James P. Othmer Bullshit Nation

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Inhaltsangabe zu „Bullshit Nation“ von James P. Othmer

Lustig geht die Welt zugrunde – eine bitterböse Gesellschaftssatire der Extraklasse Yates ist der gefragteste Trendforscher Amerikas. Seine Auftraggeber erwarten möglichst günstige Zukunftsprognosen, und Yates belügt sie mit einer begnadeten Nonchalance. Bis er sich eines Tages entschließt, dem Blendwerk ein Ende zu setzen und nur noch die Wahrheit zu sagen. Wer die Medien beherrscht, hat die öffentliche Meinung, das Geld und die Macht auf seiner Seite. Yates, der Futurologe, kennt die Spielregeln genau. Für sehr viel Geld verkauft er seinem Publikum das, was es hören will. Vor dem Kreis bibelfester Christen predigt er die Keuschheit, auf der alljährlichen Versammlung der Pornofilmverleiher feiert er die Fleischeslust. Doch irgendwann ist das Maß voll. Yates beschließt, die Wahrheit zu sagen. Er outet sich als Scharlatan und diskreditiert seinen gesamten Berufszweig. Aber der geplante Karriere-Selbstmord schlägt fehl. Die große Empörung bleibt aus, stattdessen wird Yates bejubelt und avanciert gegen seinen Willen über Nacht zur Legende. Die Welt aus Lug und Trug scheint ihn nicht preisgeben zu wollen, doch Yates gibt nicht auf und hat schließlich die zündende Idee. • Nominiert für den „National Magazine Award“ • Eine großartig unterhaltsame Gesellschaftssatire

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  • Rezension zu "Bullshit Nation" von James P. Othmer

    Bullshit Nation
    thursdaynext

    thursdaynext

    08. December 2012 um 14:38

    Eine Gemeinschaftsrezi von Rallus & Thursday Vom Wahrsagen lässt sich wohl leben, aber nicht vom Wahrheit sagen. oder Der Futurologe ist kurzsichtig_ Die Wahrheit will niemand hören, dann verkaufen wir ihnen was sie haben wollen. In Yates Fall sind das "Futures" die er dem Gusto des jeweiligen Auftraggebers anpasst. ( "Zurzeit ist er Ehrenmitglied im Vorstand eines neugegrüdeten Unternehmens , das den Ausverkauf - von Aktien und Prinzipien bereits in seinem Zweijahresplan festgeschrieben hat" ) Darin ist er gut. So gut, dass er bekannt und begehrt, ein komfortables sinnfreies Leben führt und etwaige Bedenken die ihn überkommen erfolgreich mit Alkohol, Sex und Konsum überdeckt. Bei gelegentlichen Ausflügen in den Bereich der Wahrheit wurde ihm schnell klargemacht, dass dies nicht gewünscht ist. Auch seine Beziehung lebt nicht von Liebe und Ehrlichkeit. So reist er von einem Kontinent zum anderen. Bis seine langjährige Freundin Schluss macht. Per SMS . "Inzwischen kann man von einem anderen Kontinent aus in Echtzeit abserviert werden, um anschliessend praktisch mit Lichtgeschwindigkeit gegen eine digitale Mauer der Ablehnung und Feindseligkeit zu rasen" Das bringt ihn zum Grübeln. Nicht weil sie ihm soviel bedeutete, das Abserviert werden ist es welches sein sattes, eingefahrenes Wohlbefinden beeinträchtigt. Und die Erkenntnis, daß sie ihm doch viel bedeutet. Weitere lästige Dinge geschehen und Yates der Futurologe hat plötzlich ein größeres Problem. Er wird zur Spielfigur in einem Spiel dessen Zweck er nicht durchschaut. Gejagt von einem lästigen dubiosen Pseudo(nym) Nostradamus "Wenn man genug Zeit hat kann man aus den Prophezeihungen von Nostradamus sogar den Ausgang eines Feldhockeyspiels an der Higschool herauslesen - und sich dann über die unheimliche Übereinstimmung wundern:", den geheimnisvollen Johnsons, auf der Suche nach etwas von dem er nicht weiß was es ist, beginnt er zu denken ...."Er überlegt angestrengt , wann genau diese Veränderung eingetreten ist. Wann er sich vom Gläubigen zum Zyniker gewandelt hat . Wann er seine Überzeugungen verraten hat. Aber natürlich war es kein bestimmter Zeitpunkt. Es war eine allmähliche Trübung seiner Identität, eine lange Reihe verfehlter Kompromisse, über die er sich auf Dauer nicht hinwegtäuschen konnte ." Bei einem Besuch seines alten Freundes Campbell, ein Multimilliardär der in Grönland sitzt und den Eisbergen beim Kalben zuschaut, wird ihm klar, daß er ein Meister im Verdrängen ist. Ich verdränge nichts, ich bin nur sehr wählerisch in Bezug auf die Tatsachen die ich akzeptiere......Calvin & Hobbes Auch Campbell hat den "falschen" Göttern hinterhergejagt, das goldene Kalb des Mammon. Mir hat niemand gesagt was ich machen soll wenn ich reich bin. Auch Yates ist von nun an auf der Suche nach dem Sinn, nach sich. James P.Othmer verändert ab hier unmerklich den Stil seines Buches, sind die Sätze vorher von Zynismus und bissigen bösartigen Seitenhieben auf die Gesellschaft durchsetzt, so wird es langsam immer emotionaler, weicher und er greift einem tief ans Herz. Auch hier hilft Yates der Besuch seiner Heimat, bei der Stätte seiner Jugend, am Grab seines gerade verstorbenen Vaters zusammen mit der Zufallsbekanntschaft Majorie, bekommt er seine letzte Prüfung vorgelegt. Seine Zukunft bleibt am Ende des Buches offen, es ist nicht das was wir lesen wollen, es ist aber die Wahrheit. Bullshit Nation schildert die heutige Welt treffend, schonungslos als "moralisch ambivalent" Einer von vielen Euphemismen mit denen die Menschen sich täuschen lassen wollen. Die Wandlung des "Zukunftspapstes" Yates vom Zyniker, zum Westentaschenphilosophen auf der Suche nach dem verlorenen Guten ist herrlich bösartig, aber auch anrührend. Beim Lesen wandelte sich unsere anfangs genußsüchtige, zynische aber oberflächliche Mitempfindung in eine wärmere, näher in den Kern vordringende Empathie um. Fast war uns das Erstere noch lieber gewesen, aber das zweitere ist eben das Ehrlichere!

