James Lee Burke Glut und Asche

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Inhaltsangabe zu „Glut und Asche“ von James Lee Burke

Episch, gewaltig, atemberaubend

'Vielleicht würde er eines Tages die Angst vergessen, die in jenen fünfzehn Minuten einen anderen Menschen aus ihm gemacht hatte.' Danny Boy Lorca ist das Entsetzen ins Gesicht geschrieben, als er sich ins Büro von Sheriff Hackberry Holland schleppt. In der Wüste nahe der texanisch-mexikanischen Grenze wurde er Zeuge eines brutalen Mordes. Von einem zweiten Gefangenen fehlt jede Spur. Hackberry Holland hat erneut alle Hände voll zu tun, um für Gerechtigkeit zu sorgen.

Was ist aus JLB geworden!? Zu viel Landschaft, unnötig brutal, pseudophilosophisch und obendrein eine ärgerliche Greisen-Lovestory. Schlimm!

— alasca

- Nepper, Schlepper, Bauernfänger auf Texanisch -

— Janko-Unchained

Nicht so gut wie Regengötter, aber immer noch WOW...

— KollegeKraftwagen

"Schuld und Sühne" auf texanisch. Fraktal gebrochene Killer auf der Suche nach Vergebung.

— Pashtun Valley Leader Commander

Ein Thriller, ein Neo-Western. Komplexe Story, ungewöhnliche Figuren, grandioses Panorama in Südwesttexas.

— Gulan

Überragender Krimi, fantastisch geschrieben, voller Atmosphäre!

— MSteinhausen

Mit diesem 700 Seiten starken Thrillerwerk lobt sich der Autor selbst. Wie Recht er damit hat!!! WOW.

— Floh

Das Ende: leider. Ansonsten: awesome.

— WolfgangHaupt

Warum nicht 5 Sterne? Weil die letzten 50 Seiten doch abfallen. Dann geht es doch nur mit den großen Kallibern um zu einem Ende zu kommen...

— Boris

Unglaublich spanned, und das durchgängig :)

— Katinkabell

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  • James Lee Burke – Glut und Asche

    Glut und Asche

    Janko-Unchained

    14. July 2017 um 10:41

    James Lee Burke – Glut und Asche(Heyne Hardcore)- Nepper, Schlepper, Bauernfänger auf Texanisch -Erneut lässt der, 1936 in Houston, Texas geborene Autor James Lee Burke, seinen fast zwei Meter großen Protagonisten, Witwer und Nordkorea Veteran Sheriff Hackberry Holland durch die texikanische Hölle gehen. „Glut und Asche“, der hierzulande am 14.09.2015, als zweiter Teil der Hackberry Holland Reihe erschienene Thriller Roman des internationalen Bestsellerautors, kann als Standalone betrachtet werden, da er nicht direkt auf dem ersten Teil „Regengötter“ aufbaut. Allerdings tauchen neben dem bärbeißigen aber zumeist besonnenen, indes in die Jahre gekommene Sheriff mit dem gewöhnungsbedürftigen Namen Hackberry Holland auch weitere altbekannte Protagonisten wieder auf. Da wären zum Beispiel Chief Deputy Pam Tibbs, Disponentin Maydeen Stoltz, Ethan Riser vom FBI, der russische Waffenhändler Sholokoff oder der ständig betrunkene Indianer Danny Boy Lorca. Als letzterer des Nachts in die Wüste geht, um auf der Mesa nahe der Tex-Mex Grenze versteinerte Dinosauriereier auszugraben, wird er Augen- und Ohrenzeuge eines grausamen und brutalen Mordes, verübt von der skrupellosen Schlepperbande eines mexikanischen Drogenkartells, augenscheinlich an einem Bundesbeamten der Drogenbehörde. Noie Barnum, ein weiterer Gefangener der Schlepperbande kann aus der Gewalt seiner Entführer fliehen, wobei der ansonsten einzige Zeuge Danny Boy Lorca glücklicherweise gänzlich unentdeckt bleibt. Barnum hingegen befindet sich in allerhöchster Lebensgefahr, jedoch fehlt von ihm jede Spur. Krill, der Anführer der Schlepper ist ein krankes, barbarisches Individuum, das keine Ruhe findet ehe es sein Opfer gefunden hat. Der geflohene Gefangene ist im Besitz brisanter Regierungsgeheimnisse über den Bau einer Drohne, die die Mexikaner gerne an Al-Quaida verkaufen würden. Das wiederum würden die Amerikaner gerne verhindern und so entfacht ein Flächenbrand ungeahnten Ausmaßes, in einem ausgedorrten Landstrich ohne Moral, voller herzlich kranker und gestörter Individuen, bei dem sich keiner mehr so recht sicher sein kann, wer hier gerade Freund oder wer