James Lee Burke Regengötter

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Inhaltsangabe zu „Regengötter“ von James Lee Burke

Der König der amerikanischen Kriminalliteratur ist zurück. „Ich bin hinter der alten Kirche in Chapala Crossing und habe gerade neun Leichen gefunden, die hier begraben wurden. Alles Frauen. Benachrichtigen Sie bitte das FBI und rufen Sie auch die Kollegen vom Brewster County und vom Terrell County an. Die sollen Unterstützung schicken.” Der Geruch des Todes! Auf den Hinweis eines anonymen Anrufers hin, gräbt Sheriff Hackberry Holland hinter einer verlassenen Kirche die Leichen von neun Frauen aus, notdürftig mit einem Bulldozer plattgewalzt. Es handelt sich dem Anschein nach um illegale Einwanderer aus Asien, die in Texas nahe der mexikanischen Grenze als Prostituierte arbeiteten. Bei der Suche nach dem Anrufer gerät Holland mit Isaac Clawson von der Einwanderungs- und Zollfahndungsbehörde ICE aneinander. Nach dem Mord an seiner Tochter ist er auf seinem eigenen Rachefeldzug. Bevor sie den einzigen Tatzeugen, Pete Flores, und dessen Freundin Vikki Gaddis ausfindig machen können, befinden sich diese bereits auf der Flucht vor den eigentlichen Drahtziehern, zu denen Jack Collins — genannt Preacher— zählt, ein Psychopath, dem man besser nicht zu nahe kommt. Dietmar Wunder ist die Idealbesetzung für Burkes vielschichtigen Roman voller zerrissener Charaktere zwischen sozialer Härte und Tragik. (2 mp3-CDs, Laufzeit: 10h 02)

Sehr atmosphärisch, gut durchdacht und mit interessanten Charakteren - hat mich bestens unterhalten!

— angi_stumpf
angi_stumpf

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    Regengötter
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    Die Geschichte: Sheriff Hackberry Holland ist eigentlich schon im Rentenalter, hält aber tapfer die Stellung in seinem Bezirk, tatkräftig unterstützt von Pam, seiner Kollegin. Mit einem grausigen Leichenfund beginnt ein spannendes Katz- und Mausspiel, das für viele Beteiligte tödlich endet. Hinter einer Kirche findet Hackberry neun erschossene Frauen, die dort oberflächlich vergraben wurden. Angesichts der Schwere des Verbrechens fordert er Verstärkung an, doch die Zusammenarbeit mit dem FBI gestaltet sich nicht immer einfach. Im Lauf der Ermittlungen kommt Hackberry dem religiösen Fanatiker und Killer “Preacher” gefährlich nahe – und der nimmt die Sache leider fortan sehr persönlich. Ein starker Gegner, den man nicht unterschätzen sollte … Meine Meinung: James Lee Burke ist ja ein sehr bekannter und mehrfach preisgekrönter Autor, der uns auch noch in hohem Alter von bald 80 Jahren mit bester Spannungsliteratur versorgt. Trotzdem hatte ich bisher noch kein Buch von ihm gelesen oder gehört – und nun weiß ich, dass mir etwas entgangen wäre, wenn ich es nicht gewagt hätte. Super vorgetragen wird uns dieses Hörbuch von Dietmar Wunder, der den Charakteren individuelle Stimmen leiht und auch sonst eine tolle, lebendige Atmosphäre zaubert. Der Autor nimmt uns mit nach Texas in eine raue, wildwestähnliche Gegend in der Nähe der mexikanischen Grenze, in der das organisierte Verbrechen anscheinend zum täglichen Leben gehört. Alles von Prostitution über Drogenhandel ist hier vertreten und damit verbunden natürlich auch allerhand skurrile Typen. James Lee Burke charakterisiert seine Figuren sehr detailreich und glaubhaft – nicht nur was Äußerlichkeiten betrifft, sondern auch deren oft recht komplizierte Gefühlswelt. Hackberry und Gegenspieler “Preacher” Jack Collins sind zwei Typen, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben, die sich aber auf einer bestimmten Ebene doch irgendwie “verstehen”. Beide kommen mit ihrem Leben nicht wirklich zurecht: Hackberry war im Krieg und hat immer noch mit den Spätfolgen zu kämpfen, Jack ist ein kaltblütiger Killer, der von seiner eigenen kruden Moral geplagt wird. Der Sheriff war mir gleich recht sympathisch, genau wie seine Kollegin Pam. Jack ist ein so interessanter, vielschichtiger Charakter, dass man ihn – trotz seiner Taten – nicht nur hassen kann. Mit der gleichen Fülle an Details beschreibt der Autor seine Schauplätze und Szenerien. Man ist als Leser immer mittendrin und kann alles wie live miterleben. Diese Ausführlichkeit birgt allerdings auch die Gefahr von Längen oder Wiederholungen, in der gekürzten Lesung war es aber noch ok. An Spannung fehlt es diesem Thriller nicht, es fließt auch reichlich Blut. Trotzdem geht der Autor nie so sehr ins Detail, dass es effektheischend wirken würde. Man fühlt sich oft wie in einem Western: es wird viel geschossen und sogar Pferde spielen eine kleine Rolle. Die Grenzen von Gut und Böse scheinen hier manchmal fließend zu sein und das gelungene Ende rundet die ganze Geschichte stimmig ab. Inzwischen gibt es ja schon eine Fortsetzung der Reihe und ich würde sehr gerne erfahren, wie es mit Hackberry weitergeht. Fazit: Sehr atmosphärischer Thriller mit außergewöhnlichen Charakteren und einigen spannenden Überraschungen.

