James Lee Burke Black Cherry Blues

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Inhaltsangabe zu „Black Cherry Blues“ von James Lee Burke

James Lee Burke ist "der Superstar der amerikanischen Kriminalliteratur!" Buchmarkt Expolizist Dave Robicheaux führt nach dem gewaltsamen Tod seiner Frau ein zurückgezogenes Leben in den Bayous, bis plötzlich seine Vergangenheit in Gestalt des abgehalfterten Musikers Dixie Pugh wieder vor ihm steht. Gegen seinen Willen wird Robicheaux in Pughs Geschäfte mit einer undurchsichtigen Ölfirma hineingezogen und muß in Montana seine Unschuld an einem Mord beweisen. "Niemand erweckt Schauplätze so gut zum Leben wie James Lee Burke, und niemand beschreibt emotionale Konflikte so perfekt wie er." Elizabeth George

Hardboiled Crime at his best. Dave Robicheaux macht richtig Freude!

— BerniGunther
BerniGunther

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  • Nachdrückliche Leseempfehlung - ohne Wenn und Aber!

    Black Cherry Blues
    Havers

    Havers

    11. August 2017 um 06:28

    In „Schmierige Geschäfte“ (1989 im Original erschienen), dritter Band der Robicheaux-Reihe, verschlägt es den Protagonisten aus den Sümpfen Louisianas nach Montana, nicht von ungefähr mit dem Beinamen „Treasure State“ belegt. Denn es sind die Bodenschätze, und hier insbesondere das Erdöl samt der verarbeitenden Industrie, schlussendlich verantwortlich für die Schweinereien, die seinen Trip in den Norden der USA notwendig machen. Noch immer von den Dämonen der Vergangenheit geplagt, die ihn seit dem gewaltsamen Tod seiner Frau heimsuchen, versucht Dave Robicheaux ein Stückchen Normalität für sich und seine kleine Adoptivtochter Alafair in den Bayous zu schaffen. Doch auch dort holt den Ex-Cop sein früheres Leben wieder ein, als er in einem Diner zufällig auf seinen ehemaligen Zimmergenossen Dixie Lee Pugh trifft. Früher ein begnadeter Musiker, jetzt nur noch ein Schatten seiner selbst, abgehalftert und in Lohn und Brot bei einem Mafioso, für den er schmutzige Geschäfte erledigt. Aber jetzt steckt Dixie in Schwierigkeiten, weil er mehr darüber weiß als gut für ihn ist. Und wie so oft befindet sich Robicheaux plötzlich ohne großes Zutun seinerseits mitten in einer Geschichte, bei der es ums Ganze geht: das Leben seiner Tochter wird bedroht, er selbst steht unter Mordverdacht. Und offenbar liegt der Schlüssel zu allem in den Bergen Montanas und ist mit den dunklen Machenschaften eines dubiosen Ölgeschäfts verbandelt… Wie immer bekommt der Leser bei James Lee Burke das gesamte Paket: Landschaften, die so stimmungsvoll nur jemand beschreiben kann, der diese Gegenden wie seine Westentasche kennt (Burke lebt sowohl in Montana als auch in Louisiana). Ein Protagonist, der deshalb so authentisch wirkt, weil der Autor eigenes Erleben beschreibt. Eine meisterhaft geplottete, komplexe Story, in der gesellschaftspolitische Themen eine zentrale Rolle einnehmen, so z.B. die Missachtung der Ureinwohner und ihrer Besitzrechte. Oder die Umweltsünden, die im Namen des Profits begangen werden. Themen, die bis zum heutigen Tag nichts von ihrer Aktualität verloren haben, man denke nur an die Vorkommnisse in Standing Rock im Zusammenhang mit dem Bau der Dakota Access Pipeline. Dazu der virtuose Umgang des Autors mit dem geschriebenen Wort. Eine nachdrückliche Leseempfehlung meinerseits, ohne Wenn und Aber!

