Tod in Deauville

von James Holin 
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Tod in Deauville
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Spannung pur

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catlys avatar

Viel zu überladen und abstrus

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Inhaltsangabe zu "Tod in Deauville"

Im August herrscht in dem normannischen Badeort Deauville gelöste Stimmung: Das Filmfestival steht bevor, der malerische Küstenort erwartet Promis aus aller Welt. Plötzlich bricht Monsieur Bougival, der Buchhalter des Museums für zeitgenössische Kunst, während einer Vernissage zusammen und stirbt.

Kommissar Serano, Frauenschwarm und leidenschaftlicher Surfer, ermittelt. An seine Seite gesellt sich die clevere Eglantine de Tournevire. Gemeinsam mit der blaublütigen Rechnungsprüferin merkt Serano schnell: Bougival war nicht nur in einer unglücklichen Ehe gefangen, sondern auch dunklen Machenschaften auf der Spur.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783940258793
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:280 Seiten
Verlag:Dryas Verlag
Erscheinungsdatum:26.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    H
    Happinesvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: langatmiger polit-Krimi in der Normandie
    Tod in Deauville

    Tod in Deauville von James Holin ist 2017 im Dryas Verlag erschienen.

    Inhalt:
    Im August herrscht in dem normannischen Badeort Deauville gelöste Stimmung: Das Filmfestival steht bevor, der malerische Küstenort erwartet Promis aus aller Welt. Plötzlich bricht Monsieur Bougival, der Buchhalter des Museums für zeitgenössische Kunst, während einer Vernissage zusammen und stirbt.
    Kommissar Serano, Frauenschwarm und leidenschaftlicher Surfer, ermittelt. An seine Seite gesellt sich die clevere Eglantine de Tournevire. Gemeinsam mit der blaublütigen Rechnungsprüferin merkt Serano schnell: Bougival war nicht nur in einer unglücklichen Ehe gefangen, sondern auch dunklen Machenschaften auf der Spur.

    Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet, mit einem Casino direkt an der Promenade und einem dunklen, zugezogenen Himmel, der ein Gewitter verspricht. Auch die Bilder zu beginn eines jedem Kapitels erinnern an Urlaub in Frankreich.

    Der Schreibstil von James Holin ist gut zu lesen, jedoch kommen sehr viele Personen und Nebenhandlungen sehr häufig vor. Diese tragen jedoch nur zum Teil etwas zur Geschichte bei.
    Jedoch werden die Orte des Geschehens und die Protagonisten sehr gut und bildlich dargestellt.

    Das "offene" Ende der Geschichte hat mich persönlich enttäuscht, es wirkte als ob der Autor die Geschichte schnell zu Ende bringen wollte.

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    S
    Sabine_Hartmannvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Blutleer
    Wenig Spannung

    Die Rechnungsprüfer Eglantine de Tournevire und Jean-Francois Lacroix haben den Auftrag bekommen, die Finanzen des Museums in Deauville zu überprüfen. Noch bevor sie angefangen haben, stirbt der Buchhalter Bougival. Eglantine ist exzentrisch, Lacroix eher nüchtern und beamtisch, dazu kommt noch der Kommissar Serano, der ehr unwillig recherchiert.

    Das Museum für zeitgenössische Kunst wird von Madame Bokor geleitet, einer eher zwielichtigen Dame mit seltsamen Obsessionen.

    Nach dem eher gemächlichen Auftakt bis zum Tod des Buchhalters fährt Holin alles auf, was es an Umtrieben so geben kann. Das Personal besteht zum Beispiel aus einem moldawischen Verbrecher, osteuropäischen Prostituierten, einer Rechnungsprüferin, deren Mutter Rumänin ist, Kommissar Serano ist Halbspanier, der Chef der Stadtpolizei Serbe und der Moldawier hat deutsche Doggen. Natürlich spielt auch ein Pferd eine Rolle, schnelle Autos, Schauspieler, ein gestrandeter Wal …

    Das alles ist viel, aber okay. Problematischer dabei ist, dass der Autor in diesem Krimi eine allwissende Perspektive einnimmt und es so nicht möglich ist, als Leser mit einer Figur warm zu werden, sie empathisch zu begleiten. Die Perspektive springt von Innensicht auf Kommentar des Autors und alle Schritte dazwischen, ohne dem Leser dafür Zeit zu geben.

