Mein Leben als Schäfer

von James Rebanks 
4,2 Sterne bei10 Bewertungen
Mein Leben als Schäfer
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eulenmamas avatar

eins mit der natur, james rebanks und sein hartes und schönes leben. absolut lesenswert.

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Genial echt, Genial natürlich. Top Top

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Inhaltsangabe zu "Mein Leben als Schäfer"

James Rebanks‘ Familie lebt seit Generationen im englischen Hochland, dem Lake District. Die Lebensweise ist seit Jahrhunderten von den Jahreszeiten und Arbeitsabläufen bestimmt. Im Sommer werden die Schafe auf die kahlen Berge getrieben und das Heu geerntet; im Herbst folgen die Messen, wo die Herden aufgestockt werden, im Winter die Anstrengung, dass die Schafe am Leben bleiben, und die Erleichterung, die mit dem Frühling kommt, wenn die Lämmer geboren werden und die Tiere wieder in die Berge getrieben werden.
James Rebanks erzählt von einer archaischen Landschaft, von einer tiefen Verwurzelung an einen Ort. In eindrucksvoll klarer Prosa schildert er den Jahresablauf eines Hirten, bietet uns einen einzigartigen Einblick in das ländliche Leben. Er schreibt auch von den Menschen, die ihm nahestehen, Menschen mit großer Beharrlichkeit, obwohl sich die Welt um sie herum vollständig verändert hat.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783328101895
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Penguin
Erscheinungsdatum:13.11.2017

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    Postbotes avatar
    Postbotevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Genial echt, Genial natürlich. Top Top
    Hier versteht einer die wahre Natur

    Immer wenn ich viel Stress in der Arbeit hatte, dachte ich, ich werde im nächsten Leben Schafhüterin. Da gehts sicherlich ruhiger zu.
    Pfeiffendeckele. Nachdem ich Rebanks Buch gelesen hatte, bin ich anderer Meinung.
    Der Lebensbericht eines Schäfers hat mich sehr neugierig gemacht, vor allem weil ich Schafe über alles mag.
    James Rebanks, ein traditioneller Schäfer aus dem Lake District, England, erzählt hier wunderbar, echt und tief verbunden zur Natur über sein Leben und seine Arbeit mit den Tieren. Nicht zu vergessen die getreuen Hirtenhunde, die einer der wichtigsten Rollen spielen.
    Der Lake District (auch die Fells genannt) sind seit Jahrhunderten reines Schafzuchtrevier. Mittlerweile hat sich der Tourismus dort Nischen eingerichtet, nicht immer zur Freude der Schäfer.
    Doch man hat sich arangiert.
    Wenn man die Geschichten von James liest, meint man gar man ist mit ihm Mittendrin beim Schafe zählen, scheren, füttern und einfach mal bei einer lieben Streicheleinheit. Er erzählt wer die meisten Schafe schert, und vor allem wie man die Tiere dabei anpackt. Vor allem war ich beeindruckt auf was man alles acht geben muss, wenn die Weiblein ihre Lämmer werfen. Hier beginnt für den Schäfer ein reiner Spiesrutenlauf. Ganz wichtig dabei, wie ist das Wetter, wie stabil ist die Mutter und vor allem können sich beide sofort selbst versorgen nach der Geburt. Oft gehts um Minuten.
    Interessant war zu lesen, wie man einen guten Hirtenhund hinbekommt. Hier hat sich James mal einen Fehler erlaubt, doch das war ihm eine Lehre.
     Super toll fand ich, geschrieben im schönen Erzählstil, des Autors, wer ist hier DER oder Die schönste im ganzen Land.
    Gemeint sind Zuchtschafe, Böcke und Weiblein, die auf Prämierungen Schönheitspreise gewinnen. Nicht nur das, gemeint sind Charakter, Aussehen, Stabilität der Verfassung, gute Zähne, Fell und gar die Klauen müssen stimmen. Solche Gewinner bringen Geld und vor allem gute Gene in die nächste Zucht.
    James erzählt zu dem von seinen Ahnen, seinen Eltern und plaudert auch über seine eigene Familie, die alle eins waren. Schafzüchter.
    Schön fand ich das er die Liebe zu Büchern fand und er sich zu einem Studium in Oxford entschied.
    Doch seine größte Leidenschaft, die Schafzucht, würde er mit nichts auf der Welt tauschen.
    Mit so viel authentischkeit hat er auch sein Buch geschrieben.
    Volle Leseempfehlung
    5 Punkte



    Kommentare: 2
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eines meiner Jahreshighlights.
    Eines meiner Jahreshighlights.

