James Meek Die einsamen Schrecken der Liebe

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Inhaltsangabe zu „Die einsamen Schrecken der Liebe“ von James Meek

Die große Liebe zu ihrem verschollenen Mann verschlägt die schöne Anna Petrowna in den postrevolutionären Wirren in das kleine sibirische Dorf Jasyk. Von einer mystischen Gemeinschaft bewohnt, wird der Ort kurz darauf durch die Ankunft eines Fremden in seinem Frieden bedroht. Schon bald übt der fremde Ankömmling einen Zauber auf Anna Petrowna aus. Aber wer ist dieser Mann, der durch Schnee und Eis aus einem Gefangenenlager im hohen Norden bis nach Jasyk geflohen ist? Und was hat es mit seinem angeblichen Verfolger auf sich, der Unaussprechliches getan hat und nun das ganze Dorf in Angst und Schrecken versetzt?

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  • Rezension zu "Die einsamen Schrecken der Liebe" von James Meek

    Die einsamen Schrecken der Liebe

    maryjuana

    05. February 2013 um 20:29

    Inhalt „Ich bin eine Verkörperung. Des Zorns, der ist, und der Liebe, die sein wird.“ Was vermag die Liebe? Sie vermag, dass ein Mann seine Familie und sein bisheriges Leben hinter sich lässt. Sie vermag, dass eine junge Frau sich aufmacht nach Sibirien, um ihren verschollen geglaubten Mann zu finden. Und sie vermag, wenn sie missverstanden wird, ein ganzes Dorf – und vielleicht die ganze Welt – aus den Fugen zu bringen... Cover Das Cover zeigt ein winterliche Landschaft, einen schwarzen fahrenden Zug, Wälder am Rand und oben steht etwas in kyrillischer Schrift. Insgesamt sehr passend zum Buch, denn die Geschichte spielt in Russland, genauer gesagt im kalten Sibirien und in dem Buch kommt auch die Transsibirische Eisenbahn vor, was sich somit aus dem Cover schon erahnen lässt. Sehr schön finde ich den grauen Dampf der Eisenbahn, der hinauf steigt und sich dort mit dem Grau des Himmels vereint. Aufbau, Stil Das Buch ist in verschiedene Kapitel unterteilt, die allerdings keine Nummern tragen, sondern Titel, die Aufschluss über das geben, was als nächstes passiert. Erzählt wird die Geschichte in der Erzählerperspektive, wodurch man wieder alle handelnden Personen besser kennen lernt und nach und nach versteht, warum sie sich verhalten, wie sie sich verhalten. Meine Meinung Anfangs dachte ich, dass mich eine typische Liebesgeschichte erwarten würde, doch da trügen Titel und Klappentext. Anna Petrowna, eine junge hübsche Fotografin, zieht mit ihrem Sohn Aljoscha nach Jasyk. Doch warum? Was zieht sie in eine so trostlose Gegend? Es ist Gleb Alexejewitsch, der sie dort hin zieht. Gleb war ihr Mann, ein stattlicher Husar, den sie über alles liebte. Doch eines Tages entschied er sich dafür, sich von dem Werkzeug des Teufels zu lösen. Die Geschichte ist wie ein Puzzle aufgebaut, bei dem sich nach und nach die Teile zu einem Ganzen zusammenfügen. Ich finde das in diesem Buch ganz gut gelungen. Zuerst fand ich die Geschichte recht langatmig, doch wenn man das Puzzle immer weiter zusammensetzt, dann wird man doch ziemlich davon gepackt und möchte unbedingt wissen, was am Ende passieren wird. Fazit Ich bin von einem Roman ausgegangen, der von Liebe handelt, doch das war nicht wirklich der Fall. Viel mehr erfährt man das Schicksal einer jungen Frau, die durch, für normale Menschen, unverständliche Gründe von ihrem Mann getrennt wurde. Besonders tragisch, aber auch erschütternd fand ich das Ende des Buches. Es gibt kein Happy End, was auch überhaupt nicht zur Geschichte gepasst hätte. Für mich doch ein sehr lesenswerter Roman und deshalb gibt es 4,5 Sterne!

