James Goss Almost Perfect

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  • Rezension zu "Almost Perfect" von James Goss

    Almost Perfect
    Dunkelkuss

    Dunkelkuss

    26. July 2010 um 01:06

    Inhalt: Emma Webster, 30 Jahre alt, Single (sehr verzweifelt), ist Mittelmaß auf ganzer Linie. Doch ihre Misere ändert sich schlagartig, als sie ein Stück Alien-Technologie in die Finger bekommt... Ianto Jones, Ende 20, Beziehungsstatus "ist ein bisschen kompliziert", wacht morgens auf - in einem perfekten FRAUENkörper... Zudem wird das Team Torchwood in ein Restaurant gerufen, wo aus dem Nichts ein Skelett an einem der Tische auftaucht, aber der Mann zu dem das Skelett gehört ist noch putzmunter... Ein Abenteuer für Torchwood, das nicht für Ianto die ein oder andere ungewohnte Situation bereithält... ******* Meinung: Ich sollte von vornherein erwähnen, dass man die TV-Serien Torchwood und Doctor Who bis zur dritten Staffel gesehen oder sich auf wikipedia schlau gemacht haben sollte, um "Almost Perfect" wirklich zu verstehen. Diese Novel ist die neunte von bisher 15 Torchwood-Novels, die bei BBC Books erschienen ist; es gibt noch keinerlei Informationen über eine Weiterführung der Buchreihe. Alle Novels sind in sich abgeschlossene Geschichten und beziehen sich meist nur flüchtig auf die Vorgänger. "Almost Perfect" spielten zwischen Staffel 2 und "Children of Earth", d. h. Toshiko und Owen sind bereits tot und Torchwood Cardiff besteht nur noch aus Jack, Gwen und Ianto. Zum Buch selbst kann ich nur sagen, dass ich den Autor (James Goss) schon nach den ersten Seiten geliebt habe, da er einen sehr eigenen, sprunghaften Schreibstil an den Tag legt. Da wechseln sich lange, flüssige Kapitel mit wirklich knapp gehaltenen Zweizeilern ab, jenachdem welcher Charakter beleuchtet wird, ändert Goss auch seinen Stil. Meisterhaft! Er schreibt durchgehend witzige, manchmal gewollt abgedroschen-kalauerschwangere Dialoge, die besonders bei Jack immer gut ziehen. Ein weiterer Grund, vorher die TV-Serie zu sehen. Man muss die Charaktere wirklich kennen, um den Witz und die feinen Andeutungen zu verstehen, die Goss immer wieder einstreut, besonders was das Verhältnis der Torchwood-Charaktere zueinander angeht. Ianto im Frauenkörper ist für den Leser selbst auch eine seltsame Erfahrung, die Goss wirklich authentisch umgesetzt hat. Auch Gwens "Eifersucht" zu Anfang war sehr amüsant oder Jacks Verhalten gegenüber des "neuen" Ianto (er baggert ihn trotzdem an :D). Für manche stereotyp - für mich genau das Richtige! Der Plot an sich ist schon sehr aberwitzig und man ist geneigt, den Kopf zu schütteln, aber ich finde, dass Goss einen guten Job damit gemacht hat, auch wenn es gegen Ende ein bisschen wild und verwirrend zugeht - da kommt's einem ein bisschen vor wie eine "Russell T Davies hatte heute keinen Bock"-Folge gepaart mit der britischen Originalversion von Queer as Folk (die übrigens auch von Davies stammt). Der Mix muss nicht jedem passen, aber es war... wie das ganze Buch: lustig und voller "Oh nein, er [Jack] wird doch wohl nicht... fremdschäm"-Momente ;D Typisch Jack eben. Die Kapitelnamen sind übrigens auch sehr witzig ;) Alles in allem war ich sehr begeistert von der lockeren Stimmung des Buches, ich habe zwar etwas den Tiefgang vermisst, aber als Torchwoodfan wünscht man sich vielleicht gerade dieses ganze clichée, wenn man weiß, wie "CoE" ausgeht. Mein Favorit der Torchwood-Novels bisher, aber ich werde auch alle anderen Bücher noch lesen. ***** Fazit: Das bisher "heiterste" Buch aus der Torchwood-Reihe und besonders für Jack & Ianto-Fans zu empfehlen! (Auch für diejenigen, die nicht es unbedingt toll finden, dass die beiden ein Paar sind.) Eine Novel mit Wiedererkennungswert und "Ach, das würde ich gerne noch ein zweites, drittes oder sogar viertes Mal lesen"-Qualität. Me likes!

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