    Dadurch bleibt die Geschichte blutleer und reißt einen nicht wirklich mit.

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    Dandys avatar
    Dandyvor 10 Monaten
    Ein Normandie - Krimi

    Tod in Deauville, ein Normandie-Krimi, von James Holin erschienen im Dryas Verlag.


    Die Rechnungsprüfer Eglantine de Tournevire und Lacroix haben den Auftrag bekommen, die Finanzen des Museums zu überprüfen. Noch bevor sie angefangen haben, stirbt Bougival. 

    Monsieur Bougival, der Buchhalter des Museums für zeitgenössische Kunst, bricht während einer Vernissage zusammen und stirbt. 
    Wusste er zuviel, war er dunklen Machenschaften auf der Spur?
    Kommissar Serano übernimmt den Fall und findet schnell heraus, dass in Deauville so einige seltsame Vorgänge stattfinden, Intrigen laufen Erpressungen laufen.


    Ich musste mich am Anfang erstmals an die vielen französischen Namen gewöhnen, kommen doch zu Anfang der Geschichte sehr viele Personen vor, die während der Geschichte nicht mehr aufgegriffen werden.
    Ein Personenverzeichnis hätte mir den Einstieg in die Geschichte vereinfacht.
    Die Geschichte fängt gleich mit einem Mord an der, wie zu erwarten, erst am Ende gelöst wird. Die Ermittlungen von Serano hätte ich mir etwas interessanter und intensiver gewünscht. Serano kam mir etwas gelangweilt , lustlos vor. Hatte er doch nur Augen für Eglantine. 
    Es kommen ein paar , viel zu ausführliche Nebenstränge vor, die sehr langatmig und uninteressant sind und nicht wirklich etwas mit dem Filmfestival oder dem Mord zu tun haben.
    Interessant fand ich , die Verstrickungen zwischen Politik, Kunst und beruflichem Aufstieg. 
    Die Nationalitäten der Personen sind sehr verschieden.  So gib es einen moldawischen Verbrecher, osteuropäische Prostituierte, einen Rechnungsprüfer deren Mutter Rumänin ist,  Serano ist Halbspanier, der serbische Chef der Stadtpolizei und 2 deutsche Doggen.
    James Holin beschreibt Personen, Landschaften, Gegenstände sehr ausführlich und bildlich. Mir fiel es leicht, mir die beschriebenen Szenen vorzustellen.
    Fazit:
    Spannende Geschichte, ausführliche Beschreibungen, sehr unterschiedliche Charaktere, überraschende Momente.

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    E
    ElfriedeKohlhasevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Spannung pur
    Spannung pur

    Ein Mord in Deauville. Monsieur Bogival Buchhalter des Museums für zeitgemäße Kunst wird ermordet. 


    Kommisssar Serano ermittelt. EIn spannender franz. Krimi der Lust auf mehr macht. Das Ermittlerduo fand ich Klasse, daher hoffe ich auf eine Fortsetzung. So macht Krimilesen Spass.

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    catlys avatar
    catlyvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Viel zu überladen und abstrus
    Konnte mich leider nicht überzeugen

    Inhalt
    Im Dorf Deauville in der Normandie steht ein Filmfestival bevor, zu dem zahlreiche weltbekannte Stars erwartet werden. Außerdem steht im Museum für zeitgenössische Kunst eine Buchprüfung durch den Rechnungshof an.
    Während einer Vernissage bricht Monsieur Bougival, der Buchhalter der Museums, plötzlich tot zusammen. Kommissar Serano ermittelt, gemeinsam mit der Angestellten des Rechnungshofes Eglantine de Tournevire. Schnell merken sie: Bougival war nicht nur in einer unglücklichen Ehe gefangen, sondern auch den Intrigen der "Oberschicht" auf der Spur.

