James Redfield Die zwölfte Prophezeiung von Celestine

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Inhaltsangabe zu „Die zwölfte Prophezeiung von Celestine“ von James Redfield

Wer die Zwölfte Prophezeiung erfüllt, kann die Menschheit vernichten oder in eine neue Zukunft führen. In der Wüste Saudi-Arabiens beginnt ein tödlicher Kampf zwischen den Fundamentalisten der alten Weltreligionen und einem kleinen Kreis von Menschen, die die wahre Botschaft von Celestine verstanden haben...

Ganz, ganz schwierig zu bewerten. Das Buch ist eigentlich kaum verständlich, wenn man die Vorgänger-Bände nicht kennt. James Redfield ist nunmal eigentlich kein Roman-Autor...

— rumble-bee
rumble-bee

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  • Rezension zu "Die zwölfte Prophezeiung von Celestine" von James Redfield

    Die zwölfte Prophezeiung von Celestine
    gaby2707

    gaby2707

    07. August 2011 um 16:08

    Ich bin froh, dass ich das Ende des Buches endlich geschafft habe. Selten hat mich ein Buch so wenig gefesselt, ja seitenweise sogar gelangweilt wie "das spannendste Buch des Jahrhunderts". Vielleicht hätte ich auch erst die anderen "Celestine"-Bücher lesen sollen, aber dann hätte ich wohl auf einen Leseeindruck von Anfang an verzichtet. Die Leseprobe dieses Buches hatte mich nämlich sogar angesprochen. Vielleicht habe ich aber auch nur nicht genügend für Esotherik, das Universale Bewusstsein, Armageddon, Endzeit-Prophezeihung usw. übrig, um in dieses Buch hineinzufinden. Das Beste waren beim Lesen für mich die Landschaftsbeschreibungen in der Umgebung von Sedona und am Berg Sinai. Ich werde dieses Buch bestimmt nicht weiterempfehlen - aber es mag Leser geben, die dieses Buch für absolut lesenswert halten - also: Jedem das seine!

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  • Rezension zu "Die zwölfte Prophezeiung von Celestine" von James Redfield

    Die zwölfte Prophezeiung von Celestine
    isag

    isag

    27. July 2011 um 13:07

    Der Anfang las sich noch recht spannend – der Erzähler (seinen Namen erfährt man nicht, und daß er männlich ist, wird auch erst nach recht langer Zeit wirklich klar) trifft einen Freund auf Grund eines Dokuments und auf der Suche nach weiteren Teilen davon werden sie verfolgt. Da hätte man ein bißchen Spannung draus erhalten können, aber die wird schon relativ früh fast komplett aufgelöst. Stattdessen ist Spiritualität mehr und mehr das Hauptthema und drängt die Handlung in den Hintergrund. Da ich aber ausgerechnet damit nicht so wirklich viel anfangen kann, fand ich das Buch mehr und mehr anstrengend zu lesen. Wären nicht wenigstens ein paar Ansätze aufgetaucht, die ich für wichtig halte, hätte ich wohl gar nicht bis zum Ende gelesen. Daß man mit einer eher naturnahen Lebenseinstellung mehr mit sich selbst im Einklang ist und daß einem Industriefraß wirklich die Vitalität rauben kann, habe ich selbst schon erlebt, daher fand ich diese Denkanstösse schon gut. Allerdings ist ein gefriergetrockneter Eintopf auch nur was industriell hergestelltes, egal ob biologisch angebaut (eher fremd wirkend mit “organisch” übersetzt) oder nicht. Da hätte ich konsequenter gefunden, wenn’s einfach frisches Obst und Gemüse gewesen wäre, das hält vielleicht je nach Sorte nicht ganz so lang, nimmt aber auch nicht mehr Platz weg. Vor allem wenn man dafür die Campingkocher-Ausrüstung nicht mitschleppen muß… Und was sich am wenigsten lange hält, kann man ja zuerst essen ;) Gut fand ich allerdings noch 2 Themen, die eine Rolle spielten: Zum einen wird für mehr Toleranz der einzelnen Religionen zueinander geworben, und zum anderen für mehr Gelassenheit, da Zorn und Wut immer ein schlechter Ratgeber sind. Insgesamt war ich doch ein wenig enttäuscht, wie die Handlung mehr und mehr vor sich hin plätscherte, da half dann auch das bißchen Spannung am Ende nicht mehr. Mir war ohnehin klar, daß der Krieg verhindert werden würde, sonst wäre das ja eine schlechte Werbung für die Spiritualität gewesen ;)