hier gerade Feind ist. Der Flüchtige Barnum wird von allen Seiten gejagt und hat sich mächtige Feinde, nicht zuletzt auf Seiten beider Regierungen gemacht. Und so geraten der Geflohene Noie Barnum, Reverend Cody Daniels, der auf Wetbacks (umgangssprachlich für illegale, mexikanische Einwanderer) schießt, der ehemalige Kojote (Schlepper) Krill und sein Gefolge, Sheriff Hackberry Holland und sein Deputy Pam Tibbs, Rüstungsunternehmer Temple Dowling, Waffenhändler Sholokoff, sowie die Asiatin Anton Ling, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Illegalen kurz hinter der Grenze Obdach zu gewähren und sie mit dem Nötigsten zu versorgen, in eine nicht mehr aufzuhaltende Lawine geradezu herausgeforderter Interaktionen und somit in eine hässliche und blutige Spirale der Gewalt. Mit einem Mal hat es Hackberry Holland mit einem ganzen Pulk an Leuten zu tun, die er eigentlich gar nicht in seinem County haben will.Sheriff Holland und Deputy Tibbs ermitteln unter anderem in mexikanischen Bordellen. Ständig begleitet von Hitze, Schweiß und dem betäubenden Geruch nach Tod. Sie sprechen dort mit begriffsstutzigen Kleinkriminellen, nicht sonderlich hilfsbereiten Polizisten und ekelerregenden Zuhältern, was Hackberry das eine oder andere Mal seine Kompetenzen gnadenlos überschreiten lässt. Die beiden Ermittler haben es aber auch immer wieder mit völlig kaputten Gestalten zu tun, die ihnen das Leben schwer machen. Wie bei James Lee Burke nun mal üblich, bewegen sich die Ermittlungen abermals in einem Milieu voller Gleichgültigkeit, Gewalt und der Sehnsucht nach Tod. Zu einer, bereits aus dem ersten Teil "Regengötter" bekannten Person, baut Schriftsteller Burke dann noch eine arge Kontroverse ein, mit der er dem Leser etwas zum Hadern und Zähneausbeißen gibt. Wie man es vom Autor nicht anders gewohnt ist, geht es gleich von Anfang an deftig zur Sache. Burke baut seine feinen Spannungsbögen immer genau da auf, wo es richtig weh tut und webt ein, für das belletristische Genre doch recht komplexes Storyboard drum herum. Diverse Parallelen zu den Gangstern aus dem ersten Hackberry Holland Fall drängen sich auf, die Sprache ist explizit und hart wo sie es sein soll, aber im Gegenzug auch nachdenklich und sentimental wo es von Nöten ist. Burkes‘ Schreibstil gleicht stets dem eines actionreichen und interessant aufgebauten Kinofilms. Es herrscht generell viel Kommunikation und die Beschreibung des Lokalkolorits macht die Versinnbildlichung der jeweiligen Szenerien zu einer Leichtigkeit. Jedoch werden hier immer wieder Szenen der Gewalt beschrieben, die zwar nicht in allen Einzelheiten, aber doch recht drastisch aufgeführt werden. Hin und wieder lässt sich Burke dann aber dazu hinreißen zu sehr aus dem Nähkästchen zu plaudern, was den Lesefluss ein wenig ins Stocken geraten lässt und am Anfang des letzten Drittels einen etwa 100-seitigen Durchhänger kreiert. Einen solch komplexen, 696 Seiten starken Thriller bekommt man allerdings auch nicht alle Tage zu lesen. Inhaltlich ist "Glut und Asche" auch etwas wirrer und flacher als noch der erste Hackberry Holland Fall. Zu viele Gruppen, zu viele Gangster und jeder hat irgendwelchen Dreck am Stecken. Auch die Sentimentalität der Auftragskiller in Burkes' Hackberry Holland Reihe ist durchaus etwas befremdlich. Man wird zum Teil regelrecht nachsichtig mit diesen bemitleidenswerten Kreaturen...und dann bekommt Holland bei einem fulminanten Showdown auch noch Hilfe von gänzlich unerwarteter Seite.Meine Wertung: 82/100Link zur Buchseite des Verlags: https://www.randomhouse.de/Paperback/Glut-und-Asche/James-Lee-Burke/Heyne-Hardcore/e457859.rhdMein Blog: www.lackoflies.comAus dem Amerikanischen von Daniel Müller Originaltitel: Feast Day of FoolsOriginalverlag: Simon & SchusterPaperback, Klappenbroschur, 704 Seiten, 13,5 x 20,6 cmISBN: 978-3-453-67680-0€ 17,99 [D] | € 18,50 [A] | CHF 24,50* (* empfohlener Verkaufspreis)Verlag: Heyne HardcoreErschienen: 14.09.2015