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  • Rezension zu "Bullshit Nation" von James P. Othmer

    Bullshit Nation
    rallus

    rallus

    08. December 2012 um 13:10

    Eine Gemeinschaftsrezi von Thursdaynext und Rallus Vom Wahrsagen lässt sich wohl leben, aber nicht vom Wahrheit sagen. oder Der Futurologe ist kurzsichtig Die Wahrheit will niemand hören, dann verkaufen wir ihnen was sie haben wollen. In Yates Fall sind das "Futures" die er dem Gusto des jeweiligen Auftraggebers anpasst. ( "Zurzeit ist er Ehrenmitglied im Vorstand eines neugegrüdeten Unternehmens , das den Ausverkauf - von Aktien und Prinzipien bereits in seinem Zweijahresplan festgeschrieben hat" ) Darin ist er gut. So gut, dass er bekannt und begehrt, ein komfortables sinnfreies Leben führt und etwaige Bedenken die ihn überkommen erfolgreich mit Alkohol, Sex und Konsum überdeckt. Bei gelegentlichen Ausflügen in den Bereich der Wahrheit wurde ihm schnell klargemacht, dass dies nicht gewünscht ist. Auch seine Beziehung lebt nicht von Liebe und Ehrlichkeit. So reist er von einem Kontinent zum anderen. Bis seine langjährige Freundin Schluss macht. Per SMS . "Inzwischen kann man von einem anderen Kontinent aus in Echtzeit abserviert werden, um anschliessend praktisch mit Lichtgeschwindigkeit gegen eine digitale Mauer der Ablehnung und Feindseligkeit zu rasen" Das bringt ihn zum Grübeln. Nicht weil sie ihm soviel bedeutete, das Abserviert werden ist es welches sein sattes, eingefahrenes Wohlbefinden beeinträchtigt. Und die Erkenntnis, daß sie ihm doch viel bedeutet. Weitere lästige Dinge geschehen und Yates der Futurologe hat plötzlich ein größeres Problem. Er wird zur Spielfigur in einem Spiel dessen Zweck er nicht durchschaut. Gejagt von einem lästigen dubiosen Pseudo(nym) Nostradamus "Wenn man genug Zeit hat kann man aus den Prophezeihungen von Nostradamus sogar den Ausgang eines Feldhockeyspiels an der Higschool herauslesen - und sich dann über die unheimliche Übereinstimmung wundern:", den geheimnisvollen Johnsons, auf der Suche nach etwas von dem er nicht weiß was es ist, beginnt er zu denken ...."Er überlegt angestrengt , wann genau diese Veränderung eingetreten ist. Wann er sich vom Gläubigen zum Zyniker gewandelt hat . Wann er seine Überzeugungen verraten hat. Aber natürlich war es kein bestimmter Zeitpunkt. Es war eine allmähliche Trübung seiner Identität, eine lange Reihe verfehlter Kompromisse, über die er sich auf Dauer nicht hinwegtäuschen konnte ." Bei einem Besuch seines alten Freundes Campbell, ein Multimilliardär der in Grönland sitzt und den Eisbergen beim Kalben zuschaut, wird ihm klar, daß er ein Meister im Verdrängen ist. Ich verdränge nichts, ich bin nur sehr wählerisch in Bezug auf die Tatsachen die ich akzeptiere......Calvin & Hobbes Auch Campbell hat den "falschen" Göttern hinterhergejagt, das goldene Kalb des Mammon. Mir hat niemand gesagt was ich machen soll wenn ich reich bin. Auch Yates ist von nun an auf der Suche nach dem Sinn, nach sich. James P.Othmer verändert ab hier unmerklich den Stil seines Buches, sind die Sätze vorher von Zynismus und bissigen bösartigen Seitenhieben auf die Gesellschaft durchsetzt, so wird es langsam immer emotionaler, weicher und er greift einem tief ans Herz. Auch hier hilft Yates der Besuch seiner Heimat, bei der Stätte seiner Jugend, am Grab seines gerade verstorbenen Vaters zusammen mit der Zufallsbekanntschaft Majorie, bekommt er seine letzte Prüfung vorgelegt. Seine Zukunft bleibt am Ende des Buches offen, es ist nicht das was wir lesen wollen, es ist aber die Wahrheit. Bullshit Nation schildert die heutige Welt treffend, schonungslos als "moralisch ambivalent" Einer von vielen Euphemismen mit denen die Menschen sich täuschen lassen wollen. Die Wandlung des "Zukunftspapstes" Yates vom Zyniker, zum Westentaschenphilosophen auf der Suche nach dem verlorenen Guten ist herrlich bösartig, aber auch anrührend. Beim Lesen wandelte sich unsere anfangs genußsüchtige, zynische aber oberflächliche Mitempfindung in eine wärmere, näher in den Kern vordringende Empathie um. Fast war uns das Erstere noch lieber gewesen, aber das zweitere ist eben das Ehrlichere!

