James Meek Liebe und andere Parasiten

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Inhaltsangabe zu „Liebe und andere Parasiten“ von James Meek

Der große Gesellschaftsroman unserer Zeit – scharfsinnig, provokant und voll schwarzem Humor! Bec Shepherd, Forscherin aus Leidenschaft, hat ein hehres Ziel im Leben: Sie will die Menschheit von der Geißel der Malaria befreien. Dafür ist sie sogar bereit, ihre eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Ihr Bruder Ritchie hingegen, einstmals gefeierter Rockstar und nun millionenschwerer TV-Produzent, riskiert für eine Affäre mit einer Minderjährigen die Trennung von seiner Ehefrau. Nur einer weiß von dieser Bettgeschichte: der skrupellose Journalist Val. Als Bec seinen Heiratsantrag ablehnt, droht Val, Ritchies Fehltritt publik zu machen – wenn dieser nicht seine Schwester an den öffentlichen Pranger stellt. Muss Ritchie sie wirklich verraten, um seine eigene Haut zu retten? Klug, kühn, komisch – eine provozierende Geschichte über die Kraft von Familienbanden, die Unvereinbarkeit von Glaube und Vernunft, über Musik, Medienhypes, Evolution und den Drang, die Welt zu verbessern. Ein groß angelegter Gesellschaftsroman über unsere Zeit, in der Richtig und Falsch, Gut und Schlecht nicht immer zu unterscheiden sind.

Eine Familie, die mehr als ein Päckchen mit sich herum trägt und die Frage nach einer glücklichen Beziehung. Mäßig überzeugend.

— Mitschreiberin
Mitschreiberin

Sehr gute Idee, sehr guter Schreibstil, die Umsetzung ging allerdings kräftig in die Hose.

— DieFlammende
DieFlammende

Sehr gute Idee, sehr guter Schreibstil, die Umsetzung ging allerdings kräftig in die Hose.

— DieFlammende
DieFlammende

Liebe und Moral im Zeitalter 2.0- grandios erzählt!

— Thala
Thala

Dem Autor ist es wirklich außerordentlich gut gelungen, eine so vielseitige und geniale Idee beispiellos in den Sand zu setzen.

— Moep
Moep

Jedoch der schrecklichste der Schrecken Das ist der Mensch in seinem Wahn: wie sehr Schillers Worte greifen, stellt Meek hier unter Beweis!

— TochterAlice
TochterAlice

Berauschend schöne Sprache trifft fesselnde Geschichte.

— selda
selda

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    Liebe und andere Parasiten
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    03. February 2015 um 14:43

    Bereits im letzten Jahr habe ich von einer damaligen Bekannten das Buch hier zum Lesen erhalten. Ich hatte mich gefreut, denn ich fand “Die einsamen Schrecken der Liebe” von Meek wunderbar, berührend, intensiv, schmerzlich. Ein toller Lesestoff. Letztes Jahr habe ich dann auch mit de Lesen begonnen, war die ersten 50 Seiten auch gefesselt und berührt und fand es toll, legte es dann aber recht schnell zur Seite, falsche Buch, falscher Zeitpunkt. Im Januar hab ich dann einen Neustart gewagt, wieder fand ich den Anfangen super, dann ließ mein Interesse aber sehr schnell nach, weder blickte ich noch durch, wer da wer war, noch warum wer so handelte, geschweige denn, worum es überhaupt ging. All das was mir an “Die einsamen Schrecken der Liebe” so gefallen hatte, fehlte hier. Meek springt von einer Begebenheit zur Nächsten, ohne den Leser abzuholen und mitzunehmen. Die Figuren bleiben seltsam Farblos, die Beschreibungen sind zwar intensiv, aber wenig aussagekräftig. Auch nach mehreren hundert gelesenen Seiten, weiß ich nicht, was die einzelnen Charaktere antreibt, was sie bewegt, was sie fühlen, was sie wollen und was sie verbindet. Leider wandert also dieses Buch auf den unbeendeten Stapel und hatte ich im letzten Jahr noch Hoffnung, dass das Buch und ich uns zu einem anderen Zeitpunkt noch finden würden, habe ich diese Hoffnung nun nicht mehr. Sehr schade….

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  • Geschwister halten zusammen?!

    Liebe und andere Parasiten
    Bibliomania

    Bibliomania

    30. December 2013 um 21:10

    Ritchie, ein Teenie-Musik-Talent-Showmaster hatte eine Liaison mit einer 15-Jährigen, die auf keinen Fall ans Licht kommen darf. Gerade weil seine Frau und seine beiden Kinder schon zwei aufgedeckte Affären ertragen und irgendwie verziehen hatten. Ritchies Schwester Rebecca ist eine Biologin, die die Heilungschancen eines Parasiten an sich selbst testet, scheint ein Gutmensch vor dem Herren zu sein. Doch da haben beide die Rechnung ohne Val gemacht, Becs Ex-Verlobtem, der auch von Ritchies Affäre Wind bekommen hat und nun beide erpresst. Als Bec Alex wiedertrifft und mit ihm ein gemeinsames Leben verbringen möchte, scheint sich doch noch alles gut aufzulösen… Nur eine halbe Familiengeschichte, wohl eher die Geschichte eines Geschwisterpärchens, die irgendetwas verbindet. Ritchie scheint seine Schwester zu lieben und handelt dann so widersprüchlich. Sich selbst versucht er zu überzeugen, was er doch alles für sie tut, doch in Wahrheit droht er ihr Untergang zu werden. In anspruchsvoller Sprache erzählt James Meek die Geschichte einer Frau, die wenigstens ehrlich ist und ihres Bruders, der sich in meinen Augen nicht mehr als ein Arsch und Feigling aufführt. Leider wurde mir die Geschichte zu Beginn mit de unsympathischen Ritchie etwas vermiest, wurde aber zum Ende hin deutlich besser. Insbesondere Becs Job fasziniert mich auch jetzt noch.