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  • Robicheaux on the Rocks

    Black Cherry Blues
    Stefan83

    Stefan83

    07. October 2011 um 09:52

    Er ist das Vorbild vieler heutiger Hardboiled-Autoren und der beste Beleg dafür, dass gute Literatur und Unterhaltung durchaus auf höchstem Niveau in Einklang zu bringen sind: James Lee Burke. Hierzulande vollkommen vom Buchmarkt verschwunden und nur noch antiquarisch zu astronomischen Preisen erhältlich, liest sich die Chronologie der Fälle um den Ex-Cop Dave Robicheaux wie eine absolute Erfolgsgeschichte. Burke, der in den frühen siebziger Jahren noch Mühe hatte seine Romane an einen Verleger zu bringen (sein Werk "The Lost Get-Back-Boogie" bekam angeblich rekordverdächtige 111 Ablehnungen in neun Jahren), schaffte schließlich Mitte der 80er Jahre einen sensationellen Durchbruch. Eben dieses so oft verschmähte Buch wurde für den Pulitzer-Preis nominiert (!), worauf dann mit "Neonregen" ein Jahr später der Auftakt der Robicheaux-Reihe folgte. Aus dieser Serie ist nun "Black Cherry Blues" der dritte Band. Die Story spielt wenige Monate nach dem Ende von "Mississippi Delta" und knüpft inhaltlich direkt an den Vorgänger an: Dave Robicheaux ist so ziemlich am Ende. Der ehemalige Ermittler von der Mordkommission aus New Orleans trauert um seine Frau Annie, welche im Schrotkugelhagel zweier Drogenhändler vor einiger Zeit den Tod fand. Desillusioniert hat er sich in die Bayous nahe New Iberia zurückgezogen, wo er gemeinsam mit dem Schwarzen Batist ein Ködergeschäft führt und sich um seine Adoptivtochter Alafair kümmert. Doch wie immer scheint ihm keine lange Ruhezeit vergönnt zu sein, denn mit dem abgehalfterten Bluessänger Dixie Lee drängt sich schon bald die Vergangenheit erneut in sein Leben. Sein alter Freund steckt in Schwierigkeiten und Robicheaux wird gegen seinen Willen in diese mit hineingezogen. Als das Leben Alafairs von zwei Vertretern des Mobs bedroht wird, ist es mit der beschaulichen Ruhe im sumpfigen Louisiana endgültig vorbei. Bei einer nächtlichen "Auseinandersetzung" mit den Mafiosi, kommt einer der beiden ums Leben und Robicheaux sieht sich plötzlich mit einer Mordanklage konfrontiert. Er setzt alles auf eine Karte. Auf Kaution draußen begibt er sich gemeinsam mit Alafair Richtung Norden, zum Flathead Lake am Fuße der Rocky Mountains in Montana. Dort, im verschlafenen Nest Polson, hält sich der zweite Mafiosi im Schatten des Möchtegern-Paten Sally Dee versteckt. Mit der ungewollten Hilfe eines alten Freundes verschafft sich Robicheaux Zutritt ... und sticht damit in ein äußerst gefährliches Wespennest. Edgar Award für den Besten Roman (1990), Grand prix de littérature policière (1992) und Prix Mystère de la critique (1992). Die Namen der Auszeichnungen für "Black Cherry Blues" sind ebenso klangvoll wie bedeutend, lassen aber nur erahnen, wie gut dieses Buch wirklich ist. Fakt ist: Viel besser als James Lee Burke kann man eigentlich gar nicht mehr schreiben. Wer sonst nur das Mainstream-Allerlei der Krimi-Grabbeltische gewöhnt ist, hat hier unwillkürlich das Gefühl, es mit einer völlig anderen Literaturgattung zu tun zu haben, derart vielschichtig und tiefgehend ist Burkes Schreibe. Während man spätestens nach dem dritten Mankell den problembehafteten dauerdepressiven Wallander in die Wüste wünscht, hat der Autor mit Dave Robicheaux eine Figur auf Papier gebracht, die trotz oder gerade wegen ihrer Fehler, stets aufs Neue eine unheimliche Faszination entfacht. Dies liegt in erster Linie darin begründet, dass der Autor viel aus seiner eigenen Biographie mit eingearbeitet hat und von Dämonen schreibt, die er selbst aus eigener Erfahrung kennt. Die Alkoholsucht ist da nur ein Thema, das sich quer durch die Reihe zieht und Robicheaux Zeit seines Lebens zu verfolgen scheint. (Burke selbst hatte diese erst 1982, nach einem langen qualvollen Entwöhnungsprogramm, in den Griff bekommen.) Bei soviel Bezug zur Realität fällt es dem Leser dementsprechend leicht, einen Zugang zu den Figuren und ihrem Leben herzustellen. Man leidet, trauert, lacht und ärgert sich zusammen mit Robicheaux, diesem im Grunde äußerst moralischen Mann, den der viel zu kurze Arm des Gesetzes immer wieder zur Selbstjustiz treibt. Und dennoch ist "Black Cherry Blues" kein actionreiches, kein gewalttätiges Buch. Es ist diese unterschwellige Wut, die aufgeladene und knisternde Atmosphäre, aus der die Geschichte ihre Spannung bezieht. Sie wechselt sich mit ruhigeren Phasen ab, in denen sich Burke mit meisterhafter Eleganz der Landschaftsbetrachtung auf eine Art und Weise widmet, die sich selbst mit schön und poetisch nur unzureichend beschreiben lässt. Wer jedenfalls gedacht hat, dass dem Autor der Wechsel aus den schwülen Bayous des Südens in die Bergwelt Montanas Probleme bereiten würde, sieht sich hier, auch dank einer hervorragenden Übersetzung, äußerst eindrucksvoll eines Besseren belehrt. So bleibt bis zur letzten Seite das Staunen und das Gefühl, etwas Besonderes gelesen zu haben. Nach viel zu kurzen 400 Seiten klappt man das Buch ehrfürchtig zu. Voller Vorfreude auf den nächsten Band. Insgesamt ist "Black Cherry Blues" ein absolutes Meisterwerk des Hardboiled-Genres und ein Höhepunkt der Dave-Robicheaux-Reihe. Mit diesem Buch schreibt sich James Lee Burke endgültig und unwiderruflich ganz nach oben in meine persönliche Bestenliste. Möge irgendwann bei einem deutschen Verleger der Groschen fallen und auch die neueren Bücher aus der Serie übersetzt werden.

