Non Stop Leben: Die Autobiografie – von Roland Spiegel (Herausgeber), James Last (Autor), Thomas Macho (Autor) 432 Seiten, Heyne Verlag (9. März 2015), 9,99 €, ISBN-13: 978-3453603523
Tempo – Tempo – Tempo: dieses rastlose „Non-Stop-Leben“ ist kennzeichnend sowohl für das Leben von Hans (James) Last als auch für das Buch.
Auf über 400 Seiten jagt James Last durch prallgefüllt 85 Lebensjahre, die der Autor in 10, chronologischen Kapiteln beschreibt. Nein, nicht beschreibt. Er erzählt. Erzählt in einem liebevollen und spannenden Plauderton und lässt dabei Zeiten auferstehen, die viele der Leser noch selber miterlebt hatten.
Musikalisch waren es die Zeiten der großen Orchesterchefs, die jeweils ihren eigenen Sound geschaffen hatten: Helmut Zacharias, Bert Kaempfert, Max Greger, Paul Kuhn, Hugo Strasser und natürlich James Last agogo mit seinem unverwechselbarem Partysound, mit dem er vor allen anderen die Pop-Musik am nachhaltigsten beeinflusst und gestaltet hatte. Und Musik ist auch das große, vielleicht einzige Thema in Lasts Leben, dem er alles andere unterordnet.
Gleichzeitig war er auch Familienmensch und versuchte beides, Orchester und Familienleben irgendwie unter einen Hut zu bringen. „Meine Rolle war nicht so sehr die des Chefs; ich empfand mich eher als eine Art von Familienoberhaupt, der für das Wohlergehen seiner Schützlinge Sorge zu tragen hatte.“
Gespickt mit lustigen und traurigen Begebenheiten und Begegnungen mit Musikern, Sängern und den Menschen in den unzähligen Städten seiner Tourneen rund um den Globus lässt er uns teilhaben am Entstehen seiner Werke, am Vermarkten seiner Werke, an seiner ungeheuren musikalischen Kreativität. Vor allem lernt man den Menschen Hans Last kennen, der immer auch Mensch geblieben ist. Warum ihm so viele gute Musiker so langjährig verbunden sind und mit ihm auf Tour gehen, wird ganz klar. Er spart auch die dunklen Momente in seinem Leben nicht aus und zeichnet ein realistisches Bild einer Epoche, die so nicht mehr existiert. Aber er hat alle Stürme überstanden und setzt noch immer Zeichen in der Popmusik.
Ein Buch nicht nur für Musiker und Musikliebhaber, sondern auch für alle, die diese vergangene Zeit und ihre Veränderungen besser kennen lernen wollen. Eine überaus vergnügliche Lektüre. Nicht nur für Fans sehr zu empfehlen
Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Heyne Verlages
http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Non-Stop-Leben-Die-Autobiografie/James-Last/e476569.rhd
Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de