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  • Toller Schreibstil, aber sonst...

    Liebe und andere Parasiten
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    20. October 2013 um 01:31

    Ritchie Shepherd hat eine Affäre mit einer Minderjährigen. Davon bekommt der Exfreund seiner Schwester Bec Wind und erpresst Ritchie. Ritchie soll einen Verrat an seiner Schwester begehen, die an einem Malaria-Medikament forscht. So weit, so gut. Der moralische Konflikt ist hinreichend spannend, um eine längere Geschichte zu tragen, und ich freute mich auf die Lektüre. Leider wurde ich enttäuscht. Das Buch ist zwar sprachlich schön, es enthält viele kluge Sätze und die kleinen und großen Geschichten über die Protagonisten lesen sich wundervoll, aber mir fehlte der rote Faden. Die Geschichten sind willkürlich aneinandergereiht, ich habe keinen durchgehenden Handlungsfaden gefunden. Zwischendurch kommt immer mal wieder Spannung auf, wenn es um den im Klappentext beschriebenen Konflikt geht, aber dann kommt gleich wieder ein abrupter Themenwechsel. Ich habe mich beim Lesen völlig verzettelt, so viele Charaktere tauchen auf. Durch die schiere Masse an Charakteren bin ich mit keinem richtig warm geworden, schon gar nicht mit dem Protagonisten Richie. Denn Richie ist kreuzunsympathisch. Er ist infantil, völlig ichbezogen, und sein Gewissen regt sich nie. Er bekommt immer irgendeine Rechtfertigung hingebogen, um vor sich selbst als unschuldig da zu stehen, selbst wenn er lügt und betrügt. „Lass dich nicht erwischen“, lautet sein Leitspruch. Seine Familie hat er nur, um dazu zu gehören, weil Familie nun einmal als wichtig gilt. Er bekommt es sogar hin, sich seine Taten so zurechtzudrehen, dass die Opfer als eigentlich Verantwortliche erscheinen. Seine Selbstwahrnehmung ist so verbogen, dass er sich selbst als guten Menschen sieht. Nein, mit diesem Charakter konnte ich nichts anfangen. Und auch mit dem ganzen Buch nicht viel. Schade, dass die zweifellos vorhandene, am hervorragenden Schreibstil ablesbare Begabung des Autors nicht besser genutzt wurde.

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  • Rezension zu „Liebe und andere Parasiten“ von James Meek

    Liebe und andere Parasiten
    DieFlammende

    DieFlammende

    03. October 2013 um 11:10

    Zu allererst möchte ich mich entschuldigen, dass ich mit meiner Rezension so unglaublich lange gebraucht habe. Aber in dem folgenden Text werde ich meine Gründe hoffentlich hinreichend erklären. Zum Inhalt lässt sich sagen, dass es in dem Buch vorrangig um drei Personen geht:   Zum einen Ritchie Stepherd, der vor sehr langer Zeit einmal Rockstar war, seine damals noch aufregende Band Kollegin geheiratet hat und nun zwei Kinder mit ihr hat. Er ist älter geworden und nun kein Rockstar mehr, sondern „nur“ noch millionenschwerer Produzent einer Talentshow für Jugendliche. Da er aber, wie es mir scheint, immer noch tief in seinem Inneren ein Rockstar sein möchte, will er sich unter Beweis stellen, indem er  sogar mit Jugendlichen eine sexuelle Beziehung anfängt. Das wird noch zum Problem, denn der Ex seiner Schwester Bec ist Journalist und bekommt Wind von dieser Affäre mit einer Minderjährigen! Val ist zudem auch noch Journalist und droht nun, die Affäre in seiner Boulevard – Zeitung auszuschlachten, wenn Ritchie ihm nicht Bec ausliefert. Und Bec, meiner Meinung nach eine der sympathischsten Protagonistin dieses Buches, hat sich zum Ziel gesetzt, ein Mittel gegen Malaria zu finden und setzt dafür sogar ihre Gesundheit aufs Spiel. Auf den ersten scheint es ja ein gutes Buch zu sein, man hat am Anfang noch keinen blassen Schimmer, wie das Ende wohl aussehen mag. Für mich, die bei vielen Büchern am Anfang schon genau das Ende erahnen kann, eine positive Überraschung! Auch das Zitat, welches auf der Seite steht, bevor das Buch anfängt (der Name ist mir leider entfallen), lässt auf Humor des Autors und eine gute Idee schließen. Das Zitat ist von Franz Kafka über Ehe und Familie: "Heiraten, eine Familie gründen, alle Kinder, welche kommen, hinnehmen, in dieser unsicheren Welt erhalten und gar noch ein wenig führen, ist meiner Überzeugung nach das Äußerste, das einem Menschen überhaupt gelingen kann.“ Franz Kafka ( dem das nie geglückt ist) Ich persönlich empfand das Anhängsel nach dem Namen als ein Zeichen von Humor. Daher ging ich mit Freude an das Buch heran. Allerdings musste ich schon auf den ersten Seiten feststellen, dass das Buch ganz und gar nicht meinen Vorstellungen entsprach. Der Ehebruch von Ritchie wird unglaublich ausgenommen, es werden ganze Kapitel darüber verloren. Der erste negative Aspekt für mich, denen Ehebrecher, egal aus welchem Grund auch immer sie ihren Ehepartner hintergehen, vollkommen unsympathisch ist. Aber ich möchte ja nun nicht Seite für Seite die positiven und negativen Dinge erzählen, dies eine war nur ein Beispiel. Das Buch stellt aber, wie mir erst im Nachhinein aufgefallen ist, einige sehr bedeutende Bezüge zur Realität her. Beispielsweise die Sache mit der NSA, im Roman dargestellt durch den Journalist Val, der den Prominenten, bei denen er einen Skandal gefunden hat, noch eine Chance gibt, indem er ihnen die Möglichkeit bietet, die eigene Haut zu retten und dafür eine nahestehende Person an den Pranger zu liefern. Ein weiterer Bezug zur heutigen Zeit: Die moralische Frage, ob man sich selbst schützt, in dem man jemand anderen in den Dreck zieht. Ich muss zugeben, ich habe mir jeder einzelnen Seite gekämpft, und jedes Mal, wenn ich das Buch weg gelegt habe, war ich in gleichem Maße froh, endlich nicht mehr der Geschichte folgen zu müssen, aber auch neugierig, wie es wohl weiter gehen mag. Das Buch ist in irgendeiner Weise spannend, allerdings wollte ich in meinem Fall nur wissen, wie es nun ausgeht, der Inhalt und was die Protagonisten noch alles tun, um ihre eigene Haut zu retten, war mir, es tut mir Leid, das zu sagen, egal. Die Idee hinter dem Buch, Glaube und Wissenschaft einander näher zu bringen, ist wirklich gut. Ich habe bisher von keinem anderen Roman gehört, welcher darüber berichtet. Allerdings ist mir die Durchsetzung der Idee nicht ganz geläufig. Für jeden, der sich nun überlegt, das Buch zu kaufen, dem möchte ich eines bei seiner Entscheidung auf den Weg mit geben: Wenn derjenige gut mit den etwas anderen Protagonisten glaubt, umgehen  zu können und auch die Handlung, welche wirklich gut durchdacht ist, interessant findet, der sollte am besten sofort in die nächst gelegene Buchhandlung rennen, sich das Buch schnappen und anfangen zu lesen. Wer nun allerdings eher klassische Bücher mag, die nicht so wirklich aus der Reihe tanzen, in denen die Protagonisten noch Menschen sind, wie sie auf der Straße herum laufen, der sollte seine Entscheidung, das Buch zu lesen, vielleicht noch einmal überdenken. Aber ich möchte natürlich keinem das Buch jetzt vermiesen, ich wollte nur meine Meinung kundgeben.