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  • Rezension zu "Die zwölfte Prophezeiung von Celestine" von James Redfield

    Die zwölfte Prophezeiung von Celestine
    melli.die.zahnfee

    melli.die.zahnfee

    12. March 2011 um 13:17

    Die zwölfte Prophezeiung der Celestine Klappentext: Das Vermächtnis von Celestine birgt eine neue Einsicht, mit der die Welt verändert werden kann. Die Suche nach der Zwölften Prophezeiung entwickelt sich zum Kampf für eine freie, selbstbestimmte Spiritualität, die der Menschheit das Überleben sichern soll. Wer die Zwölfte Prophezeiung erfüllt, kann die Menschheit vernichten oder in eine neue Zukunft führen. In der Wüste Saudi-Arabiens beginnt ein tödlicher Kampf zwischen den Fundamentalisten der alten Weltreligionen und einem kleinen Kreis von Menschen, die die wahre Botschaft von Celestine verstanden haben... Inhalt: Im Stile eines Abenteuerromans hat der Autor, James Redfield, die Weisheiten der Menschheit in eine Story verpackt um sie den Lesern nahezubringen. Es geht um Selbstbestimmung und ein friedliches Leben der Religionen miteinander. Der Ich- Erzähler jagt mit seinen Freunden und Bekannten die er unterwegs kennenlernt den Teilen des Dokumentes von Celestine hinterher. Verschiedene andere Gruppen versuchen ebenfalls an dieses Dokument zu gelangen, allerdings um der Menschheit ihre Sichtweise aufzuzwingen und nicht um den vollkommenen Frieden zu erlangen. Meine Meinung: Ratlos bleibe ich zurück….. Es war mir von allem zu viel; Zu viele Weisheiten und viel zu viel Esoterik an einem Stück. Der Autor hat es nicht gut geschafft die Botschaften zu verpacken. Zum einen hat es mich geärgert, dass keinerlei Erklärungen in dem Buch gegeben wurden. Wer? Oder Was? Ist bitte Celestine? Ein Dokument? Ein Volk? Zum anderen fand ich die ganzen Botschaften nicht realitätsnah. Ich nehme als Beispiel mal die Szene an der Tankstelle wo der Ich – Erzähler ein Stück „ künstlichen „ Kuchen isst. Sein Energielevel fällt SOFORT und DRAMATISCH. Okay leuchtet mir auch ein, auch ich versuche mich gesund zu ernähren, habe aber bedingt durch die Berufstätigkeit keine Möglichkeit einen Selbstversorger – Bauernhof zu betreiben! Mir fehlen in diesem Buch (Mal wieder, was ich sehr typisch finde für esoterische Sachbücher) die Kompromisse des alltäglichen Lebens. Die Verbindungen. Nicht jeder kann durch das Land reisen wie der Ich – Erzähler. Woher nimmt er das Geld? Außerdem ist das Thema Synchronizität zwar gut erklärt taucht jedoch auf jeder Seite mindestens dreimal auf, was den Lesefluss stört und übertrieben wirkt. Es war auch hier ein bisschen zu viel synchronistischer Fluss. Beziehungsweise wirkt es übertrieben dadurch dass die Wirkung des Flusses sofort eintritt. ( Siehe Kletterer…etc.) Das mag zwar so richtig sein, nimmt aber skeptischen Lesern nicht die Skepsis. Die Kapitel sind gut unterteilt und führen den Leser voran. Die Charaktere sind interessant und stehen jeweils für verschiedene religiöse Ausrichtungen. Insgesamt ist das Buch nur für Leser zu empfehlen, die die Vorgänger ach schon gelesen haben und sich in der Materie schon auskennen.