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  • Rezension zu "Black Cherry Blues" von James Lee Burke

    Black Cherry Blues
    Cybele75

    Cybele75

    27. February 2008 um 23:15

    Winner of the 1990 Edgar Award for best mystery novel Synopsis Burke pits a land-hungry oil company against a Blackfeet Indian reservation in a stunning novel that takes detective fiction into new imaginative realms. His Cajun sleuth, Dave Robicheaux, an ex-New Orleans cop featured in two previous novels (Neon Rain, Heaven´s Prisoner), attends Alcoholics Anonymous meetings, has recurrent nightmares about his murdered wife, and cares for an adopted El Salvadoran refugee girl. When two American Indian activists disappear, Robicheaux's dogged investigation not only sets him on a collision course with Mafia thugs and oil interests, but also leads him into a romance with Darlene American Horse, his ex-partner's girlfriend. All the main characters in this darkly beautiful, lyric saga carry heavy emotional baggage, and Robicheaux's sleuthing is a simultaneous exorcism of demons of grief, loss, fear, rage, vengeance. Burke's fictional terrain--stretching from the Louisiana bayous to Montana's red cliffs and pine-dotted hills--is uniquely his own, yet also a microcosm of a multi-ethnic America. He writes from the heart and the gut. Dies ist der dritte Band aus James Lee Burkes "Dave Robicheaux"-Serie und der erste, den ich von ihm gelesen habe. Seitdem bin ich süchtig und habe alles aus der Reihe verschlungen. Die Hauptfigur Dave Robicheaux, ein Vietnamveteran, Ex-Cop und Alkoholiker muss mit vielen Dämonen kämpfen - äußeren und inneren. Die Bücher spielen fast ausschließlich in Louisiana in der Nähe von New Orleans und Burke schafft es die Region und die Leute einerseits durch seine Beschreibungen, aber auch durch die Verwendung von Cajun-Sprache lebendig werden zu lassen. Bei der Lösung der Verbrechen geht es oft sehr brutal zu und man muss aufpassen nicht den Überblick über die vielen Charaktere und Handlungsstränge zu verlieren. Bis jetzt hat mich noch jedes Buch bis zum Ende gefesselt.

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