James Rickards

 5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Gold, Währungskrieg und weiteren Büchern.

Alle Bücher von James Rickards

James RickardsGold
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Gold
Gold
 (1)
Erschienen am 12.09.2016
James RickardsWährungskrieg
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Währungskrieg
Währungskrieg
 (1)
Erschienen am 11.06.2012
James RickardsDer Weg ins Verderben
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Der Weg ins Verderben
Der Weg ins Verderben
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Erschienen am 20.03.2017
James RickardsDie Geldapokalypse: Der Kollaps unseres internationalen Geldsystems
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Die Geldapokalypse: Der Kollaps unseres internationalen Geldsystems
James RickardsDie Geldapokalypse
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Die Geldapokalypse
Die Geldapokalypse
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Erschienen am 10.10.2014
James RickardsWie Nationen mit Währungen Kriege führen: Der Kampf zwischen Euro, Dollar und Yuan
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Wie Nationen mit Währungen Kriege führen: Der Kampf zwischen Euro, Dollar und Yuan
James RickardsThe Death of Money
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The Death of Money
The Death of Money
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Erschienen am 03.04.2014
James RickardsCurrency Wars
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Currency Wars
Currency Wars
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Erschienen am 28.08.2012

Neue Rezensionen zu James Rickards

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Gold" von James Rickards

Gold ist kein Investment: Gold ist Geld!
R_Mantheyvor 2 Jahren


Wenn man diese grundlegende Wahrheit erst einmal verstanden hat, beginnt man auch ganz anders an Gold heranzugehen. Auf dem Weg zu dieser Erkenntnis ist dieses sehr klare Buch eine hervorragende Anleitung. 

In einer knapp zwanzigseitigen Einleitung setzt sich James Rickards zunächst einmal mit den klassischen Argumenten auseinander, die angeblich gegen Gold als Geld sprechen sollen. Darunter sind beispielsweise Aussage wie: "Es gibt nicht genug Gold, um weltweit sämtliche finanziellen und wirtschaftlichen Aktivitäten zu ermöglichen." Oder: "Es wird nicht genug Gold produziert, um mit dem Wachstum der Weltwirtschaft Schritt zu halten." Man kann diese Argumente leicht widerlegen, ebenso wie Behauptungen, dass Gold die Weltwirtschaftskrise verursacht hätte. Alle diese Aussagen sind in Wahrheit kein Argument gegen eine goldgestützte Währung, sondern das genaue Gegenteil. 

Danach befasst sich der Autor mit dem Thema "Gold und die FED". Dabei geht es im Wesentlichen nicht darum, ob und wie die FED den Goldpreis manipuliert, sondern um die Bilanz der FED und die Frage, ob sie nicht zwischenzeitlich pleite war. In diesem Zusammenhang spielt die marktgerechte Bewertung ihrer Goldreserven eine bedeutende Rolle. 

Im 2. Kapitel erklärt Rickards dann, warum Gold weder ein Rohstoff im klassischen Sinne, noch ein Investment, sondern einfach Geld ist. Zwar spielt es vordergründig keine Rolle als monetärer Bezugspunkt. Doch hinter den Kulissen laufen Prozesse ab, die eine ganz andere Sprache sprechen, aber von der Mainstream-Ökonomie ignoriert werden. Russland und insbesondere China kaufen Gold in Größenordnungen auf, die auf eine strategische Positionierung schließen lassen, wenn es zum absehbaren Zusammenbruch des gegenwärtigen Papiergeldsystems kommen wird. 

Weil Gold seine Funktion als Wertaufbewahrungsmittel nie verloren hat, ist es eine Versicherung. Darauf geht der Autor im dritten Kapitel ein. Was auf den ersten Blick verständlich klingt, erweist sich auf den zweiten Blick als etwas komplexer. Da verschiedene wirtschaftliche Katastrophenszenarien möglich sind, muss man genau untersuchen, wie sich Gold dabei verhält. Und genau das tut Rickards in diesem Kapitel. Er geht dabei auch auf historische Erfahrungen ein. 

