Ulysses

von James Joyce 
3,9 Sterne bei171 Bewertungen
Ulysses
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (118):
Andreas_H__Dreschers avatar

Nach drei vergeblichen Versuchen (über 10 Jahre hin) bin ich inzwischen begeistert.

Kritisch (22):
Kunstguerillas avatar

Obwohl ein Klassiker und Meilenstein der modernen Literatur in meinen Augen nicht mit Freude lesbar. Habe abgebrochen. http://bit.ly/1uonn25

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Inhaltsangabe zu "Ulysses"

Der ‘Ulysses’ ist bis heute die ultimative Herausforderung für jeden Freund der Weltliteratur. Im Grunde ist alles ganz einfach: James Joyce erzählt, was seinem Helden Leopold Bloom an nur einem einzigen Tag des Jahres 1904 in seiner Heimatstadt Dublin widerfährt. Dies allerdings ist sehr weit verzweigt, schließt mächtig strömende Gedanken und jede Menge Sprach-Abenteuer mit ein. – Georg Goyert war einer der großen Übersetzer seiner Zeit, seine grandiose ‘Ulysses’-Übertragung wurde von James Joyce autorisiert.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783730601570
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:832 Seiten
Verlag:Anaconda Verlag
Erscheinungsdatum:30.09.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 31.05.2012 bei Blackstone Audio Inc erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Aliknechts avatar
    Aliknechtvor einem Jahr
    Kurzmeinung: James Joyce hat die Melodie menschlicher Gedankenflüsse beschrieben.
    Ein Tag und eine Nacht in Dublin

    Ulysses ist zu komplex, um es hier zu "rezensieren",  deshalb nur ein kleiner Hinweis. Wie wär's mal mit vorlesen? Besonders geeignet ist das letzte 18. Penelope-Kapitel, das mit 100 Seiten fast ohne Punkt oder Komma als schwierig zu lesen gilt. Aber beim lauten Vorlesen erschließt sich der Inhalt ganz einfach, fast als wären es eigene Gedanken, und die ganze Meisterschaft des Autors wird offenbar. 

    Nach seiner Odyssee in Dublin durch Kneipen und Bordelle ist Leopold Bloom soeben stockbesoffen und mit den Füßen kopfwärts und ins gemeinsame Ehebettbett gefallen und schläft sofort ein. Molly Bloom erwacht nur halb und der berühmte innere Monolog beginnt zu fliessen: Kindheitserinnerungen, Orte, Lieder, erotische Vorstellungen. Die weit zurückliegende Liebesgeschichte mit Leopold steigt vor ihrem inneren Auge auf. Sie erinnert sich an jenen Tag, wie sie sich fein gemacht hat und wie sie zum ersten Rendezvous ging. Sie weiss, was Männer mögen, ein aufgeknöpfter Blusenknopf, ein roter Mund und tiefe Blicke. Er wurde ganz verrückt. Sie sind alle gleich, auch heute Nachmittag wieder Blazes Boylan, mit dem sie ein  kleines ehebrecherisches Abenteuer erlebt hat. Und dann hat Leopold sie damals gefragt. Und sie hat ihm die Arme um den Hals gelegt und ihn zu sich gezogen daß er ihre Brüste fühlen konnte. Und sie sagte ja ich will Ja Ja. 

    Joyce hat die Melodie menschlicher Gedankenflüsse beschrieben. Eine erotisierende Geschichte mit Tiefgang speziell geeignet für Verliebte. Versucht es mal. 

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    Phil_Skurrils avatar
    Phil_Skurrilvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Erstaunlich, was man an einem einzigen, eigentlich vielleicht langweiligen Tag so alles aufschnappen kann.
    Die Stecknadel liegt nicht unbedingt im Heuhaufen.