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  • Rezension zu "Die einsamen Schrecken der Liebe" von James Meek

    Die einsamen Schrecken der Liebe

    SunnyMelon

    09. September 2009 um 14:04

    Dieser Roman ist durchweg düster und es dauert seine Zeit, bis man anfängt, die Handlung so zu verstehen, wie sie erdacht worden ist. Teilweise sehr schwierig zu lesen, jedoch spannend, mit einer ungewöhnlichen Geschichte, die man ausgehend vom Buchcover keineswegs erwarten würde.

  • Rezension zu "Die einsamen Schrecken der Liebe" von James Meek

    Die einsamen Schrecken der Liebe

    Jetztkochtsie

    07. November 2008 um 09:40

    Obwohl ich am Anfang wirklich meine Probleme mit dem Buch hatte, bin ich froh, es gelesen zu haben. Unheimlich intelligente Art zu erzählen und sehr sanfter Schreibstil, trotz der Schrecken, die er vermittelt. Wer allerdings die im Klappentext genannte Liebesgeschichte erwartet, der sucht vergeblich. Die Liebe und das was man bereit ist für sie zu erdulden spielt zwar eine große Rolle, aber eine Liebesgeschichte im eigentlichen Sinne ist es wohl nicht. Aufgrund der unheimlich vielen Informationen und der m.M.n. guten Recherche ist es ein unheimlich dichtes Buch, daß durchaus zur schwereren Kost gehört und sich nicht mal eben so locker flockig weglesen läßt. Das Buch regt vorallem in Glaubensfragen zum Nachdenken an, ohne die Antworten durch den Autor vorzugeben. Mir hat es sehr gut gefallen.

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  • Rezension zu "Die einsamen Schrecken der Liebe" von James Meek

    Die einsamen Schrecken der Liebe

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. September 2008 um 16:36

    Spannend, packend, erschreckend! Toller Erzählstil!