Im vierten Kapitel befasst sich Rickards dann mit den verschiedenen Möglichkeiten, den Goldpreis zu manipulieren. Man muss dem Autor dankbar sein, dass er auf die Komplexität dieses Thema wirklich eingeht und nicht bei der eindimensionalen Behauptung stehen bleibt, dass allein die FED den Goldpreis manipuliert, weil sie ihren Dollar schützen will. In Wirklichkeit existieren zahlreiche konträre Interessen, die die unterschiedlichsten Gruppen von Marktteilnehmern zu Manipulationen bewegen. Das Wort Manipulation erscheint hier sowieso reichlich weit hergeholt, eben weil es ganz unterschiedliche Interessensgruppen sind, die auf ihre Weise versuchen, den Goldpreis in die eine oder andere Richtung zu treiben. 

Anschließend erklärt Rickards im fünften Kapitel, warum Gold krisenstabil ist und sein wird. Schließlich gibt er folgenden Kapitel Hinweise, wie man Gold erwerben kann. Dabei sollte man beachten, dass dieses Buch vorrangig für den amerikanischen Markt geschrieben wurde. 

Dies ist eines der klarsten und erhellendsten Bücher über Gold. Am Ende wird man in Anbetracht der ökonomischen Perspektiven genau wissen, was man zu tun hat, wenn es nicht schon vorher klar war. 

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Währungskrieg" von James Rickards

"Der Wert einer Währung ist die Achillesferse eines Landes." (199)
R_Mantheyvor 3 Jahren

Dieses Buch besitzt einen viel breiter gefächerten Inhalt als sein martialischer Titel vermuten lässt. Und die Qualität dieses Inhalts erscheint wenigstens mir noch bemerkenswerter. Allerdings fällt das anfangs nicht auf, denn der Text beginnt mit der Beschreibung eines offenbar tatsächlich stattgefundenen strategischen Planspiels amerikanischer Geheimdienste, bei dem recht stümperhaft versucht wurde, zukünftige monetäre Entwicklungen zwischen den ökonomischen Blöcken durchzuspielen.

Für den wirklichen Inhalt dieses Buches macht dies nur ein mehr oder weniger klägliches Vorspiel aus, das allerdings verdeutlicht, warum die USA bestimmte Entwicklungen ständig falsch einschätzen. Wenn man daran interessiert ist, kann man es lesen, ansonsten spielen die ersten 60 Seiten keine wirkliche Rolle in diesem Buch.

Es folgen zwei weitere Teile. Zunächst werden die beiden historischen Währungskriege von 1921 bis 1936 und von 1967 bis 1987 beschrieben. Dann widmet sich der Autor dem dritten Währungskrieg, der nach seiner Meinung, mit der er allerdings nicht ganz alleine steht, schon 2010 begonnen hat. Bereits zu Beginn dieses Teils macht Rickards deutlich wie man das BIP steigern kann und welche Rolle dabei die Nettoexporte spielen.

Man muss dabei keine Angst vor zuviel theoretischer Ökonomie haben. Die Erklärung ist einfach und einleuchtend, und sie führt auf direktem Weg zum Grund für Währungskriege: Über Währungsabwertungen versuchen Staaten Exportvorteile zu erzielen, um so ihr BIP zu steigern. Ein Währungskrieg, wenn man diese Vorgänge denn so nennen will, hat wie jeder Krieg innenpolitische Gründe. Hier ist es das Versagen der anderen Möglichkeiten, zu einem höheren BIP zu kommen, was schließlich nichts anderes bedeutet als einen ökonomischen Niedergang mit all seinen unschönen Folgen.