    Ist es etwa Zufall, daß Ulysses diese phonetische Ähnlichkeit mit Odysseus hat?  
    Kann es denn tatsächlich sein, daß Joyce es darauf abgesehen hat, zu zeigen, daß dieses große Epos von Homer metaphorisch auf den tristen Alltag eines Dubliner Bürgers übertragbar ist?

    Dann muß ich ihm zugute halten, daß er sich mit nur tausend Seiten doch sehr zurückgehalten hat.
    Gewiß ereignen sich an einem Tag, wie beispielsweise einem 16. Juni, in einer Stadt soviele Dinge, daß man viele Bände damit füllen könnte, wenn nicht gar Enzyklopädien.

    Dieses Buch wirft auch in Zukunft ganz bestimmt noch viele Fragen auf?!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ich kann nicht beschreiben warum, aber dieses Buch ist etwas Besonderes.
    988 Seiten später...

    Ich hab ja schon oft Bücher mit vielen Seiten gelesen, aber noch nie hab ich so lange dafür gebraucht. Das heißt nicht, dass der Inhalt langweilig war, es war einfach anspruchsvoll - für mich jedenfalls.

    Bevor ich das Buch gelesen habe, wusste ich nicht recht, was da auf mich zukommt. Im Endeffekt war es ein Buch über einen Tag im Leben von Leopold Bloom. Aber das allein reicht nicht, um Roman zu beschreiben, denn es ist viel mehr als das: Jedes Kapitel bringt eine neue Überraschung und es erscheint einem am Anfang verrückt, aber wenn man dann erfährt was dahinter steckt, dann ist es so genial!

    Natürlich ist es mir ab und zu schwer gefallen, dem Inhalt zu folgen, aber trotzdem hat mich der Roman so begeistert, dass ich ihm 5 Sterne gegeben habe. Ich kann nicht beschreiben warum, aber dieses Buch ist etwas Besonderes.

    Kommentare: 1
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    T
    TinSoldiervor 5 Jahren
    Weltliteratur leicht gemacht!

    Der 16. Juni 1904 war ein ganz gewöhnlicher Tag, und dennoch ist er in die Geschichte der  Weltliteratur eingegangen. An diesem Tag von acht Uhr früh bis drei Uhr morgens erlebt Leopold Bloom die Großstadt Dublin, und der Leser lernt mit ihm seine Handlungen, Begegnungen und Gedanken kennen: 
    Ulysses, die "größte Schöpfung unter den Romanen des zwanzigsten Jahrhunderts". 
    (NEW YORK TIMES) 