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  • Rezension zu "Bullshit Nation" von James P. Othmer

    Bullshit Nation
    Duffy

    Duffy

    20. February 2012 um 11:57

    Yates ist im Laufe der Jahre zu einem Futurologen geworden, der seinen Auftragsgebern das gibt, was sie von ihm verlangen und das sind in erster Linie günstige Prognosen, um gute Investitionsmöglichkeiten zu schaffen. Bis er sich eines Tages entschließt, aus dem Zirkus auszusteigen. Ein demaskierender Vortrag lässt ihn auf seinen letzten Arbeitgeber treffen. Seine Aufgabe soll das Reisen um die Welt sein, um herauszufinden, wie die Stimmung und die Meinung zu Amerika ist. Nachdem er feststellen muss, dass er erpresst und sein Renommé missbraucht wird, kommt es zu einer finalen Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen Werten. Othmer hat einen spannenden Roman geschrieben und seine Hauptfigur verkörpert den Prototyp des Zynikers, dessen Aussagen als Alibi für die Interessen der Macht und das Kapital festgemacht werden. Nur dass hier mal einer aussteigen will. Der Autor verfällt nicht ins Klischee, ein schlechtes Gewissen als Motivation für eine Gesinnungsänderung zu strapazieren, sondern schafft eine Anzahl von Nebenschauplätzen, die in erster Linie aus persönlichen Beziehungen bestehen und so ein Umdenken bei Yates auslösen. Es ist ein spannendes Buch, nicht zuletzt, weil Yates unkalkulierbar ist. Es ist aber auch manchmal ein erschreckendes Buch, wenn man sich vor Augen hält, dass Massenmanipulation genau so funktioniert. Man möchte es nicht wahrhaben.

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  • Rezension zu "Bullshit Nation" von James P. Othmer

    Bullshit Nation
    Ritja

    Ritja

    08. February 2010 um 09:41

    Einst war Yates ein erfolgreicher Trendforscher, der nicht nur von der glorreichen Zukunft sprach, sondern auch von den möglichen Risiken. Doch die Zeiten änderten sich. Der Futurologe reist nun von Auftritt zu Auftritt, von Konferenzen zu Tagungen und erzählt den Teilnehmern das was der Veranstalter hören möchte. Mal spricht er vor einem kirchlichen Kreis, dann wieder vor Pornofilmern und am Ende immer nach deren Ansichten. Er verliert dadurch seine Liebe Laura, seinen Bezug zur Realität und wendet sich immer mehr dem Alkohol zu. Bei einer Tagung nimmt er sich vor nur noch die Wahrheit zu sagen. Er gibt zu, nichts zu wissen, ein Ahnungsloser zu sein und erreicht dadurch noch mehr Popularität als vorher. Er wird von Johnson & Johnson, zwei ihm unbekannte Männer, abgeworben und muss am eigenen Körper spüren, was Unwissenheit, Macht, Gier und Skrupellosigkeit bedeutet. Er verliert sehr viel und gewinnt dennoch.

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