Stadt der Verschwundenen

von James Marrison 
4,2 Sterne bei10 Bewertungen
Stadt der Verschwundenen
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Eine Geschichte über die Militärdiktatur in Argentinien anhand des Schicksals von ein paar jungen Leuten aus Buenos Aires erzählt.

claudi-1963s avatar

Weniger Thriller, sondern mehr spannende, politische Aufklärung nach einem realen Hintergrund.

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783741300417
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe Ag
Erscheinungsdatum:01.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Anni84s avatar
    Anni84vor 9 Monaten
    Stadt der Verschwundenen

    Klappentext:
    Würdest du jemanden retten, wenn du selbst dadurch in Gefahr gerätst? Buenos Aires 1981. Der junge Guillermo Downes eilt einer jungen Frau zu Hilfe, die auf der Flucht vor der Militärpolizei ist - vergeblich. Ihr ungewisses Schicksal lässt ihn nicht los, und gemeinsam mit ihrer Schwester Pilar sucht er fieberhaft nach der Verschwundenen. Ihre Nachforschungen führen sie in eine Stadt, die hinter der friedlichen Fassade voller Gewalt ist - und zu Menschen, die das nicht länger hinnehmen wollen. Doch die Militärjunta hat die beiden bereits im Visier, und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

    Meine Meinung:
    Ich fand das Buch recht interessant. Es ist gut und Spannend  geschrieben und ließ sich dadurch schön Lesen. Das Ende habe ich so nicht erwartet aber auch das fand ich daher ganz gut.  Ich kann es daher nur weiter Empfehlen. :-)

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    RealMajos avatar
    RealMajovor 9 Monaten
    Regt zum Nachdenken an


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    Sigrid1vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte über die Militärdiktatur in Argentinien anhand des Schicksals von ein paar jungen Leuten aus Buenos Aires erzählt.
    Beklemmende Geschehnisse

    Das Buch "Stadt der Verschwundenen" erzählt die Geschichte des Guillermo Downes und seinem Versuch in der Zeit der Militärjunta in den 80er Jahren, eine junge Frau vor dem Zugriff des Militärs zu schützen. Er gerät mit dem Versuch, in eine Situation, mit der er nicht gerechnet hat. In diesem Buch wird sehr gut beschrieben, wie ein bisher Unbeteiligter bzw. jemand der "einfach etwas hinnimmt",  in die Fängen der Gewalt und Manipulation gerät. Zu dieser Zeit ist Argentinien keine Nation der Ruhe, denn die Militärjunta führt ein hartes Regim. Gegner werden einfach beseitigt und viele Menschen "verschwinden" einfach. Der Protagonist will einfach nur eine ihm unbekannte junge Frau vor der Verhalftung retten. Er weiß nichts über sie und er ist sich auch nicht der großen Gefahr bewußt, in die er sich damit begibt. Aber er lernt in der nächsten Zeit sehr viel über sein Land und die Menschen. Es ist eine beklemmende Geschichte, die vielleicht sogar vielen gar nicht so bewußt ist. Die Erzählung führt den Leser in einer spannenden und interessanten Art und Weise in das Thema Militärregime ein. Und gerade durch das Erleben der Personen in dem Buch, wird es erst bewußt, was diese Zeit für die meisten Menschen bedeutet hat. Auch wenn die Personen hier in dem Buch z.B. Guillermo oder Pilar, erfunden sind, so stehen sie doch für viele Menschen, die genau solche schrecklichen Erlebnise durchleiden mussten. Die Geschichte fesselt den Leser, aber gleichzeitig möchte man es garnicht so genau wissen. Aber man möchte natürlich wissen, wie es für alle Beteiligte ausgeht. Es ist spannend und aufregend. Es ist gut geschrieben. Man wird in die Handlung reingebracht und man fühlt hautnah mit. Es ist sicher nicht immer einfach zu lesen und zu verstehen, aber es ist auch eine Story die Mut macht. Denn es gibt doch immer wieder Menschen, die sich gegen das "Böse" auflehnen. Aber meist wirklich erst, wenn sie "persönlich" betroffen sind. Was man auch gut am Beispiel der protestierenden Müttern sieht. Und das ist das Interessante und geschichtlich Wertvolle. Denn die Hintergründe und die beschriebenen Zustände waren ja real. Keine Erfindung. Mit einer solchen Erzählung wie hier, erreicht man viel mehr Menschen um eine solche Zeit darzustellen. Keine geschichtliche Abhandlung, sondern dargestellt an dem Schicksal einzelner. Ein sehr gut geschriebenes Buch und ich finde, es ist ein wichtiges Buch. Es bringt diese Zeit in Argentinien mehr Menschen  nahe. Geschichte einfach nicht in einem trockenen Sachbuch, sondern mit Leben gefüllt und somit dem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Ein lesenwertes Buch.

