James McBride

 4.1 Sterne bei 74 Bewertungen

Lebenslauf von James McBride

Der Musiker und Schriftsteller James McBride – bekannt durch seinen autobiografischen Roman "Die Farbe von Wasser"- wurde 1957 in den USA geboren. Auch sein Debüt "Das Wunder von St. Anna" feierte großen Erfolg und wurde sogar verfilmt. Für sein aktuelles Werk "Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford" erhielt McBride den renommierten National Book Award.

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Die Farbe von Wasser
Erscheint am 12.11.2018 als Taschenbuch bei btb.

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James McBrideDie Farbe von Wasser
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Die Farbe von Wasser
Die Farbe von Wasser
 (39)
Erschienen am 18.06.2011
James McBrideDas verrückte Tagebuch des Henry Shackleford
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Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford
Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford
 (25)
Erschienen am 14.11.2016
James McBrideBlack and proud
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Black and proud
Black and proud
 (2)
Erschienen am 14.08.2017
James McBrideDas Wunder von St. Anna
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Das Wunder von St. Anna
Das Wunder von St. Anna
 (0)
Erschienen am 01.02.2006
James McBrideDie Farbe von Wasser
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Die Farbe von Wasser
Die Farbe von Wasser
 (0)
Erschienen am 12.11.2018
James McBrideThe Color of Water
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The Color of Water
The Color of Water
 (7)
Erschienen am 01.10.1998
James McBrideThe Good Lord Bird
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The Good Lord Bird
The Good Lord Bird
 (1)
Erschienen am 26.08.2014
James McBrideWar, Battering, and Other Sports
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War, Battering, and Other Sports
War, Battering, and Other Sports
 (0)
Erschienen am 01.09.1995

Neue Rezensionen zu James McBride

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unimatrix_zeros avatar

Rezension zu "Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford" von James McBride

Sklavenaufstand aus eigenwilliger Perspektive erzählt
unimatrix_zerovor 9 Monaten

Nach wahren Begebnissen aus eigenwilliger Perspektive erzählte Geschichte des Sklavenaufstands in den USA. Aufgeschrieben wurde hier die Geschichte des jungen Sklaven Henry Shackleford. 
Ein altes Tagebuch wird gefunden und hier entspinnt sich die Geschichte um Henry, der mehr oder weniger unfreiwillig von seinem Master und der Familie getrennt wird. Der Junge wird eher durch Zufall bzw. „wider Willen“ in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Amerika befreit. Der Sklavereigegner John Brown hält Henry aufgrund seiner feingliedrigen Statur für ein Mädchen und Henry belässt es dabei. Als „Henrietta“ hat er es leichter, sich als freier Mensch durchzubringen. Henry ist nun Waise, eigentlich hatte er es bei seinem Master nicht schlecht, er hatte nie Hunger leiden müssen und nun muss er auf den Reisen John Browns Bande täglich um sein Leben fürchten. 
Den Aufklärer John Brown, der sich um 1850 in Amerika gegen die Sklaverei auflehnte, gab es wirklich. Um ihn und andere Sklavereigegner ist die erdachte Geschichte um Henry alias Henriette herumgestrickt. Mit gefällt die Atmosphäre des Buches, die sehr gut die einfache Denkweise und den Slang, die einfache Sprache der Sklaven zu vermitteln weiß. Teilweise liest sich Henrys Geschichte mit seinen vielen Anekdoten sehr unterhaltsam und amüsant, das Thema um den Sezessionskrieg bleibt jedoch ernst und blutig. Erinnert ein wenig an die TV Serie „Roots“ - das Buch hat aber durchaus Anspruch und ist sicher nicht leicht zu lesen.

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M

Rezension zu "Black and proud" von James McBride

Empathisches Plädoyer mit erdbebenhafter Sprache und viel Seele („Soul“)
michael_lehmann-papevor einem Jahr

Empathisches Plädoyer mit erdbebenhafter Sprache und viel Seele („Soul“)

Wobei „Seele“ bei McBride sowohl das leidenschaftliche Eindringen, Erläutern, Erklären, Nachvollziehen der Person James Brown meint, zugleich aber, und das gleich gewichtet, die „Seele“ des Funk, Groove, der „schwarzen Musik“ und des „Black Man“ Musikers an sich mit aufnimmt.

Und das Ganze mit solchem Verve, solch spürbarer Leidenschaft und solch ebenfalls sichtbarem Schmerz über das, was nach dem Tod James Browns mit dessen Nachlass und Person geschah und geschieht, dass es dem Leser alleine schon durch die Tiefe des Wissens um Musik des Musikers McbRide und die, teils mit der Wucht einer Dampfwalze daherkommen Sprache, hier und da den Boden unter den Füßen wegzieht.

Da ist die Empörung über 47 Prozesse der Nachkommen Browns und anderer „Kostgänger“, die den letzten Willen des 2006 verstorbenen „Godfather of Soul“ nicht respektieren. Der sein ganzes Vermögen für Schulbildung für arme Kinder stiften wollte.

„Geht zur Schule. Bildung. Geh voran. Kämpfe“. Jeder, vor allem jedes Kind (die „99 Cent Karten“ für Kinder bis 10 Jahre seiner 60er Konzerte) bekam das zu hören. „Mach was aus dieser“. In dieser Welt der „weisen Geschichtsträchtigkeit“, des offenen und verdeckten Rassismus, den McBride bis heute konkret benennt und verortet.

„Say it loud: I´m Black and I´am Proud!“.

