James Ryan Daley Jesus Jackson

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Inhaltsangabe zu „Jesus Jackson“ von James Ryan Daley

Jonathan hätte nie erwartet, auf einem Footballfeld Jesus über den Weg zu laufen – und schon gar keinem, der Leinenanzüge und Goldkettchen trägt und mit vollem Namen Jesus Jackson heißt. Aber ein „spiritueller Berater“ taucht wohl gerade dann auf, wenn man ihn am meisten braucht. Denn wem kann Jon die Schuld am Tod seines Bruders Ryan geben, wenn er nun mal an keinen Gott glaubt? Jesus bringt ihn auf eine Idee: Was, wenn Ryan gar nicht verunglückt ist, wie alle behaupten? Was, wenn er ermordet wurde? Entschlossen macht sich Jon auf die Suche nach dem Täter und merkt fast zu spät, dass er die Antwort auf seine Fragen nur in sich selbst finden kann.

Für ein Jugendbuch ein sehr interessantes Thema,lässt mich aber bisschen ratlos zurück

— czytelniczka73

Erfrischend kritischer, rotziger Jugendroman der sich der Suche nach der WAHRHEIT verschrieben hat und das beeindruckend ehrlich.

— thursdaynext

An was glaubst du? Eine Geschichte die den Leser nachdenklich stimmt und ihm zeigt, dass man stets an den eigenen Glauben festhalten soll.

— BeautyBooks

Ein durchaus witziger Roman mit guter Aussage. Hätte mir an vielen Stellen aber mehr Tiefe gewünscht

— LESETANTE_CARO

Ein Buch über den Glauben. Nicht zu Gott sondern zu irgendwas anderem. Witzig, gut geschrieben und unglaublich sympatisch.

— amazingbookworld

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  • Eine wunderbare und einzigartige Geschichte!