    Handlung:
    James Rebanks ist ein Bergschäfer, wie bereits die Generationen vor ihm seit 600 Jahren, bereits als Kind hat er den Vater bei seiner Arbeit unterstützt. von Schule hielt er nicht viel, deswegen hat er sie mit sechzehn abgebrochen, damit er endlich der Leidenschaft nachgehen kann, die ihm im Blut liegt, die Schäferei. Er hat andere Ansichten als sein Vater und Streit ist an der Tagesordnung, deswegen verlässt James irgendwann den elterlichen Hof um sein eigener Herr zu sein. Doch nicht nur an der Landwirtschaft hat James großes Interesse, sondern auch an der Literatur. Das beschert ihm einen hellen und wachen Geist und er holt seinen Schulabschluss nach. Anstatt zu studieren, ändert er sein Leben wieder und kehrt nach Hause zurück.

    Figur:
    James ist ein sehr intelligenter Mensch mit einem wachen Verstand, den er auch zu gebrauchen weiß. Er liebt seine Arbeit als Schäfer heißt und innig, er ist ein Mensch, der um die Schönheit, aber auch die Gefahren, die die Natur mit sich bringen kann, weiß. Seine Welt abwechslungsreich und die Liebe zu den Tieren ist groß, doch er sieht sie auch als das an, was sie sind, Nutztiere. Jedoch lernt er in seiner Zeit in London auch die Städter zu verstehen, sein Leben ist jedoch in den Bergen, in der rauen, aber freien Natur.

    Schreibstil:
    Die Sätze sind klar in ihrem Ausdruck, aber manchmal auch fast poetisch, vor allem, wenn es um die Natur geht. Oft habe ich Gerüche wahrgenommen, oder das Wetter gespürt. Der Schreibstil hat in mir den Wunsch gepackt, aus dem Alltag auszubrechen und mir die wunderbare Landschaft anzusehen, in der James zu Hause ist.

    Fazit:
    Ich liebe Menschen und Bücher, von denen ich etwas mitnehmen kann, der Erfahrungsbericht von James gehört auf jeden Fall dazu. Was mich noch immer beschäftigt, ist die Aussage, dass man darauf achten sollte, das auch altes Wissen nicht verloren geht und wir uns durch die Moderne nicht blenden lassen sollen, denn sonst geht viel von unserer Geschichte und Kultur verloren.
    Ich bin noch immer sehr gerührt und vergebe die 5 Sterne mit einem glühenden Herzen.

    Kommentare: 1
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    Bücherfüllhorn-Blogs avatar
    Bücherfüllhorn-Blogvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Für alle, die mehr über die Bergschäfereien im Lake District wissen wollen
    Für alle, die mehr über die Bergschäfereien im Lake District wissen wollen

    Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, dass es ausschließlich um die Schafzucht ging, und irgendwie war meine Vorstellung von einem Schäfer, dass er mit den Schafen übers Land zieht, weit übers Land zieht. Davon handelt dieses Buch nur bedingt, es erzählt nicht von den Wanderschäfern, sondern von Bergschäfereien, die ihre Schafe schon seit 600 Jahren auf die Fells treiben, und dort belassen. Die Schafe, meist Herdwicks, sind so robust, dass ihnen das strenge Wetter fast nichts ausmacht. Ein großes Thema ist auch die Mentalität der Menschen, geprägt von hunderten Jahren Schafzüchterei. Dies beschreibt ein Zitat auf Seite 19 von der Lehrerin Daphne Ellington sehr treffend, sie oben im Text.

     

    Für mich war das Buch sehr interessant, weil einige Aspekte meiner Kindheit auf dem Land ähnlich sind. Ich habe einen kleinen Einblick in das Leben einer Bergschäferei bekommen. Es ist kein Buch, das man mal gerade so runter lesen kann. Gerade am Anfang brauchte ich etwas Zeit, bis ich den Standpunkt des Autors verstehen konnte. Das ist in diesem Sinne nicht spannend, es ist informativ und gibt Einblicke in das Leben des Autors, der stellvertretend für die Schäfer im Lake District Einblicke in dieses Leben gibt. Es gibt sehr lange Rückblicke über die „verhasste“ Schulzeit des Autors und viele Anekdoten, die ich nicht so gerne las, die aber für den Kontext der Mentalität wichtig sind. Es geht um Werte, Wertvorstellungen, Traditionen und um das Kulturerbe. Eine ausführliche Rezenion findet ihr in meinem Bücherfüllhorn.

    Dieses Buch wird sicherlich die Bekanntheit des Lake Districts fördern und ist, was viel wichtiger ist, ein wichtiger Beitrag für die Sensibilisierung für Kulturlandschaften. Ein wertvolles Buch, das aber schwierig zu vermitteln sein wird, weil es nicht jeder verstehen kann.

     

    Alles in allem: Mir hat das Buch gut gefallen, aber wenn ich überlegen müsste, wem ich es empfehlen würde, fällt mir fast niemand ein. Es muss ein Mensch mit Interesse an Allem sein, der auch längere langweilige Passagen und Informationen lesen will und der mehr über das Leben dieses ganz bestimmten Bevölkerungs-Schlags im Lake District wissen will.