    Meine Meinung
    Leider konnte dieser Krimi meinen Erwartungen überhaupt nicht gerecht werden. Der Sprachstil erzählt langsam und sorgsam die Geschichte. Allerdings wirkt er vor allem Anfangs und auch danach noch in vielen Szenen und Dialogen etwas holprig und unbeholfen. Die zahlreichen Namen und Nebenhandlungen, bereiteten mir beim Einstieg in das Buch ebenfalls Schwierigkeiten.
    Nach einem typischen Krimi Einstieg folgen immer wieder zahlreiche Passagen mit ausufernden Nebenhandlungen, in denen der Autor wirklich nichts auslässt - von Sadomaso-Sessions über Prostitution bis hin zu tödlichen "Zaubern".
    Diese Nebenhandlungen lenken vom eigentlichen Geschehen ab und die Ermittlungen rücken immer weiter in den Hintergrund. Auch wenn es dem Autor gelingt, die Szenen und Personen relativ bildhaft darzustellen, bleiben die Personen für mich zu viele und zu oberflächlich und der Krimi, oder sollte ich besser sagen Roman, konnte mich nicht überzeugen. Falls es sich um eine Komödie handeln sollte (das könnte ich mir noch am ehesten vorstellen), so hat der Humor leider nicht meinen Geschmack getroffen. Ein klassischer Krimi war es für mich definitiv keiner.
    Einige Grundideen wären gar  nicht so schlecht gewesen - aber sie hätten nicht alle in ein Buch gepackt werden sollen und die Umsetzung war leider etwas dürftig.

    Fazit
    Ein Krimi mit zahlreichen abstrusen Nebenhandlungen, der mich nicht überzeugen konnte. Durch den holprigen Sprachstil gestaltete sich das Lesen teilweise mühsam und viele Passagen riefen hochgezogene Augenbrauen bei mir hervor. Das Ende war relativ vorhersehbar.

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    MissNorges avatar
    MissNorgevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Frankreich-Krimi der Kreise in die hohe Politik zieht ...
    Macht und Gier, Leben und Tod

    Kurz zur Geschichte
    (lt. Verlagsseite)
    Im August herrscht in dem normannischen Badeort Deauville gelöste Stimmung: Das Filmfestival steht bevor, der malerische Küstenort erwartet Promis aus aller Welt. Plötzlich bricht Monsieur Bougival, der Buchhalter des Museums für zeitgenössische Kunst, während einer Vernissage zusammen und stirbt.
    Kommissar Serano, Frauenschwarm und leidenschaftlicher Surfer, ermittelt. An seine Seite gesellt sich die clevere Églantine de Tournevire. Gemeinsam mit der blaublütigen Rechnungsprüferin merkt Serano schnell: Bougival war nicht nur in einer unglücklichen Ehe gefangen, sondern auch dunklen Machenschaften auf der Spur.

    Meine Meinung
    Ich war sehr gespannt auf diesen Normandie-Krimi und bin nicht enttäuscht worden. Das Cover und die Bilder zu Beginn jeden Kapitels haben die Atmosphäre des glamourösen Badeorts gut wiedergespiegelt.
    Der Fall an sich spielt im Milieu des Zeitgenössischen Kunstmuseuns, in der Zuhälterei und im Rahmen der Politik. Jean-Fancois Locroix und Eglantine de Tournivire, Beamte des Rechnungshofs, werden Zeugen des Mordes am Buchhalter Bougival des Museums, welches sie überprüfen sollen. Im Rahmen ihrer Arbeit geraten die Beiden immer tiefer in die unpolitischen, internen und dunklen Machenschaften der Museumsdirektorin Bokor. Dies geht soweit, das mit weiteren Toten zu rechnen ist. James Holin lässt neben den Mordfälle auch Einblicke in die dunklen Machenschaften der Politiker zu, wo es z.b. auch um Erpressung geht um in die höheren Ämter aufzusteigen um Neid und Missgunst. Hier merkt man wie die Bombe immer kurz vorm Platzen ist und wie skrupellos die Menschen untereinander sein können, um immer für sich das Beste und optimalste heraus zu holen.
    Leider ging mir durch die kritischen Äußerungen und diese längeren Politik-Einblicke der Mordfall manchmal etwas unter, auch wenn das Drumherum hier einen wichtigen Bezug dazu herstellt.
    Trotz allem aber, blieb die Spannung erhalten und oftmals musste ich bei manchen Charakterbeschreibungen schmunzeln. Mit wenigen einprägsamen Worten kann der Autor eine Person so beschreiben, das ich als Leserin sofort den passenden Eindruck hatte. Als bestes Beispiel gilt hier die herrische und bestimmende Mutter von Lacroix, die von ihrem Sohn "Der Führer" genannt wird. Mit diesem Humor sollte man umgehen können. Zwischen den Zeilen wird auch der lockere und entspannte Lebensstil der Franzosen sichtbar, sie lieben gutes Essen und leckeren Wein. Da bleibt halt auch mal die Arbeit liegen und die Zeit stehen.
    Den Schreibstil von Holin würde ich als gut lesbar, klar und fein bezeichnen, der auch versehen ist mit einer kleinen Liebesgeschichte und einer großen Prise an Humor, der immer wieder mal aufblitzt. Mit dem Kommissar Serano hat er einen coolen, witzigen und liebenswerten Ermittler erschaffen, von dem ich hoffentlich noch weitere Fälle zu lesen bekommen, vor allem nach diesem Ende.

