James McGee Das Höllenschiff

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Inhaltsangabe zu „Das Höllenschiff“ von James McGee

Eine Reise in die Hölle

London, auf dem Höhepunkt der napoleonischen Kriege. Die französischen Gefangenen erwartet ein Schicksal, das noch schlimmer ist als der Galgen: abgewrackte Kriegsschiffe, die in der Themse vor Anker liegen. Dort müssen sie unter höllischen Bedingungen Strafarbeit verrichten, die nur die wenigsten überleben. Als sich herausstellt, dass dort eine Verbrecherbande ihr Unwesen treibt, schickt die Navy den mit allen Wassern gewaschenen Sonderermittler Hawkwood, um ihr das Handwerk zu legen.

Ein atmosphärischer Historienkrimi über eine düstere Epoche.

"Ein dunkler, geheimnisvoller Held, eine eindrucksvolle historische Atmosphäre und packende Spannung."
The Times

Wirklich fesselnd und abenteuerlich..! Kann ich sehr empfehlen.

— MichaelSterzik

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  • Atmosphärisch dichter Abenteuerroman

    Das Höllenschiff

    Felice

    11. March 2014 um 20:48

    "In diesem Laderaum herrschte ein Durcheinander von starken Gerüchen: von Flüssigkeiten, die aus den Fässern ausgetreten waren, von brackigem Wasser und verdorbenen Nahrungsmitteln, vermischt mit dem Geruch von Tauen und Teer. Es gab noch andere starke Duftnoten, aber der Hauch von Essig und Schwefel, ein Überbleibsel vom letzten Mal, als der Laderaum ausgeräuchert worden war, konnte gegen den Rattengestank nicht viel ausrichten. Bei dem reich gedeckten Tisch, den sie hier vorfanden, hatten sich die Nager stark vermehrt und alle Furcht verloren. Der aufgewirbelte Staub aus ihrem Kot lag in der Luft wie die Sporen einer Pusteblume und drang einem in die Kehle, und bei jeder Bewegung nahm man aus dem Augenwinkel das kurze Aufleuchten eines glatten, seidigen Fells wahr, wenn die Tiere sich vor dem Lichtschein der näher kommenden Laternen davonmachen".... Die vorne beim Titelbild angegebene Inhaltsbeschreibung ist nicht ganz zutreffend, denn Hawkwood wird nicht auf eine Verbrecherbande angesetzt, sondern soll undercover ermitteln, wie es in letzter Zeit zu mehreren Ausbrüchen von diesen berüchtigten "Hulks" kommen konnte. Keiner der Aufseher ist eingeweiht, er hat keinerlei Kontakt zu seinen Vorgesetzten. Plan ist, dass er eine Anhörung bekommt, nachdem er einen Antrag auf Hafterleichterung gestellt hat, und dann Bericht erstatten kann. Doch dazu kommt es nicht, denn mit dem Franzosen Lasseur freundet er sich an und durch eine Verkettung unglücklicher EReignisse gelingt ihnen die Flucht... Nur das erste Drittel handelt vom Leben an Bord, was danach kommt, hat es aber auch in sich! Immer stellt sich die Frage, wer ist Freund und wer ist Feind- man kommt kaum zum Durchatmen. Sein eigentliches Ziel, herauszubekommen, was mit den Geflohenen geschah und wer ihnen half, muss Hawkwood weiter verfolgen ohne seine Tarnung aufzugeben. Durchweg spannend erzählt, aber auch mit einer guten Portion Menschlichkeit und Humor schafft es das Werk zu einem gelungenen histrischen Abenteuerroman, der vielleicht in erster Linie Männer ansprechen mag, aber auch Frauen spannende Lesetunden verspricht. Lediglich der Schluss war meiner Meinung nach etwas schnell abgehandelt.