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  • Familien- und Gesellschaftsroman in einem

    Liebe und andere Parasiten
    deutschliterat

    deutschliterat

    01. October 2013 um 18:12

    Der britische Autor und Journalist James Meek wurde im Jahr 1962 in London geboren. Sein Roman Liebe und andere Parasiten ist bereits der zweite Roman des Autors, der in die deutsche Sprache übersetzt wurde. Der Klappentext des Buches bringt die Handlung auf den Punkt: „Bec Shepherd, Forscherin aus Leidenschaft, hat ein hehres Ziel im Leben: Sie will die Menschheit von der Geißel der Malaria befreien. Dafür ist sie sogar bereit, ihre eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Ihr Bruder Ritchie hingegen, einstmals gefeierter Rockstar und nun millionenschwerer TV-Produzent, riskiert für eine Affäre mit einer Minderjährigen die Trennung von seiner Ehefrau. Nur einer weiß von dieser Bettgeschichte: der skrupellose Journalist Val. Als Bec seinen Heiratsantrag ablehnt, droht Val, Ritchies Fehltritt publik zu machen – wenn dieser nicht seine Schwester an den öffentlichen Pranger stellt. Muss Ritchie sie wirklich verraten, um seine eigene Haut zu retten?“ In diesem Roman geht es neben großen medizinischen Fragen auch um die Kraft der Familie. Der Autor James Meek stellt die Frage nach dem richtigen und falschen Handeln, nach dem optimalen Verhältnis zwischen Vernunft und Glaube. Er fragt nach Moral, thematisiert den Glauben an Gott ebenso wie die Erkenntnis durch die Wissenschaft. Er führt eine Charakterstudie durch und zeichnet anhand nur einer Familie das Bild einer ganzen Gesellschaft nach. So wird aus diesem Familienroman im Handumdrehen ein Gesellschaftsroman. Der Autor schreibt schnörkellos und mit einer interessanten Sprache. Manche Strecken im Buch erscheinen allerdings recht langatmig. Man hat den Eindruck, der Autor würde den berüchtigten „roten Faden“ doch allzu weit aus den Augen verlieren. Zudem lädt der Protagonist Ritchie aufgrund seiner teilweise negativen Charakterzüge von Ignoranz und Egoismus sicherlich nicht alle Leser zum Identifizieren mit dem Helden ein. Nur wer tiefgründige Literatur mag, sollte zu diesem Roman greifen, da doch große Fragen behandelt werden. Auch das große Figurenensemble des Romans ist nicht zu unterschätzen. Wer allerdings Denkanstöße in Bezug auf die heutige Gesellschaft sucht, der sollte diesen Roman durchaus lesen. Ich bin bei der Bewertung hin- und hergerissen zwischen drei und vier Federkielen, da der Roman zwar große Fragen aufwirft, in der Umsetzung aber vor allem im Hinblick auf den Plot in meinen Augen Makel aufweist. Weiteres auf meinem Blog: http://www.literatur-diskussion.com/

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  • Leserunde zu "Liebe und andere Parasiten" von James Meek

