James M. Cain Wenn der Postmann zweimal klingelt

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Inhaltsangabe zu „Wenn der Postmann zweimal klingelt“ von James M. Cain

1990 hat das Bochumer Krimi-Archiv in einer großen Rundfrage bei Krimi-Kritikern, Krimi-Buchhändlern und Krimi-Autoren nach den ihrer Meinung nach besten Kriminalromanen gefragt. Das Ergebnis: Platz 1 für das brutale Meisterwerk "Wenn der Postmann zweimal klingelt".Das US-Depressionsdrama von James M. Cain (1892-1977) um das tödliche Verhältnis eines Wanderarbeiters mit der Frau eines Kneipenwirtes ist der beste Krimi aller Zeiten (im deutschsprachigen Raum). Er wurde bereits fünfmal verfilmt.Amazon.de: "Dieses Buch plätschert nicht einfach so hin ... Es stockt einem der Atem und man fliegt über die Zeilen. Wenn der Postmann zweimal klingelt ist ein Klassiker wie es nur ein Klassiker sein kann."

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  • Spiele nicht Schicksal

    Wenn der Postmann zweimal klingelt
    Kerry

    Kerry

    12. January 2014 um 18:01

    Der 24-jährige Frank Chambers ist ein Rumtreiber, wie er im Buch steht. Er zieht von Ort zu Ort, lebt von der Hand in den Mund und kommt auch hin und wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Auch im Gefängnis hat er schon gesessen, aber nie für lange. Auf seinem Weg ins Nirgendwo landet er im Twin Oaks, einem Schnellrestaurant an einer Schnellstraße in Kalifornien, 20 Meilen von Los Angeles entfernt. Da er hungrig ist, beschließt er, dort zu essen, auch wenn er kein Geld hat, um die Rechnung zu bezahlen. Irgendwie ist er dem Betreiber des Restaurants Nick Papadakis sympathisch und die beiden werden sich schnell einig, dass Frank als Mechaniker anfängt, denn dem Restaurant ist eine Tankstelle angeschlossen und ein Mechaniker kann ja nicht schaden. Frank beschließt, nur so lange zu bleiben, wie er mag, etwaige Konsequenzen sind ihm egal. Doch dann verliebt er sich fast augenblicklich in Cora, Nicks Frau. Diese ist anfangs sehr abweisend zu Frank, doch lange kann sie sich dem Charme des jungen Mannes nicht entziehen. Cora lässt sich auf eine Affäre mit ihm ein, zumal sie mit ihrem Mann alles andere als glücklich ist, aber mit Frank, mit Frank könnte sie glücklich werden, wenn da nicht Nick wäre. Die beiden beschließen, ihn aus dem Weg zu räumen und sich gemeinsam eine Zukunft aufzubauen. Doch der erste Mordanschlag geht schief ... Spiele nicht Schicksal! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet und kommt wider erwartend ohne blutige oder gar allzu brutale Szenen aus. Da das Buch erstmalig 1934 erschien, gehe ich davon aus, dass es zur damaligen Zeit einen wahren Aufschrei gab, denn ganz ehrlich, solch ein Buch erwarte ich durchaus in der heutigen Zeit, damals war es etwas ganz neues, bisher nie dagewesenes. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, blieben mir jedoch teilweise etwas zu oberflächlich. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich das Buch am Stück gelesen habe.

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  • Geschichte einer mörderischen amour fou

    Wenn der Postmann zweimal klingelt
    JohannesGroschupf

    JohannesGroschupf

    10. October 2013 um 16:18

    Ein Postmann kommt zwar nicht darin vor, und es klingelt auch niemand zweimal - dennoch ein zeitlos guter Kriminalroman, aus der Perspektive des Herumtreibers Frank Chambers erzählt. Er verliebt sich Hals über Kopf in die Frau eines Taststättenbesitzers. Die beiden planen einen Mord, und somit nimmt das Verhängnis seinen Lauf.   Die Stärke des Romans liegt in der lakonischen und direkten Erzählweise, die stets auf den Punkt kommt. Und trotzdem gibt es viele überraschende Wendungen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

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  • Rezension zu "Wenn der Postmann zweimal klingelt" von James M. Cain