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  • Rezension zu "Die zwölfte Prophezeiung von Celestine" von James Redfield

    Die zwölfte Prophezeiung von Celestine
    Queenelyza

    Queenelyza

    Als ich zugegebenermaßen vor langer Zeit "Die Prophezeiungen von Celestine" gelesen habe, war ich ein wenig enttäuscht. Zu viele Personen hatten mir das Buch als den Selbsthilfeklassiker schlechthin angepriesen, und irgendwie erwartete ich von dem Buch, alle Probleme allein durch die Lektüre zu lösen. Nun, so konnte es natürlich nicht funktionieren, aber trotzdem fand ich das Konzept, eine neue, bewusstere Lebensweise in einen spannenden Roman zu verpacken, gut. Auch beim nunmehr vierten Buch der Reihe, der zwölften Prophezeiung, behält Redfield seinen üblichen Stil bei. In eine bunte Abenteuergeschichte verpackt serviert er uns die zwölf Integrationen der zwölften Prophezeiung. Verfasst in einer einfachen, klaren Sprache, die trotzdem nicht ins Lapidare abgleitet. Die Suche nach der Erkenntnis in eine solche Expeditionsstory zu verpacken, birgt natürlich gewisse Risiken: mir persönlich ging es so, dass ich vor lauter Spannung immer gleich weiterlesen wollte. Und so kann es natürlich leicht passieren, dass man wichtige Botschaften nicht richtig würdigt oder gar überliest. Vor allem, wenn man mit Redfield noch nicht viel zu tun hatte. Grob gesagt, geht es bei der zwölften Prophezeiung darum, die Weltreligionen einander näher zu bringen, so mehr Verständnis zu schaffen und einen drohenden Atomkrieg zu verhindern. Alles durch Umdenken, anderen, bewussteren Umgang mit anderen Menschen, Ehrlichkeit und bedingungsloser Liebe. Die einzelnen Teile der Prophezeiung werden gut und verständlich erklärt, bis zum 9. Kapitel - und somit zur 9. Integration - bin ich auch problemlos noch drangeblieben. Allerdings wurde es für mich ab dem 10. Kapitel ein wenig zu "fantastisch", zu spirituell. Während ich vorher bei vielem nickte und meine eigene Meinung dazu überprüfte, fand ich hier keinen rechten Zugang mehr und konnte so manches Mal nur mit dem Kopf schütteln. Aber Spiritualität ist ja kein fester, gegebener Zustand, und so mag da ein anderer Leser vielleicht einen ganz anderen Zugang finden. Dass die einzelnen Personen immer mal wieder auftauchen und man nichts näheres über sie und ihre Motivation erfährt, fand ich nicht so schlimm, denn es sollte ja kein Roman mit Charakterzeichnungen erarbeitet werden. Und so sah ich die einzelnen Personen jeweils als Medium, als Stimme, die die Botschaft übermitteln sollte. Und so hat das Buch für mich gut funktioniert, auch wenn ich fand, dass die einzelnen Teile der Prophezeiungen zu vorhersehbar immer genau dort auftauchten, wo man sie gerade brauchte. Naja, das ist wohl fortgeschrittene Synchronizität... Für mich scheint das Konzept, Lebensweisheiten in eine kleine, spannende Geschichte zu verpacken, also zu funktionieren. Ich würde jedem, der Interesse an Spiritualität und Lebenshilfe hat, raten, in die Bücher von Redfield reinzulesen und selbst zu testen, ob dieses Konzept für einen selbst funktioniert. Ich habe auf alle Fälle einiges daraus mitgenommen und werde sicherlich manche Dinge versuchen, ein wenig mehr in den Alltag zu integrieren.

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  • Rezension zu "Die zwölfte Prophezeiung von Celestine" von James Redfield

