James Lee Burke Sturm über New Orleans

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Inhaltsangabe zu „Sturm über New Orleans“ von James Lee Burke

Hurrikan Katrina trifft New Orleans mit voller Wucht. In der überfluteten Stadt treiben Leichen umher, und die Menschen versuchen panisch, ihr Hab und Gut zu retten. Die Häuser sind verlassen, der Strom ist weg und keine Spur mehr von Recht und Ordnung. Ein tiefer Graben des Misstrauens trennt die weiße und die schwarze Bevölkerung, während Hilfe der Behörden auf sich warten lässt. Inmitten dieses Szenarios soll Dave Robicheaux die Vergewaltigung an einem jungen Mädchen aufklären und einen verschwundenen Priester finden. Dabei müsste er sich viel dringender um den Gründer einer Bürgerwehr kümmern, der wesentlich gefährlicher ist als die vielen Verbrecher, die damit beschäftigt sind, die Stadt zu plündern.

Ein kraftvoller Roman aus Louisiana!

— Arun

die geschichte von kain und abel. ein gangbang,seine folgen und ein blutbad allererster sahne. pulp vom feinsten mit der stammbesetzung

— Pashtun Valley Leader Commander

Mich hat der Krimi nicht überzeugt, das Lesen war durch die vielen Handlungsstränge eher anstrengend.

— OmaInge

Stöbern in Krimi & Thriller

Wahrheit gegen Wahrheit

Kein typischer Thriller, eher etwas subtil, mit einem spannenden Ende.

Buchverrueggt

Höllenjazz in New Orleans

Interessante Geschichte, die gut recherchiert wurde und gute Entwicklungen durchmacht.

Norwegen96

Tiefer denn die Hölle

Guter Krimi mit spannendem Ermittlungsverlauf. Leider fand ich den Schluß nicht ganz so gut gelungen.

Isabel_Benner

Invisible

Gute Idee, toller Schreibstil, ich bin nur so durch die Seiten geflogen!

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NACHTWILD

Nervenaufreibender fesselnder Thriller

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Krokodilwächter

500 Seiten versprechen viel Spannung

lucyca

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  • Kein Wohlfühlbuch, aber richtig gut!

