James Lee Burke

 4,2 Sterne bei 499 Bewertungen
Autor von Regengötter, Verschwinden ist keine Lösung und weiteren Büchern.
Autorenbild von James Lee Burke (©Robert Clark)

Lebenslauf

Talent für Krimis weiter vererbt: Der 1936 geborene US-amerikanische Autor begann bereits im Alter von 19 Jahren zu schreiben. Nach seinem Studium an der University of Louisiana at Lafayette und der University of Missouri hat er als Lehrer und Journalist gearbeitet. Sein Debüt „Half of Paradise“ wurde 1965 veröffentlicht, aber erst mit seinen Kriminalromanen um den Südstaaten-Polizisten Dave Robicheaux etablierte er sich als erfolgreicher und ernstzunehmender Kriminalautor. Der erste Band „The Neon Rain“ erschien 1987 (dt. „Neonregen“, 1991). Außerdem entstammen die Buchreihen „Billy Bob Holland“ und „Hackberry Holland“ der Feder des US-Amerikaners, der mit dem Edgar Allan Poe Award ausgezeichnet und für den Pulitzerpreis nominiert wurde. Einige Werke des Schriftstellers wurden verfilmt. James Lee Burke lebt mit seiner Frau abwechselnd in Lolo, Montana und New Iberia, Louisiana. Das Paar hat vier Kinder, die gemeinsame Tochter Alafair Burke ist ebenfalls als Krimiautorin bekannt.

Neue Bücher

Cover des Buches Im Süden (ISBN: 9783442775064)

Im Süden

(2)
Neu erschienen am 10.09.2025 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von James Lee Burke

Cover des Buches Regengötter (ISBN: 9783453676817)

Regengötter

(69)
Erschienen am 20.10.2014
Cover des Buches Verschwinden ist keine Lösung (ISBN: 9783865327550)

Verschwinden ist keine Lösung

(54)
Erschienen am 26.07.2023
Cover des Buches Neonregen (ISBN: 9783865325556)

Neonregen

(35)
Erschienen am 01.09.2020
Cover des Buches Glut und Asche (ISBN: 9783453676800)

Glut und Asche

(30)
Erschienen am 14.09.2015
Cover des Buches Sturm über New Orleans (ISBN: 9783453677166)

Sturm über New Orleans

(23)
Erschienen am 09.01.2017
Cover des Buches Blut in den Bayous (ISBN: 9783865327352)

Blut in den Bayous

(22)
Erschienen am 01.09.2020
Cover des Buches Keine Ruhe in Montana (ISBN: 9783865327475)

Keine Ruhe in Montana

(22)
Erschienen am 21.07.2021
Cover des Buches Eine Zelle für Clete (ISBN: 9783865327529)

Eine Zelle für Clete

(19)
Erschienen am 26.01.2022

Neue Rezensionen zu James Lee Burke

Cover des Buches Straße ins Nichts (ISBN: 9783865326751)
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Rezension zu "Straße ins Nichts" von James Lee Burke

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Der blinde Fleck

Als Reisender kennt man das vielleicht. Man läuft umher, lässt sich treiben und landet manchmal eben auch in einer Gegend, einem Viertel, einer Straße, die so gar nichts zu bieten hat. Die viel beschworene „Straße ins Nichts“ ist in diesem Fall jedoch zu vernachlässigen. Man dreht sich um, und verfolgt den zuvor eingeschlagenen Weg weiter.

Dave Robicheaux kann nicht einfach umdrehen und weitermachen wie bisher. Letty Labiche braucht seine Hilfe. Sie wartet im Staatsgefängnis von Louisiana auf die Vollstreckung ihres Urteils. Nein, es geht nicht darum zu erfahren, wann sie die meterdicken Mauern wieder als freie Frau verlassen darf. Es geht um das Datum ihres Todes. Sie erwartet der elektrische Stuhl oder die Giftspritze. Vater Staat als Vollstrecker – wenn er unfehlbar wäre, eine annehmbare Prozedur…

Dave Robicheaux weiß, dass Vater Staat nicht unfehlbar ist. Er selbst hegt enorme Zweifel an der Schuld der Frau. Ihm bleibt nicht viel Zeit, um Lettys Unschuld zu beweisen. Je mehr er sich in den Fall hineinsteigert, umso weiter dringt er – um im Sprachbild zu bleiben – in eine Straße ein, die ihn in ein Nichts führt, das er schon längst verdrängt hatte.