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  • 1. Band der Hackberry-Holland-Reihe

    Regengötter
    Kerry

    Kerry

    Auf Grund eines anonymen Hinweises macht Sheriff Hackberry Holland hinter einer alten Kirche in Chapala Crossing eine grausige Entdeckung. Neun asiatisch-stämmige Frauen wurden dort ermordet und vergraben, doch nicht alle waren schon tot, als sie begraben wurden. Die Frauen sollten augenscheinlich in der Nähe der mexikanischen Grenze als Prostituierte arbeiten, doch bei der Obduktion steht fest, nicht nur dafür wurden die Frauen benutzt, denn in ihren Körpern finden sich Ballons voller Drogen. Auf Grund der vorliegenden Information wird Isaac Clawson vom ICE informiert, da es sich bei den Opfern eindeutig um illegale Einwanderinnen handelt. Doch dieser ist wenig kooperativ. Derweil gelingt es Sheriff Holland herauszufinden, wer der anonyme Anrufer war. Es handelt sich um den Kriegsveteranen Pete Flores, der jedoch bereits zusammen mit seiner Freundin Vikki Gaddis die Flucht ergriffen hat. Holland, selbst ein Veteran aus dem Koreakrieg, weiß, dass er alles tun muss, um Pete zu finden, bevor die eigentlichen Drahtzieher des Mehrfachmordes seiner Herr werden, denn wenn sie ihn vor Holland kriegen, ist Pete ein toter Mann. Mit Hochdruck suchen Holland und Deputy Sheriff Pam Tibbs, die mehr als nur kollegiale Gefühle für ihren Vorgesetzten hegt, nach den Flüchtigen, denn im Laufe der Ermittlungen haben sie erfahren, dass auch Preacher Jack Collins in dieses Verbrechen involviert ist und ebenfalls die Mitwisser aus dem Weg räumen will. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn nur wenn es Holland und Tibbs gelingt, Pete und Vikki als erste in Gewahrsam zu nehmen, können sie das Verbrechen aufklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. 1. Band der Hackberry-Holland-Reihe! Der Plot wurde sehr vielschichtig und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders faszinierend empfand ich, dass die Story aus verschiedenen Sichtweisen (Holland, Pete, Preacher, ...) erzählt wird, sodass ich immer das Gefühl hatte, in Echtzeit mitten im Geschehen zu sein. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Erstaunlicherweise ist die Figur, die mich unheimlich beeindruckt zurückgelassen hat, Preacher Jack Collins, der Psychopath, der wenig Mitgefühl mit seinen Opfern hat und dennoch hat er mich von allen Figuren am meisten fasziniert. Der Sprecher, Dietmar Wunder, schaffte es auf lebendige Art, mir die Geschichte bildhaft vor Augen zu führen und gerade seine Interpretation der Figur Preacher Jack Collins empfand ich derart überzeugend, dass ich nur dachte - so jemanden möchte ich im wahren Leben nicht begegnen.

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