    Sturm über New Orleans

    Igelmanu66

    03. February 2018 um 06:39

    »Die Zahl der Plünderer, Brandstifter und Gewalttäter nahm von Stunde zu Stunde zu, ohne dass wir sie irgendwo unterbringen konnten. Wir ließen Plünderer laufen, nur um sie zwei Stunden später in improvisierten Arrestarealen wiederzusehen. Einige der Festgenommenen waren wahrscheinlich Mörder, Drogendealer oder Soziopathen, die den Sturm ausgenutzt hatten, um Konkurrenten zu beseitigen oder alte Rechnungen zu begleichen.«   August 2005. Der Hurrikan Katrina, eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der Geschichte der Vereinigten Staaten, hat die Stadt New Orleans zerstört. Die Stadt ist überflutet, unzählige Menschen sind gestorben. In den Trümmern und verlassenen Häusern treiben Plünderer ihr Unwesen, in den gefluteten Straßen herrscht Gesetzlosigkeit. Schwelender Rassismus bricht allerorten auf, die Polizei ist hoffnungslos überfordert. Grund genug für eine selbst ernannte Bürgerwehr, das Gesetz selber in die Hand zu nehmen. Eines Nachts fallen wieder mal Schüsse und ein siebzehnjähriger Schwarzer ohne Vorstrafen stirbt. In unmittelbarer Nähe zu dem Haus einer weißen Familie, deren Tochter nach der Vergewaltigung durch mehrere Schwarze traumatisiert ist. Ein simpler Fall von Selbstjustiz? Cop Dave Robicheaux schaut genauer hin…   Dieser Krimi ist kein Wohlfühlbuch, er ist hart und brutal. Das beginnt schon bei der Schilderung des Szenarios. Katrina ist zwar viele Jahre her, trotzdem habe ich noch die Fernsehbilder präsent. Die allerdings durch die Wortgewalt der Beschreibungen im Buch noch mal enorm verstärkt werden. Ein pures Albtraum-Szenario, man kann es nicht anders ausdrücken.   Den Leser erfasst Zorn, ganz klar tritt hervor, wie die Opfer – vor allem die ohnehin schon ärmsten unter ihnen – im Stich gelassen werden. Fassungslos liest man von vergeblich auf Hilfe wartenden Menschen. Dass vor diesem Hintergrund Verbrechen und Gewalt blühen, wundert nicht, aber in seinem Ausmaß und der drastischen Darstellung schockiert es schon. Sensible Gemüter sollten besser die Finger von diesem Buch lassen.   Die Protagonisten scheinen alle gegen persönliche Dämonen zu kämpfen. Dave Robicheaux ist ein traumatisierter Vietnam-Veteran und trockener Alkoholiker. Sein Freund Clete war mal sein Kollege, musste aber den Polizeidienst verlassen und arbeitet jetzt als eine Art Privatermittler. Er ist sensibel aber aggressiv, engagiert aber unbeherrscht und nach meiner Einschätzung aktiver Alkoholiker oder auf dem Weg, einer zu werden. Die Guten haben mächtig schlechte Seiten, die Bösen unterscheiden sich im Grad ihrer Grausamkeit, doch auch bei ihnen wird ein Blick hinter die Fassade gewagt, nach den möglichen Ursachen ihres verkorksten Lebenswegs gefragt. Darin steckt gleichzeitig eine Menge Gesellschaftskritik, mindestens bei einem der Bösen war ich am Ende geneigt zu glauben, dass sein Leben unter günstigeren Startbedingungen einen anderen Weg genommen hätte. Ich merkte, wie sich beim Lesen meine Empfindungen wandelten. Beispiel: Vier Plünderer nehmen ausgerechnet das Haus eines Unterweltbosses auseinander. Über die Plünderer erfährt der Leser, dass sie einige wirklich schwere und grausame Verbrechen begangen haben. Da schleicht sich ein fieser kleiner Gedanke in der Art von „Jungs, dieses Mal werdet ihr nicht ungeschoren davonkommen“ ein. Aber wenn es dann so weit ist, kommt fast Mitleid auf. Wie gesagt, der Grad der Grausamkeit macht den Unterschied. Man darf auch nicht darauf hoffen, dass am Ende alles gut ist. Dafür steckt viel zu viel Realismus in der Handlung und die wirkliche Welt ist oftmals keine nette.   Es sind altbekannte Themen, die hier aufgebracht werden, Themen wie Gerechtigkeit, Rache, Vergebung und Schuld. Der Leser kommt nicht umhin, sich unangenehme Fragen zu stellen, die berühmten „was würde ich tun“ Fragen. Recht und Gerechtigkeit sind nun mal nicht immer eins. Und wenn es um die eigenen Kinder geht, übernehmen gerne Urinstinkte die Steuerung menschlichen Handelns.   Ich mag Bücher, die einen als Leser vor solche gedanklichen Herausforderungen stellen. Trotzdem brauchte ich ein wenig, bis ich in der Handlung war, der Einstieg war manchmal verwirrend. Dazu trugen sicher der Umgangston und die vielen benutzten Slangausdrücke bei, deren Übersetzung nicht immer nahelag. Auch für die mehreren Erzählstränge benötigte ich eine kurze Orientierungszeit, nachdem das geschafft war, hat mich das Buch aber wirklich gefesselt.   Fazit: Hart und brutal. Kein Wohlfühlbuch, aber richtig gut!   »Diejenigen, die nicht aus dem Fenster gekommen sind, sind ertrunken«, sagte sie. »Sagen Sie das noch mal?« »Fast alle Leute auf dem Dachboden sind ertrunken. Ich hab die Kinder aus dem Fenster geworfen, aber ich hab sie im Wasser nicht mehr gesehn. Die meisten anderen waren zu alt oder zu dick. Ich hab sie einfach zurückgelassen und bin auf einen dicken Baum zugeschwommen, der vorbeigetrieben ist. Ich hab sie in der Dunkelheit brüllen gehört.«

