James Krüss

 4.4 Sterne bei 359 Bewertungen

Lebenslauf von James Krüss

Für Kinder schreiben, weil es „Spaß macht“: Die Werke von James Krüss prägten Generationen von Leseanfängern im deutschsprachigen Raum. Vornehmlich während der 1950er und 60er Jahre war der fabuliergewaltige Schriftsteller für zahlreiche Bilderbücher verantwortlich. Noch heute werden diese als zeitlose Klassiker geschätzt. Krüss selbst bemerkte einmal, dass es ihm Spaß bereitet, für Kinder zu schreiben. Erste Meriten erhielt der, 1926 auf Helgoland geborene, Elektrikersohn im Jahre 1960 mit dem Deutschen Jugendbuchpreis für „Mein Urgroßvater und ich“. Das Buch gehört zusammen mit dem „Sängerkrieg der Heidehasen“ (1952) und der fünfbändigen Erzählreihe rund um die „Hummerklippen“ (1956 bis 1984) zu den wichtigen Prosatexten von Krüss. Sein bekanntester Roman, „Timm Thaler und das verkaufte Lachen“ (1962) wurde auch für das Fernsehen und eine Zeichentrickfilmserie adaptiert. Fortsetzungen wie „Timm Thalers Puppen“ (1979) und „Nele oder das Wunderkind“ (1987) folgten. Timm Thaler, der mysteriöse Baron Lefuet und Krüss‘ Alter Ego „Boy“ tauchen in zahlreichen Romanen des Autors auf. Krüss, der auch unter den Pseudonymen Markus Polder und Felix Ritter schrieb, erhielt mehrfach den Deutschen Jugendliteraturpreis und zahlreiche andere Auszeichnungen für sein literarisches Schaffen. Krüss starb 1997 in seiner Wahlheimat Gran Canaria.

Alle Bücher von James Krüss

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Buchformat:
Cover des Buches Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen9783862746958

Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen

 (98)
Erschienen am 23.01.2017
Cover des Buches Mein Urgroßvater und ich9783789140433

Mein Urgroßvater und ich

 (35)
Erschienen am 15.05.2009
Cover des Buches Der Leuchtturm auf den Hummerklippen9783551552662

Der Leuchtturm auf den Hummerklippen

 (17)
Erschienen am 21.03.2011
Cover des Buches Die Glücklichen Inseln hinter dem Winde9783809440666

Die Glücklichen Inseln hinter dem Winde

 (13)
Erschienen am 22.07.2019
Cover des Buches Die Weihnachtsmaus (Pappbilderbuch)9783414825452

Die Weihnachtsmaus (Pappbilderbuch)

 (12)
Erschienen am 30.09.2019
Cover des Buches Sommer auf den Hummerklippen9783646902273

Sommer auf den Hummerklippen

 (11)
Erschienen am 21.03.2011
Cover des Buches Ladislaus und Annabella9783414824844

Ladislaus und Annabella

 (7)
Erschienen am 29.09.2017

Neue Rezensionen zu James Krüss

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Rezension zu "Das Weihnachts-ABC" von James Krüss

In der Stube gibt es für – Jeden ein paar Gaben
SternchenBlauvor 4 Monaten

„Alles was das Herz begehrt, – Bringt uns nun das gute – Christkind, wenn es uns beschert: – Dich und mich und Ute.“

Ein Gedicht, dessen Zeilen streng nach der ABC-Abfolge beginnen. Ansonsten ist James Krüss nicht so streng. Die Reime sind mit einem Augenzwinkern nicht immer ganz sauber, wie wenn z.B. das Reimpaar Ball und Schal lautet. Und insbesondere der Inhalt ist fröhlich und humorvoll. Und die Illustrationen von Günther Jakobs, erschienen 2016, spiegeln für mich diese Lebensfreude toll wieder. „Das Weihnachts-ABC“ ist ein warmherziges, witziges Bilderbuch, dass ich zu Weihnachten sehr empfehlen kann.