    Liebe und andere Parasiten
    Daniliesing

    Daniliesing

    Zusammen mit dem DVA Verlag möchten wir euch zu einer Leserunde zum fesselnden Gesellschaftsroman "Liebe und andere Parasiten" von James Meek einladen. Darin erzählt der schon zweifach für den Booker-Preis nominierte Autor eine Familiengeschichte voller Skandale, Geheimnisse, Liebe und Verrat. Mehr zum Inhalt: Bec Shepherd, Forscherin aus Leidenschaft, hat ein hehres Ziel im Leben: Sie will die Menschheit von der Geißel der Malaria befreien. Dafür ist sie sogar bereit, ihre eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Ihr Bruder Ritchie hingegen, einstmals gefeierter Rockstar und nun millionenschwerer TV-Produzent, riskiert für eine Affäre mit einer Minderjährigen die Trennung von seiner Ehefrau. Nur einer weiß von dieser Bettgeschichte: der skrupellose Journalist Val. Als Bec seinen Heiratsantrag ablehnt, droht Val, Ritchies Fehltritt publik zu machen – wenn dieser nicht seine Schwester an den öffentlichen Pranger stellt. Muss Ritchie sie wirklich verraten, um seine eigene Haut zu retten? Klug, kühn, komisch – eine provozierende Geschichte über die Kraft von Familienbanden, die Unvereinbarkeit von Glaube und Vernunft, über Musik, Medienhypes, Evolution und den Drang, die Welt zu verbessern. Ein groß angelegter Gesellschaftsroman über unsere Zeit, in der Richtig und Falsch, Gut und Schlecht nicht immer zu unterscheiden sind. --> Leseprobe Lasst euch diesen gleichermaßen provokanten wie scharfsinnigen Roman mit einer Menge schwarzem Humor nicht entgehen und bewerbt euch als Testleser für "Liebe und andere Parasiten". Wir vergeben 25 Leseexemplare des Buches unter allen Bewerbern.* Beantwortet dafür bis zum 7. August 2013 die folgende Frage: In welcher Situation in eurem Leben fiel es euch schon einmal schwer, zwischen Richtig und Falsch zu unterscheiden? *Im Gewinnfall gehören eine zeitnahe Teilnahme am Austausch in den Leseabschnitten der Leserunden sowie das Verfassen einer abschließenden Rezension selbstverständlich dazu.

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    • 450
  • Verstörend

    Liebe und andere Parasiten
    skyline2

    skyline2

    01. October 2013 um 14:23

    „Liebe und andere Parasiten“ von James Meek Protagonist Ritchie, alternder Rockstar mit Frau und Kindern, ist Moderator einer Talentshow im TV. Gesucht werden Nachwuchsmusiker. Ritchie sonnt sich noch immer im Ruhm vergangener Tage, als er der Star seiner Band war und eine berühmte Schönheit geheiratet hat. Dies veranlasst ihn, immer wieder junge Frauen davon zu überzeugen, dass er, der Rockstar, für eine kleine Affäre die beste Wahl sei. Seine Frau, die ihn bei mehreren Fehltritten bereits überführt hat, lebt für ihre Kinder. Die Wildheit vergangener Tage hat sie bereits vergessen. Ritchies Schwester Bec, in einer Beziehung zum Magazinverleger Val, ähnelt ihm kaum. Sie forscht nach einem Heilmittel für Malaria, sogar unter Einsatz ihres eigenen Lebens, denn sie infiziert sich auf ihren Forschungsreisen mit einem Virus, der sie zwar resistent gegen Malaria macht, ihren Körper aber schwächt. Val, der von Ritchies neuster Affäre mit einer Fünfzehnjährigen Wind bekommt, erpresst ihn damit, seine Geschichte in der Klatschpresse breitzutreten- es sei denn, Ritchie rächt sich für Val an Bec, die die Verlobung der beiden aufgelöst hat… Die gesamte Storyline hat eine verstörende Wirkung auf den Leser, immer wieder kommt es zu sexuellen Andeutungen, die der Autor jedoch nicht ausführt. Die Charaktere sind überzeichnet und durch die Bank weg alle verrückt. Man kann zu keiner der Figuren eine Bindung aufbauen, stets schüttelt man nur mit dem Kopf, wenn man liest, wie die Figuren ihr Leben leben. Das Buch überzeugt durch langatmige, sich wiederholende Ausführungen über Zellbiologie (die gut recherchiert sind), sowie durch ausschließlich unsympathische Handlungsträger. Der rote Faden geht an mehreren Stellen verloren und einen Einstieg in das Buch zu finden, blieb mir bis zur letzten Seite verwehrt.

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  • Die Welt ist schlecht!

    Liebe und andere Parasiten
    Spatzi79

    Spatzi79

    24. September 2013 um 13:50

    Ritchie Shepherd war eins ein erfolgreicher Rockstar. Heute moderiert er im Fernsehen eine Talentshow und hat mit seiner Frau Karin zwei Kinder. Alles könnte so schön sein, doch Ritchie ist ein selbstverliebter Mistkerl, der eine Affäre mit einem Mädchen aus der Show hat. Und die Kleine ist erst fünfzehn! Der Verlobte von Ritchies Schwester Bec ist Zeitungsverleger und bekommt Wind von der Sache. Als Bec sich von ihm trennt, erpresst er Ritchie mit seinem Wissen und droht ihm, die Affäre zu veröffentlichen, außer Ritchie gibt ihm Informationen über Bec. In diesem Roman passiert noch viel mehr, aber dies alles kurz zusammenzufassen ist praktisch unmöglich, daher belasse ich es bei diesen ersten Fakten. Ich habe mich mit der Geschichte sehr schwergetan. Die Figuren sind praktisch alle egomanisch, gestört und/oder verrückt und es gibt eigentlich keine Sympathieträger. Dennoch liest man mit einer gewissen Mischung aus Faszination und Ekel immer weiter, denn ganz aus der Luft gegriffen sind die Personen und ihre jeweiligen Verhaltensweisen ja doch nicht, wenn auch großteils sehr überspitzt dargestellt. Der Schreibstil des Autors ist ebenfalls faszinierend, erfordert aber auch eine gewisse Konzentration und es war nicht ganz einfach, der Handlung mit ihren vielen Figuren, Geschichten, Ab- und Ausschweifungen wirklich zu folgen. Die immer wiederkehrenden recht detaillierten Ausflüge in Medizin und Wissenschaft waren mir zu trocken und konnten mich nicht wirklich fesseln, aber hier konnte man auch drüber hinweglesen. Schwieriger war dies mit den schon erwähnten zahlreichen Personen und dem oft sehr komplexen Beziehungsgefüge dieser untereinander. Auch kleine Nebenrollen tauchen immer wieder auf und spielen so ihre Rolle in dem ganzen Drama. Insgesamt habe ich dieses Buch eher als anstrengend, denn als unterhaltsam empfunden, auch wenn ich das Potential des Autors in Ideen, Stil und Ausdrucksweise durchaus wahrgenommen habe.