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    claudi-1963s avatar
    claudi-1963vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Weniger Thriller, sondern mehr spannende, politische Aufklärung nach einem realen Hintergrund.
    Die Gefahr kann eine ganze Stadt verzehren

    "Aus keiner Gefahr rettet man sich ohne Gefahr." (Niccoló Machiavelli)
    Würdest du jemanden retten, wenn du selbst dadurch in Gefahr gerätst? Buenos Aires 1981 Guillermo Downes eilt einer jungen Frau zu Hilfe, die auf der Flucht vor der Militärpolizei ist, doch er kann ihr nicht helfen und sie verschwindet ins Ungewisse. Das Schicksal von Soledad lässt ihn jedoch nicht los, er bekommt heraus, woher sie kommt und trifft dort ihre Schwester. Zusammen versuchen sie näheres über Soledads Verschwinden herauszubekommen. Bei ihren Nachforschungen stellen fest, das in der Zeit der Militärjunta täglich Menschen verschwinden und nie mehr auftauchen. Doch sie merken auch, dass es immer mehr Menschen gibt denen das Verschwinden ihrer Angehörigen und Freunde nicht mehr egal ist. Sie versuchen durch Mittel und Wege das Militär zu unterwandern, um an die Öffentlichkeit im Ausland zu gehen. Da auch die Militärjunta hinter ihnen her ist, müsse sie sehr vorsichtig sein bei ihrer Suche. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und immer mehr erfassen sie was für Gefahren in ihrer Stadt lauern. Können sie Soledad noch rechtzeitig retten?

    Meine Meinung:
    Ein Politthriller, der auf mich eher wie ein autobiografischer Roman mit Gewalt wirkt. An Hand von Filmen, Bücher und anderem hat man ja schon von der Zeit der Militärjunta in Argentinien gehört. Hier wird das ganze Ausmaß noch etwas spektakulärer dargestellt. Ob es wirklich so drastisch war, kann ich nicht nachvollziehen, aber man weiß ja auch aus anderen Zeiten, das Soldaten nicht gerade sanft mit ihren Opfern umgehen. Unvorstellbar das dieses Regime unter General Videla fast 7 Jahre in Argentinien regieren konnte. In der Zeit wurden auch viele Kinder geraubt und zur Zwangsadoption freigegeben. Dem Autor geht es hier in erster Linie darum, das der Leser erfährt, warum Guillermo Downes von Argentinien in die Cotswolds fliehen musste. Ich vermute, das man dieses Buch hauptsächlich deshalb geschrieben hat, da sich daran eine Serie aufbaut. Im Anschluss bekommt man dann einen kleinen Einblick davon, mit einer kurzen Leseprobe von "Ein finsterer Ort". Der Schreibstil ist gut, vielleicht hätte man Guillermo Downes Biografie noch etwas vertiefen können, den hauptsächlich geht es ja um die Suche nach Soledad. So ganz als Thriller konnte mich dieses Buch jetzt nicht überzeugen, dafür war es mir an einigen Stellen nicht spannend genug. Das Ende war mir dann doch ein wenig zu abrupt. Trotzdem eine interessante politische Geschichte, der ich 3 1/2 von 5 Sterne gebe.

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    Anna-Klaires avatar
    Anna-Klairevor 10 Monaten
    Potenzial, das leider nicht richtig genutzt wurde...

