James Lee Burke Neonregen (Detective Dave Robicheaux)

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Inhaltsangabe zu „Neonregen (Detective Dave Robicheaux)“ von James Lee Burke

James Lee Burke ist "der Superstar der amerikanischen Kriminalliteratur!" Buchmarkt Die Warnung kommt aus der Todeszelle. "Passen Sie auf", sagt kurz vor seiner Exekution ein Mafia-Killer dem Polizisten Dave Robicheaux von der Mordkommission in New Orleans, "die Kolumbianer wollen Ihren Kopf." Und prompt muss Robicheaux wieder an das tote schwarze Mädchen denken, das er jüngst aus einem Tümpel gezogen hat... "Niemand erweckt Schauplätze so gut zum Leben wie James Lee Burke, und niemand beschreibt emotionale Konflikte so perfekt wie er." Elizabeth George

Burke ist ein großer Erzähler. Man taucht förmlich ein in die schwüle und hitzige Atmosphäre von French Quarter und Co....Genial!

— BerniGunther
BerniGunther

Guter, klassischer Krimi mit charakterstarkem Protagonisten

— LinusGeschke
LinusGeschke

umwerfend gut! sehr bildreiche Sprache, man fiebert mit Dave mit, obwohl er sicherlich kein sympathischer Zeitgenosse ist.

— wampy
wampy

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BookHook

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    Neonregen (Detective Dave Robicheaux)
    wampy

    wampy

    19. July 2015 um 21:17

    Buchmeinung zu James Lee Burke - Neonregen „Neonregen“ ist ein Krimi von James Lee Burke, der 1991 bei Ullstein erschienen ist. Meine Rezension bezieht sich auf die e-book-Version, die 2014 bei EDEL eBooks erschienen ist. Klappentext: Die Warnung kommt aus der Todeszelle. »Passen Sie auf«, sagt kurz vor seiner Exekution ein Mafia-Killer dem Polizisten Dave Robicheaux von der Mordkommission in New Orleans, »die Kolumbianer wollen Ihren Kopf.« Und prompt muß Robicheaux wieder an das tote Negermädchen denken, das er jüngst aus einem Tümpel gezogen hat. Meine Meinung: Der Auftakt der Serie um Dave Robicheaux war für mich ein Erdbeben. Streak, wie Dave Robicheaux wegen seiner hellen Haarsträhne von Kollegen genannt wird, ist ein vielschichtiger und nicht immer sympathischer Polizist bei der Mordkommission in New Orleans. Er ist trockener Alkoholiker und Vietnamveteran, setzt schon mal mehr Gewalt ein als nötig, hat mit Clete einen Partner, der vielleicht noch ein bißchen verrückter als er selber ist und verbringt seine Freizeit gerne beim Angeln in den Sümpfen. Er ist also ein tougher Polizist ist einer dreckigen und korrupten Stadt. Alles nicht wirklich neu, aber wie James Lee Burke diese Sachverhalte in Worte fasst, das ist großes Kino. Man hat das Gefühl direkt dabei zu sein, man spürt die schwüle Hitze und ist versucht, nach den Fliegen und Mücken zu schlagen. Bei den Landschaftsbeschreibungen wird der Autor im besten Sinne poetisch. Und nur wenige Seiten später brennt er ein Actionfeuerwerk ab, dass seinesgleichen sucht. Ähnlich ist es mit der Figur Dave Robicheaux. Er ist knallharter Cop und ist trotzdem verletzlich und wenn es nicht mehr anders geht, dann greift er zur Flasche und versackt völlig. Wie eine echte hardboiled Figur, läßt er sich nicht einschüchtern oder unterkriegen und tut das, was nach seiner Meinung getan werden muß – komme, was da wolle. Es ist dieser Spagat zwischen harten Actionszenen und poetischen Landschaftsbeschreibungen, die niemand so gekonnt verbindet wie James Lee Burke. Fazit: Der Serienauftakt hat mich zum Fan von James Lee Burke und Dave Robicheaux gemacht. Trotzdem kann das Buch nicht jedem empfohlen werden. Empfindsame Personen werden bei den genreüblichen harten Szenen sicher nicht zufrieden gestellt werden. Aber wen dies nicht stört, der wird in den Genuß eines herausragenden Kriminalromans kommen. Von mirgibt es die volle Punktzahl!