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  • Schuld und Sühne in Südtexas.

    Glut und Asche

    Gulan

    In den folgenden fünfzehn Minuten setzte Danny Boy Lorca alles daran, die Geräusche auszublenden, die aus dem Mund des Mannes mit dem Eisenring am Handgelenk kamen. Er versuchte, in sich zusammenzuschrumpfen, sich in seinem eigenen Körper zu verkriechen und seine Wahrnehmung abzuschotten, sodass kein Licht, kein Ton, kein Sinneseindruck, kein Detail der Außenwelt zu ihm vordringen konnten. […] Vielleicht würde er eines Tages die Angst vergessen, die in jenen fünfzehn Minuten einen anderen Menschen aus ihm gemacht hatte. Vielleicht würde er dann den Mann treffen, dem er nicht geholfen hatte, und vielleicht würde dieser ihm vergeben, auf dass auch er sich selbst vergeben könnte. Vielleicht würde er dann sogar vergessen, zu welchen Gräueltaten seine Mitmenschen fähig waren. (S.15) Eine Wüstengegend in Südtexas, in der Nähe der Grenze zu Mexiko: Sheriff Hackberry Holland wird zu einem grausamen Mord gerufen. Der Indianer Danny Boy Lorca wurde zufällig Zeuge, wie ein Mexikaner zu Tode gefoltert wurde, um Hinweise auf den Aufenthaltsort eines Flüchtigen zu erhalten. Die Killer und auch der Sheriff verfolgen eine Spur zu „La Magdalena“, einer Asiatin, die illegale Einwanderer versorgt und als Heilige verehrt wird. Der Sheriff wird aber schnell wieder vom FBI zurückgepfiffen. Doch in seinem County lässt Hackberry Holland sich natürlich nichts vorschreiben. Er bleibt im Spiel und muss schnell feststellen, dass noch einige Akteure mehr mitmischen und auch ein alter totgeglaubter Bekannter wieder zurückkehrt. Ich habe mir versucht vorzustellen, wie es wohl einem Debütautor ergangen wäre, wenn er mit einem Skript dieses Inhalts bei einem Verlag vorstellig geworden wäre. Ich kann mir kaum vorstellen, dass er weit gekommen wäre. Ein Ex-Regierungsmitarbeiter mit Insider-Wissen über eine Predator-Drohne wird entführt und kann in der südwesttexanischen Wüste fliehen. Es jagen ihn: Ein Schlepper und Killer, der die Leichen seiner Kinder in einer Holzkiste mit sich herumschleppt, ein brutaler Mafioso und Pornoproduzent, ein pädophiler Waffenfabrikant und natürlich das FBI. Es mischen ebenfalls mit: Eine Asiatin mit unrühmlicher Geheimdienstvergangenheit, die aktuell aber Flüchtlinge an der Grenze versorgt, ein radikaler Reverend, der an einem Anschlag auf eine Abtreibungsklinik involviert war und Preacher Jack Collins, einen der wohl irrsten Killer überhaupt, ein fanatischer Christ mit ganz eigener und manchmal auch überraschender Agenda. Und in diesem Chaos versucht der auf die 80 zugehende Sheriff Hackberry Holland Recht oder besser Gerechtigkeit zu schaffen. Was für ein Plot! Aber Burke beherrscht diesen Plot spielend. Großartige, ambivalente Figuren, packende Spannung, bissige Dialoge und eine Landschaftsbeschreibung, die seinesgleichen sucht. Die karge, staubige Wüstenlandschaft taucht förmlich vor den Augen des Lesers auf. Mesas, Arroyos, Mesquitesträucher, Kakteen, Wolkenformationen, Lichtverhältnisse – all das beschreibt der Autor mit der atmosphärischen Dichte eines National Geographic-Bildbands. Zentrales Element des Romans ist die Konfrontation und Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Die wichtigsten Figuren haben allesamt an ihrer Vorgeschichte zu knapsen und gehen auf vielfältige Weise damit um. Den Sheriff Hackberry Holland holt seine Kriegsgefangenschaft in Korea wieder ein (vielleicht an der einen oder anderen Stelle ein wenig zu häufig). Der vom lasterhaften Leben geläuterte und eigentlich gesettlete Sheriff wird in Laufe des Buches immer mehr zum zornigen alten Mann, der am Ende sogar nicht davor zurückschreckt, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Als die Scheinwerfer des Wagens den jungen Deputy zwischen den blassgrünen Sträuchern und Büschen des Wüstensands erfassten und die Schatten aus seinem jugendlichen Gesicht brannten, erlebte Hackberry einen dieser Momente, die von den Ärzten im Marinekrankenhaus in Houston als die Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung bezeichnet wurden. Für Hackberry waren sie allerdings nichts weiter als die natürliche Verflechtung von Geschehnissen und Menschen aus Vergangenheit und Gegenwart – kurzum: Situationen, wie man sie öfter erlebte, wenn man dem Ende seines Lebens näher kam. In dieser Phase verwandelte sich die Gesamtheit der Lebenstage eines Menschen irgendwann in einen Kreis anstatt in eine Summe, und so landete man wieder an dem Punkt, an dem man begonnen hatte. (S.347) James Lee Burke hat wohl momentan so etwas wie einen Lauf in Deutschland. Nachdem gut zehn Jahre lang kein Roman mehr von ihm auf Deutsch erschien, brach der Bann 2014 mit dem Vorgängerband von „Glut und Asche“, „Regengötter“, der sogar den Deutschen Krimi Preis gewinnen konnte. In weniger als zwei Jahren sind nun vier neue Bücher des Altmeisters in Deutschland erschienen, zwei mit Hackberry Holland bei Heyne Hardcore, zwei mit Dave Robicheaux bei Pendragon (am 22.02.16 erschien „Mississippi Jam“). Und beide Verlage haben jeweils ein weiteres Buch angekündigt. Und solange solche Bücher wie dieser Thriller dabei herauskommen, ist das eine verdammt gute Nachricht.

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    • 9

    Igelmanu66

    05. March 2016 um 21:13
  • Glut und Asche

    Glut und Asche

    thenight

    02. February 2016 um 08:06

    Meine Meinung: Für diesen Thriller Worte zu finden, die dem Buch auch nur annähernd gerecht werden, ist sehr schwierig, James Lee Burke ist es scheinbar mühelos gelungen mit geradezu poetischen Worten einen spannenden Krimi zu schaffen der seines gleichen sucht, kein Satz, keine Beschreibung eines Ortes oder einer Person macht den Eindruck als hätte der Autor nach Worten suchen musste die zu seinem Stil passen. Mit Leichtigkeit kann sich der Leser in die flirrende Hitze des Grenzlandes versetzen, nachempfinden was die Polizistin Pam Tibbs empfindet als sie einen Verdächtigen festnimmt, der sich ihr widersetzt und es ist ein Leichtes Sympathie für Sheriff Hackberry Holland zu empfinden. Ich liebe Thriller, in denen es gern auch mal brutal und blutig zugehen darf, wenn die Szenen dann aber auch noch mit wunderschönen Worten beschrieben sind, wird das Lesevergnügen noch gesteigert.  Es hat mich nicht überrascht, das das Buch auch seine Längen hat, das eine oder andere Mal war auch ich versucht die eine oder andere Seite zu überblättern, einfach weil ich es nicht mehr gewohnt bin Bücher zu lesen die nicht kurz und knapp gehalten sind, es gibt nicht mehr viele Schriftsteller die es ihren Lesern zutrauen sich auf eine so ausführlich erzählte Story einzulassen, James Lee Burke ist aber einer davon. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213

    kubine

    08. January 2016 um 17:04
  • Fesselnd, hardboiled, berauschend und unschlagbar. Dieser Autor lobt sich selbst, zu Recht!