Ich bin mit James Krüss aufgewachsen und ich denke, seine Gedichte haben bei mir auf alle Fälle zur Liebe an Sprache, Form und Literatur beigetragen. „ABC, ABC, Arche Noah sticht in See“ oder „Ein Mops mit Namen Maier“ muss ich wohl hunderte Male vorlesen bekommen haben, sein „Weihnachts-ABC“ kannte ich allerdings noch nicht. Leider konnte ich nicht herausfinden, wann das Gedicht zum ersten Mal erschienen ist, auch, wenn die Seite www.jameskruess.de eine äußerst ausführliche Bibliografie bereitstellt. Sicher ist daher, dass es erst mit dieser Bilderbuchausgabe 2016 erstmals als Einzelband erschienen ist. Da es in „Lametta ist out – Weihnachten in den 80er Jahren“ erschienen ist, ist es aber vermutlich in den 1980er Jahren zu verorten.

Krüss ist 1926 geboren und ich dieses Geburtsjahr ist mir nun jetzt schon einige Male aufgefallen, wenn ich meinem Sohn eine meiner Krüss-Ausgaben vorgelesen habe. Erstmals habe ich nachgesehen, welche Haltung er in der Zeit des Nationalsozialismus hatte:

„In seinem Werk 'Der Harmlos' hat sich Krüss 1988 selbst als zunächst überzeugten Nationalsozialisten dargestellt, der sich aber nach Kriegsende auf dieser Wanderung von diesen Überzeugungen abwandte.“

So ist es auf Wikipedia zu lesen und so ist ein neues Buch auf meiner Leseliste gelandet, und ich muss gestehen, dass ich doch beruhigt bin, dass da eine klare Abkehr in der Haltung stattgefunden hat. Ich hätte das sonst nur schwer mit den fröhlichen Erinnerungen meiner Kindheit überein bringen können. Zudem wusste ich noch nicht, dass er sehr offen homosexuell war. Das ist etwas, das das Marketing in den 1980ern sicherlich nicht groß kommuniziert hat, gibt den Büchern für mich heute aber einen wichtigen Diversity-Aspekt.

Nur 26 Zeilen ist das Weihnachts-ABC lang, aber es erzählt von Familie, Freundschaft und Zusammenhalt:

„Niemand tritt durch unsre Tür, Ohne sich zu laben.“

Die Runde wird also immer größer und damit auch das Chaos.

Günther Jakobs nimmt diese wenigen Zeilen und die einzelnen vorgegebenen Figuren und Dinge, und baut daraus in den Bildern eigene kleine Mini-Geschichten, wie der Ball, der im Übermut in den Christbaum fliegt. Auch meinem 8jährigen Sohn hat das Buch und die Illustrationen sehr gut gefallen. Und er hatte an der Form so viel Spaß, dass er es uns einige Male vorgelesen hat.

Der Zeit des Gedichts ist sicherlich geschuldet, dass der Vater Zigarre raucht (im Gedicht, wie im Bild), die Mutter trinkt etwas später in der Illustration ein Glas Sekt. Wer also Kinder gar nicht mit dem Thema Rauchen und Alkohol konfrontieren möchte, sollte das Buch besser nicht (vor)lesen. Für mich ist es in diesem Rahmen okay, weil Kinder ja immer noch sehen, dass geraucht und getrunken wird. Und man kann dies ja besprechen. 

Bei der Zigarre des Vaters könnte man vielleicht an ein traditionelles Gender-Bild denken, aber auch das wird etwas gebrochen: Der Vater stellt den Gänsebraten in den Ofen, die Jungen sind mit dem Ball vielleicht etwas wilder, aber basteln. Nur BIPoC (Menschen mit dunkler Hautfarbe) kommen nicht vor, schade, dass das noch nicht in allen Kinderbüchern normal ist, vor allem, da es hier sehr gut gepasst hätte, zu Weihnachten und wenn so viele zusammenkommen.

Fazit

Hier durfte ich Neues von einem meiner Lieblingsautoren aus der Kindheit entdecken und ich liebte, was ich schon damals liebte: Eine tolle Form, witzige Reime und sich selbst nicht ganz ernst nehmen.

Kommentare: 3
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Die Bimmelbahn ist nicht nur klein und alt, sondern sie hat auch einen Namen,

"Henriette"

und

Henriette, Henriette fuhr noch nie nach einem Plan. 

