen ausgekochten Gegner großzieht. ... Esperanza, schüchterne Tochter mexikanischer Einwanderer, die glaubt, sich als Illegale tarnen zu müssen, um Arbeit zu bekommen. Sie erlebt eine reiche Hausherrin keineswegs als vornehme Lady, sondern als keifende Hexe und macht erst mehr aus sich, als die Arbeitgeberin mit ihrem Hass und ihrem Herrendenken viel, viel zu weit geht. Andere Episoden sind in sich abgeschlossen, erzählen darüber hinaus auch unterschiedlich lange Lebensabschnitte und stellen stellvertretend für so viele andere zum Beispiel die Waffenkäufer und -verkäufer vor, Gangmitglieder und ihre Familien, Künstler, Mäzene, Fimschaffende, Reporter, Stinkreiche und ehemalige Schönheitsköniginnen, die den großen Wurf landen wollen. Zwischendurch sind Kapitel eingeflochten, die das Buch zu einem Reiseführer der anderen Art machen. Es geht um die markanten Highways, die die Stadtentwicklung zwar beschleunigen, ansonsten mitunter aber ziemlich sinnlos geplant worden sind, Hauptsache, all die Autos können Tag ein Tag aus im Stau stehen. Es geht um die Geschichte von L.A., von der sich Frey oft ganz ironisch die Anti-Highlights aussucht, darunter fünf Seiten über Naturkatastrophen, die L.A. regelmäßig seit seiner Gründung heimsuchen, Fakten über den alltäglichen Rassismus oder eine Auswahl aus den über 1500 Gangs, die die Wohnviertel unsicher machen und an die sich die Polizei schon lange nicht mehr rantraut. Trotz oder gerade wegen dieser wilden erzählerischen Mischung hat mir das Buch sehr gut gefallen. Am Ende allerdings bleibt offen, warum L.A. nach wie vor ein Inbegriff für den amerikanischen Traum ist und warum viele ihn ausgerechnet dort leben wollen. Die Faszination der Stadt speist sich aus unklaren Quellen, die Realität kann's unmöglich sein; L.A. bietet eigentlich denkbar schlechte Voraussetzungen und Frey zerstückelt den schönen Schein, zeigt, wie Ruhm korrumpiert, wie Gewalt einzieht, mangelnder Erfolg lähmt. Das Piranha-Becken L.A. ist heimtückisch und wer letztlich das Leben bekommt, das er sich wünscht, entscheidet er allzu oft nicht selbst. Dabei ist es völlig egal, ob man Filmstar werden möchte oder einfach nur einen Arbeitsplatz benötigt. Während der Wegzug aus der Heimat noch konsequent und zielstrebig sein mag, verliert sich diese Energie im Moloch bei vielen auf unerklärliche Weise - gerade, wenn in L.A. Ruhm und Geld gesucht werden: Das hoffnungsvolle Model wird zur x-ten Fastfood-Verkäuferin in engen Hotpants und wird es mit 35 noch sein. Der Traum ist weg, die Zielstrebigkeit auch. Eine ungesunde Portion Naivität dürfte einen großen Anteil am Wachstum des Großraums L.A. haben.

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