Musik, die die Herzen erschließt derer, für die Brown singend spricht. Musik, die ihn durchschüttelt von innen nach Außen und die, bei aller Schüttelei, wie eine generalstabsmäßige „Schlacht“ konstruiert und perfekt dargeboten wird. Auch der Musiker Brown, auch seine Band, gerade die Flames, tief schürft McBride, um dem Zuschauer nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern durch Duktus und Sprache das „Ereignis Funk and Soul“ erlebbar zu machen.

Die chronologischen Stationen. Die Verfremdungen schon zu Lebzeiten, noch stärker nach seinem Tod in manchen Biographien und Filmportraits. Die genaue Erläuterung von Auftakten, Abtakten, Akkordschemata und Schlägen auf eins oder zwei, die McBride flüssig einbaut ebenso, wie „das Schweigen in der Musik“ seinen Raum erhält.

„Er hatte den Groove und spielte einfach. Was schwer ist. Er spielte so rhythmisch, das er im Grunde ein zusätzliches Schlagzeug war“.

Einer in Diensten des Meisters, der dessen „La Du Di“ in Form goss, in Musik übersetzte. Und das einzigartig. Im Dienst eines Mannes, der „aus dem Süden kam“. Und McBride setzt genau da an und erklärt die Selle des Musikers mit der Seele des Südens. Woraufhin man erst versteht, warum Brown sein Geld im wahrsten Sinne des Wortes immer „bei sich hatte“. In einem Zimmer im Haus.

„Aber keiner von Ihnen wohnte in dem mächtigen, verbotenen Haus…mit dem Spiraldach…einem in der Weihnachtszeit illuminierten schwarzen Weihnachtsmann und einer schwarzen Markise, die wie eine wilde Haartolle den Vorgarten hinunterhing. Denn keiner von Ihnen war James Brown“.
Das Buch ist ein echtes Ereignis. Gerade weil McBride die Regeln einer „gepflegten“ Darstellung gar nicht erst befolgt, sondern sofort in medias res geht. Mit Wucht und Leidenschaft. Mit Liebe Zur Musik und zu James Brown. Mit einem scharfen und klaren Blick für die Regeln des „Business“ und die Herkunft all der Spitzen-Musiker.

Ein Blick direkt hinein in die Seele der Musik und des einzigartigen Mannes, der diese Musik formte, erfand und verband wie kein anderer und damit einer ganzen Bevölkerungsgruppe Stimme, Ausdruck und Groove verlieh. Und Stolz.

Dringend zu empfehlen.

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AenHens avatar

Rezension zu "Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford" von James McBride

Henrys Geschichte - John Browns Geschichte
AenHenvor 2 Jahren

James McBride erzählt in seinem Roman „Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford“ die wahre Geschichte des Abolitionisten John Brown, der in den späten 1850er Jahren in den Südstaaten der USA seinen Kampf gegen die Sklaverei aufnahm. Geschildert werden die entscheidenden Erlebnisse und Geschehnisse um John Brown zwischen 1855 und 1859 in Kansas und Virginia. John Brown ist die eigentliche Hauptfigur des Romans, seine Geschichte zu erzählen ist das Anliegen des Autors. Die Figur des Henry Shackleford dient McBride als erzählerischer Rahmen und Transporteur zum Leser.
Henry fungiert als Ich-Erzähler. Durch skurrile Umstände wird er Teil der „Armee“ Browns, durch Missverständnisse – oder auch nicht – lebt er als Henrietta bei ihm und seinen Männern. Diese ziehen mehr oder weniger organisiert durch die Prärie, befreien Sklaven, bekämpfen Sklavenhändler und –halter und haben kein geringeres Ziel, als die Sklaverei in den gesamten USA abzuschaffen. Abgesehen von den hehren Motiven ihres Anführers, fehlt es der Armee (Kampfstärke nie mehr als 20 Personen, vor „Schlachten“ sich minütlich verringernd) jedoch an allem, was zu diesem Kampf nötig wäre, an Ausrüstung, an geographischer Orientierung, an Überzeugung ihrer Mitglieder, an Freiwilligen, es geht schief, was nur schief gehen kann. Und doch schafft es John Brown, zur wahren Legende zu werden, gefürchtet von den einen und verehrt von anderen, eilt ihm ein Ruf wie Donnerhall voraus. In Virginia kommt es schließlich zu einem Showdown epischen Ausmaßes. Der verschanzte Haufen Browns beschäftigt Hunderte Bundessoldaten und verliert schließlich doch. Was bleibt ist, die, tatsächlich historisch belegte, Einflussnahme Browns auf den Verlauf der Geschichte, seine teils dilettantisch geführten Operationen haben dazu beigetragen, den Kampf gegen die Sklaverei voran zu treiben, da sie erstmals wirklich in das Bewusstsein vieler gelang.
Mir persönlich hat das Buch gut gefallen, die Art der Aufbereitung eines wenig bekannten Ausschnitts der us-amerikanischen Geschichte ist aus meiner Sicht gelungen. Es liest sich nicht ganz flüssig herunter, es ist auch kein humoristischer Roman. Ich finde, wenn man weiß (danke, Wikipedia…), dass alle geschilderten Geschehnisse der „Rahmenhandlung“ auf Tatsachen beruhen und die eigentliche Haupthandlung darstellen, ist die Wahrnehmung eine andere – bei mir ungefähr ab der Hälfte des Buches, und dann fand ich es richtig gut.

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James McBride wurde am 11. September 1957 in Vereinigte Staaten von Amerika geboren.

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