Nachdem Rickards zunächst die glanzvollen Jahre des klassischen Goldstandards (1870-1914) beschrieben hat, kommt er zur Einführung des FED-Systems in den USA und seinen fatalen Auswirkungen. Anschließend schildert er die Abläufe der beiden oben genannten Währungskriege. Das ist nicht nur sehr lehrreich, sondern auch gut geschrieben und leicht lesbar. Man merkt sehr schnell, dass dieses Buch meist kurz und einleuchtend die Vorgänge und ihre ökonomischen und politischen Hintergründe darlegt. Was möglicherweise nicht gleich ganz verständlich erscheint, wird später im letzten Teil, der einen für mich unerwartet tiefen Inhalt besitzt, vielleicht deutlicher werden.

Während Rickards den dritten Währungskrieg beschreibt, definiert er endlich umfassend, was eigentlich unter einem Währungskrieg versteht. Dann geht er auf viele Einzelheiten sehr ausführlich ein, beispielsweise auf das siamesische Verhältnis der USA und Chinas und ihrer Währungen. Diese Abschnitte enthalten zahlreiche Informationen, die man so woanders kaum in solch kompakter Form findet.

Man liest hier auch die Erläuterung der Tatsache, dass die steigenden Rohstoffpreise, für die man gerne die bösen Spekulanten verantwortlich macht, in Wirklichkeit eine unmittelbare Folge der Geldschwemme sind, die von den USA ausgeht. So wird man das in den Abendnachrichten kaum erklärt bekommen, bei denen allerdings die Sprecher nach Meinung des Autors sowieso nur noch die Rolle des Cheerleaders (S. 266) spielen.

Der letzte Teil hat es dann wirklich in sich. Zunächst macht Rickards deutlich, dass die Abhängigkeit der USA von traditionellen Rivalen bei ihrer Schuldenfinanzierung nicht nur die amerikanische Fiskalpolitik, sondern auch die sogenannte nationale Sicherheit der USA bedroht und ihre militärischen Möglichkeiten einschränkt.

Dann folgt ein bemerkenswertes Kapitel über den Missbrauch der Wirtschaftswissenschaften, die ihre Unschuld inzwischen komplett verloren haben und von Leuten dominiert werden, die allein der Finanzoligarchie dienen. Insbesondere findet man hier Abschnitte zum Monetarismus von Milton Friedman und zum Keynesianismus. Beide Theorien dienen als angebliche wissenschaftliche Begründungen für politische Entscheidungen von Regierungen oder der FED, die die Welt erst in die gegenwärtige bedrohliche Lage gebracht haben. Was Rickards über die Lage des FED-Systems schreibt, wird manchem Leser vielleicht die Augen für die dramatische Situation öffnen, in der wir uns befinden.

Natürlich darf bei dieser Aufzählung auch die sogenannte Finanzmarkttheorie nicht fehlen, die ebenso eine nicht unbeträchtliche Rolle bei all diesen Entwicklungen spielte.

Dann schließlich versucht Rickards die zukünftige Entwicklung zu prognostizieren. Er stützt sich dabei wesentlich auf die sogenannte Komplexitätstheorie, die qualitative Aussagen über das Verhalten hochkomplexer Systeme liefert, wie es nun einmal menschliche Gesellschaften und ihre Ökonomien sind. Er spielt den Zusammenbruch des Dollars durch und gelangt dabei zu vier möglichen Entwicklungen, auf die er dann ausführlicher eingeht.

Unter anderem diskutiert dabei als eine mögliche Variante die Wiedereinführung eines flexiblen Goldstandards, die er allerdings für wenig wahrscheinlich hält. Immerhin kann man aus diesem Abschnitt lernen, warum ein reiner Goldstandard zu erheblichen Problemen führen würde und welche komplizierten Fragen ein flexibler Goldstandard aufwirft.

Die wahrscheinlichte Variante bleibt allerdings das plötzlich eintretende Chaos. Dies ist zugleich der schlimmste Ausgang. Natürlich wird die Realität letztlich anders aussehen als in diesem Buch prognostiziert. Das ändert aber nichts daran, dass man aus diesem Text viele seriöse Erkenntnisse gewinnen kann, die man vielleicht bei diesem Titel und diesem Cover eher nicht erwartet.

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