James N Frey

 4.1 Sterne bei 78 Bewertungen

Alle Bücher von James N Frey

James N FreyWie man einem verdammt guten Roman schreibt
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Wie man einem verdammt guten Roman schreibt
Wie man einem verdammt guten Roman schreibt
 (45)
Erschienen am 05.05.2016
James N FreyWie man einen verdammt guten Roman schreibt
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Wie man einen verdammt guten Roman schreibt
Wie man einen verdammt guten Roman schreibt
 (21)
Erschienen am 01.09.1998
James N FreyWie man einen verdammt guten Thriller schreibt
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Wie man einen verdammt guten Thriller schreibt
James N FreyThe Key
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The Key
The Key
 (4)
Erschienen am 01.04.2001
James N FreyWie man einen verdammt guten Kriminalroman schreibt
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Wie man einen verdammt guten Kriminalroman schreibt

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Rezension zu "Wie man einem verdammt guten Roman schreibt" von James N Frey

Rezension zu " Wie man einen verdammt guten Roman schreibt" von James N Frey
Mario_Veraguthvor 4 Jahren

Am ehesten könnte man von einer Strukturfindungsfibel samt Motivationserklärung eines Schriftstellers sprechen, die mit Passagen aus Werken der klassischen Literatur wie „Der Pate, Lolita, Ein Weihnachtslied in Prosa, Madame Bovary, Der alte Mann und das Meer“ gespickt anschauliche Beispiele für im Buch erklärte Techniken liefert.

Alleine diese Einbindung großer Werke zur Veranschaulichung konkreter Anwendungsgebiete einzelner Techniken in ihrer höchsten Perfektion könnte noch wesentlich häufiger Eingang in die Ratgeberliteratur finden, ermöglicht es doch gute Anschauungsmöglichkeiten. Es werden angesichts der relativen Kürze des Buches schiere Mengen an Themenblöcken durchexerziert, so dass ein guter Überblick gewährleistet, jedoch für eine vertiefende Beschäftigung  mit einzelnen Bereichen ein Griff zu weiterführender und spezifischerer Literatur notwendig wird.

Realistisch und für das Werk löblich ist es, dass man sich durchaus vorstellen kann, nur mit selbigem gerüstet einen halbwegs akzeptablen Erstlingsroman abliefern zu können. Alles an Rüstzeug ist vorhanden und auch wenn mitunter von Kritikern moniert wird, dass es an Anspruch fehle, ist schlicht der Abschluss einer Erzählung für einen angehenden Autor ein Meilenstein. Ganz unabhängig davon, wie er erreicht wird. Und dieser dürfte mit schlichten, vorhersehbaren Geschichten über stereotype Charaktere in klischeetriefenden Umgebungen leichter und eher zu erreichen sein als mit komplexen und anspruchsvollen Thematiken und Erzählstrukturen. Denn mit Übung stellen sich in der Regel auch stilistische Verbesserungen und komplexere Hintergrundgeschichten ganz von selbst ein. Gegner werfen dem Werk genau diese Simplifizierung als Hauptkritikpunkt entgegen, wobei die Bedürfnisse angehender Autoren gänzlich ausgeklammert werden, die eben einfache Anleitungen zu für den Anfang nicht überforderndem Schreiben benötigen und keine vor Fachausdrücken und hohen Ansprüchen strotzenden Werke.

Andere, durchaus begründete Kritikpunkte finden sich hingegen auch. So erscheinen die Erläuterungen über Perspektive nicht ganz fundiert und dürften teilweise falsch sein, bei genauer Befolgung der Anweisungen dürften sich mitunter recht ähnliche Ergebnisse einstellen, was die Gefahr in sich birgt, nur mehr nach festgelegten Schema ohne gesunde Ausgewogenheit hinsichtlich Kreativität zu arbeiten. Auch warum die Prämisse im Verhältnis zu anderen, wichtigen Komponenten derart überbetont wird, erschließt sich nicht ganz und konkrete stilistische Tipps und Hilfestellungen sind Mangelware.