Die Geschichte dreht sich um eine nette und alte kleine Bimmelbahn, die gemeinsam mit den Kindern eine Fahrt unternimmt, an der Wiese hält, auf der alle gemeinsam Blumen pflücken können und dann wieder von Oma und Opa am Bahnhof abgeholt werden, während Henriette heimwärts in die Stadt dampft. 

Die Zeilen in Reimform lassen sich schnell nachsprechen oder auch singend gemeinsam genießen. Die liebevollen Bilder kommen ohne großen Schnickschnack aus. Unsere Kinder begleiten Henriette gerne durch die Wiesen und Wälder, am See vorbei und freuen sich mit ihr, wenn die Kinder ein und aussteigen.  

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C

Rezension zu "Der Weihnachtspapagei" von James Krüss

Leider nicht so ganz überzeugend
Carolinchen89vor 7 Monaten

Zum Inhalt:

Ein kleines Mädchen verliert seinen Papagei und somit seinen besten Freund, als dieser stirbt. Dadurch erkrankt sie selbst schwer und ist durch nichts – außer dem Versprechen eines neuen Papageis – gesund zu bekommen. Und so begeben sich zwei Männer kurz vor Weihnachten auf eine gefährliche Bootsfahrt um einen sprechenden Papagei zu besorgen und so das Mädchen wieder gesund zu machen.


Meine Meinung:

Als ich das Buch kaufte, achtete ich gar nicht auf den Autor. Erst beim Lesen fiel mir auf, dass es sich hierbei um James Krüss und somit um einen Klassiker handelt.


Dies merkte ich beim Lesen recht schnell am Schreibstil. Mir war gleich klar, dass es sich hierbei um eine Erzählung handelt, die schon einige Jahre alt ist, denn das Lesen ging mir einfach nicht so flüssig von der Hand wie sonst. Zwar lese ich schon ab und an einen Klassiker und irgendwie haben die Bücher auch ihren ganz eigenen Charme, denn sie transportieren ja einen Zeitgeist. Doch muss ich dafür eindeutig in der richtigen Stimmung und auf keinen Fall müde sein. Klassiker erfordern immer etwas mehr Konzentration – zumindest bei mir, denn ich bin einfach sehr an den heutigen Schreibstil gewöhnt. Alles andere macht mir doch immer wieder etwas Schwierigkeiten.

Die Geschichte selbst finde ich aber wirklich schön, allerdings leider nicht so weihnachtlich, wie ich mir erhofft und erwartet hatte. Das einzig weihnachtliche oder eher winterliche, ist das kalte Wetter, dem sich die beiden Seeleute stellen müssen und so ging bei mir nach dem Lesen des Titels, schnell wieder jedes Weihnachtsgefühl verloren.


Allerdings ist die Idee der Geschichte trotzdem wirklich schön und wenn ich das dem Nachwort richtig entnehme, so basiert diese sogar auf einer wahren Begebenheit, was sie natürlich nochmal in einem ganz anderen Licht erstrahlen lässt. Die Geschichte erzählt von Menschlichkeit, die man in der heutigen Zeit, leider oft vergebens sucht. Wer würde heutzutage schon für ein fremdes kleines Mädchen losziehen und sich selbst in Gefahr bringen, nur um ihm einen sprechenden Papagei zu besorgen. Ich glaube da muss man wirklich lange suchen. Und so schafft es Krüss mit seiner Erzählung, die Botschaft von Weihnachten in eine Geschichte zu verpacken, die für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet ist und uns einmal mehr bewusst macht, wie wichtig es ist, dass wir füreinander da sind und wie traurig es ist, wie viel Gleichgültigkeit bei uns in der Welt Einzug gehalten hat.


Wer gerne Klassiker liest und kurzweilige Unterhaltung möchte, ist hier genau richtig. Ich selbst bin jetzt nicht voll auf begeistert, denn auch wenn die Geschichte eine schöne Botschaft transportiert, so passiert doch recht wenig und es fiel mir schwer mich auf das Geschehen zu konzentrieren, da ich nicht wirklich gefesselt war. Von der Botschaft her schön, vom Spannungsgrad fehlt ein bisschen was.


Fazit:

Ein Klassiker von James Krüss, der weihnachtlicher klingt, als er tatsächlich ist, ganz nett zu lesen ist, zwar nicht übermäßig fesselt aber eine schöne Botschaft transportiert.


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