    Die Rezension eines Buches wie Ulysses von James Joyce, das zum Kanon der Weltliteratur zählt, ist immer ein schwieriges Unterfangen, weil über solche Werke, und da macht der Ulysses keine Ausnahme, eigentlich schon alles dazu geschrieben und gedruckt, das Werk vielfach untersucht, gedeutet, eingeordnet, bewertet, interpretiert worden ist und letztlich sowieso jede Kritik an einem weltweit anerkannten literarischen Meisterwerk, noch dazu durch einen Laien, einer Majestätsbeleidigung gleich käme. 
    Warum also noch eine Rezension des Buches? 
    Die Antwort ist einfach: Weil es das Buch gibt! 
    Man sollte nun aber keine wissenschaftlichen Abhandlungen von mir erwarten, die kann man an anderen Stellen nachlesen. 
    Mir geht es bei der folgenden Rezension lediglich darum, eine leicht nachvollziehbare und verständliche Darstellung für all diejenigen abzugeben, die, wie ich, nicht Literaturwisschenschaften studiert haben, sowie den Eindruck wiederzugeben, den ich selbst während der Lektüre des Buches gewonnen habe. Ich möchte also gewissermaßen den Versuch unternehmen, das Buch für Frau und Herrn "Otto-Normal-Leser" vorzustellen.  
    Ganz bewußt habe ich meiner Rezension dieses Buches den rückseitigen Text des Buchdeckels meiner hervorragenden und in edler Schlichtheit daherkommenden Suhrkamp - Ausgabe vorangestellt. 
    Damit ist schon mal klar, dass wir es hier mit einem "großen Kaliber" zu tun haben, und das gilt für den Umfang, besonders aber für den Anspruch des Werkes!  
    Und wir haben schon mal eine grobe Beschreibung des Inhalts. 
    Der Titel Ulysses (zu deutsch Odysseus) verweist darauf, dass der Held des Romans gleich dem Helden der griechischen Sage eine Odyssee durchmacht,  die ihn an  e i n e m Tag (dem 16. Juni 1904) durch die irische Stadt Dublin des Jahres 1904 führt. Seither nennen die Iren diesen Tag "Bloomsday", weil Joyce seinen modernen Odysseus Leopold Bloom genannt hat. Der Roman entspricht vom Aufbau her dem Epos Homer´s und selbst die einzelnen Kapitel sind inhaltlich Spiegelungen der Abenteuer des Odysseus. 
    Als "richtunsgweisend für den modernen Roman" hat man die Technik des James Joyce bezeichnet, nicht nur die äußere Handlung zu beschreiben, sondern die Gefühle, Ideen, Gedankenfetzen und Vorstellungen, kurz den "Bewußtseinsstrom" (stream of consciousness), welcher den Protagonisten in den geschilderten Situationen durch den Kopf geht, zum "zentralen Gestaltungselement" des Romans zu machen. 
    Aus dem bisher Gesagten lässt sich bereits erkennen: Dies ist keine leichte Lektüre.  
    Ja, es handelt sich meiner Meinung nach um eines jener literarischen Werke, denen man nachsagen kann, sie seien geeignet, einem Pennäler jegliche Lust auf Literatur für den Rest seines Lebens zu vermiesen, zwänge man ihn, das Buch zu lesen! 
    Und dennoch: Die meisten von uns sind ja längst keine Pennäler mehr und deshalb auch nicht so leicht zu vergraulen! 
    Sprach ich eben (ein paar Sätze weiter oben nämlich) von einer Handlung?
    Ja, die gibt es auch, aber die ist eigentlich sehr sparsam, denn es geschieht vergleichweise wenig in diesem Buch. Kein Buch für Actionfans also! 
    Vielmehr nehmen die inneren Reflexionen der Protagonisten, als da im Wesentlichen sind: Leopold Bloom, Zeitschriftenakquisiteur und Stephen Deadalus, Lehrer, den größten Raum ein.  
    Man tut gut daran, sich ein Wenig vorzubereiten, bevor man in die Lektüre einsteigt. Etwas theoretische Vorbereitung wäre also hilfreich, z.B. indem man einen Artikel bei Wikipedia liest! 
    Lässt man sich auf das Werk ein, dann gilt es Durchhaltevermögen zu zeigen. Das Buch liest sich nicht mal eben am Wochenende!  
    Um ehrlich zu sein: Ich habe (mit Unterbrechungen) ungefähr 10 Monate gebraucht, um das Buch durchzulesen.  
    Aber ich habe es am Ende nicht bereut! 
    Wer es mir nachtun will, den erwartet ein außerordentlich tiefgehendes Werk, geschrieben in einer schönen Sprache und voller Liebe des Autors zu seiner Vaterstadt Dublin. Und wenn (neben dem Bildungseffekt) das Buch in mir eines bewirkt hat, dann den starken Wunsch, diese Stadt eines Tages zu besuchen! 
    Lehnen wir uns nun aber entspannt zurück und geben wir uns, am Ende dieser Rezension, gleich unserem Romanhelden Leopold Bloom, als er des Nachts um drei Uhr nach Hause kommt und sich verkehrt herum zu seiner Frau in´s eheliche Bett legt, unserem Bewußtseinsstrom hin und lassen uns wie jener mit diesem treiben, so wie die Wasser des Flusses Liffey in Dublin in steter, gleichmäßiger Bewegung ihrer Mündung in der Dublin Bay zustreben. 