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  • Weshalb gibt es hier keine Neuauflage???

    Neonregen (Detective Dave Robicheaux)
    Xirxe

    Xirxe

    Wieso gibt es denn hier keine Neuauflage? Und auch von seinen anderen Büchern nicht? Und weshalb werden seine Krimis seit 2003 nicht mehr ins Deutsche übersetzt? James Lee Burke ist wirklich eine Bereicherung für die Krimiszene und die zahlreichen Auszeichnungen für seine Werke sprechen für sich. Neonregen ist das erste Buch mit dem Protagonisten Dave Robicheaux, der als Polizist in New Orleans lebt und arbeitet. Wie viele Helden seiner Art hat er ein massives Alkoholproblem (wenn auch seit einigen Jahren trocken) und neigt zur Schwermut als Folge seines Vietnameinsatzes (das Buch ist aus dem Jahre 1987). Doch im Gegensatz zu Anderen versinkt er nicht nur in Schwermut, sondern hinterfragt und analysiert das, was um ihn herum vorgeht. Es sind schon fast philosophische Ausarbeitungen, an denen uns Robicheaux teilhaben lässt ('Um uns von unserer Vergangenheit zu befreien,..., behandeln wir sie wie eine verblassende Erinnerung. Gleichzeitig ist die Vergangenheit jedoch das Einzige, was uns eine gewisse Identität verleiht.'). Und trotz aller Erfahrungen glaubt er noch immer an das Gute, die Gerechtigkeit und die Wahrheit. Nicht ganz einfach im Süden der USA, wo Schwarze noch Nigger sind, Beziehungen das Wichtigste und Korruptheit auch der Polizei an der Tagesordnung. Als Robicheaux eine junge Schwarze tot im Fluss findet und diese ohne Obduktion als 'ertrunken' gemeldet wird, nimmt er eigene Ermittlungen auf. Er scheint in ein Wespennest gestochen zu haben, denn plötzlich findet er sich im Visier von Berufskillern und -schlägern, dem CIA, dem Schatzamt und selbst einige Kollegen scheinen sich gegen ihn zu wenden. Doch Robicheaux macht weiter... Das alles ist klasse geschrieben, aktuelle Probleme der damaligen Zeit sind überzeugend mit eingearbeitet, wie oben bereits erwähnt finden sich fast schon philosophische Diskurse und Action und Spannung kommen ebenfalls nicht zu kurz. Glaubwürdig wirkt auch die Darstellung des damaligen Südens, man merkt hier kennt sich einer aus. Ein Krimi wie er sein sollte - einfach richtig gut!!

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  • Have you ever seen the rain ...