    Fazit

    Ein gelungener Krimi der Einblicke währt in die Ebenen der Politik, wo es um Macht und Gier geht, oder auch um Leben und Tod. Wer gerne spannende Krimis liest, deren Geschichten im schönen Frankreich spielen, kann sich getrost diesem Buch von James Holin zuwenden.

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    Giselle74s avatar
    Giselle74vor einem Jahr
    Krimi-Klamauk

    Mit "Tod in Deauville" legt James Holin seinen ersten Normandie-Krimi vor. Laut Klappentext schreibt der Autor seit 15 Jahren Bücher. Sucht man danach im Internet findet man aber nicht mehr als zwei Romane plus ein paar Novellen. Nun gut. Gehen wir trotzdem davon aus, daß der Mann erfahrener Schriftsteller ist. Dann ist dieses Buch und die Art, wie es geschrieben ist, umso unverständlicher.

    Aber fangen wir vorne an: mit dem Inhalt. Im Museum für zeitgenössische Kunst in Deauville ist eine Buchprüfung anberaumt. Zwei Beamte des französischen Rechnungshofs, der etwas verknöcherte Jean-Francois Lacroix und die elegante Eglantine de Tournevire, reisen eigens dafür an. Während einer Vernissage bricht der Buchhalter des Museums tot zusammen. Gemeinsam mit dem charmanten Kommissar Serano beginnen die beiden Beamten zu ermitteln.

    Das ist soweit ein typischer Krimi-Plot, der einen auch einen typischen Krimi erwarten lässt. Ein bißchen Ermittlung, ein bißchen Knistern zwischen Eglantine und Serrano und viel Lokalkolorit, das eben, was solche Regionalkrimis ausmacht.

    Der Autor nun hat scheinbar anderes im Sinn. Oder konnte sich nicht entscheiden, wonach ihm der Sinn steht. Teile des Buches geraten eher wie eine Gesellschaftskritik bzw. Kritik am französischen Beamtentum, andere Teile wiederum sind slapstickartig überzogen. Das betrifft häufig Szenen mit Lacroix, der wie eine übertriebene Louis de Funés-Parodie des Wegs kommt. Dann wieder überraschen Sadomaso-Szenen, die in der an sich gediegenen Atmosphäre eher unpassend wirken, gepaart mit ellenlangen Teilen, wo einfach gar nichts passiert. Mir fehlt ganz eindeutig ein roter Faden. Die Ermittlungen scheinen dem Autor nur dazu zu dienen, seine anderen ihm wichtigen Themen unterzubringen und geraten häufig genug völlig in den Hintergrund.

    Als wäre das nicht genug, ist auch der Schreibstil Holins eher gewöhnungsbedürftig. Weite Teile des Buches sind holprig zu lesen, in den Dialogen scheinen Bemerkungen nicht zueinander zu passen und die Personen betiteln einander recht häufig mit offensichtlich witzig gemeinten Schimpfwörtern. Überhaupt ist der Humor von einer Sorte, der bei mir hochgezogene Augenbrauen hervorruft, aber kein Schmunzeln. Ob das auch an der Übersetzung liegt, kann ich nicht beurteilen, vermute es allerdings. Etwas glättende Überarbeitung hätte dem Text gut getan.

    Um nun wenigstens positiv zu enden, möchte ich feststellen, dass mir das Cover des Buches sehr gut gefällt. Ein altes Casino direkt an einer Seepromenade, mit Blaufilter etwas düsterer gemacht. Das hätte tatsächlich gut zu einem klassischen Krimi gepasst. Auch das Bild der mit Namen vergangener Stars versehenen Badekabineneingänge am Strand von Deauville an den Kapitelanfängen verbreitet französisches Flair und ist eine sehr stimmige Gestaltungsidee. So nun verhelfen Cover und Badekabinen dem Buch zu einem zweiten Sternchen.