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  • Eine Frage der Ehre

    Liebe und andere Parasiten
    alasca

    alasca

    Eine Frage der Ehre Ritchie und Rebecca haben ihren Vater früh verloren: Soldat im irischen Konflikt, starb er unter der Folter nordirischer Terroristen, weil er seinen Informanten nicht preisgeben wollte. Dieses hohe Ideal der Ehre und Selbstaufopferung wirkt sich auf seine Kinder höchst unterschiedlich aus: Bec ist Biologin, widmet sich der Malariaforschung und hat sich als Selbstversuch mit einem Parasiten infiziert, der zwar vor Malaria schützt, aber sukzessive zur Erblindung führt. Ritchie, gealterte Rocklegende, hat die ebenso berühmte Sängerin seiner damaligen Band geheiratet, ist Vater zweier Kinder, Produzent einer Casting Show für Teens und notorisch untreu. Seine Schwester Bec ist der einzige Mensch, den er noch nie betrogen hat. Wegen der Affäre mit einer Minderjährigen gerät er unter Druck, Bec ans Messer zu liefern oder selbst unterzugehen – aber bei der makellosen Lebensführung seiner Schwester scheint das eine Entscheidung zu sein, die er nicht treffen muss. Der Roman baut eine enorme Spannung auf aus der Frage, ob Rebecca – moralisch geschwächt durch ihre Liebe zu Alex - ihm Material liefern wird oder nicht. Es geht in diesem Roman also um so altmodische und fundamentale Dinge wie Treue, Standhaftigkeit und Ehre. Es geht um Moral und Gewissen, und darum, was einem Menschen Halt in einer Welt scheinbar grenzenloser Freizügigkeit geben kann. Jede der Figuren hat diesbezüglich eine andere Strategie: Alex, Biologe und Forscher wie Bec, findet Halt in der Vorstellung, Teil des großen Zeitstroms seit Anbeginn der Evolution zu sein. Sein Cousin Matthew ist evangelikaler Christ, seiner Tochter Rose ist selbst das noch zu lasch, so dass sie sich dem Islam verschreibt. Bec verfolgt das Ideal selbstlosen Heldentums, für das ihr Vater starb, und Val, Ritchies Erpresser, sowie Lettie, Matthews Frau, beweisen einmal mehr, dass Religiosität das Böse nicht vermeiden hilft, sondern fast unvermeidlich hervorzubringen scheint. Obwohl die Figuren Ideenträger sind, geraten sie dem Autor keineswegs zur Folie. Alle Charaktere, auch die der Antagonisten und Nebenfiguren, stehen einem lebhaft vor Augen und sind glaubwürdig. Ihre Psychologie ist komplex, ihre Handlungen sind folgerichtig und zwingend. Der Autor ist ein illusionsloser Menschenkenner und schaut ganz genau hin: Es ist, als lägen die Figuren auf einem von Becs Objektträgern und würden unter dem Mikroskop angeschaut. Dazu kommt ein zeitweilig sarkastischer, absurder und schräger Humor, der die ernsten Themen und die Dramatik des Geschehens auflockert und leichter verdaulich macht. Ich habe dieses Buch mit Spannung und Faszination gelesen, oft mit einem lachenden und einem weinenden Auge und die Lektüre sehr genossen. Selbst die wissenschaftlichen Exkurse, die nötig waren, um Becs und Alex´ berufliche Konflikte zu verstehen, sind von leichter Hand aufbereitet – ich hatte ja keine Ahnung, wie poetisch Zellbiologie sein kann! ;-) Der Roman bietet nicht nur eine brillante Analyse unserer modernen Gesellschaft, er ist außerdem eine seltene Synthese von Anspruch und Humor, Stil und Unterhaltung, Spannung und Tiefgang. Unbedingte Leseempfehlung.

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    • 4
  • Unerwartet sensationell

    Liebe und andere Parasiten
    Elphaba83

    Elphaba83

    22. September 2013 um 21:24

    Bevor ich 'Liebe und andere Parasiten' gelesen habe, kannte ich James Meek nicht. Weder seinen Schreibstil, noch andere Bücher oder ihn selbst. Ich muss zugeben, dass ich eher skeptisch an das Buch herangegangen bin, da ich eine eher trockene Geschichte um Moral und Wissenschaft erwartet hatte. Trotzdem hat mich das Thema neugierig gemacht und mein Interesse geweckt. Und was soll ich sagen? 'Liebe und andere Parasiten' ist sicherlich ein Buch, das sich nicht dem Mainstream anpasst. Aber eines der besten, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Die Charaktere sind hervorragend gezeichnet, jeder hat seine Stärken und Schwächen. Man lernt sie zu lieben und zu hassen, sie zu verstehen und zu hinterfragen. Die expliziten, fast malerischen Umschreibungen haben dabei sehr geholfen. Die Story ist durchgängig schlüssig und bringt den Leser an vielen Stellen dazu zu hoffen, dass alles ein gutes Ende nimmt, dass sich auch im unmoralischsten Charakter ein Funken Loyalität und Moral finden lässt.  Besonders das Ende (etwa ab S. 507) fand ich sehr ergreifend, fesselnd und überraschend.   Das Buch hält der Gesellschaft einen Spiegel vor und zeigt, dass heutzutage leider nicht mehr notwendigerweise Moral für einen guten Lebensstil sorgt, sondern vielmehr, wie man sich selbst inszeniert und 'rettet'. Einsame spitze! Ich liebe diese Buch und werde es sicherlich noch das ein oder andere Mal lesen!

