James N Frey

 4,1 Sterne bei 91 Bewertungen

Alle Bücher von James N Frey

Cover des Buches Wie man einem verdammt guten Roman schreibt (ISBN: 9783924491321)

Wie man einem verdammt guten Roman schreibt

 (49)
Erschienen am 05.05.2016
Cover des Buches Wie man einen verdammt guten Roman schreibt (ISBN: 9783897051287)

Wie man einen verdammt guten Roman schreibt

 (25)
Erschienen am 01.09.1998
Cover des Buches The Key (ISBN: 9783897052109)

The Key

 (4)
Erschienen am 01.04.2001

Neue Rezensionen zu James N Frey

Cover des Buches Wie man einen verdammt guten Kriminalroman schreibt (ISBN: 9783897053687)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Wie man einen verdammt guten Kriminalroman schreibt" von James N Frey

Der Superhero im Krimi hat ausgedient
Bellis-Perennisvor 9 Monaten

Autor James N. Frey ist Verfasser mehrerer Schreibratgeber, die vor allem in den USA populär sind. Dieser Ratgeber ist 2005 auf Deutsch erschienen und erklärt, was es braucht, um einen verdammt guten Krimi zu schreiben. 

Nicht alles, was der Autor in den 15 Kapitel empfiehlt, kann auf den europäischen Buchmarkt übertragen werden. Die Beispiele, die Frey bringt, sind alle auf die USA zugeschnitten. 

Einige Tipps lassen sich ganz gut verwenden. Die Gestalt des Superheros hat meiner Meinung nach ausgedient.  

Dass (Bücher)Schreiben zu einem großen Teil Handwerk ist und nicht ausschließlich einer genialen Idee geschuldet ist, ist hinlänglich bekannt. 

Fazit: 

Ob diese Anleitung genügt, einen „verdammt guten Krimi“ (der sich auch verkauft) zu schreiben, mag dahin gestellt bleiben. Wer sich für die Mechanismen des Krimi-Schreibens interessiert, wird es gerne lesen. Als Schreibratgeber kann ich das Buch nur bedingt empfehlen. 3 Sterne.

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Cover des Buches Wie man einen verdammt guten Thriller schreibt (ISBN: 9783897058057)

Rezension zu "Wie man einen verdammt guten Thriller schreibt" von James N Frey

Ratgeber für Kassenknüller
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Vorab. Der Ratgeber ist gut. Aber er hat mich immer wieder auch gelangweilt, weil man überall das gleiche Muster erkennt. Wow. Peng. Krach. Es ght um den Stil der Kinoklassiker, sehr filmisch, für ich weniger belletristisch. Der Szeneaufbau hätte mir auch mit weniger Umfang gereicht und so habe ich ihn nur angerissen. Aufgebläht statt konzentriert. Kann man lesen, muss man aber auch nicht.

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Cover des Buches Wie man einem verdammt guten Roman schreibt (ISBN: 9783924491321)
SabWes avatar

Rezension zu "Wie man einem verdammt guten Roman schreibt" von James N Frey

Verdammt guter Ratgeber
SabWevor 3 Jahren

Wie schafft man runde Figuren und wie entsteht eine spannende Story? Was genau ist eine Prämisse, der sich jeder Roman zu unterwerfen hat, und wofür sollte sie gut sein? Warum ist es für geniale oder zumindest talentierte Schreiber oft viel schwieriger, einen Roman zu verfassen, als für disziplinierte Arbeitstiere? Weshalb ist es so wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein, wenn man einen guten Roman schreiben will?

Der amerikanische Schriftsteller und Universitätsdozent für kreatives Schreiben, James N. Frey, verfasste seinen Ratgeber, in dem er diese und weitere Themen behandelt, bereits 1987. Und ich bin unendlich froh, ihn ein paar Jahrzehnte später endlich entdeckt und gelesen zu haben.

Natürlich ist der Mann umstritten und natürlich ist seine Sicht auf die Dinge zutiefst in der amerikanischen Literatur und Dramaturgie verwurzelt. Man stelle sich einen deutschen Literaturprofessor vor, der unter Auslassung jeglicher Demutsformel behauptet, zu wissen, wie man einen verdammt guten Roman schreibt. Undenkbar, ein Skandal!

James N. Frey, geboren 1945 in New York, ist Schriftsteller und unterrichtete kreatives Schreiben an amerikanischen Universitäten, lange bevor man in Deutschland überhaupt zu glauben vermochte, dass es sich lehren und erlernen lässt, wie Literatur entsteht. Ganz ohne Geniekult und Strukturalismus-Debatten.