    Die zwölfte Prophezeiung von Celestine
    rumble-bee

    rumble-bee

    05. March 2011 um 17:08

    Wenn ich mal groß bin, werde ich ein Roman Seien wir ehrlich - ein Roman-Autor ist James Redfield sicher nicht. Denn obwohl er auch sein neuestes Buch über Spiritualität in eine Handlung kleidet, so merkt man doch genau, dass dies nicht seine eigentliche Stärke ist. Eher halbherzig wird hier versucht, möglichst viele Erkenntnisse in möglichst ebenso viele actionreiche Episoden zu pressen, wobei aber fast zwangsläufig einer der beiden Aspekte zu kurz kommen muss. Das merkt man schon daran, dass Redfield sein "Erfolgsrezept" seit dem allerersten Celestine-Band nicht verändert hat: ein namenloser Erzähler, der auch im Laufe des Buches nicht näher beleuchtet wird, macht sich auf zu einem Treffen mit einem alten Freund an einem öffentlichen Ort - dort erwartet er, vom Freund Informationen über ein Dokument zu erhalten - schon auf dem Weg zum Treffpunkt ereignen sich Dinge, die zu den späteren Erkenntnissen passen - sobald der Erzähler seinen Freund getroffen hat, brechen beide auf zu einer abenteuerlichen Reise - die Reise verläuft eher planlos, und wird von Zufällen vorangetrieben - auf jeder Station ereignen sich zahllose wundersame Begebenheiten - etliche Zufallsbekanntschaften kreuzen den Weg der Protagonisten - man wird getrennt, und gerät in Gefahr - und am Ende hat man nicht nur, oh Wunder, wie auf einer Schnitzeljagd das Dokument komplett beisammen, sondern auch neue Freunde und Einsichten gewonnen. So weit, so gut, und auch so bekannt. Ich persönlich kannte diese "Redfield-Masche" schon, und war insofern vorbereitet. Ich kann aber sehr gut verstehen, warum manche Leser von diesem Werk eher abgeschreckt waren, und einen erschwerten Zugang hatten. Denn in der Tat hat sich Redfield hier Besonderes vorgenommen. Erstens geht es in diesem Band nicht nur um Spiritualität allgemein, sondern es werden gleich alle großen Weltreligionen angesprochen und näher beleuchtet. Hinzu kommt zweitens eine weltpolitische Dimension, indem nämlich der Erkenntnisgewinn sowohl durch Links- als auch Rechtsextremisten bedroht wird. Die Protagonisten bewegen sich, besonders in den letzten Kapiteln, also zwischen zwei - jeweils bewaffneten - Fronten. Drittens finden im Laufe der Handlung Menschen unterschiedlichster Nationen und Konfessionen zueinander, um gemeinsam eine Gruppe zu bilden, welche die Erkenntnisse des Dokumentes nicht nur empfangen, sondern auch gleich noch für die ganze Menschheit zugänglich machen soll. Und als wäre das noch nicht genug, wird viertens eine Redfieldsche Interpretation des Maya-Kalenders und seiner Aussagen über die "Endzeit" mit eingeflochten. Ein pralles Pensum also. Man muss schon geübter Redfield-Leser sein, um sozusagen durch die eher kümmerlich ausgestaltete Handlung "hindurchzulesen", um alle diese Fäden nicht aus den Augen zu verlieren. Und genau hier liegt auch für mich der sprichwörtliche Hase im Pfeffer. Es war selbst mir schon fast zu viel des Guten. Redfield hatte überhaupt keine Zeit mehr, seine Charaktere gründlich zu porträtieren, oder sie insofern auszubauen, als es für einen "Roman" erwartbar wäre. Nein, Menschen tauchen einfach auf, sie sind eben, wer sie sind, sie wechseln wenige Sätze, und sind gleich mittendrin. Jede Episode geht in die nächste über, ohne sich auch nur im Geringsten um Dinge wie Wahrscheinlichkeit oder Plausibilität zu kümmern. Besonders in den Szenen, die auf einer Wanderung oder im Gebirge spielen, wurde das deutlich. Immerzu geht es um gefährliche Ecken, und um Aussichtspunkte auf Plateaus. Ich habe es irgendwann aufgegeben, nachzuprüfen, welchen Weg sie jetzt gerade gegangen sind, und ob das Sinn macht. Als ich mich dann einfach von den geschilderten spirituellen Erkenntnissen treiben