James Hynes

 4,3 Sterne bei 83 Bewertungen
Autor*in von Ich, Sperling, Dschungelkönigin und weiteren Büchern.

Lebenslauf

James Hynes ist Absolvent des Iowa Writers' Workshop und veröffentlichte bisher drei hochgelobte Romane sowie eine Kurzgeschichtensammlung. Weitere Texte erschienen u. a. in der New York Times und Washington Post. Er lehrte Kreatives Schreiben an diversen Universitäten. Hynes lebt in Austin, Texas.  

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von James Hynes

Cover des Buches Ich, Sperling (ISBN: 9783423149181)

Ich, Sperling

 (80)
Erscheint am 16.10.2024
Cover des Buches Ich, Sperling (ISBN: 9783742429384)

Ich, Sperling

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Erschienen am 14.09.2023
Cover des Buches Ich, Sperling (ISBN: B0CG9S1T26)

Ich, Sperling

 (0)
Erschienen am 14.09.2023
Cover des Buches Next (ISBN: 9780316051934)

Next

 (0)
Erschienen am 10.03.2011

Neue Rezensionen zu James Hynes

Cover des Buches Ich, Sperling (ISBN: 9783423283557)
Cescas avatar

Rezension zu "Ich, Sperling" von James Hynes

Flieg kleiner Sperling
Cescavor 2 Monaten

𝑯𝒂𝒏𝒅𝒍𝒖𝒏𝒈
Der alte Mann Jakob schreibt für seine potentiellen Leser/innen seine Kindheitserinnerungen als Sklavenjunge Pusus nieder. Eine genaue Zeitspanne anzugeben, fällt ihm schwer, denn er war immer nur "alt genug" um mehr Arbeiten verrichten zu können. Im Laufe der Handlung erfahren wir, das der Hauptschauplatz eine Taverne in Carthago Nova ist, eine antike Hafenstadt der Iberischen Halbinsel. Das Leben von Pusus ist geprägt von Schlägen, wenig Zuneigung und stetiger Furcht. Lediglich die "Wölfin" (römische Bezeichnung für eine Prostituierte) Euterpe gibt ihm die Herzlichkeit einer Mutter. Durch sie lernt er ein paar gute Dinge im Leben kennen. Sie ist auch die einzige Wölfin, die versucht zu verhindern, dass Pusus selbst zum Wolf wird, kann sich jedoch dauerhaft nicht durchsetzen.

Wir erleben hier eine Bandbreite an Charakteren. Pusus sieht sie Alle durch die Augen eines Kindes, das nichts von der Welt weiß. Er lernt sich seiner Umgebung anzupassen und als "Sperling" in einigen sehr stressigen/missbräuchlichen Situationen von seinem ich abzuspalten.

𝑭𝒂𝒛𝒊𝒕
Dieses Buch ist keine leichte Kost und an einigen Stellen schwer zu ertragen. Die Sprache von Pusus wird immer abgebrühter je länger er selbst als Wolf arbeiten muss. Interessierte an historischen Romanen denen die Themen in diesem Buch nichts ausmachen, werden mit einem interessanten Einblick in die Sklavenhaltung aus Sicht der Versklavten entlohnt.

Cover des Buches Ich, Sperling (ISBN: 9783423283557)
TanaNels avatar

Rezension zu "Ich, Sperling" von James Hynes

Einnehmend und Erschütternd!
TanaNelvor 3 Monaten

"Ich, Sperling!" ist ein Buch, das den Leser in eine authentische und faszinierende Welt entführt. In dieser Rezension werde ich meine Eindrücke von diesem einzigartigen Werk teilen.


**Authentisches Setting:**

Das Setting von "Ich, Sperling!" ist äußerst authentisch und ermöglicht es dem Leser, vollständig in die Welt des Protagonisten einzutauchen. Man fühlt sich, als würde man Seite für Seite mit ihm durch die Straßen und Gassen seiner Zeit wandeln. Die Detailtreue und lebendige Beschreibung der Umgebung tragen dazu bei, dass man sich mitten im Geschehen wiederfindet.