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    • 10
  • Zu viele Handlungsstränge

    Sturm über New Orleans

    OmaInge

    26. February 2017 um 16:58

    Mein Leseeindruck: Der Hurrikan Katrina überNew Orleans, das hat mich zu dem Buch greifen lassen.  Die Handlung setzt erst nach dem Hurrikan richtig ein und dann hatte ich einige Schwierigkeiten die vielen Handlungsstränge zu "sortieren". Viele Protagonisten tauchten auf und gleich wieder unter. Die Hauptfigur Save Robicheaux hat erst nach knapp 100 Seiten ihren ersten Auftritt. Ein Vietnamveteran, Exalkoholiker und Polizeiermittler. Die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Polizisten Clete Purcel, der als Privatdedektiv arbeitet, bedient für mich voll das Klischee eines Krimis aus den Südstaaten der USA.  Durch die vielen Handlungsstränge leidet die Geschichte etwas, hat zu viele Längen. Auch das Ende ist für mich nicht so richtig stimmig. Mir hat auch das Flair der Stadt New Orleans gefehlt. Eigentlich ist New Iberia der Haupthandlungsort. Mein Fazit: Mich hat der Krimi nicht überzeugt, das Lesen war durch die vielen Handlungsstränge eher  anstrengend. Aber James Lee Burke versteht es den Protagnisten ein Gesicht zu geben. Eine Lektüre, die etwas mehr Aufmerksamkeit des Lesers erfordert.

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  • Katrina!!!

    Sturm über New Orleans

    Die-Rezensentin

    17. August 2015 um 14:44

    Dies war mein erstes Buch von James Lee Burke und ich fand das Thema über den verheerenden Hurrikan Katrina, der 2005 New Orleans heimgesucht hat, sehr spannend. Allerdings hatte ich mir unter dem Titel etwas anderes vorgestellt. Der Sturm wird relativ kurz abgehandelt; gerade wird noch aus der Zeit davor berichtet und plötzlich ist schon alles vorbei. Im Buch geht es mehr um die anschließende Situation und die Zustände in der Stadt. Fast alles wurde zerstört, es herrscht Ausnahmezustand; Plünderungen und Mord- und Totschlag sind keine Seltenheit. Bis Seite 120 zog die Story sich ziemlich schleppend dahin, dazu kamen noch viele Mitwirkende, die ich gar nicht alle auf die Reihe bekam. Dann allerdings wurde es spannender und das Buch konnte mich fesseln, weil auch endlich der eigentliche Protagonist ins Spiel kam. Dave Robicheaux ist ehemaliger Vietnam Veteran und trockener Alkoholiker, und nun ein ziemlich eigenwilliger Cop. Aus allen umliegenden Städten werden die Helfer und Ordnungshüter nach New Orleans berufen, um inmitten dieser Verwüstungen Hilfe zu leisten. Rassismus ist an der Tagesordnung und schnell wird klar, dass es immer noch den großen Unterschied zwischen Schwarz und Weiß gibt. Man merkt die Hilflosigkeit der Behörden und den verzweifelten Versuch der Verantwortlichen, mit dieser schlimmen Katastrophe und ihren Folgen umzugehen. Auch Dave muss seinen Job erledigen; es geht um eine Schießerei, bei der auf Plünderer geschossen wurde, eine Vergewaltigung und einen verschwundenen Priester. James Lee Burke schreibt schnell und manchmal sehr sprunghaft, trotzdem so lebhaft, dass man sich sehr gut in die Story hineinversetzen kann. Oft erscheinen mir die Charaktere zu oberflächlich beschrieben; etwas mehr Tiefgang wäre wünschenswert gewesen. Dave ist ein Ermittler mit unkonventionellen Methoden, die deftige Sprache und ein paar coole Sprüche passen perfekt in die Story und lockern das Ganze immer wieder auf. Fazit: Nachdem ich mich eingelesen hatte, bin ich völlig abgetaucht und wie es im Klappentext hieß: ` beim Lesen spürte ich die Hitze, schmeckte den Geruch der Zerstörung und roch den Duft der Bars`.

