James L. Burke

 3.8 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor von Im Schatten der Mangroven, Dunkler Strom und weiteren Büchern.

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Black Cherry Blues

Black Cherry Blues

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Erschienen am 01.01.1997
Dixie City Jam

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Erschienen am 05.03.2009
Black Cherry Blues

Black Cherry Blues

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Erschienen am 05.03.2009
Swan Peak

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Erschienen am 06.03.2009

Neue Rezensionen zu James L. Burke

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Rezension zu "Feuerregen" von James L. Burke

Feuerregen
walli007vor 3 Jahren

Von Earl Deitrich herablassend behandelt wird Wilbur Picket auch noch bezichtigt, eine wertvolle Uhr und einige Aktien gestohlen zu haben. Sein Anwalt Billy Bob Holland versucht, ihn auf Kaution frei zu bekommen, denn Wilburs Frau ist seid ihrer Geburt blind und braucht seine Hilfe. Durch dieses Mandat erneuert Billy Bob die Bekanntschaft zu seiner Jugendliebe Peggy Jean, die inzwischen mit Earl verheiratet ist. Heikel wird die Sache nicht nur dadurch, sondern auch dadurch, dass nach und nach mehrere Zeugen in der Sache auf unnatürliche Weise zu Tode kommen.


Mit einem schlichten Diebstahl beginnt es doch recht harmlos, doch bald schon gibt es mehr Tote als man je erahnen konnte. Deaf Smith in Texas ist recht überschaubar, so dass jeder jeden kennt und beinahe jeder Verbindungen zu irgendjemandem hat. Für die Gesundheit gewisser Leute ist das nicht immer zuträglich, denn wenn einer seine Position bedroht sieht, findet er auch welche, die für ihn aufräumen. Und durch dieses Geflecht stolpert Billy Bob Holland, dessen Blick durch die wehmütigen Jugenderinnerungen und die vage Chance auf deren Auffrischung doch etwas getrübt ist. Je mehr er merkt, dass Peggy von heute nicht mehr die von damals ist, desto intensiver arbeitet er sich in die Verteidigung seines Mandanten ein. 


Zunächst etwas holprig nimmt dieser uramerikanische Krimi doch bald Fahrt auf. Ein Gemälde über die verkommenen Sitten einer kleinen Stadt im Süden von Texas, in der West End gegen East End ist, die Jugend der vermeintlichen Oberschicht verruchter als es eine gute Erziehung erlauben sollte. Banden, Mexikaner, Indianer und einige wenige Lichtgestalten, die einem den Glauben an das Gute erhalten können. Eine Gegend, in der die Anwälte mitunter noch zu Pferde unterwegs sind und dabei nicht fehl am Platze wirken. Menschen mit gewaltigen Rissen in der Seele, manche von ihnen sind verdammt, für manche kann es eine Rettung geben und manche bleiben einfach wie sie sind. Ein Buch, in das man sich hineinlesen muss, das dann aber mit einer Welt begeistert, deren Hitze man förmlich zu spüren meint.

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Rezension zu "Dunkler Strom" von James L. Burke

Die Rose von Cimarron
walli007vor 3 Jahren

Roseanne Hazlitt wird schwer misshandelt aufgefunden und stirbt im Krankenhaus. Ihr Freund Lucas, mit dem sie an ihrem letzten Abend gesehen wurde, wird des Totschlags verdächtigt und gefangen genommen. Texanische Gefängnisse sind nicht schön und nicht nur deshalb engagiert Lucas` Vater Vernon den Anwalt Billy Bob Holland. Holland, der ehemalige Ranger und Bundesanwalt, macht sich auf die Suche nach der unschönen Wahrheit. Lucas kann zu so einer Tat eigentlich nicht fähig sein. Doch die Indizien sprechen gegen ihn. Erst die neu Polizistin Mary Beth gibt Holland einen Tip, der ihn bei seinen Nachforschungen weiterbringt.


Nach dem Roman „Regengötter“, der im Jahr 2014 auf Deutsch erschienen ist, den Autor James Lee Burke bekannt gemacht oder auch wieder ins Gedächtnis gerufen hat, handelt es sich hier um ein etwas älteres Werk des Autors. Es ist der Beginn einer Reihe um Billy Bob Holland, der schwer an seiner Vergangenheit trägt, aber dennoch nicht davon lassen kann, den Schwachen oder vermeintlich Schwachen zu helfen. Hollands eigene Geschichte spielt in die des Verdächtigen hinein. Verwickelte Beziehungen bestehen zwischen nahezu alles Personen, die in diesem Roman auftreten. Personen, denen es an Boshaftigkeit nicht mangelt, die alkohol- oder drogengeschädigt zu Dingen bereit sind, die normalen Menschen noch nicht einmal einfallen würden. Dabei haben sie nicht im geringsten ein schlechtes Gewissen. Ganz im Gegensatz zu Billy Bob, der an seiner Schuld fast zerbricht.


Mit der nun schon bekannten trockenen Art und teilweise harten Ausdrucksweise entführt der Autor in eine Art des Wilden Westens der heutigen Zeit. Schießereien, Korruption, Körperverletzung, Drogenhandel - wie Geschosse prasseln die Verbrechen auf den Leser ein und erstaunen dabei, wie wenig geahndet wird. Mit leichter Ironie versehen zeichnet James Lee Burke ein für einen Europäer vielleicht nicht ganz verständliches Bild von Texas und seinen Bewohnern, gleichzeitig jedoch zeichnet er ein Gemälde, das zu betrachten sich als sehr lohnend erweist und das  mit innerer Spannung zu überzeugen weiß. Einmal an die Schreibe des Autors gewöhnt, möchte man auf weitere Übersetzungen nicht mehr verzichten.

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MSteinhausens avatar

Rezension zu "Im Schatten der Mangroven" von James L. Burke

Südstaatenatmosphäre
MSteinhausenvor 3 Jahren

Vorab: James Lee Burke ist ein richtig großer Schreiber! Mir zumindest fällt kein anderer Autor ein, der Lousiana so zum Leben erweckt: Die Schwüle des Tages, die Sümpfe, die Mangroven, das "Cajun-Feeling"...wer also mal vorhat, dort Urlaub zu machen, kann Burkes Bücher um Detectiv Dave Robicheaux auch gut als Reiseführer verwenden :-)

In diesem Fall geht es um ein Skelett, welches in den Sümpfen gefunden wird und um den Schauspieler Elrod Sykes, der Robicheaux aufsucht, um ihm von seinen Visionen mitzuteilen. Am Anfang nimmt der Detective diesen nicht für voll und erst, als ein weiterer Mord passiert und auch Robicheaux beginnt, von längst vergangenen Südstaaten-Armeen zu träumen, wird die Sache ernst.
Was in der Zusammenfassung vielleicht abgedreht klingt, ist in Wirklichkeit ein grundsolider und klassischer Thriller, der Spannung mit einer bildgewaltigen Sprache verbindet. Ich zumindest bin totaler Burke-Fan geworden - daran ändern auch die Rechtschreibfehler nichts, die es in dieser Anzahl in einem Verlagsbuch eigentlich nicht geben dürfte.

Kleiner Tipp: Wer sich auf James Lee Burkes Protagonisten Dave Robicheaux einlassen will, muss nicht zwingend mit dem ersten Band anfangen, da die Bücher auch für sich alleine verständlich sind. Besser ist es dennoch: So lernt man die immer wiederkehrenden Figuren wie seinen Ex-Partner aus alten New Orleans-Tagen einfach besser kennen....

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