James Marrison Stadt der Verschwundenen

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Inhaltsangabe zu „Stadt der Verschwundenen“ von James Marrison

Würdest du jemanden retten, wenn du selbst dadurch in Gefahr gerätst? Buenos Aires 1981. Der junge Guillermo Downes eilt einer jungen Frau zu Hilfe, die auf der Flucht vor der Militärpolizei ist - vergeblich. Ihr ungewisses Schicksal lässt ihn nicht los, und gemeinsam mit ihrer Schwester Pilar sucht er fieberhaft nach der Verschwundenen. Ihre Nachforschungen führen sie in eine Stadt, die hinter der friedlichen Fassade voller Gewalt ist - und zu Menschen, die das nicht länger hinnehmen wollen. Doch die Militärjunta hat die beiden bereits im Visier, und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit - Das Prequel zur Krimireihe um Inspector Guillermo Downes. Erfahren Sie in dieser packenden und bewegenden Geschichte, warum der Ermittler als junger Mann von Argentinien in die Cotswolds fliehen musste. Enthält eine Leseprobe aus James Marrisons "Ein finsterer Ort" eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung.

Den Leser erwartet mit diesem Polit-Thriller kein hochkomplexes oder tief verschachteltes Werk, das aber dennoch Spass macht zu lesen.

— Flaventus
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  • Stadt der Verschwundenen

    Stadt der Verschwundenen

    heinz60

    30. July 2017 um 18:22

    Beim Stöbern habe ich das Buch „Stadt der Verschwundenen“ von James Marrison entdeckt und der Inhalt hat mich sofort angesprochen.Die Handlung spielt während einer der dunkelsten Zeiten Argentiniens: der Militärdiktatur, im Jahr 1981.Der junge Guillermo Downes eilt einer jungen Frau zu Hilfe, die von der Militärpolizei verschleppt zu werden droht, kann es aber nicht verhindern.Darauf aufbauend beginnt eine verzweifelte Suche und während die Handlung des Politthrillers fortschreitet, werden Stück für Stück die Grausamkeiten, Folterungen und ihre Vertuschung der Vorkommnisse während der Diktatur offen gelegt.Der Roman ist flüssig geschrieben und die Gräueltaten lassen immer wieder den Atem stocken, vor allem vor dem Hintergrundwissen, dass man hier keine rein erdachten Fakten liest. Die Story aus Lügen und Intrigen wird geradeaus und ohne große Überraschungen erzählt. Dabei ist die Handlung zwar nicht vorhersehbar, aber auch nicht besonders fesselnd. So hätte es mich nicht gestört, dass Buch für einige Tage aus der Hand zu legen.Außerdem bleibt mir der Thriller stellenweise zu sehr an der Oberfläche und auch einigen der Hauptprotagonisten fehlt es für meinen persönlichen Geschmack etwas an Ecken und Kanten im Profil.Mich hat das Buch nichtsdestotrotz nachdenklich gemacht. Unsere Menschenrechte, sind nicht so selbstverständlich wie wir immer denken und tagtäglich werden Menschen, die für die Einhaltung dieser Grundrechte kämpfen verhaftet, verschleppt, gefoltert und sogar getötet. Das Buch versteht es aufzuzeigen, was passiert, wenn die Demokratie einer Diktatur weichen muss. Und besonders weit muss man in diesen Tagen nicht gehen, um genau so etwas wieder beobachten zu können.Ich habe zwischen 4 und 5 Sternen geschwankt, möchte diesem Buch aber doch 5 Sterne geben, weil es allein durch seinen aufrüttelnden Charakter einen Stern mehr verdient hat.

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  • Wenn ein Mensch plötzlich weg ist

    Stadt der Verschwundenen

    Flaventus

    02. July 2017 um 10:21

    So recht kann man sich das nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst erlebt hat, wie es ist, in einem totalitären Staat zu leben. Die Vorteile der Gewaltenteilung ist für uns derart selbstverständlich, dass es kaum vorstellbar ist, wie schnell in anderen Ländern unbescholtene Bürger ins Fadenkreuz geraten können. Südamerika Im Argentinien von 1981 ist Guillermo eben dies passiert, als er versucht einer scheinbar ahnungslosen Frau zu helfen, die von der Militärpolizei aufgegriffen wird und damit selbst zur Zielscheibe der Obrigkeit wird. Vollkommen ahnungslos versucht her dahinter zu kommen, weshalb die Militärpolizei hinter ihm und seiner Bekannten her ist. Dass die Handlung dabei in Argentinien angesiedelt ist, spielt keine Rolle. Diese Geschichte hätte auch in jedem anderen totalitären Staat angesiedelt werden können. Es gibt zwar ein paar Bezüge zu lokalen Gegebenheiten, aber als Nichtkenner von Südamerika sind diese zu knapp, um etwas kennenzulernen. Aufklärung Der Fokus liegt vielmehr in der Suche des Hauptprotagonisten, wie er nach und nach hinter das Geheimnis der Entführung kommt. Dabei wird er von seinem Bruder und der Schwester der Entführten begleitet. Es gibt zwar Potential für eine Liebesgeschichte, aber diese wird nur angerissen. Die Geschichte wird fortwährend aus der Sicht von Guillermo erzählt und konzentriert sich auf die politischen Geschehnisse. Allerdings muss niemand Sorge tragen, dass es sich bei diesem Polit-Thriller um eine hochkomplexe Handlung mit vielen Figuren und Schuaplätzen handelt, die das Genre gerne hervorbringt. Ganz im Gegenteil ist die Geschichte relativ linear und wartet auch mit nur wenigen Wendungen auf. Ebenso wird den Charakteren wenig Tiefgang spendiert, so dass diese ein wenig blass bleiben. Das gilt nicht nur für den Protagonisten, sondern auch für die Nebenfiguren. Hier besteht durchaus Luft nach oben. Gleiches gilt für den Schreibstil, der zwar flüssig und unkompliziert zu lesen, gleichzeitig aber auch recht einfach gestrickt ist. Fazit Den Leser erwartet mit diesem Polit-Thriller kein hochkomplexes oder tief verschachteltes Konstrukt aus Lügen und Intrigen, sondern vielmehr ein relativ einfach gehaltene und lineare Geschichte. Die aber durchaus Spaß gemacht hat zu lesen, wenn der Protagonist nach und nach entdeckt, was wirklich hinter der Geschichte steckt und wie umtrieben der Staat, in dem er lebt, wirklich ist. Somit muss man gar nicht mal ein Freund des politischen Thrills sein, um Gefallen an dieser Geschichte zu haben. Auch wer gerne in bedingt spannende Geschichten abtaucht, ist hier richtig. Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

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