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  • Ein Meisterwerk!

    Liebe und andere Parasiten
    selda

    selda

    "Liebe und andere Parasiten" ist ein Meisterwerk, ein großer Roman, der ein tiefgründiges Abbild der Erwachsenenwelt zeichnet. Im Zentrum der Geschichte stehen die Geschwister Ritchie und Bec, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ritchie, alternder Rockstar und erfolgreicher TV Produzent, ist gewohnt auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen. Sein Lebensstil ist unbeschwert. Bec arbeitet hart als Wissenschaftlerin. Sie hat den Anspruch, aufrecht durchs Leben zu gehen. Beide vereint eine gewisse Kompromisslosigkeit. Ritchie setzt sein Familienglück aufs Spiel, als er sich in eine Affäre mit einer Minderjährigen stürzt. James Meek webt ein dichtes Netz. Seine Figuren müssen sich mit den großen Fragen des Lebens auseinandersetzen. Liebe in allen Facetten spielt hier die Hauptrolle. Aufstieg und Fall liegen nahe beieinander. Die Vielschichtigkeit der Persönlichkeiten machen ein Nichtidentifizieren für den Leser unmöglich.  Die schonungslose Ehrlichkeit ist manchmal schmerzhaft. Der Blick in die Schattenwelten lohnt sich für die Protagonisten und den Leser.  Wer anspruchsvolle Literatur mag, sollte dieses Buch lesen. Oft sind Bücher mit schöner Sprache leider etwas langweilig und interessante Geschichten mit schlichten Worten erzählt. Hier trifft berauschend schöne Sprache auf eine fesselnde Geschichte. Für mich sind Autor und Buch eine echte Entdeckung.

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    • 3
  • Und die Moral von der Geschicht'?!

    Liebe und andere Parasiten
    feee66

    feee66

    16. September 2013 um 01:12

    Klappentext: Die zehn Gebote des Alten Testaments scheinen in heutigen Zeiten von einem einzigen abgelöst zu sein: „Lass dich nicht erwischen“ – zumindest bei Ritchie Shepherd, einst gefeierter Rockstar, jetzt millionenschwerer TV-Produzent. Er hintergeht lustvoll seine geliebte Ehefrau mit einer Minderjährigen. Einer allerdings bekommt Wind von der Affäre: Val Oatman, der Exfreund seiner Schwester Bec und Herausgeber eines Boulevardblatts, das moralische Verfehlungen von Promis auf Seite 1 ausschlachtet. Eines Tages meldet sich Val bei Ritchie und droht, seinen Fehltritt publik zu machen – wenn Ritchie nicht seine Schwester an den öffentlichen Pranger stellt, eine leidenschaftliche Forscherin, die skrupellos alles daran setzt, ein Malaria-Medikament zu entwickeln. Bleibt Ritchie wirklich nur der Verrat an Bec, um seine Haut zu retten? Das Cover: Überwiegend in mattem schwarz gehalten, also schön schlicht, wirkt das Buch mit den beiden schillernden Seifenblasen darauf sehr edel. Diese Blasen sind mit Glanzlack überzogen und wirken im Gesamtbild sehr ansprechend. Der Zusammenhang zum Buchinhalt erschloss sich mir allerdings leider noch nicht wirklich. Zum Inhalt: Beides, der spannende Klappentext und auch das schlichte ansprechende Cover, hat mich sehr neugierig auf das vorliegende Buch gemacht. Zudem habe ich mich über den Schriftsteller James Meek informiert und wusste bereits im Vorfeld, dass dies bereits sein fünfter Roman ist und er schon eine große Karriere als Journalist hinter sich hat. Also setzte ich ich mich recht freudig und gespannt an diese Familiengeschichte und wurde in den ersten Kapiteln auch nicht enttäuscht. Zu Anfang war ich tatsächlich unwahrscheinlich fasziniert und gefesselt von Herrn Meeks Schreibstil, von den beinahe durchweg extremen Charakteren, die mich zugleich enorm beeindruckt, aber auch extrem abgestoßen haben und vor allem davon, wie Herr Meek es versteht diese zu beschreiben. Schonungslos ehrlich und ungeschönt wird uns aus Ritchies Leben erzählt und ich muss zugeben, dieser stellte mit seinem miesen Charakter gleich eine enorme Herausforderung dar. Recht schnell werden uns aber nach und nach viele weitere Protagonisten und Handlungen nahegebracht und da beginnt für mich eigentlich schon die Misere. Eine ganze Fülle an Personen taucht auf und die eigentliche Thematik, sprich die Erpressung und gerne auch deren Auswirkungen auf die Personen, tritt zusehends in den Hintergrund. Zudem geht der Fokus sehr schnell mehr in Richtung Bec und ihrem neuen Freund Alex, und Herr Meek schaffte es leider einfach nicht mehr, mich mit seiner Geschichte zu fesseln. Gefühlt 2/3 des Buches zogen sich für mich beim Lesen enorm und waren mir entschieden zu langatmig. Nur der Anfang und der Schluss des Buches stachen spannungstechnisch positiv heraus. Leider ließ der Autor mich dann zu guter Letzt auch noch im Bereich Entwicklung und Tendenzen der handelnden Personen total im Regen stehen und das empfand ich als extrem unbefriedigend. Zudem konnte ich kaum Veränderungen bei den Protagonisten feststellen und die meisten der vielen vorgestellten Personen blieben mir leider weitgehendst fremd. Die Charaktere, die für mich noch ganz spannend oder sympathisch waren, wurden zum Schluss nicht mal mehr erwähnt. Mein Fazit zu "Liebe und andere Parasiten" finde ich persönlich wohl am traurigsten, wenn man den genialen Schreibstil und die tolle Grundidee zum Buch berücksichtigt. Meines Erachtens verfügt der Autor über sehr großes Potential und ein wunderbares Schreibtalent, aber das machte für mich die extrem langatmige story einfach nicht wett. Mein Fazit: Leider schaffte es Herr Meek trotz seines wirklich brillanten Sprachstils nicht, mich anhaltend an sein Buch zu fesseln und durchgängig zu begeistern. Zu sehr uferte mir die Geschichte um gefühlte 100 Personen und Kleinigkeiten aus, die mir dadurch auch zusehends bedeutungsloser schienen. Die Grundthematik und die wichtigen Sinnfragen hat der Autor für mich mehr und mehr aus den Augen verloren und ansonsten leider auch unzulänglich gelöst. Die moralische Entwicklung und gesellschaftskritischen Züge im Buch blieben in den Anfängen stecken. Zu schade, denn die Idee zu dem Buch hatte durchaus Potential und der Schriftsteller sowieso. Leider nur 3 Sterne von mir für den unglaublich starken Beginn, die grandiose Sprachführung und den relativ spannenden Schluss.

