James Hamilton-Paterson Heilige der Trümmer

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Inhaltsangabe zu „Heilige der Trümmer“ von James Hamilton-Paterson

Nichts für schwache Nerven! Eine rabenschwarze Komödie über launische Künstler, moderne Heilige und fragwürdiges Essen Der Erfolg von Gerald Sampers neuester kulinarischer Invention ist fraglich: Nach dem Genuss einer Feldmaus-Vorspeise verstirbt ein britischer Adliger bei einem Dinner im Freundeskreis. Grund genug für Gerald, von Beruf Ghostwriter, sich beleidigt in die Toskana zurückzuziehen, wo einst sein Haus stand. Dort widmet er sich nicht nur dem Liberetto einer Oper, sondern ebenso hingebungsvoll wie genervt der Vermarktung eines Lady-Diana-Kultes, das auf den Trümmern seines Hauses erblüht. Die Premiere gerät allerdings wegen eines rätselhaften Pinguins zum Fiasko …

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  • Rezension zu "Heilige der Trümmer" von James Hamilton-Paterson

    Heilige der Trümmer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. June 2010 um 18:34

    Als eingeschworener Gerry-Fan musste ich dieses neueste Werk von Paterson natürlich sofort haben. Es ist wieder ganz im typischen Stil der beiden Vorgänger geschrieben, den ich so sehr liebe, weil er spritzig, zynisch und urkomisch ist. Es erreicht fast die Klasse, die "Kochen mit Fernet-Branca" hat. Genial und lesenswert für Fans von schwarzem Humor und ein Muss für Gerry-Marta-Fans. Nur leider lässt das Ende nicht auf eine Fortsetzung hoffen.

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  • Rezension zu "Heilige der Trümmer" von James Hamilton-Paterson

    Heilige der Trümmer
    Solifera

    Solifera

    28. September 2009 um 11:32

    ** Kurzinhalt ** Der 50-jährige Gerald Samper ist Ghostwriter. [Erstklassige Biographien über drittklasse Sportler] Er kehrt in die Toskana zurück, weil dort sein Haus durch einen Erdrutsch zerstört wurde. So muss er zwangsweise wieder zurück nach England. Dort geschieht bei einer Dinnerparty „ein Missgeschick“. Nach dem Verzehr seiner berühmten Feldmaus-Vorspeise kommt es zu kollektiven Kotzanfällen und zu einem Todesfall. Gekränkt zieht er sich in die Toskana zurück. Er fühlt sich zu höherem bestimmt. Ein unbedachter Witz, nämlich dass Lady Diana ihn vorm Erdrutsch gewarnt haben sollte, hat seinen Trümmerhaufen zur Pilgerstätte werden lassen und ihn auf die Idee einer Diana-Oper gebracht. Sogar zum Vatikan geht er, um eine eventuelle Heiligsprechung zu erwirken. Für die Oper braucht er aber natürlich Hilfe und da kommt ihm seine nervige Ex-Nachbarin Martha gerade recht, denn sie ist schließlich Musikerin… ** Stil und Sprache ** Das Buch ist herrlich schräg, geistreich, witzig und besitzt typisch schwarzen Humor. Der Autor liebt offenbar die Verwendung von Schachtelsätzen . Hat man sich aber erstmal an den Stil gewöhnt kommt man aus dem Lachen nicht mehr heraus. Nach jedem Kapitel, das in 1.Person Singular aus Sicht von Samper erzählt, folgt ein Kapitel in Ich-Form, in der Adrian, der Lebensgefährte von Samper, in Form einer Email seine Sicht der Dinge der Geschehnisse schildert. ** Figuren ** Gerald Samper, ein 50jähriger schwuler Autor, gebürtiger Engländer, der die Ruhe und Zurückgezogenhe it in der Toskana liebt und sich selbst als „Professionelle n Ausländer“ bezeichnet. Er ist – ebenso wie der Schreibstil des Hamilton-Paterson – geprägt von spitzem englischen Humor und ist dabei ebenso scharfzüngig wie von eleganten Formulierungen. ** Aufmachung des Buches ** Auf dem Cover sieht man zum einen das Geicht von Prinzessin Diana, die aus einer ländlichen Gegend [vermutlich in der Toskana] auftauscht. Der Pinguin, der ebenfalls auf dem Cover zu sehen ist, taucht erst gegen Ende des Buches auf, dafür aber umso überraschender und furioser ist sein Auftritt. ** Persönliche Meinung ** Schade finde ich ein wenig, dass, wenn man die vorherigen Bücher nicht kennt, bei manchen Kleinigkeiten nicht ganz mitkommt, da es lose Zusammenhänge zu geben scheint. Wenn man aber darüber hinwegsieht [und außerdem kann man sich ja auch die anderen Bände kaufen^^] dann ist diese Buch einfach brilliant!

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  • Rezension zu "Heilige der Trümmer" von James Hamilton-Paterson

    Heilige der Trümmer
    Carriecat

    Carriecat

    13. September 2009 um 18:27

    James Hamilton- Paterson hat mit seinem Romanhelden Gerald Samper einen wundervoll exzentrischen, versnobten Charakter geschaffen. Typisch britisch eben! Genau das aber würde Samper weit von sich weisen, schließlich ist er ja nicht umsonst nach Italien ausgewandert… Samper liebt kreatives kochen (schräg trifft es wohl eher, aber in jedem Fall immer mit "durchschlagende m Erfolg") und seine Ruhe und Abgeschiedenhei t, die er zum Schreiben "erstklassiger Biographien über drittklassige Sportler" braucht. Dieser Friede wird durch einen Erdrutsch extem ge-/ zerstört. Samper verliert alles, sein Haus mit allen Besitztümern landet in einem gähnenden Abgrund. Aber er selbst und seine Geburtstagsgäst e können sich noch rechtzeitig retten, was nach dem Genuß diverser Rauschmittel schon fast an ein Wunder grenzt Der Schock sitzt natürlich tief aber dennoch beschließt Samper, mit dem Geld der Versicherung und aus anderen Einkünften sein Leben grundlegend zu verändern. Er ist zu größerem bestimmt, ist ja klar Dumm nur, dass seine "Wunderrettung" im ländlichen Italien inzwischen mächtig Furore gemacht hat… Die "englische Madonna" (Prinzessin Di) soll's gewesen sein, die ihre helfende Hand im Spiel hatte. Der Heiligenkult nimmt immer bizarrere Formen an, aber das liest man besser selbst, einfach zu köstlich!!! Und der Samper mittendrin. Was soll er machen? Gute Miene zu bösem Spiel? Kapital daraus schlagen? Der Pinguin, den man auf dem Cover im Großformat sieht, hat seinen großen Auftritt leider erst am Ende des Buches. Aber auf jeden Fall ein besonderes Highlight!!! Der Autor karikiert mit spitzer Feder und mit trockenem Humor bewaffnet, die Eigenheiten seiner Figuren. Ihre kleinen Eitelkeiten, Beziehung/-en bzw. -sstörungen und nationalen Befindlichkeite n. Wer Fan von 3- Wort- Sätzen ist, sollte dieses Buch besser stehen lassen, aber alle die auf geistreiche Dialoge und Sprachwitz stehen, sollten es unbedingt lesen.

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