Der Autor versteht es zu polarisieren und die Leser in zwei extreme Lager zu spalten, die ihn entweder hochpreisen oder als arroganten Dampfplauderer darstellen. Ob der Schreibstil wirklich etwas über die Persönlichkeit aussagt, bewusst verkaufsfördernd provokant gewählt ist oder alle Passagen ernsthaft so gemeint sind, sei dahingestellt. Fest steht, dass Frey nicht nur eine Anleitung für einen Roman, sondern auch ein kauziges und unterhaltsames Buch geschrieben hat und niemals für sich in Anspruch nimmt, tiefsinnige Literatur zu schaffen. Er weist im Gegenteil mehrfach auf Sinn und Zweck seines Werks hin. Insofern ist er sowohl bei der Wahl seiner Lehrmethoden als auch stilistisch konsequent und sich selbst treu und verdient rein subjektiv eher Achtung als Schelte für die Intoleranzen, die er sich herausnimmt und als bewusste Provokation einsetzt. Denn welchen Nutzen zieht ein Leser aus einem politisch absolut korrekten, aber knochentrockenen Ratgeberbuch?

Letztendlich kann man zur Beurteilung eines Buches nicht nur subjektive Eindrücke in den Vordergrund rücken, sondern sollte die Nützlichkeit für die jeweils angesprochene Lesergruppe anstelle der eigenen Präferenzen zum Primat erheben, um objektive und für andere nutzbringende Beurteilungen tätigen zu können. Im Endeffekt zählen Resultat und Nutzen und dieses Versprechen hält Frey vor allem für Einsteiger und Schreiber mit nicht mehr als dem Anspruch zu unterhalten.

 

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Ines-Rs avatar

Rezension zu "Wie man einen verdammt guten Thriller schreibt" von James N Frey

Ein sehr guter Ratgeber!
Ines-Rvor 4 Jahren

Ein sehr guter Ratgeber! Ich habe dieses Buch komplett durchgearbeitet und fühle mich jetzt viel besser gewappnet, meinen Thriller anzugehen.


Frey vermittelt eine Menge hilfreicher Tipps, überschaubar strukturiert und mit vielen Beispielen versehen, von denen jeder Leser bestimmt so einige erkennt und dementsprechend nachvollziehen kann. Die wichtigsten Punkte, die der angehende Thriller-Autor  beachten sollte, werden öfter wiederholt, aber das ist gut so, denn nur so setzen sie sich auch fest.

Parallel dazu habe ich „Mr. Mercedes“ von Stephen King gelesen (diesmal ein Thriller und kein Horror/Fantasy). Ich habe alle Punkte, auf die Frey hinweist, bei King wiedergefunden. Und weil ich überzeugt davon bin, dass King der beste Unterhaltungs-Autor ist, bin ich auch überzeugt davon, dass dieser Ratgeber der beste ist (ich habe bisher allerdings nur 3 gelesen).

Da mir einige der Beispiele einfach zu lang und zu ausführlich waren (ich habe sie deshalb häufiger nur quergelesen) ziehe ich bei meiner Bewertung einen Punkt ab. Das mindert jedoch nicht die Qualität der Kernaussage. Ich würde dieses Buch jedem angehenden Thriller-Autor empfehlen.

Kommentare: 3
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Betty Kays avatar

Rezension zu "Wie man einem verdammt guten Roman schreibt" von James N Frey

Rezension zu "Wie man einem verdammt guten Roman schreibt" von James N Frey
Betty Kayvor 6 Jahren

Dieses Buch ist ein Muss für jeden Schreibanfänger. Kompakt zusammengefasst sind hier die wichtigsten Punkte zu finden, die man beim Schreiben eines guten Romans beachten sollte. Allerdings gibt es einen Stern Abzug, weil die meisten Fakten auch im Buch "Über das Schreiben" von Sol Stein angeführt sind.

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