    Glut und Asche

    Floh

    Bei dem Vorgänger-Thriller des Autors James Lee Burke „Regengötter“ war es der vielversprechende Klapptext, der mich absolut neugierig machte. Nun betitelt der Autor sein nachfolgendes Werk „Glut und Asche“ selbst als sein Bestes… Nun hat „Regengötter“ schon große Lobeshymnen und ganze verdiente 5 Sterne und darüber hinaus bekommen und geerntet. Nach dieser hochkomplexen Steilvorlage und den nun verschwörerischen Eigenlob des Autors zu seiner Fortsetzung, sind meine Erwartungen an „Glut und Asche“ natürlich enorm hoch… Mit dem Sherriff Hackberry Holland schickt der Autor wieder einmal seinen ganz besonderen Protagonisten ins Rennen. Ich habe schon viel gelesen, und auch schon viele Themenbereiche des (Action-) Thriller beschritten, aber das was mich durch die Feder des Autors hier miterleben lässt, das hat mich wieder einmal sprachlos gemacht, sprachlos in der Form der Umsetzung, und fasziniert in der Form der Komplexität, des Ausmaßes und der genialen Strategie des Plots und der atemberaubenden Kulisse, die unersetzlich für seine Werke ist. Ich empfinde James Lee Burkes Schreibstil und seine Intelligenz als eine gelungene Mischung aus den besten Eigenschaften anderer erfolgreicher Autoren. Was ist anders, bzw. besonders neu in „Glut und Asche“? Der Täter ist bekannt und die Funktionen und Motivationen einiger der Charaktere ist bereits durchschaut, es verliert dadurch aber keinesfalls an Spannung, ganz im Gegenteil, so wird das ganze Potential und das ganze Ausmaß der Möglichkeiten völlig ausgeschöpft und dem sich handlungsunfähig fühlenden Leser auf einem Tablett aus Glut und Asche mit über 700 Seiten Buch serviert….. Grandios! Erschienen im Heyne Hardcore Verlag (http://www.randomhouse.de/heynehardcore/) Inhalt: "Episch, gewaltig, atemberaubend »Vielleicht würde er eines Tages die Angst vergessen, die in jenen fünfzehn Minuten einen anderen Menschen aus ihm gemacht hatte.« Danny Boy Lorca ist das Entsetzen ins Gesicht geschrieben, als er sich ins Büro von Sheriff Hackberry Holland schleppt. In der Wüste nahe der texanisch-mexikanischen Grenze wurde er Zeuge eines brutalen Mordes. Von einem zweiten Gefangenen fehlt jede Spur. Hackberry Holland hat erneut alle Hände voll zu tun, um für Gerechtigkeit zu sorgen." Schreibstil: Für diesen mehr als 700 Seiten starken Thriller muss man sich wirklich Zeit und Muße nehmen. Nicht weil er schwer oder zäh zu lesen ist, nein, weil er einfach so atmosphärisch und dicht ist, dass sich kaum eine geeignete Stelle findet, an der man den Buchdeckel einfach mal schließen würde. Der Schreibstil des Autors hat mich schon in seinem Werk „Regengötter“ völlig begeistert und für seine Handlung vereinnahmt. Wo erst noch Skepsis meinerseits herrschte, vielen schon nach wenigen Zeilen letzte Zweifel an dem Buch und vor allem an dem Können und Talent der schriftstellerischen Fähigkeiten von James Lee Burke. So setzt es sich auch in „Glut und Asche“ fort, nur ohne jeden anfänglichen Zweifel, sondern mit allerhöchsten Erwartungen von mir. Aber auch diese Hürde meistert der Autor spielend, denn dieser erfüllt er sofort und das Lesen gestaltet sich trotz aller Grausamkeiten, Machenschaften, Absurditäten und perfiden Abgründe wie ein „Nach-Hause-Kommen“. Unfassbar. Dieses wohlige Lesegefühl des Thrillers wird durch eine enorme Atmosphäre, Flair und Charme der Kulissen und Schauplätze hervorgerufen. Man kennt sich schon, und weiß auf wem man sich mit Huckberry einlässt. Man muss „Regengötter“ zuvor nicht zwingend gelesen haben, man wird „Glut und Asche“ auch so problemlos verstehen, denn der Autor bietet wohldosierte Rückblenden und nennt wichtige Fakten aus den bisherigen Ermittlungen und Vorfällen. „Regengötter“ aber hinterher zu lesen, davon würde ich schon fast abraten, denn dann würde alles von hinten aufgezäumt und die Genialität und Faszination des ersten Bands ginge verloren. Der Autor James Lee Burke hat hier einen Stil geschaffen, der die allerbesten Noten und Merkmale meiner Lieblingsthriller- und Krimiautoren vereint. So eine geballte und verblüffende Form der Umsetzung und Genialität habe ich zuvor selten gelesen. Thrillerautor James Lee Burke hat eine so bildhafte Sprache, die dem Leser richtig gutes Kopfkino beschert, und ungefilterte Bilder bietet. So viele gute, keineswegs langatmige Beschreibungen einer Handlung und jeder noch so kleinen Nebenfigur liest man selten. Hier sind es nicht nur die Handlung, die den packenden Nervenkitzel ausmacht, hier sind es die einzigartig gezeichneten Schauplätze und Kulissen, die tiefgehenden psychischen Abgründe, die absurden Riten und der fanatische Glaube, dann der Pornoring, die