    Neonregen (Detective Dave Robicheaux)
    Stefan83

    Stefan83

    07. October 2011 um 09:32

    Lange hat es gedauert, bis ich "Neonregen", den ersten Band aus der Reihe um Detective Lieutenant Dave Robicheaux, zu einem einigermaßen akzeptablen Preis ergattern konnte. Da mittlerweile alle Bände vergriffen sind und unverständlicherweise die neuesten Titel aus James Lee Burkes Feder nicht mehr ins Deutsche übersetzt werden, wird leider vielen der heutigen Leser der Name des Autors kein Begriff mehr sein. Das ist nicht nur schade, sondern schon eine Schande, denn Burke, der mehrfach mit dem Edgar Award ausgezeichnet und sogar für den Pulitzer-Preis (als Krimiautor!) nominiert worden ist, überzeugt mit einer Sprachgewalt und einer bildreichen Schilderung, die ich so bei noch keinem anderen Schriftsteller des Hardboiled-Genres vorgefunden habe. Und er zeigt schon in "Neonregen" warum er zum Vorbild vieler ihm nacheifernder Kollegen geworden ist. Die Geschichte dürfte irgendwann in den Achtzigern im Süden Louisianas spielen. Genauer gesagt in New Orleans. Dave Robicheaux, trockener Alkoholiker und knallharter Cop, besucht in der Todeszelle den Mafiosi Johnny Massina, der noch am selben Tag auf dem elektrischen Stuhl gegrillt werden soll. Dieser lässt "Streak", wie Robicheaux aufgrund seiner weißen Haarsträhne von Kollegen und Freunden gerufen wird, noch vorher eine Warnung zukommen. Die Kolumbianer wollen seinen Kopf und haben bereits Leute auf ihn angesetzt. Robicheaux kann sich anfangs keinen Reim auf den Zorn der "Schmalzlocken" machen, bis ihm die Leiche eines toten schwarzen Mädchens in Erinnerung kommt, die er vor kurzem beim Angeln aus dem Sumpf gezogen hat. Seine Neugier ist geweckt und als er bei seinen Untersuchungen in dem fraglichen Bezirk sogar von Streifenpolizisten in die Mangel genommen wird, weiß er, dass mehr hinter der Sache stecken muss. Gemeinsam mit seinem Partner Clete fängt er an, die kriminellen Bäume abzuschütteln und sieht sich bald darauf mit mehr Aufmerksamkeit konfrontiert, als ihm lieb sein kann... Na, das ist doch keine neue Story, wird der ein oder andere dazu wohl sagen. Worauf man ihn darüber aufklären sollte, dass es James Lee Burke war, der die Weichen für diese Art von Kriminalliteratur gestellt hat, damit heute Züge namens John Connolly und Nick Stone darauf fahren können. Und so sehr diese auch in der Art ihrer Schreibe an ihn heranreichen, die Klasse Burkes wird ihnen wohl auf ewig verschlossen bleiben. Auf eine unvergleichliche Art und Weise schafft dieser eine Atmosphäre, die den Leser automatisch in den mückenverseuchten Süden der USA katapultiert und ihn bis zum Ende des Buches gefangen nimmt. Burke schreibt derart detailliert und bildreich, dass man die schwüle Hitze zu fühlen, das Spanische Moos an den Bäumen zu sehen und die Poor-Boy-Sandwichs zu schmecken glaubt. Egal ob man schon in New Orleans war oder nicht. Die Stimmung, das Flair, die Seele der Stadt, werden dermaßen grandios auf Papier gebracht, dass man sich auf der Stelle selbst dorthin wünscht. Und das obwohl Burke ein durchaus düsteres Bild der Umgebung zeichnet. Korruption herrscht allerorten, Gangs beherrschen die Stadt, Nutten bevölkern die Straßen. Hinter der Fassade des French Quarter zeigt sie ihr dreckiges Gesicht, weshalb natürlich auch die Bullen entsprechend tough sein müssen: Robicheaux, mit einer kaputten Vergangenheit samt Einsatz in Vietnam, nimmt es mit den Regeln nicht genau und setzt auch gern mal etwas mehr Gewalt ein. Das sorgt nicht nur für spannungsgeladene Momente, sondern zwischendurch auch immer wieder mal für drastische, patronengeschwängerte Action. Im großen Ganzen bleibt Burkes Erzählstil aber erstaunlich ruhig, in seinen Landschafts- und Wetterbeschreibungen kommt er sogar sehr poetisch daher. Möglicherweise ist es dieser gelungene Spagat, der mich letztlich so begeistert hat. Fakt ist: Insgesamt gehört "Neonregen" mit zum Besten was ich in dieser Richtung gelesen habe und macht unheimlich Lust auf mehr. Man kann nur hoffen, dass irgendeinem Verlagsleiter mal endlich ein Lichtlein aufgeht und wir auch in den Genuss der neueren Burke-Werke kommen.

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