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  • Rezension zu "Das Höllenschiff" von James McGee

    Das Höllenschiff

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Historische Kriminalromane sind sicher nicht jedermanns Geschmack. Gut geschriebene, intelligent aufgebaute Romane dieses Genres, vermögen auf unterhaltsame Weise, sozusagen en passant, historische Zusammenhänge zu vermitteln, geschichtliche Kenntnisse aufzufrischen oder gar neue Interessen zu wecken. Wer daran Freude hat, kommt kaum an den abenteuerlichen Fällen des englischen Sonderermittlers Matthew Hawkwood vorbei, mit dem der Leser auf dem "Höllenschiff" das nunmehr dritte Mal mitleiden muss. Das 574 Seiten starke Werk zeichnet sich durch eine gute, aber angenehm unaufdringliche Recherche aus, die neben Geschichte und Geografie auch ein wenig Seemanns-Know-How umfasst. Dass es zuweilen etwas eklig oder auch blutig wird, sei der Historie geschuldet. In der Zeit der Napoleonischen Kriege, in finsteren Schmugglerkreisen oder auf den berüchtigten Gefängnisschiffen, den "Hulks" (engl. für Schiffsrumpf) ging es mitnichten etepetete zu. Der deutsche Titel suggeriert fälschlicherweise, die Handlung spiele sich ausschließlich auf dem Gefängnisschiff ab. Das Setting wechselt jedoch schon nach dem ersten Drittel und die Story wird vielschichtiger. Einzig der Figur des spröden "Runners" Hawkwood, hätte der Autor James McGee etwas mehr Aufmerksamkeit widmen können - er bleibt irgendwie unnahbar, unpersönlich hinter den anderen Protagonisten zurück. Insgesamt möchte man meinen, handle es sich thematisch eher um ein typisches Männerbuch, aber auch Liebhaberinnen der Sujets von Robert Louis Stevenson, C. Forrester oder Bernard Cornwell kommen hier durchaus auf ihre Kosten! Da ich unglücklicherweise und in Unkenntnis der beiden Vorgängerromane Die Totensammler und Der Rattenfänger dieses Buch zuerst las, möchte ich das Versäumnis aber schnellstens nachholen. (T)

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    • 2

    sissy_noll

    26. March 2013 um 17:12
  • Rezension zu "Das Höllenschiff" von James McGee

    Das Höllenschiff

    Charlotte87

    18. March 2011 um 12:32

    England zur Zeit der Napoleanischen Kriege. Gefangene verschwinden aus den englischen Hulks, in denen die französischen Kriegsgefangenen festgehalten werden. Der Sonderermittler Hawkwood wird beauftragt, die organisierten Fluchten aufzuklären und dabei auch das Schicksal seiner verschwunden Vorgänger-Ermittlerzu lösen... Ein total tolles, interessantes und spannendes Buch mit einer Menge geschichtlicher Informationen über Kriegsgefangene der napoleanischen Kriege. Allerdings wird jeder, der dem Zusatztitel "Historischer Kriminalroman" vertraut, enttäuscht sein. Das Buch ist ein Abenteuerroman und absolut lesenswert.

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  • Rezension zu "Das Höllenschiff" von James McGee