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    SarahVs avatar
    SarahVvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Krimi mit unausgeschöpftem Potential
    Ein Krimi mit unausgeschöpftem Potential

    Klappentext:

    Im August herrscht in dem normannischen Badeort Deauville gelöste Stimmung: Das Filmfestival steht bevor, der malerische Küstenort erwartet Promis aus aller Welt. Plötzlich bricht Monsieur Bougival, der Buchhalter des Museums für zeitgenössische Kunst, während einer Vernissage zusammen und stirbt. Kommissar Serano, Frauenschwarm und leidenschaftlicher Surfer, ermittelt. An seine Seite gesellt sich die clevere Églantine de Tournevire. Gemeinsam mit der blaublütigen Rechnungsprüferin merkt Serano schnell: Bougival war nicht nur in einer unglücklichen Ehe gefangen, sondern auch dunklen Machenschaften auf der Spur.

    Mein Eindruck:

    Mit Tod in Deauville präsentiert uns der Dryas Verlag das deutschsprachige Romandebüt von James Holin. Leider kann dieser Normandie-Krimi den Erwartungen, die Cover und Klappentext hervorrufen, nur schwer gerecht werden. Die Sprache des Romans ist an manchen Stellen ein wenig holprig  - ein Effekt, der möglicherweise der Überstezung aus dem Französischen geschuldet ist. Die vielen Charakteren erschlagen den Leser förmlich. Gerade zu Beginn des Romans ist es bei dieser Vielzahl an Namen nicht einfach, den Überblick zu behalten. Dazu kommen zahlreiche, oftmals bizarre Nebenhandlungen. Zumeist sind diese Geschehnisse nur nebensächlich und haben mit dem Mord an dem Buchhalter wenig bis nichts zu tun. So rücken die Ermittlungen um die Machenschaften in Deauville und die Aufklärung des Mordes immer wieder in den Hintergrund. Auch wenn es James Holin gelingt, die Geschehnisse und seine Charakter durch detaillierte Beschrebungen bildhaft darzustellen, überzeugt der Krimi leider nur wenig. Die Grundidee des Krimis ist wirklich gut, aber hinter der Story steckt eindeutig mehr Potential!

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    heinokos avatar
    heinokovor einem Jahr
    Ich bin verwirrt

    Ich bin verwirrt.       

    Habe ich wirklich einen Krimi gelesen?

    In dem Badeort Deauville, in der Normandie gelegen, steht ein Filmfestival bevor, zu dem viele Stars der Filmbranche erwartet werden. Zum selben Zeitpunkt ist eine Rechnungsprüfung angesagt beim Museum für moderne Kunst, ebenfalls in Deauville, und dafür werden entsandt Jean-Francois Lacroix, ein zwanghafter und weltfremder Beamter, und Eglantine de Tournevire, eine kapriziöse, reiche Schönheit. Kaum sind die beiden in Deauville angekommen, bricht bei einer Vernissage der Buchhalter des Museums aus unerklärlichen Gründen tot zusammen, eben der Mann, der den beiden Rechnungsprüfern kurz zuvor noch angedeutet hatte, dass er ihnen etwas sagen müsse. Die Ermittlungen führen mitten hinein in Machtspiele, Korruption und Eitelkeiten.

    Das Buch ist in einer etwas behäbigen, vielleicht sogar altmodischen, aber dennoch schönen, sorgsamen, sauberen Sprache geschrieben. Das hat mich für das Buch eingenommen. Ein Personenverzeichnis zu Beginn wäre hilfreich gewesen, da uns zum einen die französischen Namen nicht sofort im Gedächtnis bleiben und zum anderen im Buch oftmals gewechselt wird zwischen Nennung des Vornamens allein oder des Nachnamens. Gut gefallen haben mir die vielen detailreichen Schilderungen, mitunter mit feinem Humor durchsetzt, die es dem Leser leicht machen, innere Bilder zu entwickeln. Manche Passagen sah ich geradezu filmhaft in meiner Phantasie ablaufen. Apropos Humor: Ich bin mir nicht sicher, ob James Holin nicht mit einer gewissen diebischen Freude und ganz bewusst immer so haarscharf an der Grenze eines möglichen realen Geschehens und einer Slapstick-Komödie herumwanderte. Zudem nahm er in so mancher Szene die Politiker, die Ämterwirtschaft, das Polizeiwesen und andere Absurditäten des öffentlichen Lebens auf die Schippe.