Dave Robicheaux – Alkoholiker, Ermittler mit Spürsinn und Gerechtigskeitssensoren und … einer Mutter, die vor dreißig Jahren verschwand. Das wühlt einiges in ihm auf. Der Griff zur Flasche ist nicht weit. Das Blut gerät in Wallung. Schweißperlen tropfen an ihm herunter wie das Wachs einer langsam verbrennenden Kerze.

Denn: Robicheauxs Mutter hatte vor über dreißig Jahren etwas gesehen, was sie nicht hätte sehen dürfen. Zwei Polizisten sahen aber, dass sie etwas gesehen hat, was sie nicht hätte .... okay, es ist klar, was passiert ist. Unklar ist nun aber, was Dave Robicheaux mit diesen neuen Erkenntnissen machen soll. Die Verantwortlichen zur Rede stellen? Uhh, die werden sich aber fürchten. Dreißig Jahre lang wurden sie gedeckt und konnten ein geruhsames Leben führen. Oder soll er selbst zur tat schreiten? Ist Dave Robicheaux an eine Grenze gelangt, die sein komplettes Leben auf den Kopf stellt. Hier geht es nicht um die Frage Beatles oder Stones, oder East Coast oder West Coast oder bei welcher Burgerkette man sein „Essen“ bestellt. Am Scheideweg seines Lebens führt der eine Weg in die Zukunft, der andere … ins Nichts.

Dave Robicheaux ist dem Alkohol verfallen. Er war, ist und bleibt immer Alkoholiker. Die Flasche hat er seit einiger Zeit nicht mehr angerührt. Alkoholiker bleibt er sein Leben lang. Er hat Freunde, die ihm bedingungslos folgen. Er hat Menschen bei sich aufgenommen, ohne Rücksicht auf die Hassreden der Verblendeten. Unrecht ist ihm zutiefst zuwider. Nun lernen wir einen Robicheaux kennen, der einen dunklen Fleck in seiner Biographie mit sich herumträgt. Schell wird klar, warum er damit nicht hausieren geht. Wenn er diesen dunklen Fleck verblassen lassen will, dann kann das sein Charakterbild verändern. In welche Richtung, das ist hier die Frage!

Cover des Buches Sumpffieber (ISBN: 9783865327444)
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Rezension zu "Sumpffieber" von James Lee Burke

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Ein ganz heißer Mix

Sheriff Dave Robicheaux. Das klingt doch nach was! New Iberia westlich von New Orleans als Spielwiese für miese Typen. Ob die miesen Typen sich das gut überlegt haben? Nein. Denn Dave Robicheaux ist gnadenlos gegen alle, die gnadenlos gegenüber Anderen ihr Spielchen treiben. Für viele ein Grund von hier wegzuziehen. Für Megan Flynn ist New Iberia Heimat. Sie will hierhin zurück. Auch wenn’s weh tut und sie im Herzen schmerzt. Denn hier wurde ihr Vater Jack ermordet. Er war Gewerkschafter. Einer, der anpackt, anprangerte, aneckte und schließlich dafür bezahlen musste. Klingt wie der klassische Plot für einen Western. Der Gute kommt zurück in die Stadt, um Rache zu nehmen. Der neue Sheriff weiß noch nicht so recht, was er von der Sache halten soll.

Der cold case wird langsam aber sicher wieder aufgewärmt – Dave Robicheaux kann sich noch gut an den Mord damals erinnern. Das Feuer unterm Kochtopf der Auflösung wird angezündet und langsam aber sicher steigt das Feuer empor und die Rauchschwaden sind weithin sichtbar.