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  • Endlich auch in deutscher Sprache!

    Sturm über New Orleans

    ArikDornstein

    13. July 2015 um 09:32

    Die Charaktere sind einfach unschlagbar. Ich liebe Dave und Clete. Die Story ist politischer als üblich, was jedoch zum Thema Hurrikan Katrina verständlich ist. Das ist so einiges schief gelaufen, von Seiten der Regierung.

    Spannend - gut - Burke!!

  • Wer Wind sät.

    Sturm über New Orleans

    Gulan

    „Vielleicht hatte ich zu viele Erinnerungen daran, wie die Stadt früher mal war. Vielleicht hätte ich nicht zurückkehren sollen. Vielleicht erwartete ich, saubere Straßen zu sehen, das Stromnetz intakt, Zimmermannstrupps, die kaputte Häuser reparierten. Aber die Trauer, die ich empfand, als ich die St. Charles Avenue entlangfuhr, war schlimmer als alles, was ich unmittelbar nach dem Sturm durchgemacht hatte. New Orleans war ein Song gewesen, keine Stadt. […] Die Aufgabe, die hier bevorstand, war von herkulischer Größe, und das Ganze wurde noch durch ein Ausmaß an organisiertem Diebstahl, Inkompetenz und Zynismus von Seiten der Regierung verschlimmert, das außerhalb der Dritten Welt nirgends seinesgleichen hatte. Ich war mir nicht sicher, ob New Orleans eine Zukunft hatte.“ (S.300-302) Hurrikan Katrina trifft den Süden Louisianas und insbesondere New Orleans mit großer Wucht und Härte. In der Stadt bricht Chaos und Anarchie aus, die Behörden sind nicht in der Lage, die Kontrolle zu behalten oder wiederzugewinnen. Gewalt, Plünderungen, Mord, wiederaufflammender Rassismus. Vier junge schwarze Männer nutzen die Gunst der Stunde und plündern vielversprechende Häuser aus. Dabei geraten sie ausgerechnet an das Eigenheim eines hochrangigen Mitglieds der Unterwelt von New Orleans und lassen neben Drogen und Falschgeld auch noch sehr hochkarätige Blutdiamanten mitgehen. Doch als sie das Haus verlassen, fallen tödliche Schüsse. Höchstverdächtig ist der Nachbar, der außer Selbstschutz auch noch ein weiteres Motiv für die Schüsse hätte. Der Rest der Plünderer kann fliehen, die Diamanten bleiben verschwunden und wecken Begehrlichkeiten bei weiteren zwielichtigen Gestalten. Im Rahmen der Amtshilfe soll Dave Robicheaux die Schüsse auf die Plünderer untersuchen. Gleichzeitig ist er auf der Suche nach dem verschwundenen Priester Jude LeBlanc. Die Fälle überlagern sich und bilden einen tödlichen Cocktail aus Gier, Wut, Angst und Gewalt. Autor James Lee Burke ist mit seinen beinahe 80 Jahren der große, alte Mann der amerikanischen Kriminalliteratur. Er veröffentlichte zahlreiche erfolgreiche Krimis und Thriller und ist insbesondere hierzulande wieder in aller Munde, spätestens nachdem „Regengötter“ den Deutschen Krimi Preis 2015 in der Kategorie International gewann. „Sturm über New Orleans“ ist übrigens der 16. Roman (von inzwischen 21) mit seinem Protagonisten Dave Robicheaux. Trockener Alkoholiker, mehrfacher Witwer, Vietnam-Veteran, Deputy Sheriff. Sein bester Kumpel ist Cletus Purcel, ein Privatermittler und eine Art Kopfgeldjäger für Kautionsflüchtige. Beide haben einen hohen moralischen Anspruch und Sinn für Gerechtigkeit. Im Gegensatz zu Purcel hat Robicheaux seine Aggressionen dabei aber meist unter Kontrolle. Das Buch entstand als Reaktion auf die Ereignisse rund um den Hurrikan Katrina. In einem „Grußwort an die deutschen Leser“ bezeichnet Burke die damaligen Ereignisse als „das größte Versagen einer Regierung, der denkbar größte Verrat an der eigenen Bevölkerung“. Dieser zornige Grundton zieht sich durch das ganze Buch. Der Autor bringt sein Entsetzen über die Ereignisse deutlich zum Ausdruck und doch hätte es aus meiner Sicht noch wuchtiger sein können. Vielleicht kommt es daher, dass sein Ich-Erzähler Robicheaux die Ereignisse in New Orleans nur teilweise selbst erlebt, da er in New Iberia (übrigens Wohnsitz des Autors) etwas außerhalb lebt. Ansonsten zeigt sich aber der hervorragender Stil des Autors, der die Atmosphäre in den Bayous Louisianas gekonnt einfängt. Trotz allem bleibt er aber eng bei seinen Figuren, bietet messerscharfe Dialoge und liefert das, was einen guten Krimi vom Durchschnitt abhebt: Klassische literarische Themen wie Schuld, Rache, Sühne und Vergebung. Wieder ein sehr starker Krimi von James Lee Burke. Das Comeback und der Höhenflug des Altmeisters in Deutschland scheint sich fortzusetzen. Im Herbst erscheint übrigens der Nachfolger von „Regengötter“ - „Glut und Asche“.