    Das Buch hat mir Spaß gemacht zu lesen, auch wenn es insgesamt nur mäßig spannend war. Vielleicht war es ja gar kein Krimi und brauchte deshalb das Element des Spannungsbogens gar nicht. Vielleicht war es eine gesellschaftskritische Satire oder vielleicht ganz schlicht eine Komödie oder vielleicht eine Filmvorlage für – ja vielleicht doch für einen Krimi? Ich weiß es nicht und bin verwirrt. Ich weiß nur, dass das Buch zu lesen mir rundum Spaß gemacht hat.

     

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    Matzbachs avatar
    Matzbachvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Halbgar
    Intrigen in der Nomandie

    Krimis aus Frankreich genießen bei mir durchaus einen Vertrauensvorschuss, doch dieses Mal zu unrecht. James Holins "Tod in Deauville" kommt mir bisweilen vor wie ein Aufsatz eines mittelmäßigen Zehntklässlers. Dialoge stimmen in der Zuordnung nicht, unwichtige und vor allem völlig funktionslose Handlungsstränge werden breit ausgeführt, auf die erotische Neugier des Lesers wird spekuliert, um dann an den entscheidenden Stellen die bekannten drei Punkte zu machen. Da muss sich der Leser schon am Riemen reißen, um das Buch nicht aus der Hand zu legen, bei mir war der einzige Grund, es nicht zu tun, die Tatsache, dass ich momentan Lesenotstand habe.

    Dabei ist die Grundidee des Romans gar nicht so schlecht. Das Filmfestival von Deauville steht vor der Tür, gleichzeitig beschließt die Finanzbehörde der zuständigen Region eine Prüfung der Buchhaltung des dortigen Museums für zeitgenössische Kunst.

    Deren Buchhalter stirbt bei einer Vernissage, Grund genug für die Finanzbeamte Eglatine de Tournevire (wer so heißt, kann natürlich nur ein engelsgleiches Wesen sein) sich in die Untersuchung zu versteifen, wobei wegen des Todesfalles der Beau und Surfer Kommissar Serano ins Spiel kommt. Da haben sich zwei gesucht und gefunden, auch wenn sie es am Anfang nicht wahr haben wollen (ach, ist das alles berechenbar). Bei ihren Ermittlungen kommen sie sich also näher, geraten aber ebenso regelmäßig in Lebensgefahr, die von einer intriganten, oberfiesen Strippenzieherin ausgeht, die durchaus als Bösewicht in einem James Bond-Film auftreten könnte. So weit, so schlecht.

    Das Ende lässt offen, ob es eine Fortsetzung geben wird, aber mir ist es eh egal, sollte sie kommen, so findet sie ohne mich statt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Dryas_Verlags avatar

    Hallo ihr Lieben,
    aktuell haben wir eine neue Reihe im Programm. Konkret ist es das deutschsprachige Debüt von James Holin. Da ihr James und seine Reihe noch nicht kennt, ein paar Worte zu Beginn. Bei unserem neuen „Normandie-Krimi“ handelt es sich um eine Krimireihe, die dort spielt wo andere Urlaub machen.
    Um die Reihe kennenzulernen, bieten wir euch nun die Gelegenheit, an unserer geplanten Leserunde teilzunehmen.
    Wer hat Interesse? Vielleicht sollte ich euch erst einmal sagen, worum es geht.


    Der Klappentext

    Im August herrscht in dem normannischen Badeort Deauville gelöste Stimmung: Das Filmfestival steht bevor, der malerische Küstenort erwartet Promis aus aller Welt. Plötzlich bricht Monsieur Bougival, der Buchhalter des Museums für zeitgenössische Kunst, während einer Vernissage zusammen und stirbt.

    Kommissar Serano, Frauenschwarm und leidenschaftlicher Surfer, ermittelt. An seine Seite gesellt sich die clevere Églantine de Tournevire. Gemeinsam mit der blaublütigen Rechnungsprüferin merkt Serano schnell: Bougival war nicht nur in einer unglücklichen Ehe gefangen, sondern auch dunklen Machenschaften auf der Spur.


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