**Unerwartete Wendungen:**

Ein herausfordernder Aspekt des Buches sind die unerwarteten Wendungen in der Handlung. Obwohl die Inhaltsangabe keine Hinweise darauf gibt, in welche Richtung die Geschichte führen wird, entfaltet sich das Geschehen auf überraschende und mitreißende Weise. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass diese Wendungen oft verstörend und herausfordernd sind, insbesondere in Bezug auf die sensiblen Themen des Buches wie sexuelle Gewalt und Prostitution. Eine Triggerwarnung hierfür hätte ich mir gewünscht, um darauf vorbereitet zu sein.


**Bericht aus einer vergangenen Zeit:**

"Ich, Sperling!" liest sich wie ein authentischer Bericht aus einer vergangenen Zeit, der von einem Jungen erzählt, der von seinen Erlebnissen geprägt wurde. Der Schreibstil ist packend und mitreißend, und man kann förmlich spüren, wie sehr die Ereignisse den Protagonisten geprägt haben.


**Fazit:**

Insgesamt ist "Ich, Sperling!" ein fesselndes Buch, das den Leser auf eine Reise in eine vergangene Welt mitnimmt. Trotz des Fehlens einer Triggerwarnung ist die Geschichte gut geschrieben und ermöglicht es dem Leser, vollständig in das Geschehen einzutauchen. Eine Lektüre, die man nicht verpassen sollte, besonders für Leser, die sich für historische Romane interessieren.

Cover des Buches Ich, Sperling (ISBN: 9783423283557)
MissStrawberrys avatar

Rezension zu "Ich, Sperling" von James Hynes

Ein sehr herausforderndes Buch
MissStrawberryvor 3 Monaten

In diesem Roman erzählt James Hynes die Geschichte eines Sklavenjungen, der im 4. Jahrhundert in einer Hafenstadt auf der Iberischen Halbinsel lebt. Seine Eltern kennt man nicht, er ist nicht gewollt und nicht geliebt und wächst mitten unter Prostituierten auf. Kein schönes Leben, kein einfaches Buch.

 

Der Leser erfährt dies von einem alten Mann, Jakob. Er ist der Junge, der von klein auf arbeiten musste, zunächst in der Küche, irgendwann als Botenjunge und Wasserträger und schließlich als Liebessklave. Er hat kaum Freude am und im Leben, erfährt nur immer wieder, dass er und sein Leben nichts wert sind. Das muss man beim Lesen verkraften und, ja, auch verschmerzen. Mir fiel das Lesen dieses Buches nicht leicht und ich denke, jeder sollte es sich wirklich gut überlegen, was da auf einen zukommt. Wer wie ich eine wunde Seele hat und sowieso schon trauert, der braucht auf alle Fälle genügend Taschentücher bei der Lektüre.

 

Der Autor ist knallhart, beschönigt nichts, umschreibt nichts, sondern schildert nüchtern und direkt das Leben in der damaligen Zeit. Für Jakob ist es ohne echte Hoffnung und erbärmlich, und gerade daran misst sich das Leben der Privilegierten umso mehr. Das Gefälle ist unfassbar, unbeschreiblich, unerträglich. Entsprechend ist auch oft die Sprache schockierend und für mich so obszön, dass ich sehr lange für das Buch brauchte, weil ich diese Mischung nur in sehr kleinen Dosen vertragen habe, Hoffnungslosigkeit, Ungerechtigkeit, derbe Sprache, Leid.

 

Ich erkenne die Leistung des Autors durchaus an und bin mir auch sicher, dass es Leser gibt, die diese Geschichte würdigen können. Da sie mich aber einfach nur runtergezogen hat, ich diese Art Geschichte ich nicht mag und froh bin, dass ich eindeutig in einer anderen Welt lebe, mir zudem zwischen dem Ende der Geschichte und dem alten Erzähler alles fehlt, kann ich leider nur drei Sterne geben.

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