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    • 10
  • Apokalypse im Bayou

    Sturm über New Orleans

    Havers

    Seit dem großen Erfolg des im Herbst 2014 in der deutschen Übersetzung erschienenen Thrillers „Regengötter“ ist James Lee Burke wieder in den Fokus der Leser gerückt. Nun erinnert man sich auch wieder an die Robicheaux-Reihe des amerikanischen Autors, die lange Zeit nicht mehr übersetzt wurde. Im Pendragon Verlag ist nun „Sturm über New Orleans“ erschienen (im Original aus dem Jahr 2007), in dem Burke die Ereignisse rund um Hurrikan Katrina literarisch verarbeitet. „Was damals in New Orleans geschah, das war nicht nur eine Naturkatastrophe, das war das größte Versagen einer Regierung, der denkbar größte Verrat an der eigenen Bevölkerung. Es war ein Verbrechen. Eine nationale Schande. Eine Wunde, die in den Geschichtsbüchern auf immer festgehalten bleiben wird.“ Diese Zeilen hat James Lee Burke geschrieben, und man merkt dem Roman die Wut und Verbitterung deutlich an. Es ist nichts mehr zu spüren von der Schönheit New Orleans‘ und des Lousiana Bayous, denn die Gegend ist überflutet, zerstört und versinkt im Schlamm. Es fehlt an allem und die Hilfsmaßnahmen von staatlicher Seite erschöpfen sich darin, den Superdome zu öffnen und die Menschen, die kein Obdach mehr haben, wie Vieh in dem Stadionrund zusammenzupferchen.  Plünderer ziehen durch die verlassenen Häuser, von der Regierung bestellte Scharfschützen erschießen auf Verdacht Afroamerikaner, New Orleans ist ein recht- und gesetzloser Raum, der Apokalypse nah. Und in diesem Chaos soll Dave Robicheaux für Recht und Ordnung sorgen, ein Hohn angesichts der Zustände, wo es nur noch darum geht, die eigene Haut zu retten. Es sind verschiedene Erzählstränge, die Burke in „Sturm über New Orleans“ zu einem Kaleidoskop der  Katastrophe zusammenführt, denn alles hängt mit allem zusammen. Was aber am meisten beeindruckt, sind die Schilderungen der verwüsteten Metropole und die Verzweiflung der Menschen, die in jeder Zeile zu spüren ist. Lediglich Dave Eggers beschreibt dies in seinem Roman „Zeitoun“ ähnlich intensiv. „Sturm über New Orleans“ bietet ein spannendes Leseerlebnis mit jeder Menge Sozialkritik – dafür gibt es eine nachdrückliche Leseempfehlung meinerseits!

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