    Das Höllenschiff

    MichaelSterzik

    13. March 2010 um 17:53

    James McGee – Das Höllenschiff In der Zeit der napoleonischen Kriege die zwischen 1792 und 1815 zwischen dem Kaiserreich Frankreich und einem alliierten Europa stattfanden. Es war auch eine Zeit der Koalitionen, der Bündnisse zwischen den einzelnen europäischen Staaten die aufgrund ihrer Interessen eine Front gegen Napoleon Bonaparte bildeten. Die Schlacht bei Waterloo und der Sieg des Heeres unter Britischer, Niederländischer und Deutscher Flagge beendete die Herrschaft Napoleons. Die napoleonischen Kriege dauerten 23 Jahre und forderten in ganz Europa ca. 6,5 Millionen Tote an Soldaten und Zivilisten. James McGee hat in seinem neuesten Werk „Das Höllenschiff“ einen historischen Kriminalroman im Heyne Verlag veröffentlicht, der in genau dieser kriegerischen Zeit spielt. Inhalt Die Royal Navy die sich mitten im Krieg gegen Frankreich und seinem Kaiser Napoleon befinden, steht national vor einigen anderen Problemen. Nicht nur das unzähligen französischen Kriegsgefangenen in Gefängnissen untergebracht, medizinisch betreut und versorgt werden müssen und das so mancherlei Logistische Probleme mit sich bringen, nein – auch die Schmugglerbanden die Waffen, Güter, Lebensmittel und auch feindliche Agenten nach England und wieder aus dem Land bringen, bedrohen die nationale Sicherheit. Zwei Offiziere der Royal Navy sollten Undercover auf den Gefängnisschiffen, abgewrackte Kriegsschiffe die im Hafen von London vor Anker liegen, ermitteln, doch beide Männer verschwinden spurlos, wahrscheinlich sind sie tot. Das Innenministerium Britanniens beauftragt einen seiner besten Agenten, Matthew Hawkwood mit den Ermittlungen auf den berüchtigten Gefängnisschiffen, auch „Hulks“ genannt und schleust den ehemaligen Soldaten und jetzigen „Runner“ als Gefangenen auf das ehemalige Kriegsschiff der Rapacious ein. Als Kriegsgefangener „Yankee“ freundet sich Hawkwood schon auf dem Weg zum Gefängnisschiff. mit dem Privateer, dem französischen Freibeuter Paul Lasseur an. Die Gefängnisschiffe gleichen abgeschotteten „Höllen“, die hygienischen Verhältnisse sind mangelhaft, der Gestank fast unerträglich und täglich sterben die Gefangenen an Unternährung und Krankheiten. Viele Gefangenen vegetieren schon seit Jahren auf diesen „Höllenschiffen“, einige behalten ihre Menschlichkeit und träumen von einer Flucht, doch viele andere in den unteren Decks gleichen mehr Raubtieren. Selbst die Wachmannschaften und Soldaten trauen sich nicht in die tiefen der Gefängnisschiffe. Hawkwood und Lasseur lernen auf der „Rapacious“ einige Mitgefangene kennen, die anscheinend wissen, wie man der „Hölle“ entkommen kann. Als ein französischer Bootsjunge, noch ein Kind in die unteren Decks verschleppt wird, setzen die beiden befreundeten Feinde Hawkwood und Lasseur alles daran den Jungen zu retten. Nach dieser missglückten „Rettungsaktion“ haben sich die beiden Draufgänger unter den Gefangenen einen guten Ruf verschafft, doch ihre Aktion hat auch persönliche Folgen für die beiden Freunde. Als Strafe sollen sie auf ein anderes Schiff gebracht werden, auf dem noch schlimmere Verhältnisse und Bedingungen herrschen. Doch mit Hilfe anderer Gefangenen gelingt Lasseur und Hawkwood die Flucht.... Kritik „Das Höllenschiff“ von James McGee ist dritte Band um den „Agenten ihrer Majestät“ Matthew Hawkwood der zur Zeit der napoleonischen Kriege in London ermittelt. Der Autor James McGee lässt einen „historischen“ James Bond mit der Lizenz zum töten die Hauptrolle spielen. Ähnlich wie die Figur Bonds ist auch Hawkwoods Charakter ein ernster und manchmal verbitterter, ein Einzelgänger der viele Narben aus seinen Einsätzen trägt, psychische wie auch physische. Als „gebranntes“ Kind, ist aber trotzdem seinen Land treu ergeben, wenn auch dieser Einsatz für den Ermittler keiner ist wie jeder andere zuvor. Matthew hat scheinbar nichts wofür es sich zu leben lohnt, manchmal ist zwar in der Geschichte die Rede von einer Frau, doch spielt die aktuell keine wesentliche Rolle. „Das Höllenschiff“ ist in der Episoden aufgeteilt: Die Einleitung spielt sozusagen auf dem Gefängnisschiff, im