    Ausführliche Fassung der Rezension unter www.litterae-artesque.de  

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    Sokratess avatar
    Sokratesvor 8 Jahren
    Rezension zu "Ulysses" von James Joyce

    Mein zweiter Anlauf, dieses Opus zu lesen. Und wieder ist es mir nicht geglückt. Ich komme weder mit der Sprache noch mit der spärlichen Handlung klar. Keine Spannung - nichts. Und wenn man dann - weil man denkt, dadurch die die Handlung etwas zu "vereinfachen" - mal bei Wikipedia vorbeischaut, ist man völlig desillusioniert und wirre gemacht ob der vielen Möglichkeiten einer Deutung, dass man es dabei belässt, das Buch weiterzulesen. Vielleicht muss man dafür eine besondere Form der Reife mitbringen? Ich weiß es nicht. Ich bin jedenfalls auch zehn Jahre nach dem ersten Leseversuch nicht damit klargekommen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Ulysses" von James Joyce

    leider habe ich es nur bis zur Hälfte geschaftt....hoffe, dass ich nochmal einen Anlauf nehme...vielleicht bin ich auch einfach nicht intelligent genug

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Ulysses" von James Joyce

    Hab's aufgegeben :( Werde mich ein ander Mal nochmal daran versuchen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "Ulysses" von James Joyce

    Um dieses Buch bis zum Ende zu lesen brauchst Du:
    - Durchhaltevermögen (?)
    - den Wunsch, ein außergewöhnliches literarisches Werk zu lesen
    - Durchhaltevermögen
    - viiiiiel Zeit
    - Durchhaltevermögen!
    - Sekundärliteratur, um mitzukriegen, was überhaupt passiert.
    - Durchhaltevermögen ... oh, das hatte ich schon
    Es gibt Möchtegern-Literaturpäpste, die bescheinigen Ulysses-Gescheiterten eingeschränktes Lesevermögen (haben sie angeblich im Germanistikstudium so gelernt).
    Wenn Du scheiterst, passiert garnix. Wenn Du es fertig liest, passiert: auch garnix.
    Ulysses lesen ist wie eine Odyssee: ein Erfahrungsgewinn, den man nicht missen möchte.

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    Vyannes avatar
    Vyannevor 10 Jahren
    Rezension zu "Ulysses" von James Joyce

    Triumph! Ich hab es bis Seite 200 geschafft! Es macht keinen Spaß, das ist einfach Fakt. Natürlich ist es eine Leistung von Joye, den Bewusstseinsstrom entworfen zu haben, aber sobald man mitbekommt, dass er das Buch eigentlich absichtlich so geschrieben hat, damit es nur eine gewisse Elite verstehen kann (wie ich im Internet las), fühlt man sich dann doch ein wenig veräppelt. Wenn man sich dran wagt, dann wohl am besten mit Interpretationshilfe, sonst geht einem die Tiefe des Werkes einfach verloren. Es soll z.b. parallel zu Homers Odyssee aufgebaut sein.

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    BertieWoosters avatar
    BertieWoostervor 10 Jahren
    Rezension zu "Ulysses" von James Joyce

    teilweise anstrengend zu lesen, vor allem, wenn in der altdeutschen Sprache geschrieben wird.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Insider2199s avatar

    Wir haben beschlossen, zusammen das Mammutwerk "Ulysses" von James Joyce zu lesen. 

    Wir lassen uns Zeit damit, da jeder sicher noch 1000 andere Bücher nebenbei liest, ich zumindest. 

    Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen! 


    Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat.     


    Ich lese mit der roten Hardcover-Fassung (siehe Bild) vom Anaconda Verlag 2014, 829 Seiten. Ihr anderen habt vielleicht andere Fassungen. Daher schreibe ich bei den Abschnitten die Textstellen hin und hoffe, dass ihr damit klar kommt.

    Viel Spaß uns allen :)
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