Und natürlich weiß der Mann sehr genau, dass es „den“ verdammt guten Roman nicht gibt, dass er im Grunde eine Anleitung verfasst hat, wie man eine prima Drehbuchvorlage für den nächsten Tatort schreibt. Denn es geht ihm, wie Volker Neuhaus es im Vorwort zusammenfasst, „um den dramatischen Roman – um nicht mehr. Den Experimentalroman, den unsere Kritiker fast ausschließlich besprechen, schließt er ausdrücklich aus.“

Man darf sich also diesem Buch nicht mit der Vorstellung nähern, eine Rezeptur für alles und jedes zu erhalten, die das eigene disziplinierte Arbeiten am Manuskript, das Schreiben und Verwerfen, Fluchen und Jauchzen, das rasche Entwerfen und langsame Überarbeiten überflüssig macht. Im Gegenteil. Wer Freys Anleitung ernst nimmt, sieht eine Menge harter Arbeit auf sich zukommen. Ganz anders, als es die zuckersüßen Ratgeber verheißen, die den kreativen Schreibfluss anregen wollen, nicht aber zum Klotzen und Ackern auffordern.


Vergiss Schreibübungen und konzentriere dich auf deine Prämisse

Zentrale Bedeutung kommt Frey zufolge der Prämisse eines Romans zu. Die Prämisse ist letzter Grund des jeweiligen Romans und bestimmt dessen Aufbau, Handlung, Konflikte und Spannungsbögen. Sie stellt eine organische Einheit der Handlung aller Figuren her, sie muss bewiesen und ins Extrem geführt werden. Ohne eine Prämisse könnte der Roman immer noch nett und lesenswert sein, würde aber bei näherem Hinsehen in seine Einzelteile zersplittern.

Dabei kann die Prämisse selbst durchaus banal sein. Sie kann beispielsweise lauten „Sex vor der Ehe führt ins Unglück“ – oder auch vom genauen Gegenteil ausgehen. Es kommt nicht darauf an, dass die Prämisse wahr ist, sondern darauf, dass der Autor sie beweisen will und die Beweisführung auf seine Figuren, deren Konflikte und Motive überträgt.

Ist die Prämisse erst gefunden, müssen alle Szenen und Handlungen daraufhin überprüft werden, ob sie in einem Zusammenhang zu ihr stehen. Das klingt nach einer starken Einschränkung und so, als dürfe sich alles nur um ein Thema drehen und winden. Und gerade die hohe Bedeutung, die Frey der Prämisse zuspricht, führte teilweise zu Verrissen und negativen Rezensionen seines Schreibratgebers. Tatsächlich nimmt sie in seiner Anleitung einen wichtigen Stellenwert ein, letztlich aber nicht den allein selig machenden.

Mir hat die Vorstellung einer solchen Prämisse enorm geholfen, zu verstehen, was mich an meinem eigenen Erstlingswerk stört: Der Roman ist schon okay, schwächelt aber, weil es ihm an einer solchen eindeutigen Prämisse fehlt, was bedeutet, er wirkt zersplittert, findet nicht zu sich selbst und zu einer überzeugenden Einheitlichkeit. Was bislang nur ein Gefühl war, an dem sich nichts ändern ließ, ist auf diese Weise zu einer Erkenntnis geworden, mit der sich arbeiten und ein neuer Versuch starten lässt. Und dafür bin ich schon heute zutiefst dankbar.

 

Die Frage aller Fragen: Willst du einen verdammt guten Roman schreiben oder nicht?

Freys eher knappe Anleitung war nicht der erste Schreibratgeber, den ich las. Ich wünschte, er wäre es gewesen. Denn es ist der erste, der mich wirklich voranbringt. Was ihn für mich so wertvoll macht und von anderen Ratgebern unterscheidet, ist, dass er keine gelenkten Schreibübungen enthält, deren Sinn sich niemandem erschließt und die den angehenden Autor stets nur in der Abhängigkeit von Experten halten, die es besser wissen. Frey stellt den Leser, der so gern ein Autor sein möchte, im Grunde vor eine einzige grundlegende Frage: Willst du nun einen verdammt guten Roman schreiben oder nicht?

Ob man sich dann Freys Vorstellungen von einem solch eigenwilligen Genre wie dem „verdammt guten Roman“ gänzlich unterwirft, bleibt jedem selbst überlassen. Klar ist nur: Ein guter Roman duldet keine Ausflüchte. Schreib ihn mit ganzer Kraft und Intensität oder lass die Finger davon. Sei ehrlich zu dir selbst, halte dich fern von Kritikern, die dich nicht zerpflücken und anfeuern, und opfere zur Not auch deine Lieblingsszenen dem Rotstift, denn „nur Schriftsteller wissen, wie man einen Text umschreibt. Diese Fähigkeit allein macht den Amateur zum Profi“.

Na dann: erfolgreiches Schaffen!

 

Die Zitate wurden der deutschen Ausgabe aus dem Jahr 2008 entnommen.

 

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