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    _nifelheims avatar
    _nifelheimvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: die besten Geschichten schreibt bekanntlich das Leben selbst!
    Tolles Buch!

    Wenn man noch kein Exemplar dieses großartigen Buches zu Hause hat, rate ich die nächste Buchhandlung aufzusuchen und eines zu kaufen, sich hinzusetzen und mit dem Lesen zu beginnen. Der Autor verwebt in diesem großartigen Memoire die Geschichte um die Landschaft des Lake Districts mit der Geschichte seiner Familie zu einer großartigen Erzählung, die einen nicht mehr loslässt, bis man das Buch durch hat!

    Wer schon einmal in Großbritannien war, dort vielleicht sogar gewandert ist, der wird beim Lesen die frische Luft dieser Landschaft spüren, das Bild von grünen, saftigen Wiesen vor seinem Auge haben und den Regen, der auf das nasse Moos fällt, hören. Und wer noch nicht dort war, wird seinen Rucksaft packen, Wanderschuhe anziehen und sich früher oder später auf eine Reise dorthin begeben.

    Wie auch immer, beim Lesen lernt man so viel Neues und taucht in eine großartige Welt ein, die von einem Leben im Einklang mit der Natur berichtet. Sie erzählt von Bergschafen, über die menschliche Kultur, die von der Landschaft nicht zu trennen ist, über Schäfer und ihre Arbeit, ihren Alltag und über die Jahreszeiten. Mit jeder Seite wird man vertrauter mit diesem Leben. Täglich wandert man mit James Rebanks über das Hochgebirge, wird nass, ziemlich nass! und begleitet ihn durch den Englischen Nationalpark. Das Leben der Schäfer verläuft auch heute noch wie vor Jahrhunderten im Takt der Jahreszeiten und der Arbeiten, die sie mit sich bringen. In einzigartien Szenen schilder er das bäuerliche Leben und die Verbundenheit mit dem Land, welche eigentlich so gut wie die meisten von uns völlig verloren haben.

    Das alles passiert so poetisch, so voller Leidenschaft und Gefühl, in eidrucksvoller Prosa, dass man jeden Satz, jede Seite aufsaugt und einfach nicht genug davon bekommt. James ist ein Mensch, der seine Arbeit als Schäfer liebt, sie einem gemütlichen trockenem Dasein in einem Büro vorzieht und der an vielen Stellen spöttisch über diese Menschen, die nicht in der Natur leben, seine Äußerungen auslässt, bis er eines Tages selbst für eine kurze Dauer in London leben muss. Danach lernt er sie zu verstehen und wird in seinem Tun noch mehr bestätigt.

    Aber wer glaubt, dass James Rebanks Welt von Langeweile und Monotonie zeugt, wird eines Besseren belehrt werden. Verurteilen wir einfach Mal nicht die Welt eines Bauerns und lassen uns auf seine Geschichte ein, denn er erzählt von einem Leben, das so irgendwie für jeden selbstverständlich sein sollte, es aber leider nicht ist. In dieser Welt gibt es keinen Pizzalieferservice und das Ergebnis des nächsten Fußballspiels oder Songcontests spielt einfach keine Rolle. Es ist ein Buch, das über eine Welt erzählt, die wir Urbanen Menschen völlig vergessen haben. In diesem Leben tötet ein Winter, Füchse und Raben sind nicht freundlich und Blut und Scheiße gehören dazu, wie für eine Sekretärin das Parfüm, das sie täglich aufträgt, bevor sie in die Arbeit fährt.

    Natürlich kann man seine Nase aus reinster Neugier in dieses Buch stecken, aber man kann es auch lesen und von Rebanks lernen. Dieses Buch hat eine tiefe Sehnsucht hervor beschwört und ich bin dankbar dafür. Es erinnert mich an jene Tage, als ich noch Kind war und auf dem Hof meiner Großeltern herumtollte und an ein Leben, das in der Stadt einfach nicht möglich ist. Es ist eine stolze, liebevolle, harte und ehrliche Homage an das Landleben, das Rebanks hier porträtiert.


    Fazit:

    Dieses Buch entführt in eine andere Welt, es nimmt den Leser mit in eine archäische Landschaft, die viele interessante Geschichten zu bieten hat. Eindrucksvoll erzählt, von einem Menschen, den man sicher kein zweites Mal findet. Kann das Buch nur empfehlen!! 5/5 Sternen :)

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    eulenmamas avatar
    eulenmamavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: eins mit der natur, james rebanks und sein hartes und schönes leben. absolut lesenswert.
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    _
    _frischervor 4 Monaten
    melli.die.zahnfees avatar
    melli.die.zahnfeevor 7 Monaten
    Rumpelixs avatar
    Rumpelixvor 10 Monaten
    N
    NadjaMajavor einem Jahr
    hundertwassers avatar
    hundertwasservor 2 Jahren

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