Ein weiterer Fall beschäftigt Dave Robicheaux. Eine junge Frau wurde vergewaltigt. Und die vermeintlichen Täter – zwei junge Schwarze, dass muss man in diesem Landstrich immer noch zusätzlich erwähnen! – werden ermordet. Fall erledigt. Der Gerechtigkeit wurde Genüge getan. Der Wahrheit aber nicht! Denn zwischen den Taten – dem Mord an Jack Flynn und der Ermordung der beiden jungen Männer – besteht offenbar ein Zusammenhang. Das Verbindungsglied ist Alex Guidry. Ein widerwärtiger Rassist, wobei das „widerwärtig“ in diesem Fall redundant ist, weil Rassisten – nicht nur in Dave Robicheaux’s Augen - widerwärtig sind.

Dennoch ist Guidry bereit sein Wissen mit dem Sheriff zu teilen. Es wird ein Geheimtreffen vereinbart. Das erinnert dann doch eher an Spionagethriller im dunstigen England statt an Western, James Lee Burke findet scheinbar eine tierische Freude daran Genre zu vermischen. Doch dazu kommt es nicht. Guidry ist zweifellos in die Taten verstrickt. Die Fäden im Hintergrund scheinen aber andere zu ziehen…

Marionettentheater, Western, Spionagethriller – da schwirrt einem so manches durchs Hirn, während man sich dem „Sumpffieber“ hingibt. Doch hier schmerzen nicht Kopf und Glieder, auch übergibt man sich nicht. Hier ist James Lee Burke der Apotheker des Vertrauens, der eine geheime Tinktur zusammenbraut, die das Fieber erträglich macht. Das ist untertrieben. Denn eigentlich befeuert James Lee Burke das Fieber ein ums andere Mal. Doch lässt er den Leser nicht allein vor sich hin leiden, sondern lindert den Schmerz mit der Aussicht auf Erlösung.

Cover des Buches Nacht über dem Bayou (ISBN: 9783865327406)
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Rezension zu "Nacht über dem Bayou" von James Lee Burke

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Verdammt Dunkel ... hier im Dickicht der Wahrheiten

Zeit für Erklärungen: Ein Bayou ist ein langsam fließendes, oft sogar stehendes Gewässer, das typisch für die Landschaft Louisianas ist. Vor reichlich sechzig sechzig Jahren besang Roy Orbison diese stille Landschaft verbunden mit der Sehnsucht eines Mannes Ruhe zu finden, ein idyllisches, zufriedenes Leben führen zu können. Er (Roy Orbison) selbst verlor zwei seiner Kinder bei einem Hausbrand. So nah können Realität und künstlerische Freiheit beisammen liegen.

Man spürt förmlich die Einsamkeit in der Abgeschiedenheit der Bayous. Doch, wenn es Nacht wird, suchen auch dementsprechend dunkle Gestalten diese Abgeschiedenheit. Und schon sind wir mitten im neunten Fall von Dave Robicheaux. Er hat sich mittlerweile einen Namen gemacht. Vor allem vermeintliche Mörder, die in Einzelhaft auf die Spritze oder den Stuhl warten, sehen in ihm den letzten Strohhalm der Rettung. So auch Aaron Crown. Er hat … er soll Ely Dixon ermordet haben, einen schwarzen Bürgerrechtler. Unschuldig sei er, beteuert er gebetsmühlenartig. Doch wer glaubt schon einem, der von einem ordentlichen Gericht verurteilt wurde?! Dave Robicheaux glaubt ihm zwar nicht, doch die Zweifel nagen an ihm.

Ein Fernsehteam ist der Trigger für Dave Robicheaux sich die Gerechtigkeitsweste überzuziehen und noch einmal durch das Dickicht des Falles zu stiefeln. Denn bei den Recherchen für den Film stoßen die Rechercheure auf … nennen wir es mal „Ungereimtheiten“. Ein so harmloses Wort für so viel Verantwortung – Aaron Crowns Zeit im Gefängnis ist zwar endlich, aber das Ende ist noch lange nicht zu sehen. Als dann Crown auch noch die Flucht gelingt, muss Dave Robicheaux Gummistiefel gegen Sprintschuhe tauschen. Es gilt keine Zeit zu verlieren. Wer so dramatisch gegen das scheinbare Unrecht kämpft, muss unschuldig sein. Gewagte These!