    Guillermo versucht einer Frau, die vom Militär verfolgt wird, zu helfen und gerät selber dabei ins Visier von der Militärpolizei und gerät auch in Gefahr.

    Leider konnte mich die Geschichte nicht richtig überzeugen. Ich hatte Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen, außerdem fand ich den Schreibstil überhaupt nicht flüssig. Dadurch hatte ich dann auch Schwierigkeiten das Handeln mitzuverfolgen.
    Ich bin der Meinung, dass sehr viel Potenzial gab, der aber nicht richtig genutzt wurde, das fand ich sehr schade.

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    Fortis avatar
    Fortivor 10 Monaten
    Spannend, aber sonst etwas schwach

    Der in Buenos Aires lebende Autor James Marrison hat eine kurze aber spannende Geschichte über eine Verfolgungsjagd in der argentinischen Hauptstadt während der Militärdiktatur Anfang der 1980er Jahre geschrieben.
    Hierbei gelingt es dem anfangs etwas unbedarften Guillermo erstaunlich gut, die Militärjunta auszutricksen, Zusammenhänge zu erkennen und heil aus jeder Situation heraus zu kommen. In Teilen eine klassische Junge-von-nebenan-wird-zum-Helden-Geschichte.

    Erklärt wird wenig - wer sich mit der Geschichte der argentinischen Militärjunta auseinandersetzen möchte, wird mit diesem Buch als Einstiegswerk nicht glücklich werden. Es gibt wenig Informationen zu den Hintergründen - weder zur realen Militärdiktatur in Argentinien noch zur Vorgeschichte der Protagonisten. Hier denke ich vor allem an Guillermos Bruder Carlos, dem ich eine Verbindung zum Widerstand angedichtet habe. Das Buch funktioniert auch ohne diese Informationen. Man kann der Geschichte gut folgen und ob das Weglassen von Informationen über den geschichtlichen Hintergrund vom Autor nun als nicht nötig erachtet wurde oder aber als Anregung verstanden werden kann, sich mit diesem wichtigen Kapitel argentinischer Geschichte auseinander zu setzen, bleibt dem Leser überlassen.

    Insgesamt eine spannende Geschichte, die man aber nicht zu sehr hinterfragen sollte - lieber empfehle ich, sich nach der Lektüre mit den realen Ereignissen zu beschäftigen.

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    miss_mesmerizeds avatar
    miss_mesmerizedvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Kurzer Thriller über die Stadt der Verschwundenen - Buenos Aires unter der Militärjunta.
    James Marrison - Stadt der Verschwundenen

    Auch viele Jahre später lässt Guillermo die Erinnerung an die wenigen Tage 1981 nicht los. Hätte er etwas anders machen müssen? Hätte er sie retten können? Eine junge Frau spaziert nichts ahnend durch Buenos Aires als die Militärpolizei die Suche nach ihr startet. Weder weiß sie warum, noch nimmt sie die Sache richtig ernst. Doch Guillermo ahnt, dass dies bereits das Todesurteil sein könnte. Er macht sich auf die Suche nach Spuren und trifft auf ihre Schwester, Pilar, mit der er gemeinsam nach Soledad fahndet. Sie rekonstruieren ihre letzten Tage und stoßen auf einen seltsamen Mord an Soledads Englischlehrer. Bald schon erkennen sie, was die junge Studentin ins Fadenkreuz der militares gebracht hat. Doch dies bedeutet nur, dass sie wirklich in Lebensgefahr schwebt.

    James Marrisons Thriller greift eine der dunkelsten Kapitel in der argentinischen Geschichte auf. Zwischen 1976 und 1983 verschwanden zahlreiche Menschen in Argentinien spurlos unter der Militärdiktatur. Die Madres de Plaza de Mayo, dem Platz vor dem Präsidentenpalast in Buenos Aires, trafen sich seit 1977 jeden Donnerstag dort, um stumm gegen das Regime zu protestieren und auf ihre Sorgen aufmerksam zu machen.