    Wenn der Postmann zweimal klingelt
    gurke

    gurke

    06. January 2013 um 12:43

    Manchmal habe ich das Gefühl wirklich hinter dem Mond zu leben. Auf das Buch wurde ich beim stöbern aufmerksam und mich hat der Klappentext sofort angesprochen. Dabei habe ich auch erfahren, dass diese Geschichte schon seit 1934 existiert und bereits fünf mal verfilmt wurde. Davon wusste ich aber überhaupt nichts. Und einen der Filme habe ich schon gar nicht gesehen. Da ich schöne und passende Cover liebe, auch wenn es eigentlich auf den Inhalt eines Buches ankommen sollte, kann ich hier sagen, dass mich das Buch schon äußerlich sehr angesprochen hat. Außerdem ist es sehr passend gewählt. Ein Autowrack in einer scheinbar einsamen Gegend und darüber ein Schatten einer Frau. Einfach sehr treffend. Die Handlung selbst ist so einfach, wie es eigentlich nicht sein kann. Ein Ehepaar, dass eine Raststätte führt, ein fremder Kerl der dort einen Aushilfsjob annimmt und eine Affäre mit der Frau des Hauses beginnt. Und die Lösung des Problems, dass die beiden mit ihrer Liebschaft haben. Sie müssen den Ehemann loswerden. Der Autor schreibt sehr einfach und sehr flüssig. Man liest das Buch ganz schnell in einem Rutsch weg und kann sich ziemlich schnell in den Geschichte einfinden. Ruck zuck sind dann auch schon die gerade mal 155 Seiten weggelesen. Daran wie die einzelnen Personen gezeichnet sind, und wie dämlich diese sich teilweise anstellen, merkt man, dass der Schreiber durchaus auch Humor hat. Ein Humor, der mir auf jeden Fall zusagt. Einfache Handlung, die völlig ohne blutige und grausame Szenen auskommt, dennoch düster ist und ihren ganz eigenen Charme hat. Genau aus diesen Gründen konnte ich dann verstehen, warum dieses Werk ein Klassiker ist und schon so oft verfilmt wurde. Mir hat "Wenn der Postmann zweimal klingelt" von der ersten bis zur letzen Seite richtig gut gefallen. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Schön ist es auch mal wieder einen Thriller in den Händen zu halten, den ich auch den zartbesaiteten Lesern empfehlen kann. Ich hatte einen herrlichen Lesespaß und kann jetzt nicht nur behaupten endlich eine Bildungslücke geschlossen zu haben, sondern weiß jetzt warum diese Geschichte so beliebt und vor allem dass sie zeitlos ist.

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  • Rezension zu "Wenn der Postmann zweimal klingelt" von James M. Cain

    Wenn der Postmann zweimal klingelt
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    17. August 2012 um 07:49

    Frank Chambers, ein Rumtreiber, der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält, trifft auf das Ehepaar Nick und Cora Papadakis. Sie betreiben eine kleine Raststätte und Nick bietet Frank einen Aushilfsjob an, den dieser widerwillig annimmt. Zwischen Cora und Frank beginnt es zu knistern und sie beschließen, Nick aus dem Weg zu räumen. Der erste Anschlag auf sein Leben schlägt fehl, doch sie geben nicht auf und versuchen es ein zweites Mal, diesmal mit Erfolg. Und es sieht so aus, als könnten sie damit durchkommen ... Selbst wer nicht viel Fernsehen guckt, den Titel haben die meisten schon einmal gehört. Ich kann mich nicht erinnern, den Film gesehen zu haben, aber der Titel war mir geläufig. Das Buch wurde bereits 1934 geschrieben und schon 5x verfilmt. Also ein Klassiker, der auch noch heute seine Faszination ausübt. Mit einfachen Worten wird die Geschichte um das Liebespaar Cora und Frank erzählt. Der Autor lässt den Leser teilhaben an der Planung des perfekten Mordes. Nachdem der erste Versuch misslang, trennten sich die Liebenden, aber sie konnten nicht mehr ohne einander. Sie planen wieder und versuchen alle Eventualiäten auszuschalten, aber auch sie müssen erkennen, dass nicht alles planbar ist. Interessant sind die Spielchen der Beamten und Verteidiger. Wie weit gehen Cora und Frank, vertrauen sie sich gegenseitig oder spielen sie sich gegeneinander aus, wenn Druck auf sie ausgeübt wird? Als Leser ist man in diesem Getriebe hin- und hergerissen. Den einen Moment sieht man ganz klar, im nächsten wird das Ruder herumgerissen. Der Schreibstil des Autors ist klar und flüssig. Mich störten anfangs die kurzen Sätze und der sehr einfach geschriebene Plot, aber die Geschichte wird von Frank erzählt bzw. aufgeschrieben und ist dem letztendlich hervorragend angepasst. Es ist eine kurze Geschichte, die 155 Seiten lang ist, in denen aber alles gesagt wird, was es zu sagen gibt. Eine Geschichte, die für sich selbst spricht und ohne Längen auskommt. Die Geschichte liest sich sehr gut und kann durchaus mit Überraschungseffekten aufwarten, die man so nicht erwartet hat. Ein Werk, das durchaus seinen Ruf des Klassikers verdient hat.