perfiden Machenschaften und zu guter Letzt die untermalende Gesellschaftskritik. James Lee Burke schreibt nicht für die große Masse, er schreibt für ein gewähltes Publikum und hat einen Kern, einen Ton und eine Sparte getroffen, die es selten so intensiv zu lesen gibt. Eine weitere Besonderheit ist das weitreichende Spektrum an Wissen, was uns hier nahegebracht wird. Sagenhaft! Die Spannung und der Nervenkitzel sind stetig auf Hochniveau und bieten Thrill der Extraklasse. Charaktere: Anders ist hier vor allem, dass der Psychopath und Killer schon bekannt ist und wir auf beknnte Psychogramme und Charakterstudien treffen, und man diese Charaktere und Protagonisten nun einzuschätzen weiß. Motivationen und Funktionen sind bekannt, dennoch nicht vorhersehbar. Dieses schriftstellerische Werkzeug bietet dem Autor neues und enormes, sogar mutiges, Potential und Weitblick. Auch für den Leser. Autor James Lee Burke legt großen Wert auf Details und kleine Spielereien. Hier und da ein schmückendes Wort, eine Anekdote, ein Nähkästchenplausch (was auch für Neuleser gutes Hintergrundwissen bietet) und auffrischende Dialoge mit besonderen Noten der Akteure. Was wäre dieses Buch bloß ohne seine genialen und einzigartigen Protagonisten? Ob nun schon bekannt oder nicht, mit Gold sind diese für den Thriller nicht aufzuwiegen. Besonders der gealterte Sheriff Hackberry Holland und all seine jahrelange Erfahrung werden den Leser stark beeindrucken. Doch seine neue Mission hat es in sich und schenkt einen Pool an Figuren aus beinahe allen Sparten der Intrigen, Machenschaften und Abgründe. Psychopathische Bestien, verzweifelte Ermittler und Menschen aus dem Untergrund oder besessen vom Glaube. Um nur eine kleine Auswahl hier kurz zu beschreiben und vorzustellen: Krill, der eigentlich nur seine toten Kinder taufen will; Preacher Jack Collins, der vor keiner Tötung halt macht und immer eine Rechtfertigung für seine Taten findet. Politiker, Prister, Pornoproduzenten, Jäger und Gejagte. Noie Barnum, der den Leser um den Verstand bringen wird und zur Zielscheibe mutiert. Aber auch Sheriff Huckberry Holland und sein Team bieten unglaubliche Facetten und Charakterzüge und müssen mehr als nur einmal um ihr Leben bangen. Eine asiatische Priesterin, Anton Ling, die mexikanischen Flüchtlingen Beistand und Hilfe anbietet bewegt sich auf einem schmalen Grat der Menschlichkeit. Neben Cody Williams, einem von Rache getriebenen, selbsternannten Pfarrer und Danny Boy Lorca, ein Indianer, der sich gerne betrinkt und Geister sehen kann, sind hier beinahe alle Charaktere zu finden, die man sich nur vorstellen kann. Hier sollte man aufmerksam lesen, sonst könnte man trotz der stimmigen Skizzierung einzelner schnell durcheinander kommen. Die Figuren sind zahlreich, haben aber alle ihre Funktion in dem Ausmaß an Gräueltaten und Unmenschlichkeit. Einfach nur perfekt. 5 Sterne Psychogramme und höchster Unterhaltungswert. Charaktere und Blickwinkel aus tiefsten Abgründen, kranken Seelen, gescheiterten Existenzen, helfenden Händen und der Moral der Gerechtigkeit, der Glaube und der Fanatismus. Wenn ich ehrlich bin, so möchte ich so manchen aus dem Buch gerne mal real kennenlernen, andere wiederum möchte ich niemals nie im Leben begegnen müssen. Einer raffinierten Auswahl an Protagonisten und Charakteren begegnen wir durch diese grausame Geschichte in diesem so unscheinbaren Örtchen in Texas. Autor James Lee Burke hat so viele Charaktere erschaffen, die so sonderbar sind, wie keine anderen. Hier gibt es nicht nur ein Spiel mit der Genialität und Unvorhersehbarkeit, hier gibt es auch ein perfides Spiel mit kranken Psychen und deren Opfer, und einer Auswahl an großartigen Hauptakteuren. Schauplätze: Neben dem einzigartigen Schreibstil mit Wiedererkennungswert, den sonderbaren Charakteren, spielen die Schauplätze auch in diesem Buch ebenso gravierende Rolle im Gesamtwerk. Man spürt hier die Verbundenheit des Autors und seinen Blick für Details und Ausformungen. Die Schauplätze sind ebenso detailliert, real, authentisch und getreu wiedergegeben und spiegeln das jeweilige Bild der Protagonisten, die dort agieren, wieder, wie alles andere in dem Buch. Das bereitet Flair, Atmosphäre und natürlich großes Lese-Kino. Ein sensationelles Rundumpaket. Der Autor lässt dem Leser viel Raum für Spekulationen und Fantasie, zeichnet jedoch genaueste Bilder der Umgebung, gepaart mit Atmosphäre, Emotion, Gefühl, Idyll, Schrecken, Witterung, Vegetation und Alltag. Er beschreibt Orte, die jeder meint zu kennen und schafft somit Nähe und das Gefühl, selbst einmal dort gewesen zu sein. Andere Orte will man selbst in seinen schlimmsten Alpträumen