James Robertson Der Teufel und der Kirchenmann

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Inhaltsangabe zu „Der Teufel und der Kirchenmann“ von James Robertson

Wenn der Teufel nicht existierte, müsste der Mensch ihn erfinden? Auf dem Schreibtisch eines Verlegers in Edinburgh landet ein so eigentümliches wie faszinierendes Manuskript: die Memoiren von Gideon Mack, ein Geistlicher, der einige Monate zuvor unter mysteriösen Umständen verschwand. Die Aufzeichnungen entpuppen sich als Lebensbeichte eines Mannes, der zwar schon früh seinen Glauben verliert, aber dennoch Geistlicher wird. Und der behauptet, dem Teufel begegnet zu sein … Ein diabolisches Lesevergnügen aus England.

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  • Rezension zu "Der Teufel und der Kirchenmann" von James Robertson

    Der Teufel und der Kirchenmann

    Lax

    30. July 2010 um 13:04

    Der Roman „Der Teufel und der Kirchenmann“ des schottischen Autors James Robertson behandelt ein Thema, das die Menschen schon seit Jahrtausenden beschäftigt. Gibt es einen Gott? Der persbytanische Priester Gideon Mack ist ein hochgeachteter, glücklich verheirateter Mann, der eines Tages spurlos verschwindet. Seine Leiche wird Wochen später auf dem höchsten Berg Großbritanniens, Ben Nevis, gefunden. Durch glückliche Umstände erhält ein Verleger ein Manuskript, welches der Priester vor seinem Tod verfasst hatte. Es ist das Testament des Gideon Mack. Nur zögerlich entschließt sich der Verleger das Testament zu veröffentlichen. Ist es doch die Lebensgeschichte des Priesters und diese ist so völlig anders, als man es von einem Mann der Kirche erwarten würde. Gideon Mack schildert, wie er schon früh, den Glauben an einen Gott verliert und ein „heuchlerisches Talent“ erlernt, welches ihn durch alle Schwierigkeiten des Lebens leitet. Aber als ein mysteriöser Stein auftaucht, gerät sein eigenes Bild ins Wanken und er beschließt nur noch die Wahrheit zu sagen. „Keine Spielchen mehr.“ Er behauptet dem Teufel begegnet zu sein und dieser ist „für seinen Berufsstand so wenig typisch, wie Gideon für seinen.“ Natürlich glaubt ihm niemand, denn Gideon kann keinen einzigen Beweis seiner Wahrheit vorlegen. James Robertson gelingt es den Leser in das „miese Wetter und das depressive Volk (der Schotten) mit ihrem Fatalismus, Negativität und der Gewalt, die dicht unter der Oberfläche lauert“ hineinzuziehen. Das Testament des Gideon Mack ist nicht immer spannend, doch langweilt es nie und der Leser wird zum Nachdenken inspiriert. Erzählt Gideon Mack wirklich die Wahrheit? Und wenn nicht, warum nicht? James Robertson lebt in Angus/Schottland. Er hat bisher drei Romane und mehrere Kurzgeschichten veröffentlicht. Zudem ist er der Herausgeber mehrerer Kinderbücher in schottischem Dialekt, darunter Winie Pooh und Geschichten von Roald Dahl.

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  • Rezension zu "Der Teufel und der Kirchenmann" von James Robertson

    Der Teufel und der Kirchenmann

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    23. October 2008 um 10:23

    Gideon Mack, schottischer Pastor, ist spurlos verschwunden. Einige Monate später tauchen seine Memoiren auf dem Schreibtisch eines Verlegers in Edinburgh auf. Das Manuskript sorgt sofort für viel Wirbel und großes Aufsehen, denn darin wird geschildert, wie Gideon Mack dem Teufel höchstpersönlich begegnete: Als er eines Tages in eine Schlucht stürzte und von einem Mann gerettet wurde, soll es sich dabei um Satan selbst gehandelt haben. Der Legende nach soll einst eine Adlige vor langer Zeit ein ähnliches Schicksal ereilt haben. Die Empörung in der Kirche ist groß und Gideon, nun Abtrünniger und Häretiker, wird seines Amtes enthoben. Er ist fortan ein innerlich zerrissener Mann, der entweder verrückt, oder in völliger geistiger Gesundheit gefangen ist. James Robertson gelingt mit „Der Teufel und der Kirchenmann“ ein sehr vielschichtiges und spannendes Leseerlebnis. Gekonnt vermischt er hier Elemente aus Mythen und Sagen, Folklore und Historie und geht dabei den Fragen zu Religion und Glauben nach. Sofort zieht das Buch den Leser in den Bann und verweist ihn auf sich selbst und stellt dabei die Fragen zu Wirklichkeit, Gewissheit, Glauben und den menschlichen Werten. Robertsons Sprache ist klar, direkt, ungekünstelt und mit einem trockenen, selbstironischen Humor versehen. Der Roman ist ernst, humorvoll, absurd und realistisch und dieses Amalgam beherrschen nun mal britische Autoren ganz besonders. „Der Teufel und der Kirchenmann“ ist ein einfühlsames und doch subversives Buch, welches ständig zum Nachdenken anregt und hohe literarische Qualitäten besitzt. Denn hier geht es nicht um Göttlichkeit sondern um die Frage nach Menschlichkeit, die ja im Namen so mancher Religion auf der Strecke bleibt. Daher ist das Buch ein tiefgründiges und faszinierendes psychologisches Rätsel.

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  • Rezension zu "Der Teufel und der Kirchenmann" von James Robertson

    Der Teufel und der Kirchenmann

    semikolon

    21. July 2008 um 21:59

    wenn man lust auf etwas seichtes hat, dann ist dieses buch genau das richtige. hat es doch einen sehr biographischen charakter.

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