James Runcie

 3.5 Sterne bei 25 Bewertungen
Autor von Der Schatten des Todes, Die Schrecken der Nacht und weiteren Büchern.

Alle Bücher von James Runcie

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Der Schatten des Todes

Der Schatten des Todes

 (16)
Erschienen am 11.04.2017
Die Schrecken der Nacht

Die Schrecken der Nacht

 (6)
Erschienen am 02.09.2019
Das Problem des Bösen

Das Problem des Bösen

 (2)
Erschienen am 24.04.2018
Die Vergebung der Sünden

Die Vergebung der Sünden

 (0)
Erschienen am 06.05.2019
Der Schatten des Todes

Der Schatten des Todes

 (1)
Erschienen am 10.03.2016
The Grantchester Mysteries

The Grantchester Mysteries

 (0)
Erschienen am 01.05.2012
Sidney Chambers and the Problem of Evil

Sidney Chambers and the Problem of Evil

 (0)
Erschienen am 10.06.2014
Sidney Chambers and the Perils of the Night

Sidney Chambers and the Perils of the Night

 (0)
Erschienen am 22.05.2014

Neue Rezensionen zu James Runcie

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Lilli33s avatar

Rezension zu "Das Problem des Bösen" von James Runcie

Very British :-)
Lilli33vor 6 Monaten

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten

Verlag: Atlantik (24. April 2018)

ISBN-13: 978-3455000610

Originaltitel: The Grantchester Mysteries, Sidney Chambers and the Problem of Evil

Übersetzung: Renate Orth-Guttmann und Valerie Schneider

Preis: 20,00€

auch als E-Book erhältlich


Kaufen könnt ihr das Buch hier oder in jeder Buchhandlung eures Vertrauens. :-)


Very British :-)


Inhalt:

Dieser Band beinhaltet folgende vier Kurzkrimis: 

1. Das Problem des Bösen: Ein Serienkiller scheint es auf Geistliche abgesehen zu haben.

2. Weiblich, nackt: Ein Gemälde wird gestohlen.

3. Der nasse Tod: Ein Schauspieler ertrinkt bei den Dreharbeiten.

4. Weihnachten 1963: Ein Baby wird entführt. 

Pfarrer Sidney Chambers hilft seinem Freund Inspector Geordie Keating bei den Ermittlungen.


Meine Meinung:

Dies ist der 3. Band der Reihe um den englischen Pfarrer und Hobby-Detektiv Sidney Chambers. Man kann ihn sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen. Die einzelnen Kriminalfälle sind jeweils abgeschlossen, sodass man das Buch auch nicht am Stück lesen muss, sondern sich immer mal wieder eine der Geschichten vornehmen kann. Alle vier Geschichten sind recht unterhaltsam. Immer wieder blitzt ein Fünkchen Humor durch und macht das Lesen zum Vergnügen. Der Schreibstil von James Runcie ist sehr ruhig und dem Ort und der Zeit angepasst. Am besten macht man es sich beim Lesen auf dem Sofa oder im Ohrensessel mit einer Tasse Tee gemütlich und entspannt einfach.


James Runcie versetzt uns ca. 55 Jahre zurück in das kleine Örtchen Grantchester in der Nähe von Cambridge, England. Der Pfarrer hat vor Kurzem seine Hildegard geheiratet, die ihn ein bisschen an der kurzen Leine hält. So muss er immer wieder zu kleinen Tricks greifen, um seine Ermittlungen durchführen zu können. 


An die Kriminalfälle sollte man keine allzu großen Ansprüche stellen. Sie sind relativ einfach gestrickt und auch die Auflösung ist nicht unbedingt eine Überraschung. Viel interessanter ist hier das Zwischenmenschliche, das James Runcie beleuchtet. 


Einige der Geschichten um Sidney Chambers wurden für das britische Fernsehen verfilmt („Grantchester“ series).


Die Reihe:

1. Der Schatten des Todes

2. Die Schrecken der Nacht

3. Das Problem des Bösen


★★★★☆


Ich bedanke mich beim Atlantik Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. 


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M

Rezension zu "Die Schrecken der Nacht" von James Runcie

Eher Spionagethriller denn Kriminalroman
michael_lehmann-papevor einem Jahr

Eher Spionagethriller denn Kriminalroman

Vorweg, James Runcie beherrscht die Sprache. Diese Sprache des klassischen englischen Kriminalromans, die ein wenig altmodisch wirkt, das aber in bester Weise. Zudem sind es die kleinen Feinheiten britischer Traditionen (gerade an einem Ort wie Cambridge mit seinen dann weit verzweigt in die Elite der Gesellschaft verlaufenen Linien), die Runcie immer wieder anregend mit einfließen lässt.

Wenn da über einen nach seinem Tod (und vorher war es ja nicht anders) gesagt wird, das man „darüber nicht geredet hat“. Warum die Ehe zerbrach und dass die Neigung doch eher an gleichgeschlechtliche „Geliebte“ sich orientierte. Diskret, höflich, dem Lauten, dem Gewöhnlichen völlig abgeneigt, das ist die Sprache, die in Cambridge gesprochen wird.

Wobei der ermittelnde Polizist, Inspector Keating, durchaus zu dem ein oder anderen deftigen Ausdruck in der Lage ist.

Was soll man auch davon halten, dass einer der Juniorprofessoren, ein „Fellow“ des nachts mit drei jüngeren wissenschaftlichen Mitarbeitern immer noch dem alten studentischen Brauch zu frönen gedenkt, als >“Free-Climber“ markante Gebäude in Cambridge zu erklettern?