niemals erleben und sehen. Hier nutzt er gut und gern Details und kleine Alltäglichkeiten. Bizarre Orte, tiefe Abgründe, neue Welten, entsetzliche Kulissen, aber auch die gute biedere Gemütlichkeit und feinere Ruheoasen im Leben von Huckberry Holland, der aufgrund seines Alters hier und da einfach mal zurück treten muss. Der Autor Lee Burke bietet dem Leser einen Blick in die Welt der Ermittlungen, der Polizeiarbeit, der Korruption, Politik, Erpressung, des Fanatismus, des Glaubens, der gerechtigkeit, des Menschenhandel, der Drogen und Mafia… und und und. Meinung: Dieser Thriller ist wahrlich keine leichte Kost, da er so atmosphärisch, hochspannend, genial, komplex und dicht ist, schafft man es als Leser kaum eine Lesepause einzulegen. Man wird getrieben durch Unfassbarkeit, Entsetzen, Spannung, Neugierde und Sympathie sowie Antipathie. „Glut und Asche“ liest sich gewohnt anspruchsvoll und ist geballt mit Spezialwissen und enormen Besonderheiten. Dieser Thriller bedient die Sparte Hardcore zu Recht und ist fernab vom Mainstream, dieser Titel passt hervorragend ins Verlagsprogramm des Heyne Hardcore. Ich war von Beginn an gefesselt, war entsetzt und fasziniert sogleich. Der Autor hat Recht: Sein bestes Werk! Diese Neuartigkeit, diese Andersartigkeit, diese Erkennungsmarke, diese Novität, all diese vielen Details und die bestialisch erschütternden Hinrichtungen haben schon in „Regengötter“ gepunktet, hier geht er einen Schritt weiter und bietet trotz einiger bekannter Merkmale und Fakten wie der Identität des Killers, Spannung, Unvorhersehbarkeit und Rasanz. Das Buch hat mich gleich begeistert und durch die mehr als 700 Seiten rauschen lassen. Zwar ist die Stärke, das Gewicht und das Handling des Buches nicht sehr komfortabel und das Buch leidet doch sehr beim Lesen, aber dafür wird man mit einem Thriller belohnt, den man sicherlich lange nicht vergessen wird. Rasant, actiongeladen, geballt und hochspannend. Der Autor hat mich gleich auf seine Seite geholt und mich wieder mal an seines seiner dicken Wälzer namens Buch gefesselt. Ich bewundere und lobe diese Einzigartigkeit des Autors. Ein geniales Spiel mit dem Wort und ein genialer Dialog mit den Lesern. Ganz besonders großartig. Die Handlung gefällt mir hier wirklich gut, auch wenn es mich stellenweise an einen modernen Western erinnert hat. Besonders die kirchlichen Hintergründe, die Art des Spektakels, die ausweglosen Ermittlungen und Recherchen, die Komplexität und das Ausmaß des Grauen haben mich sehr beeindruckt und verblüfft. Verdiente 5 Sterne, da sich das Buch von der Masse abhebt, neuartig und mutig ist, es bietet Einblicke in geschundene Seelen, Geldgier, Macht und abscheuliche Motivationen! Zudem hat es mich gut unterhalten und die Spannung mit Wissen unterfüttert. Einzigartiger Bezug auf die Gesellschaft, die Schwäche und Stärke anderer, Fanatismus, Glaube, Rituale, Verschwörungen und Grundwerte, aktuelle Themen, reale Polizeiarbeit und kleinste Details mit grandiosen Charakteren und zwei dicken Handlungssträngen, die sich zu einem festen Tau verbinden. Hier lernt man die Facette aller Menschen erst richtig zu deuten… Cover / Buch: Das Buch ist hochwertig und ansprechend verarbeitet. Das Cover lädt zu Assoziationen ein und ergänzt sich perfekt mit dem ersten Band „Regengötter“. Der Farbton ist anders, blau für den Regen, rot für die Glut. Das Cover spiegelt Passagen aus dem Thriller wieder. Das Schriftbild ist sehr angenehm, die Kapitel von angenehmer Länge. Das Buch ist sehr seitenstark und grenzwertig im Format. Es liegt leider nicht so angenehm in der Hand, da die vielen Seiten dem Buch die Festigkeit und Kompaktheit nehmen. Der Autor: "James Lee Burke, 1936 in Louisiana geboren, wurde bereits Ende der Sechzigerjahre von der Literaturkritik als neue Stimme aus dem Süden gefeiert. Nach drei erfolgreichen Romanen wandte er sich Mitte der Achtzigerjahre dem Kriminalroman zu, in dem er die unvergleichliche Atmosphäre von New Orleans mit packenden Storys verband. Burke, der als einer der wenigen Autoren sogar zweimal mit dem Edgar-Allan-Poe-Preis für den besten Kriminalroman des Jahres ausgezeichnet wurde, lebt abwechselnd in Missoula/Montana und New Orleans. www.jamesleeburke.com" Fazit: Ja, der Autor selbst hat Recht, wenn er bei seiner Fortsetzung für Sheriff Huckberry Holland in „Glut und Asche“ von seinem besten Werk spricht. Ich stimme ihm da uneingeschränkt zu. Wobei sich „Regengötter“ auch nicht verstecken muss, es wäre zu schade um diesen Auftakt! Ein Thriller von brutaler und rasanter Genialität, der das Beste der Besten vereint und absolut überzeugt und gerne 5 Sterne verdient hat! Ein wuchtiges Lesehighlight!