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  • Rezension zu "Wenn der Postmann zweimal klingelt" von James M. Cain

    Wenn der Postmann zweimal klingelt
    Jaerven

    Jaerven

    07. February 2012 um 16:38

    Diese Neuausgabe vom Festa Verlag war meine erste Berührung mit dem "Stoff", ich kenne also keine Verfilmung oder sonstige Adaption. Auch bin ich kein großer Krimi- oder Thrillerleser. Die Handlung des Buches ist auf den ersten Blick recht simpel: Salopp aus der Sicht des Ich-Erzählers Frank Chambers, eines Herumtreibers im amerikanischen Westen der 30er, erzählt, erfahren wir, wie ebenjener Protagonist einen Job in einer Raststätte animmt, sich Hals über Kopf in die Frau des Besitzers verliebt und schließlich mit dieser zusammen den Mord am Ehemann plant. Der erste Versuch schlägt fehl, aber es gibt immer eine zweite Chance, fragt sich nur, zu welchem Preis. Hier resultiert auch der irreführende deutsche Titel, der auf das amerikanische "the postman always rings twice" (sprichwörtlich für "es gibt immer eine zweite Chance") zurückführt. Dieses Thema der zweiten Chance wird in der Novelle mehrmals aufgegriffen, nicht nur bzgl. des Mordes. Die Story mag bei Veröffentlichung aufgrund der Erzählweise und des Stils des Autors herausgestochen haben, das ist heute aber kaum noch der Fall. Etwas anderes weiß aber immer noch zu fesseln: Da ist die beklemmende Atmosphäre, einen einmal eingeschlagenen Weg nicht mehr verlassen zu können, das tiefe Misstrauen gegenüber einer im Grunde fremden Person, der gegenüber man aber zu Vertrauen verdammt ist. Cain beschreibt dieses düstere Szenario meisterhaft und treibt so die kurzweilige Erzählung voran. Ein extra Lob verdient auch die schöne Aufmachung des Buches.

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  • Rezension zu "Wenn der Postmann zweimal klingelt" von James M. Cain

    Wenn der Postmann zweimal klingelt
    JimmySalaryman

    JimmySalaryman

    03. January 2012 um 11:24

    Was "Blood Feast" von Lewis für den modernen Gore-Film darstellte, ist dieses Buch für die literarische Sparte Noir: Eine Initialzündung und die Grundlage. Der Plot ist fix erzählt: Wanderarbeiter trifft verheiratete Frau, die beiden verlieben sich und planen, den Ehemann umzulegen. Klein und fies, und soweit, so gut. Fakt ist, das die Autoren der Gegenwartsliteratur ja nahezu alle an Adjektivitis leiden und ihre Romane nur so mit Füllmaterial zusprengen, denn der Käufer möchte mindestens 250-300 Seiten "erwerben". Früher war das anders: Cain schreibt so schnell wie Dirty Harry zieht, und als US-Amerikaner beherrscht er natürlich das "Show, don't tell" perfekt - die Bilder, die im Kopf des Lesers entstehen, entstehen durch Dialoge und die Sprache. Hier wird dem Leser noch eine Mündigkeit zugesprochen. Er wird nicht wie ein Dümmling an die Hand genommen und mit beschreibenden Floskeln eingelullt. Naja, von wegen: Früher war alles besser und so! Cain hat hier nicht weniger als ein Meisterwerk verfasst, das, glaube ich, mindestens 5 (!) Mal verflimt wurde. (Jack Nicholson, remember?) Jeder, der von sich behauptet, Hardboiled oder Noir Lover zu sein, kann nicht mehr beruhigt schlafen ohne dieses Buch gelesen zu haben.

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