    Ähnlich wie all diese Töchter und Söhne wird auch Soledad mitten aus dem Leben gerissen, aus einer Buchhandlung hinaus- und wegtransportiert. Die Angst vor dem unberechenbaren und brutalen Militär ist allgegenwärtig im Roman. Kaum ein Schritt können die Figuren tun, ohne überwacht zu werden oder sich unmittelbar in Gefahr zu begeben. Trauen kann man kaum jemandem, jeder könnte Feind oder Informationslieferant sein. Gründe benötigten die militares offenbar nur wenige, um Menschen verschwinden zu lassen – ein Verdacht genügte.

    „Stadt der Verschwundenen“ beschreibt sehr eindrücklich das Leben unter der Militärjunta. Allerdings bleibt die Handlung weitgehend auf die Suche nach Soledad beschränkt, darüber hinaus bekommt man kaum Einblicke in das Leben in Buenos Aires der 1980er. Auch die Komplexität der Geschichte ist recht überschaubar, große Überraschung findet man ebensowenig wie verzwickte Zusammenhänge. Da nur eine kurze Zeitspanne geschildert wird, bleibt auch eine Entwicklung bei den Figuren aus. Hier hätte der Roman auf jeden Fall noch Potenzial gehabt, wäre aber etwas ganz Anderes geworden als diese sehr fokussierte und mit gut 200 Seiten auch recht knappe Erzählung. In sich ist das alles stimmig und durchaus lesenswert. 

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    heinz60s avatar
    heinz60vor einem Jahr
    Stadt der Verschwundenen

    Beim Stöbern habe ich das Buch „Stadt der Verschwundenen“ von James Marrison entdeckt und der Inhalt hat mich sofort angesprochen.

    Die Handlung spielt während einer der dunkelsten Zeiten Argentiniens: der Militärdiktatur, im Jahr 1981.

    Der junge Guillermo Downes eilt einer jungen Frau zu Hilfe, die von der Militärpolizei verschleppt zu werden droht, kann es aber nicht verhindern.
    Darauf aufbauend beginnt eine verzweifelte Suche und während die Handlung des Politthrillers fortschreitet, werden Stück für Stück die Grausamkeiten, Folterungen und ihre Vertuschung der Vorkommnisse während der Diktatur offen gelegt.

    Der Roman ist flüssig geschrieben und die Gräueltaten lassen immer wieder den Atem stocken, vor allem vor dem Hintergrundwissen, dass man hier keine rein erdachten Fakten liest. Die Story aus Lügen und Intrigen wird geradeaus und ohne große Überraschungen erzählt. Dabei ist die Handlung zwar nicht vorhersehbar, aber auch nicht besonders fesselnd. So hätte es mich nicht gestört, dass Buch für einige Tage aus der Hand zu legen.

    Außerdem bleibt mir der Thriller stellenweise zu sehr an der Oberfläche und auch einigen der Hauptprotagonisten fehlt es für meinen persönlichen Geschmack etwas an Ecken und Kanten im Profil.

    Mich hat das Buch nichtsdestotrotz nachdenklich gemacht. Unsere Menschenrechte, sind nicht so selbstverständlich wie wir immer denken und tagtäglich werden Menschen, die für die Einhaltung dieser Grundrechte kämpfen verhaftet, verschleppt, gefoltert und sogar getötet. Das Buch versteht es aufzuzeigen, was passiert, wenn die Demokratie einer Diktatur weichen muss. Und besonders weit muss man in diesen Tagen nicht gehen, um genau so etwas wieder beobachten zu können.

    Ich habe zwischen 4 und 5 Sternen geschwankt, möchte diesem Buch aber doch 5 Sterne geben, weil es allein durch seinen aufrüttelnden Charakter einen Stern mehr verdient hat.

    Kommentare: 2
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    Flaventuss avatar
    Flaventusvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Den Leser erwartet mit diesem Polit-Thriller kein hochkomplexes oder tief verschachteltes Werk, das aber dennoch Spass macht zu lesen.
    Wenn ein Mensch plötzlich weg ist

    So recht kann man sich das nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst erlebt hat, wie es ist, in einem totalitären Staat zu leben. Die Vorteile der Gewaltenteilung ist für uns derart selbstverständlich, dass es kaum vorstellbar ist, wie schnell in anderen Ländern unbescholtene Bürger ins Fadenkreuz geraten können.