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    • 15

    lesebiene27

    20. December 2015 um 20:43
  • Glut und Asche

    Glut und Asche

    WolfgangHaupt

    Regengötter hatte ich versäumt. Das wurde mir während des Lesens schlagartig klar. Vielleicht ein Problem, wenn ich es noch lesen will. Weil der Täter in Glut und Asche feststeht. Hole ich bei Gelegenheit noch nach. Wovon der Autor im Nachwort aber indirekt abrät. Weil er Glut und Asche für sein bestes Werk hält. Im Nachhinein betrachte ich das ein wenig differenziert. Es baut sich toll auf, die Figuren sind super gezeichnet, ausnahmsweise ein Schinken, dessen Dicke mich nicht gleich abgeschreckt hat, sondern den Wunsch in mir zu Tage förderte, dass es so schnell nicht aufhören möge.  Ein Buch, das einem gerne mal Augenringe ins Gesicht zaubert. Gerne übersieht man dabei die Zeit, so faszinierend sind die zahlreichen Psychopathen, die Burke in petto hat. Krill, der eigentlich nur seine toten Kinder taufen will, Preacher Jack Collins, der nach seinem Ermessen alles und jeden von dieser Welt fegt, wenn es nur eine Rechtfertigung dafür gibt. Korrupte Politiker, ein russischer Pornoproduzent, die sich alle in Texas einfinden, um Noie Barnum zu jagen. Einen, dem man beinahe schon den Tod wünscht, so antriebslos und verloren wie er scheint. Alle tummeln sich im Distrikt von Sheriff Hackberry Holland und seinen Adlaten, die mitunter auch ins Visier des Verbrechens geraten. Ja, und Ms. Anton Ling, eine asiatische Priesterin, die mexikanischen Flüchtlingen Beistand und Hilfe anbietet. Neben Cody Williams, einem von Rache getriebenen, selbsternannten Pfarrer. Ja, und Danny Boy Lorca, ein Indianer, der sich gerne betrinkt und Geister sehen kann. Die Figuren sind zahlreich, schön gezeichnet, haben alle ihre Funktion in dem Hickhack, finden alle zusammen in der Nähe von Durango, der Ross Thomas als Gottes vergessene Stadt einen ganzen Roman gewidmet hat. JLB liebt die Gegend, verliert sich in gelungenen Beschreibungen, eine Stärke, die auch Ausdruck in den Personen findet. Die Sprache ist bildhaft, nicht schwierig, lässt einen nie ratlos zurück. Es fließt und fließt und ...  und stockt am Ende. Leider. Bis zu Seite 600 nämlich ein Meisterwerk, ab dann hätte der Rotstift nicht schlecht getan. Weil danach nichts Wesentliches mehr passiert. Kein Aha, man kennt die Motivationen der Menschen, es geht um einen cowboyesken Showdown, der aufgrund der Tatsache der mageren Erwartungen relativ belanglos daherkommt.  Ob ich es bereut habe: Keineswegs. Glut und Asche ist eines der wenigen Bücher, in denen ich mich gefürchtet habe, jemals in die Fänge eines solchen Menschen zu kommen. Konkret gemeint ist Negrito, der Adjutant von Krill, der geistig beschränkt und mindestens genauso gefährlich daherkommt.  Trotz des Endes schafft es etwas, das viele Bücher mit gutem Schluss nicht schaffen, nämlich den Schweiß auf den Handflächen des Lesers zu erzeugen.  Leseempfehlung: unbedingt. Was für ein Erzähler!

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    • 3
  • Ein Meisterwerk des Genres!

    Glut und Asche

    Line1984

    26. October 2015 um 06:40

    Auf dieses Buch war ich sehr gespannt! Es war das erste des Autoren welches ich gelesen habe und ich muss sagen ich bin angenehm überrascht. Bei Glut und Asche handelt es sich um die Fortsetzung von Regengötter, doch man kann beide Teile unabhängig voneinander lesen. Ich hatte während des lesen auch keine Probleme in die Handlung und in die Story hineinzukommen. Der Inhalt ist denke ich klar, denn der Klappentext sagt alles was man wissen muss. Der Schreibstil des Autoren war locker und flüssig, ich habe dieses Buch in Rekordzeit ausgelesen, trotz seiner beachtlichen Seitenzahl. Der Erzählstil und auch die Sprachform überzeugten mich und zogen mich in den Bann. Ich war derart gefesselt von der Story das ich alles andere um mich herum völlig ausgeblendet. Das Setting welches der Autor hier geschaffen hat war wirklich atemberaubend, mir kam es so vor als würde ich selbst in der Wüstenlandschaft stehen. Das gefiel mir richtig gut! Die Charaktere sind authentisch und lebensnah gezeichnet. Ich habe mit ihnen gezittert und mit ihnen gefiebert. Der Autor hat es sogar geschafft, das ich mir gewünscht habe der "Bösewicht" würde nicht erwischt werden. Das ist bisher einmalig, das hat kein Autor vor ihm geschafft und dies zeigt auch das können des Autoren. Die Handlung ließ mich immer wieder den Atem anhalten, spannungsgeladen, actionreich und auch brutal zieht er den Leser in die Story. Bis zur letzten Seite war ich völlig gefesselt. Zusammenfassend gesagt ist Glut und Asche ein brutaler und spannender Thriller der mich völlig begeistert hat! Klare Empfehlung an alle Thriller Leser!!!! Fazit: Mit Glut und Asche ist dem Autoren ein spannungsgeladener und auch brutaler Thriller gelungen der mich völlig begeistert hat. Natürlich bekommt dieses Meisterwerk von mir 5 Sterne!

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  • Ganz großes Kino, Mr. Burke!

    Glut und Asche

    Havers

    23. September 2015 um 19:29

    Der Kampf Gut gegen Böse, in einer Landschaft, die der heimliche Protagonist des Romans ist – „Glut und Asche“, Band drei der Hackberry Holland-Reihe des amerikanischen Schriftstellers James Lee Burke. In einem Alter, in dem seine Altersgenossen ihren verdienten Ruhestand genießen, im Schaukelstuhl auf der Veranda sitzen und in den Sonnenuntergang schauen, ist Hackberry Holland noch immer als Sheriff im texanischen Grenzland unterwegs und versucht, in seiner Gemeinde Recht und Ordnung zu bewahren. Außer kämpfen hat der Koreakrieg-Veteran nichts gelernt, aber das hat er bis zur Perfektion entwickelt. Als Danny Boy Lorca, ein abgehalfterter Ex-Boxer und Säufer, in der Wüste unterwegs ist, wird er Zeuge eines brutalen Mordes. Zwei Männer sind auf der Flucht, einer wird von einer mysteriösen Gestalt getötet, der andere kann fliehen. Zutiefst schockiert und voller Angst setzt er Holland von seiner Beobachtung in Kenntnis. Dessen Nachforschungen ergeben, dass es sich bei dem Toten um einen Informanten der DEA handelt. Und auch die Identität des Flüchtigen ist bald geklärt. Ihm sind einige dunkle Gestalten auf den Fersen, da er im Besitz brisanter Militärgeheimnisse ist, für die sich verschiedene Gruppierungen interessieren. Bleibt nur noch die Frage nach dem Killer: war es Antonio Vargas, genannt Krill, oder aber der ihm hündisch ergebene Negrito? Und welche Rolle spielt die Asiatin „La Magdalena“, der Engel der Illegalen, die im Zuge der Ermittlungen immer wieder Hackberry Hollands Wege kreuzt?  Aber auch ein alter Bekannter taucht wieder auf, den Holland bereits im Reich der Toten wähnte - Jack Collins, der „Preacher“ ist zurück, der Albtraum des Sheriffs… Bildgewaltig und atmosphärisch dicht wie eh und je baut James Lee Burke seinen Roman auf, und natürlich eignet sich die karge Landschaft im Südwesten von Texas perfekt als Hintergrund für die Geschichte, die er zu erzählen hat. Es sind die Herausforderungen der amerikanischen Gegenwart, mit denen die Protagonisten speziell in dieser Gegend konfrontiert werden, denn die mexikanische Grenze ist nah. Schlepper und Immigranten, Drogendealer und Junkies, große und kleine Fische, alle sind vertreten und ständig im Kampf, um ihre Pfründe zu sichern. Wie immer bei Burke passt die verwendete Sprache nicht in die Sonntagspredigt. Sie ist hart und direkt, oft an der Grenze, aber immer sowohl zur Person als auch zur Situation passend, und in Kombination mit den Beschreibungen der Landschaft ergibt sich so ein stimmiges Gesamtbild. Ganz großes Kino, Mr. Burke!