Und dabei zu Tode stürzt. Nicht, ohne dass einer der Mitkletterer spurlos verschwindet und der andere eher unglaubwürdiges Zeug erzählt, bevor er sich auch von der Bildfläche von dannen macht.

Das ganze Anfang um die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts herum erzählt, in der guten, alten, analogen Welt, in der Verdächtige nicht mal schnell geortet werden können.

Und da weitere Totdesfälle in den Raum treten werden, scheint es doch um etwas Größeres zu gehen, als einen Dummjungenstreich.

Das nun allerdings Sidney Chambers, junger Pastor in einem Nachbarort, unverheiratet, mal schnell drängende berufliche Aufgaben wie Krankenbesuche oder anderes zur Seite schiebt, um ein wenig mit zu ermitteln (auch aufgrund seines guten Drahtes zum Rektor der Universität, wirkt dann doch ein wenig zu schnell und künstlich. Der Beruf des Mannes spielt nur eine nebengeordnete Rolle, wichtiger wird werden, dass auch im Pfarrhaus eingebrochen wurde, ohne dass auf Anhieb klar wäre, ob und was da fehlt.

Was im Verlauf der Ereignisse, die recht schnell (zu schnell, zunächst) mit Anwerbeversuchen von Studenten durch internationale Geheimdienste in Cambridge in Zusammenhang gebracht wird, zudem wichtig ist (und dennoch eines der wenigen Motive im Buch ist, das unglaubwürdig wirkt und, tatsächlich auch nervt), ist das Privatleben des Pfarrers.

Denn das ist zunächst alles andere als geklärt, wenn man zwischen zwei, auf ihre Art je anders und doch sehr attraktiv in Chambers Augen noch schwankt. Ein wichtiges Motiv aber deshalb, weil ein Teil der Geschichte im Berlin jener Tage spielt (und dort eine Witwe enger und enger mit Chambers vertraut wird) und die Lösung zumindest einer der Erzähllinien letztendlich mit den Ereignissen dort und einigen sehr düsteren Gestalten auf beiden Seiten der Zonengrenze einiges zu tun haben wird.

Wobei Vieles bis dahin von Chambers mit zielsicherer Intuition (nicht immer glaubwürdig) bereits aufgelöst oder geklärt worden ist.

Insgesamt ein stimmungsvoller Roman, bei dem Leser (was den Tod des Professors angeht) lange nicht Klarheit darüber hat, was denn genau nun wer getan hat und warum es getan wurde. Mit sorgsam skizzierten Figuren und einem Talent, Atmosphären der Zeit und der einzelnen Orte bestens zu vermitteln.

Eine anregende, wenn auch nicht in allen Bereichen fesselnde Lektüre.

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Patnos avatar

Rezension zu "Die Schrecken der Nacht" von James Runcie

Auf den Spuren von Pater Brown
Patnovor 2 Jahren

Laut Kölnischer Rundschau könnte James Runcies charmante Zeitreise in die 50er Jahre auch von Agatha Christie erdacht worden sein.

Von dieser Werbung fühlte ich mich angesprochen, denn ich lese sehr gern englische Krimis. Dementsprechend hoch war aber auch meine Erwartungshaltung.

Wir schreiben das Jahr 1955, als sich Pfarrer Sidney Chambers in Granchester bei Cambridge als leidenschaftlicher Hobbykriminalist betätigt. Überall wittert Sidney die Spur das Verbrechens, ob ein Professor vom Dach einer Kapelle stürzt, der beste Werfer des Cricket-Teams nach einem Spiel vergiftet wird oder ein Haus in Flammen aufgeht. Dem nicht genug, steht Sidney zwischen zwei Frauen, seiner Jugendfreundin Amanda und der in Deutschland lebenden Witwe Hildegard. Als Sidney nach Deutschland reist und auch hier weiter Detektiv spielen muss, gerät er in eine ziemlich brenzlige Situation.

Der Einstieg in das Buch war schwerfällig. Alles wirkte auf mich ein wenig unsortiert und verwirrend. Spannung wollte nicht so recht aufkommen. Die Handlung zog sich wie Kaugummi und Pfarrer Sidney Chambers war mir zunächst nicht wirklich sympathisch.

Erwartet hatte ich auch einen abgeschlossenen Roman. Stattdessen bekam ich eine Ansammlung von Kurzgeschichten, die zunächst alle nach dem gleichen Muster abliefen. Der Leser lernt das Opfer kurz kennen, es folgt die Tat, die Präsentation möglicher Verdächtiger und dann kommt abrupt der Geistesblitz des Pfarrers und die Auflösung. Keine Möglichkeit zum "Miträtseln". Ich spielte mit dem Gedanken das Buch abzubrechen.
Doch dann, etwa ab der dritten Geschichte, gab es endlich Szenen, die an die guten englischen Krimis erinnern, gespickt mit einer Priese Humor. Es war beinahe so, als hätte sich der Autor erst warm geschrieben. Da kam auch der Pfarrer einmal in Bedrängnis, weil er die Nase zu tief in die Fälle gesteckt hat. Er zeigt Gefühle und als die beiden Frauen im Leben des Pfarrers so richtig in die Szenerie kommen, hat mich die Handlung endlich gefesselt. So hätte ich es mir durch das ganze Buch hindurch gewünscht.
Am Ende schließt sich der Kreis zur ersten Geschichte.
James Runcie baut interessante, reale Bezüge in seine fiktive Handlung ein und schreibt dabei in tollen Bildern. Das gefiel mir.

Wer also am Ball bleibt und die "Durststrecken" überwindet, wird letztendlich mit solider, englischer Krimikost belohnt!

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