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  • gesellschaftskritisch

    Liebe und andere Parasiten
    trollchen

    trollchen

    14. September 2013 um 16:28

    Liebe und andere Parasiten Cover: Edel und stylisch, schwarzer Untergrund und 2 blaue Seifenblasen drauf. Macht eigentlich Lust auf mehr. Kurzfassung: Der große Gesellschaftsroman unserer Zeit – scharfsinnig, provokant und voll schwarzem Humor! Bec Shepherd, Forscherin aus Leidenschaft, hat ein hehres Ziel im Leben: Sie will die Menschheit von der Geißel der Malaria befreien. Dafür ist sie sogar bereit, ihre eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Ihr Bruder Ritchie hingegen, einstmals gefeierter Rockstar und nun millionenschwerer TV-Produzent, riskiert für eine Affäre mit einer Minderjährigen die Trennung von seiner Ehefrau. Nur einer weiß von dieser Bettgeschichte: der skrupellose Journalist Val. Als Bec seinen Heiratsantrag ablehnt, droht Val, Ritchies Fehltritt publik zu machen – wenn dieser nicht seine Schwester an den öffentlichen Pranger stellt. Muss Ritchie sie wirklich verraten, um seine eigene Haut zu retten? Klug, kühn, komisch – eine provozierende Geschichte über die Kraft von Familienbanden, die Unvereinbarkeit von Glaube und Vernunft, über Musik, Medienhypes, Evolution und den Drang, die Welt zu verbessern. Ein groß angelegter Gesellschaftsroman über unsere Zeit, in der Richtig und Falsch, Gut und Schlecht nicht immer zu unterscheiden sind. Mein Fazit: Ich hatte mir ein wenig was anderes vorgestellt, ich bin sehr schwer in die Geschichte hinein gekommen. Man kann es auch nicht als so eine zusammenhängende Geschichte beschreiben, denn es sind laufend neue Charaktere und neue Situationen, auf die man sich einstellen muss. Einen Gesellschaftsroman hatte ich mir leider anders vorgestellt. Ich bin nicht richtig warm geworden mit dem Buch. Dadurch, dass es immer mehr neue Akteure in der Geschichte wurden, wurde es unübersichtlicher und es wurden manche Personen auch gar nicht richtig abgehandelt, sondern wurden einfach adacta gelegt und gut war. Was man aber dem Autor zugutekommen lassen muss, die Protagonisten wurden sehr gut dargestellt, detailverliebt und sehr sympathisch. Die Grundidee des Buches habe ich trotzdem mitnehmen können, ein gesellschaftskritisches Buch über viele Situationen, die mich sehr nachdenklich gestimmt haben, die aber auch sehr gefühlvoll waren. Interessant und manchmal humorig. Mir persönlich zu langatmig und zu ausufernd in manchen Bereichen, obwohl sich der Autor auszukennen scheint. Leider für mich nicht so der Reisser, ich hatte mir mehr darunter vorgestellt.

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  • Ein Kampf....

