James Montier Der Schlüssel zu Ihrem Anlage-Erfolg

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Inhaltsangabe zu „Der Schlüssel zu Ihrem Anlage-Erfolg“ von James Montier

Schon Benjamin Graham, der Vater des Value Investing, wusste: "Das Hauptproblem des Investoren - und sein größter Feind - ist wohl er selbst." Vorlieben, Emotionen und übermäßiges Selbstvertrauen kommen uns bei unseren Investitionsentscheidungen oftmals in die Quere. Behavioral Economics beschäftigt sich mit genau diesen Faktoren, die dazu führen, dass wir nicht wie der klassische nutzenmaximierende Homo oeconomicus agieren. Und wer seine Schwächen kennt, ist nicht zuletzt ein besserer Investor.

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    Der Schlüssel zu Ihrem Anlage-Erfolg

    R_Manthey

    03. July 2015 um 14:59

    So einfach kann man das Grundaxiom der Verhaltenspsychologie formulieren. Wir besitzen zwei verschiedene Systeme in unserem Gehirn. Das eine, im Buch wird es X-System genannt, dient uns schon seit Urzeiten. Früher half es uns, in kürzester Zeit Entscheidungen zu treffen, von denen unser Überleben abhing, wenn wir uns bedroht fühlten oder tatsächlich bedroht wurden. Der im Buch C-System genannte Komplex entstand später. Mit ihm sind wir in der Lage, logisch zu denken und rationale Handlungen zu planen und durchzuführen. Leider ist dieses System viel langsamer als das andere, sein Gebrauch erweist sich als anstrengend, und es benötigt eine Menge Energie. Deshalb wird es von vielen Menschen nur sehr ungern benutzt. Nun hat es sich der Autor dieses leicht lesbaren Buches zur Aufgabe gemacht, diejenigen unter uns, die ihr Geld gerne durch sogenanntes Value-Investing zu vermehren versuchen, auf die Fallen hinzuweisen, in die uns unser X-System dabei führt. Manchmal muss man allerdings während des Lesens sein C-System ziemlich bemühen und auch damit rechnen, dass die Ergebnisse dieser Anstrengungen ernüchternd ausfallen können. Denn der Autor zelebriert in diesem Buch einige typische Tests, die uns zeigen sollen, wie merkwürdig wir reagieren, wenn wir die Benutzung von anstrengenden Denkprozessen verweigern und lieber intuitive Antworten hervorbringen, die unser X-System auswirft, das sich im Laufe unserer Evolution in gewissem Grade zu einer Selbsttäuschungsmaschine umfunktioniert hat. Wenn man bei einer Tätigkeit (wie zum Beispiel einem Engagement an den Finanzmärkten) in die Gefahr kommen kann, den Kopf zu verlieren, also dem X-System das Ruder zu übergeben, schützt man sich dagegen am besten, indem man sein Vorgehen vorher so gut wie möglich plant. Man denkt also zunächst und handelt nicht, um es dann genau andersherum zu machen. Das wird uns im ersten Kapitel erklärt. Danach rät uns der Autor, extreme Stresssituationen möglichst zu vermeiden, weil sie in der Regel das C-System ausschalten und das X-System aktivieren. Er empfiehlt in diesem Zusammenhang zum Beispiel, besser Cash zu halten, als sich in unklare Situationen zu stürzen. Das dritte Kapitel befasst sich mit dem weit verbreiteten Hang zu etwas übertriebenen Optimismus und zur Selbstüberschätzung, den man etwa bei Antworten auf die Frage beobachten kann, ob man sich als besseren Autofahrer oder Liebhaber sieht. Irgendwie sind wir doch alle besser als der Durchschnitt. Übrigens führt, wenn ich den Autor richtig verstanden habe, eine realistische Sicht auf die Welt oft zu klinischer Depression. Vielleicht findet sich auch beim Autor ein gewisser Zug von übertriebenem Optimismus, denn ich glaube nicht, dass man sein Verhalten durch das Lesen eines oder dieses Buches ändern kann. Unser Verstand gaukelt uns gerne vor, dass wir etwas bereits können, wenn wir glauben, es verstanden zu haben. Kapitel vier erklärt uns, warum wir gerne Leuten vertrauen, die sich als Experten darstellen, auch wenn sie nicht mehr wissen als wir selbst. Interessant sind in diesem Zusammenhang die hier dargestellten verblüffenden Studien und Untersuchungen. Das folgende Kapitel befasst sich mit dem Wahnwitz von Prognosen und ihrer Nutzlosigkeit beim Investieren. In den beiden folgenden Abschnitten wird der Hang vieler Investoren zur Informationsüberflutung diskutiert, der nicht zu besseren Ergebnissen, sondern nur zu Verwirrung führt. Im selben Sinne wird danach das Blasen-TV abgehandelt. Kapitel 8 widmet sich dem Phänomen der eingeschränkten Wahrnehmung in Bezug auf ein bereits vorhandenes Investment. Etwas Schlechtes wollen wir drüber nicht zur Kenntnis nehmen. Danach geht es um die Inflexibilität vieler Marktteilnehmer, wenn sich die Marktstimmung ändert. Wenn uns jemand eine Geschichte erzählt, sind wir gerne bereit, auch einmal Fakten zu übersehen. Das ist das Thema von Kapitel 10. Das folgende Kapitel lehrt uns, Blasen frühzeitig zu erkennen. Danach geht es um das Führen eines Echtzeittagebuches, damit wir im Nachhinein wissen, warum wir gewisse Entscheidungen fällten, die sich bei Kenntnis der Zukunft als nicht tragfähig erwiesen hätten. So schützen wir uns vor Selbstkasteiung. Im 13. Kapitel erfährt der Leser, dass man auch einmal einfach nichts tun sollte, um nichts Falsches zu machen. Danach geht es um die Folgen von Gruppendruck und wie man sie vermeidet. Schließlich diskutiert Kapitel 15, wann wir ein Investment verkaufen sollten. Nicht die Konzentration auf ein Ergebnis bringt dieses auch wirklich zustande, sondern vielmehr das Fokussieren auf den Arbeitsprozess, der zu einem Ergebnis führen soll. Diese sehr wichtige Erkenntnis vermittelt das 16. Kapitel. Im Fazit seines Textes kommt der Autor dann auf den zentralen Punkt, den ich schon oben kurz erwähnt habe. Die Verhaltenspsychologie beschreibt und erklärt unser irrationales Verhalten, sie ändert es damit aber nicht. Das schafft man nur mit Disziplin und Tricks, die unser X-System zu umgehen helfen. Wenn wir unser Verhalten tatsächlich ändern wollen, stehen wir vor einem Paradoxon: Wir versuchen nämlich zunächst, unseren Verstand mit ihm selbst zu besiegen. Montier beschreibt das an seinem offenbar bisher missglückten Vorhaben, seiner Fettleibigkeit zu begegnen. Fazit. Wenn man keine Wunderwaffe gegen alle seine bisherigen Schwächen beim Value-Investing (oder auch beim Traden) erwartet, findet man ein sehr gut geschriebenes und äußerst informatives Buch, das viele Verhaltensfallen enthüllt, in die uns unser Uraltgehirn gerne führt. Für diese Informationen gibt es fünf Sterne. Dem Buch fehlende praktische Hinweise vorzuwerfen, wäre unfair. Erstens gibt es einige recht gute Verfahrensanweisungen in ihm und zweitens kann ein Buch kaum wirkliche Lebenshilfe leisten, weil es nicht interaktiv ist.

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