Dave Robicheaux kommt auch zu der Erkenntnis, dass ein Handeln auch Folgen für Unbeteiligte hat. Wenn beispielsweise ein Kugel an einer Wand abprallt, kann sie einen Unschuldigen treffen. Ein Gleichnis, das dem grübelnden Ermittler zu denken gibt. Andererseits…

Natürlich ist der Titele „Nacht über dem Bayou“ als Gleichnis aufzufassen. Man muss nicht die ganze Zeit mit der Taschenlampe sich durch die Seiten kämpfen. Obwohl die Lektüre unter der Bettdecke noch mehr Schrecken verbreiten könnte. Nein, dieser Krimi geht unter die Haut. Typen, die aufsteigen wollne, halten die Hand auf. Immer wieder tauchen Leute auf, die bereitwillig für ihre Interessen gern ihre Geldbeutel weit öffnen. Und mittendrin ein Ermittler, der sich der Gerechtigkeit verpflichtet fühlt. Und niemals aufgibt. Da wird die Nacht schlussendlich doch zum Tag!

Gespräche aus der Community

Im 20. Band der Dave-Robicheaux-Reihe ermitteln nicht nur Dave und Clete Seite an Seite in einem packenden Fall, sondern auch deren Töchter Gretchen und Alafair. Dabei zeigen sie, dass sie ihren Vätern um nichts nachstehen. 

Wir verlosen 20 Printexemplare.

197 BeiträgeVerlosung beendet
S
Letzter Beitrag von  SofieWalden

Ich bin schon ziemlich begeistert, ein echter Burke eben, ganz und gar. Leider finde ich das Buch auf LovelyBooks nicht.

Habe meine Rezension bei Amazon, Thalia, Hugendubel, Weltbild und Buecher.de eingestellt. Ich hoffe, dass passt dann so.

Im 19. Band von James Lee Burkes Robicheaux-Reihe werden Dave und sein bester Freund Clete mit mächtigen Gegnern konfrontiert, die sich hinter Geld und Einfluss verstecken. Außerdem erscheint eine unerwartete neue Mitspielerin auf der Bildfläche und sorgt für Probleme einer ganz anderen Art...

Wir verlosen 20 Printexemplare!

199 BeiträgeVerlosung beendet
AddictedToBookss avatar
Letzter Beitrag von  AddictedToBooks

Hier kommt nun auch meine Rezension:

https://www.lovelybooks.de/autor/James-Lee-Burke/Die-Tote-im-Eisblock-3533222231-w/rezension/4502775855/

Tausend Dank, dass ich mitlesen durfte. Es hat mich riesig gefreut und das Buch hat mir sehr gut gefallen.

Meine Rezension habe ich neben LovelyBooks auch bei Amazon, Weltbild, Thalia, Hugendubel, Lehmanns, ebook.de, buecher.de und bei zwei anderen Buch-Communitys geteilt :)

In diesem Band stecken sowohl Robicheauxs Tochter als auch sein bester Freund in Schwierigkeiten. Der Fall wird ihm alles abverlangen.

Wir verlosen 15 Printexemplare. "Eine Zelle für Clete" ist Band 18, kann aber einzlen gelesen werden.

180 BeiträgeVerlosung beendet
Casaplancas avatar
Letzter Beitrag von  Casaplanca

Jetzt auch endlich meine Rezension, mir hat dieses Buch sehr gefallen, vielen Dank nochmals. Ich werde weitere Teile der Reihe jetzt nachholen. Die Rezension werde ich jetzt noch auf Amazon, Weltbild, Hugendubel, Thalia und anderen Seiten einstellen.

https://www.lovelybooks.de/autor/James-Lee-Burke/Eine-Zelle-f%C3%BCr-Clete-3533222231-w/rezension/4775538458/

Zusätzliche Informationen

James Lee Burke wurde am 05. Dezember 1936 in Houston, Texas (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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