    Liebe und andere Parasiten
    Lesefieber

    Lesefieber

    13. September 2013 um 10:51

    Inhaltsangabe: Der große Gesellschaftsroman unserer Zeit - scharfsinnig, provokant und voll schwarzem Humor! Bec Shepherd, Forscherin aus Leidenschaft, hat ein hehres Ziel im Leben: Sie will die Menschheit von der Geißel der Malaria befreien. Dafür ist sie sogar bereit, ihre eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Ihr Bruder Ritchie hingegen, einstmals gefeierter Rockstar und nun millionenschwerer TV-Produzent, riskiert für eine Affäre mit einer Minderjährigen die Trennung von seiner Ehefrau. Nur einer weiß von dieser Bettgeschichte: der skrupellose Journalist Val. Als Bec seinen Heiratsantrag ablehnt, droht Val, Ritchies Fehltritt publik zu machen - wenn dieser nicht seine Schwester an den öffentlichen Pranger stellt. Muss Ritchie sie wirklich verraten, um seine eigene Haut zu retten? Klug, kühn, komisch - eine provozierende Geschichte über die Kraft von Familienbanden, die Unvereinbarkeit von Glaube und Vernunft, über Musik, Medienhypes, Evolution und den Drang, die Welt zu verbessern. Ein groß angelegter Gesellschaftsroman über unsere Zeit, in der Richtig und Falsch, Gut und Schlecht nicht immer zu unterscheiden sind. Diese Beschreibung hat mich wahnsinnig neugierig auf dieses Buch gemacht. Da ich dann auch schon etliche gute Meinungen zu dem Buch gelesen hatte, war ich mir sehr sicher, das ich nur so durch das Buch fliegen würde! Aber ich muss gestehen, es war doch ein ziemlicher Kampf. Der Anfang mit Ritchi und seiner Familie, war zwar unterhaltsam, ich wurde aber nicht warm. Er betrügt seine Frau, hintergeht sie mit einem Teenager. Als gefeierter Star und Macher einer Castingshow sehr Klischeehaft, und die Art und Weise, wie kalt und abgebrüht er seine Familie hintergeht, und gerade seine Frau so belügt, weckten mein Interesse, über den Ausgang. Dann lernt man ziemlich schnell seine Schwester Bec kennen, die in einer unglücklichen Beziehung steckt, und einen Heiratsantrag ablehnt, und somit rechtzeitig die Notbremse zieht. Doch das wird sie bereuen, denn Val, der diese Zurückweisung nicht ertragen kann, stellt einen fiesen und gemeinen Racheplan zusammen. Diesen Verbindet er mit Bec's größtem Wunsch, und ihrer Leidenschaft, nämlich die Bekämpfung von Malaria. Sie hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht einen Impfstoff zu finden, und nimmt sich selbst als Versuchsobjekt, in dem sie sich einen gutartigen Parasiten einsetzen lässt. Als sie ihr Ziel fast erreicht, werden ihr aber reichlich Steine in den Weg gelegt! Meine Meinung: Wie ich schon erwähnte, fiel mir der Einstieg nicht leicht, doch ich kam dann immer besser mit dem Geschehen zurecht. Die Charaktere sind wirklich sehr gut ausgeklügelt, und haben Alle Tiefsinn. Man kann sich ein gutes Bild von jedem Einzelnen machen. Ab und An war es mir etwas zu viel Wissenschaft, doch auch damit konnte ich leben. Leider konnte das Buch mich mich so gar nicht so stark beeindrucken, wie ich es erwartet, oder gehofft hatte. Ich wurde einfach nicht warm. Es lag nicht mal an dem Schreibstil von James Meek, der mich wirklich anschaulich und verständlich durch das Buch geführt hat. Es lag wohl daran, das ich einfach nicht die Gefühle beim Lesen empfunden habe, die mich an ein Buch fesseln, und mich begeistern. Es war schon ein Kampf.... Nicht nur im Buch, sondern auch für mich....

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  • Das ganze Leben ist ein Krieg...

    Liebe und andere Parasiten
    Paci

    Paci

    11. September 2013 um 11:06

    ...wenn man es dazu macht. Das ist wohl mein Lieblingszitat aus dem Buch und auch eine der wenigen Stellen, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Ich muss zugeben, dass ich mich mit dieser Resenzion sehr schwer tue und deshalb auch lange gewartet habe. Zum Inhalt: Als Erstes machen wir Bekanntschaft mit Ritchie, einem ehemaligen Rockstar und trotz Familie nie erwachsen gewordenen Schwerenöter. Ihm folgt als Hauptperson seine Schwester Bec, eine Wissenschaftlerin mit hohen moralischen Prinzipien, auch wenn sie über diese nicht viel nachzudenken scheint und unaufgearbeiteten emotionalen Problemen. Eigentlich würden diese zwei Hauptpersonen reichen, um den Konflikt voranzutreiben. Aber immer mehr Personen tauchen auf, man schwimmt in der Geschichte von Erpressung zu Liebe zu Kinderwunsch zu Fanatismus... Zum Stil: Am Schreibstil von Herrn Meek ist meiner Meinung nach nichts auszusetzen. Er schreibt flüssig, leicht lesbar, in einer leicht gehobenen Sprache. Auch die wissenschaftlichen Erklärungen waren für mich verständlich, was mich sehr gefreut hat. Allerdings bin ich auch kein Wissenschaftler und könnte nachprüfen, ob alles richtig recherchiert war. Der Eindruck entsteht zumindest. Die Figuren sind in ihren Handlungen alle nachvollziehbar, obwohl jede ihre Geheimnisse behält und der Leser bei weitem nicht alles erfährt. Kritik: Zu Beginn war ich begeistert von der Sprache. Auch die Charakterzeichnung Ritchies konnte mich gefangen nehmen und ich hätte gerne noch mehr von ihm gelesen. Nach einer Weile allerdings, begann ich, wie oben schon beschrieben zu schwimmen. Die Hauptthemen (oder zumindest die im Klappentext als solche angekündigten) rutschen immer weiter in den Hintergrund. Es tauchten Randfiguren auf, die durchaus Interesse weckten aber schnell wieder verschwanden. Mich beschlich immer mehr das Gefühl, zwischen den Zeilen lesen zu müssen. Denn vieles blieb ungeschrieben. Aber auch von den Figuren unreflektiert. Schade, das Buch hätte meiner Meinung nach sehr viel mehr gekonnt. So gebe ich 2 Sterne von 5 und muss sagen, wer will, kann "Liebe und andere Parasiten" lesen, ein Muss ist es aber für mich definitiv nicht. Nichtsdestotrotz ein großes Dankeschön an den Verlag und lovelybooks, dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte.  

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