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  • Mit einigen Brüchen

    Glut und Asche

    michael_lehmann-pape

    10. September 2015 um 11:42

    Mit einigen Brüchen Ganz speziell und immer sehr in die Tiefe gehend, so stellt sich auch in diesem neuen Thriller von Burke, der Fortsetzung der „Regengötter“, der Umgang des Autors mit seinen vielfachen Figuren dar. Mit seinem sehr plastischem, bildreichen Stil gelingt es dabei wiederum, nicht nur die lebenden Personen differenziert und mit vielfachen Licht- und Schattenseiten ihren Weg durch die Geschichte finden und gehen zu lassen, sondern auch die Landschaft, diese fast durchgehende, gleißende Ödnis im Grenzland zu Mexiko mit den oft wortkargen, ganz eigenen Bewohnern, denen wenig menschliches fremd ist (außer vielleicht romantischen Gefilden), setzt Burke als eine Art ganz eigener Hauptperson und Rahmung seiner Geschichte zugleich wortreich in Szene. Ein Mann, dem Alkohol treu verfallener, mexikanisch-indianischer Abstammung, einsam „da draußen“ lebend, wird Zeuge eines brutalen, grausamen, mit immenser Lust am Schmerz und am Blut versehenen Mord. Doch der eine, der da „zerteilt“ nachher in der Wüste liegt, war nicht alleine. Sein Mitgefangener ist auf der Flucht. Alles Dinge, um die sich der über 70jährige, knochige, harte, um seine Lebensliebe trauernde, von Rückenschmerzen geplagte, aber innerlich wie äußerlich aufrechte Scheriff Hackberry noch nicht sonderlich kümmert. Bis klar wird, dass eine „Helferin der Illegalen“, die ihn sehr an seine verstorbene Frau erinnert, in Gefahr gerät durch die verschiedenen, allesamt harten und erbarmungslosen, Interessensgruppen, die jenen geflohenen Gefangenen dringend für sich „reservieren“ möchten. Bis ebenfalls klar wird, dass ein alter Feind, ein Monster in Menschengestallt, der „Preacher“ noch lebt. Und sich an dem gegenseitigen belauern, bekämpfen und einander töten beteiligen wird. Mit seiner Thompson Maschinenpistole. Und der Preacher selbst hat zudem noch eine Rechnung mit dem Scheriff offen. Die aber, hier kommen die vielfachen Differenzierungen Burkes zum Tragen, nicht stereotyp auf den Skalp des alten Gesetzeshüters aus ist. Vielleicht sucht der Preacher auch nur den Respekt eines Mannes, den er als gleichwertig anerkennen könnte? Wobei man seine Geduld da nicht strapazieren sollte, denn seine Magazine sind voll geladen. Von den intensiven Beschreibungen strengen Männergeruchs und fauligen Atems angefangen bis zur detaillierten Beschreibung von Waffen und Kleidung, innerer Verzweiflung und der Suche nach Erlösung, von bluttriefenden Morden über Fallen und Intrigen bis zur weiblichen Eifersucht (mit dem an Clint Eastwood erinnernden Scheriff als „Objekt der Begierde“) bietet Burke vielfache Perspektiven, eine ganze Reihe von Interessensgruppen, bleihaltige Unterhaltung und nachdenkliche Betrachtungen des Lebens, vor allem „des Bösen“. „ist Dir sowas schon mal untergekommen?“. „Ja. Der Killer war ein Missionar“. „Die Menschheit ist also schon in ihrem Kern verdorben“. Was allerdings nicht jeden oder jede betrifft. Und Wandlung ist möglich, wie das Ende der Geschichte zeigt. Und auch nicht, wie ebenfalls am Ende klar werden wird. Hier und da ein wenig zu lang, immer aber zynisch, hart, trocken in den Figuren, brutal im Vorgehen und in einer Art geographischen Vorhölle angesiedelt, bietet Burke interessante Figuren, vielfache Wendungen und eine breite Schilderung der inneren und äußeren Vorgänge in und um seine Protagonisten herum, die durchgehend fesselt, auch wenn das Motiv der Jagd auf diesen konkreten Mann nicht unbedingt realistisch wirkt. Zumindest nicht diesen Aufwand an Geld, Material und Mord rechtfertigt. Vielleicht aber ist es ja auch einfach so, dass die Gewalt und Brutalität schon an sich vorhanden sind, wie Hackberry und Frau Ling treffend bemerken und nur Gründe sucht (und findet), sich Bahn zu brechen.

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