ließ, wurde mein Lesegefühl besser, aber eben immer noch nicht recht "rund". Mir will einfach nicht einleuchten, warum jemand sein Zelt ins Gebirge schleppt, nur um es nach einer gefährlichen Begegnung mit dem Militär gleich wieder abzubauen. Doch das war nur ein Beispiel. Doch die ein wenig blutarme, weil gekünstelte, Handlung könnte ich ja noch verschmerzen. Was mich wirklich wurmt, ist die Inkonsequenz in einem wichtigen inhaltlichen Punkt. Redfield hat sich augenscheinlich vorgenommen, in diesem Buch alle Weltreligionen miteinander zu versöhnen - weil sie alle zusammenarbeiten müssen, um die zwölfte Prophezeiung umzusetzen. Gut, Judentum, Christentum, Islam, und indigene Religionen wie die Maya kommen vor. Doch was ist mit dem östlichen Gedankengut? Was ist mit Buddhismus und Hinduismus?? Ganz zu schweigen von den spirituellen Traditionen Japans und Chinas, wie Shinto und Taoismus/Konfuzianismus. Es ist erbärmlich - nur in einem einzigen Nebensatz erwähnt unser namenloser Hauptdarsteller, "er habe sich mal mit östlichem Gedankengut beschäftigt". Doch das wird nicht weiter in der Beschäftigung mit der zwölften Erkenntnis berücksichtigt. Und das ärgert mich! Und zwar nicht etwa deshalb, weil nun etwas fehlt, sondern weil es sich schlicht und ergreifend logisch widerspricht. In der Prophezeiung heißt es doch ganz deutlich, alle (!) Religionen müssten miteinander zu einer neuen Spiritualität finden. Und man kann doch nun wirklich nicht ganz Asien außen vor lassen. Ich kann nur vermuten, dass gerade der Buddhismus Redfield nicht ins Konzept gepasst hat - weil er eben nicht von einem Schöpfergott ausgeht, weil das Konzept "Gott" nicht vorkommt. Und gerade das Wort "Gott" taucht ja in den letzten Kapiteln oft auf - die "Gegenwart Gottes" wird für die Gruppe auf dem Berg Sinai spürbar. Eine andere Interpretation wäre, Redfield hat entweder nichts oder zu wenig über den Buddhismus gewusst, oder er hat ihn nicht als Religion gelten lassen. Doch wie es nun auch wirklich gewesen sein mag, das ist alles nicht befriedigend, und für den Autor nicht wirklich schmeichelhaft. Ein weiterer Punkt, der mir diesmal ein wenig aufgestoßen ist, wäre die Sprache. Ich würde doch dem Übersetzer raten, nicht allzu wörtlich vorzugehen. Sicher ist Redfields Stil schon im Original nicht gerade "literarisch". Aber muss man sich dann auch im Deutschen so verrenken, dass ein Unwort wie "Bewusstseine" (!!) dabei herauskommt?? Ich finde auch den Ausdruck "Schablonen-Gruppe" nicht recht geglückt, und frage mich, was im Original wohl gestanden haben mag. Und diese ständigen Satzanfänge mit "Hören Sie,..." oder "Sehen Sie,..." gingen mir nach ein paar Kapiteln gründlich auf die Nerven. Ich hätte dafür das schlichte deutsche "Nun..." verwendet. Oder ähnliches. Man mag sich wundern, warum ich nach all diesen Punkten trotzdem drei Sterne verleihe. Ich möchte es so formulieren: es war zwar ein wenig anstrengend, aber man konnte sich doch durch die ein wenig verquere Handlung hindurchlesen, und die Gedanken und Ideen "an sich" erspüren. Das, WAS Redfield sagt und meint, ist an sich gar nicht so dumm. Viele schöne Gedanken sind dabei, über Integration, über den Frieden zwischen den Religionen, über die Macht von Gebeten, über das Erkennen der Schönheit, über die Bedeutung des Todes. Und auch die Redfieldsche Deutung des Maya-Kalenders hat mir gefallen, weil sie eben nicht auf der handelsüblichen Panikmache beruht. Ja, man muss Redfield wohl eben nehmen, wie er ist. Viele andere spirituelle Autoren, ja eigentlich die meisten, entscheiden sich eher dazu, rein sachliche Bücher zu schreiben, wie Essays, Dialoge, oder Biographien. Eben keine Romane oder Abenteuergeschichten. Dass Redfield es dennoch versucht, mag seine persönliche Marotte sein.

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