  • Rezension zu "Die einsamen Schrecken der Liebe" von James Meek

    Die einsamen Schrecken der Liebe

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. August 2008 um 22:10

    Ein Fremder hockt mitten in Sibirien an einem Fluss und wird Zeuge eines grausigen Unfalls. Eine Dampflok schiebt sich auf den winterlichen Geleisen entlang, fährt über eine hohe Brücke. Plötzlich öffnet sich der letzte Wagon und Pferde springen in Panik heraus. Eines davon überlebt, die anderen kommen unter die Räder des Zuges oder stürzen über das Geländer der Brücke in den sicheren Tod. Eines dieser Pferde, das den Tod unter der Brücke fand, hat auch den Betreuer mit in die Tiefe gerissen dessen Leiche nun in gerade jenem Flussbett schwimmt an dem der Fremde hockt. Der verwahrloste Fremde, Samarin sein Name, geht zu den Toten und beäugt sich die Leichen. Dem Mann schneidet er eine Hand ab und vergräbt sie. Einem der Pferde schneidet er, als Wegzehrung, ein noch warmes Stück Fleisch aus dem Fuß. Nach beschwerlichem Aufstieg auf der Brücke angekommen trifft er auf einen Einheimischen (Balaschow) der aus dem nahe gelegenen Dorf Jasyk stammt und auf dem Weg dorthin ist. Beide beschließen ein Stück weit miteinender zu gehen um sich die Einsamkeit zu vertreiben. Jasyk scheint ein seltsames Dorf zu sein. Obwohl wir bereits das Jahr 1919 schreiben befindet es sich dennoch im Würgegriff der Tschechischen Armee. Gerade jene ist es dann auch die Samarin nach seiner Ankunft auch sofort hinter Gitter setzt, zumindest so lange bis seine Zugehörigkeit geklärt ist. Oberkommandant des kleinen Haufens Soldaten ist Matula der hinter vorgehaltener Hand beschuldigt wird die Rückzugsbefehle zu unterschlagen um so seine Macht in dem Dorf nicht zu gefährden. Hier ist er das Gesetz und befiehlt über Land und Einwohner, während er Zuhause nur ein kleiner Handwerker ist der unter der Knute seines Chefs steht. Die Einwohner Jasyks gehören großteils einer Gottesfürchtigen Sekte an die im Irrglauben lebt Engel zu sein um so Gott näher zu stehen. Und dann gibt es noch ein kleines Häuschen in dem Anna Petrowna lebt. Die allein erziehende Mutter ist nach dem Tod ihres Mannes mit ihrem Sohn hier hergezogen um Ruhe, Einsamkeit aber auch Frieden vor ihrer Vergangenheit zu suchen. Einen Tag nach dem Samarin festgenommen wurde, wurde ihm auch schon eine Anhörung vor Militär und Volk gewährt um zu entscheiden was mit ihm weiterhin geschehen soll. Samarin berichtete von seiner Flucht aus dem [i]Weißen Garten[/i], ein nördlich des Polarkreise gelegenes Arbeitslager, aus dem er und noch ein Mitgefangener alleine quer über die Eiswüste entkommen konnten. Zugleich warnt er die Bewohner Jasyks vor einem geheimnisvollen Mann der “Der Mohikaner” genannt wird. Mit ihm ist Samarin aus dem Lager geflohen wobei ihn der Mohikaner nur deswegen mitgenommen hat um ihn, wenn alle Vorräte aufgebraucht währen, zu schlachten. Der Erzähler konnte dem Messer des Kannibalen zwar gerade noch so entkommen aber nun ist sein Häscher auf dem Weg hier her um sein Werk zu Ende zu führen… Dieser kurze Abriss von James Meeks Erstling [b]Die einsamen Schrecken der Liebe[/b] wird nun wohl viele, die das Buch schon mal in der Hand hatten und den Klappentext gelesen haben, erstaunen. Der hier zusammengefasste Inhalt will so gar nicht dem Text gleichen mit dem der Verlag das Buch seinerzeit beworben hat und das ist etwas was ich äußerst schade finde. Dem Klappentext und Cover nach wurde verstärkt auf eine weibliche Leserschaft gesetzt, die in Erwartung eines Liebesromans tief enttäuscht wurde und andere Leser die offen für weniger Liebe dafür für komplexere Charaktere gewesen währen wurden durch die Titel/Cover-Kombination abgeschreckt. Das Buch ist souverän und mit einem guten Gespür für düstere Weiten, eisiger Einsamkeit und grausamen Seelenwelten der Charaktere geschrieben. Auch wenn die Handlung der eigentlichen Geschichte fast minimalistisch ist werden in zwei großen Rückblenden die Geschichten von Samarin und Anna erzählt. Ihre Verbindungen zu anderen Charakteren die wiederum ihre eigenen kleinen Geschichten mit sich bringen. So zaubert Meek eine überraschend vielschichtige Erzählung aus dem Hut die man dem Buch fast nicht zugetraut hätte. Große Themen wie den ersten Weltkrieg, Liebe, Loyalität, Freundschaft/Kameradschaft und auch Kannibalismus gewürzt mit einem hauch Mystizismus ergeben eine, ja schon fast, faszinierende Mischung deren Sog man sich nicht wirklich entziehen kann. Etwas störend empfand ich beim Lesen zwar die Vorhersehbarkeit im letzten Drittel die jedoch durch das schreibende Geschick des Autoren fast wieder wett gemacht wird. Denn nicht die Spannung steht im Vordergrund dieser Geschichte sondern das Erzählerische mit dem Meek versucht seine Charaktere fühlbar lieben aber auch leiden zu lassen. Unterm Strich ist der Roman ein Werk das nichts falsch macht. Kurzweilig und Atmosphärisch dicht streift man durch James Meeks postrevolutionäres Russland und sucht zusammen mit Samarin, Anna, Balaschow oder auch Mutz nach den einsamen Schrecken der Liebe. Äußerst lesenswert.

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