Mittelteil kann der Leser verfolgen wie Lasseur und Hawkwood aus ihrem schwimmenden Zuchthaus entfliehen, nur um wenig später sozusagen vom Regen in die Traufe zu kommen. Auch wenn Hawkwood viel Ähnlichkeit mit dem eines einsamen Wolfes hat, so muss er doch zwangsläufig mit dem Feind gemeinsame Sache machen. Und genau diese Zweckfreundschaft unter Feinden widmet der Autor einen großen Teil der Geschichte. Schließlich ist es ja auch nicht alltäglich, dass ein englischer Sonderermittler mit einem französischen Freibeuter kämpft. Die Interessen der beiden Hauptprotagonisten Hawkwood und Lasseur könnten unterschiedlicher nicht sein. Auf dem Gefängnisschiff verändert sich Hawkwoods Einstellung zum Krieg vielleicht ein wenig. Auch wenn die gefangenen Franzosen auf den Schiffen Feinde sind, so hat er doch Mitleid und zugleich Achtung vor deren Schicksal. Mehr als einmal fragt sich Hawkwood nach dem Sinn des Krieges. Sein Vorhaben sich Lasseur anzuschließen gelingt, aber sehr schnell erkennt er ,dass der französische Freibeuter ein echter Freund ist, der Hawkwood sein Leben anvertraut. Als Engländer muß er auch zugeben, dass Lasseur ein wahrer Gentleman ist, wenn auch manchmal ein Schlitzohr, aber doch Anstand und Verantwortung zeigt. Die Freundschaft dieser beiden so unterschiedlichen Männer hat der Autor fabelhaft zum Grundthema erkoren. Schon nach wenigen Kapiteln wird sich der Leser fragen wie diese „feindliche“ Freundschaft denn enden wird, spätestens dann wenn die beiden auf der Flucht sind. Paul Lasseur ist charakterlich als „Pirat“ aufgebaut. In ihm verbindet der Autor einen bunten Mix von Wagemut und Anstand, sowie Ehre und Geschäftssinn, und selbst ein Hauch von Patriotismus fehlt ihm nicht. Er ist ein Spiegelbild Hawkwoods, aber ein wesentlich klareres und manchmal stellt der den Gesetzeshüter einfach in den Schatten. „Das Höllenschiff“ ist ein historischer Kriminalroman mit vielen Facetten. Die Action und Kämpfe kommen nicht zu kurz, genauso wenig wie inhaltliche Spannung oder tiefsinnige Dialoge. Je tiefer der Leser in die Geschichte eintaucht, desto mehr wird er beim schmökern die Zeit vergessen. Spannend, abwechslungsreich und realistisch erzählt der Autor von einer Zeit, in der sich die Grenzen zwischen Freund und Feind vermischen. Ungefähr nach der Hälfte des Buches wird man mit dem Thema des Schmuggelns konfrontiert. Gerade zu Kriegszeiten gibt es immer wieder helle Köpfe, die mit Schmuggeln viel Geld verdienen und keiner Seite wirklich angetan sind. Für sie zählt nur das Kapital, der Gewinn, der Profit der bei solchen Geschäften am Ende übrig bleibt. Im späteren Nachwort erklärt James McGee noch die historischen Fakten: Die „Hulks“ hat es wirklich gegeben, ebenso die unterschiedlichen Fluchtversuche, wie auch die soziale Struktur unter den Gefangenen die gerade im ersten Teil eine große Rolle einnimmt. Das Buch wird mit Sicherheit bei einigen Lesern das Interesse wecken, mehr über die napoleonischen Kriege zu erfahren und ebenso vielleicht die ersten beiden Teile um den Sonderermittler Hawkwood zu lesen. Fazit „Das Höllenschiff“ bietet eine atmosphärisch spannende Geschichte mit vielen Schauplätzen und entwicklungsfreudigen Charakteren. Das Krieg zwar ganze Länder und ihre Menschen in einen Strudel von Gewalt und Tod ziehen kann, ist uns allen klar, aber wichtig finde ich es, dass sich der Autor die Zeit nimmt, die kämpfenden Soldaten auch als bemitleidenswerte Menschen zu zeigen. Gerade der Freibeuter Lasseur zeigt viel Menschlichkeit und Güte, dass man bei dem beinharten Hawkwood etwas vermisst. Ich hoffe, dass der Autor Captain Lasseur in seinem nächsten Roman „Rebellion“ wieder eine Rolle spielen, denn sein Charakter bietet Potential entweder für eine eigene Reihe oder mindestens einer Zugabe. „Das Höllenschiff“ ist ein historischer Roman mit hohem Niveau und sein Autor James McGee wird viele neue Leser gerade durch diesen Roman gewinnen können. Spannende Unterhaltung mit viel historischen Hintergrund der nicht nur satt macht, sondern gleich den Hunger auf mehr weckt. Großartig! Michael Sterzik

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