    Südamerika

    Im Argentinien von 1981 ist Guillermo eben dies passiert, als er versucht einer scheinbar ahnungslosen Frau zu helfen, die von der Militärpolizei aufgegriffen wird und damit selbst zur Zielscheibe der Obrigkeit wird. Vollkommen ahnungslos versucht her dahinter zu kommen, weshalb die Militärpolizei hinter ihm und seiner Bekannten her ist.

    Dass die Handlung dabei in Argentinien angesiedelt ist, spielt keine Rolle. Diese Geschichte hätte auch in jedem anderen totalitären Staat angesiedelt werden können. Es gibt zwar ein paar Bezüge zu lokalen Gegebenheiten, aber als Nichtkenner von Südamerika sind diese zu knapp, um etwas kennenzulernen.

    Aufklärung

    Der Fokus liegt vielmehr in der Suche des Hauptprotagonisten, wie er nach und nach hinter das Geheimnis der Entführung kommt. Dabei wird er von seinem Bruder und der Schwester der Entführten begleitet. Es gibt zwar Potential für eine Liebesgeschichte, aber diese wird nur angerissen. Die Geschichte wird fortwährend aus der Sicht von Guillermo erzählt und konzentriert sich auf die politischen Geschehnisse.

    Allerdings muss niemand Sorge tragen, dass es sich bei diesem Polit-Thriller um eine hochkomplexe Handlung mit vielen Figuren und Schuaplätzen handelt, die das Genre gerne hervorbringt. Ganz im Gegenteil ist die Geschichte relativ linear und wartet auch mit nur wenigen Wendungen auf.

    Ebenso wird den Charakteren wenig Tiefgang spendiert, so dass diese ein wenig blass bleiben. Das gilt nicht nur für den Protagonisten, sondern auch für die Nebenfiguren. Hier besteht durchaus Luft nach oben. Gleiches gilt für den Schreibstil, der zwar flüssig und unkompliziert zu lesen, gleichzeitig aber auch recht einfach gestrickt ist.

    Fazit

    Den Leser erwartet mit diesem Polit-Thriller kein hochkomplexes oder tief verschachteltes Konstrukt aus Lügen und Intrigen, sondern vielmehr ein relativ einfach gehaltene und lineare Geschichte. Die aber durchaus Spaß gemacht hat zu lesen, wenn der Protagonist nach und nach entdeckt, was wirklich hinter der Geschichte steckt und wie umtrieben der Staat, in dem er lebt, wirklich ist.

    Somit muss man gar nicht mal ein Freund des politischen Thrills sein, um Gefallen an dieser Geschichte zu haben. Auch wer gerne in bedingt spannende Geschichten abtaucht, ist hier richtig.


    Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

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    Tintentauchers avatar
    Tintentauchervor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Wir verlosen 10 eBooks von »Stadt der Verschwundenen«!

    Der junge Guillermo Downes entdeckt das Grauen hinter der Fassade, als er versucht, eine Frau vor der Militärpolizei in Buenos Aires zu retten. Doch um sie zu schützen, muss er sie finden und bringt sich dabei selbst in höchste Gefahr ...

    Du hast Lust auf einen packenden Thriller?

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    Das »be«-Team


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    Würdest du jemanden retten, wenn du selbst dadurch in Gefahr gerätst?Buenos Aires 1981. Der junge Guillermo Downes eilt einer jungen Frau zu Hilfe, die auf der Flucht vor der Militärpolizei ist – vergeblich. Ihr ungewisses Schicksal lässt ihn nicht los, und gemeinsam mit ihrer Schwester Pilar sucht er fieberhaft nach der Verschwundenen. Ihre Nachforschungen führen sie in eine Stadt, die hinter der friedlichen Fassade voller Gewalt ist – und zu Menschen, die das nicht länger hinnehmen wollen. Doch die Militärjunta hat die beiden bereits im Visier, und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
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    Letzter Beitrag von  be-ebooks_Verlagvor 10 Monaten
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