    Jesus Jackson

    BeautyBooks

    Wenn du glaubst, dass Gott wirklich irgendwo da oben im Himmel sitzt und jeden und alles kontrolliert, dann musst du dich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass er deinen Freund tötet oder deinen Bruder oder deinen Sohn. Du musst dich damit auseinandersetzen, dass er zulässt, dass Säuglinge drogenabhängig werden, dass Kinder missbraucht und getötet werden, dass Völkermorde und Kriege geschehen. Und wenn du nicht an Gott glaubst... tja, dann musst du dich damit auseinandersetzen, dass es für nichts und niemanden einen tieferen Sinn gibt. - Seite 151 Er heißt Jesus Jackson und trägt Goldkettchen und Leinenanzüge. Jonathan trifft Jesus das erste mal auf einem Footballfeld. Ein spiritueller Berater taucht wohl gerade dann auf, wenn man ihn am meisten braucht. Jonathan sucht den Schuldigen für den Tod seines Bruders Ryan. Er glaubt jedoch nicht an Jesus und hätte sich im Traum nie erwartet, Jesus jemals über den Weg zu laufen und schon gar nicht, wenn dieser mit vollem Namen Jesusi Jackson heißt. Jesus bringt Jonathan auf eine Idee: Was, wenn Ryan gar nicht verunglückt ist, wie alle behaupten? Was, wenn er ermordet wurde? Entschlossen macht sich Jonathan auf die Suche nach dem Täter und merk fast zu spät, dass er die Antwort auf seine Fragen nur in sich selbst finden kann. Meine persönliche Meinung: Bin ich gläubig? Der Gedanke an Gott und dass ich mit all meinem Kummer und Schmerz nicht alleine bin, hat mir bei der Trennung von meinem damaligen Freund, vor 2 Jahren, und dem Tod meines Papas, vor 10 Monaten, sehr geholfen. Ich habe gebetet, unendlich viel geweint und gehofft, dass alles schon bald wieder besser werden wird. Wenn ich all das Leid da draußen tagtäglich jedoch miterlebe, frage ich mich oft, wieso Gott all das zulässt, wenn es ihn doch tatsächlich gibt. Als ich den Klappentext von Jesus Jackson das este mal durchgelesen hab wusste ich sofort, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Ich war richtig neugierig auf diese Geschichte und freute mit auf Jesus und Jonathan und deren Begegnung und was sich dadurch alles verändern würde. Jonathan ist ein Junge, der gerade sehr viel Schmerz und Wut in sich trägt. Er hat seinen Bruder verloren und kann all das nicht verstehen. Ryan soll sich umgebracht haben? Genau das kann sich Jonathan absolut nicht vorstellen. Wem soll er noch vertrauen und wem kann er die Schuld an dem Tod seines Bruders geben? Er ist ein unedlich starker Junge, der einfach mit alldem schnellstmöglich abschließen möchte um wieder ein normales Leben führen zu können. Jonathan habe ich sofort in mein Leserherz geschlossen. Ich konnte all seine Zweifel so gut nachvollziehen.Er glaubt an nichts und an keine Religionen. Mit Ryan hat er vor Jahren gemeinsam beschlossen, dem Glauben abzuschwören. Religionen sind vollkommener Humbug . Jonathan bezeichnet sich selbst als Atheist. Seine Mutter, die gläubig ist, ist von alldem natürlich nicht begeistert. Jesus Jackson ist ein unglaublich witziger Jesus. Man glaubt wohl verrückt zu sein, wenn man ihm das erste mal begegnet. Der Autor hat einen sehr außergewöhnlichen Jesus und tollen Protagonist erschaffen, von dem ich mir jedoch mehr Auftritte in der Geschichte gewünscht hätte. Jesus Jackson trägt den Titel dieses Buches, kommt nur leider selbst etwas wenig darin vor. Der Schreibstil in diesem Buch passt sehr gut zu der Art dieser Geschichte. Anfangs musste ich mich etwas an diesen sehr jugendlichen und umgangsprachlichen Stil gewöhnen. Nach ein paar Seiten hatte auch ich mich eingelesen und konnte mir keinen besseren Schreibstil für diese Geschichte vorstellen. Die einzelnen Kapitel werden aus Jonathan's Sicht erzählt, der gerne auch einmal in die Zeit vor Ryans Tod zurückhüpft. Die Rückblicke mit Ryan habe ich sehr gerne gelesen. Diese Geschichte ist definitiv kein religiöser Roman. Es geht in diesem Buch nicht um den Glauben Gottes oder um Religionen und deren Spiritualität. Der Glaube an Gott wird einem nicht näher gebracht sondern eher der Glaube an sich selbst. Dies ist also kein Buch, dessen Geschichte dich von Gott oder den Religionen überzeugen soll. Es ist eine jugendliche Geschichte, deren Handlung ruhig zu lesen ist und somit ganz ohne Action und Spannung auskommt. Ich konnte das Buch trotzdem nur schwer aus der Hand legen, da mich die Art dieser Geschichte einfach faszinierte. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht und wäre Jesus Jackson etwas mehr vorgekommen hätte ich hier keinen Zebrapunkt abziehen müssen. Eine Geschichte, die den Leser nachdenklich stimmt und ihm zeigt, dass man, egal an was oder wen man glaubt, einfach an irgendetwas glauben und den Glauben daran auch nicht beiseite schieben soll. Ein wunderbares tiefsinniges Buch, dessen Inhalt mich definitiv überzeugen konnte. Letzten Endes darf man sich nicht ständig Gedanken wegen der Realität machen. Okay, nirgendwo da draußen muss es eine richtige Wahrheit geben. Aber wenn Jesus Jackson mich eines gelehrt hatte, dann die Tatsache, dass man die Wahrheit nie wirklich kennen kann. Weder die Wahrheit über das Leben noch die Wahrheit über Gott oder über das, was im Herzen eines anderen Menschen vorgeht - nicht mal die Wahrheit über das, was im eigenen Herzen vorgeht. Das Einzige, was man wirklich wissen kann, ist die Tatsache, wie es sich anfühlt. Wie es sich anfühlt, zu lachen und zu weinen und zu hasse und zu verletzen und zu hoffen und zu fürchten und zu lieben, wie es sich anfühlt zu leben. - Seite 293-294

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    • 2

    Yurelia

    21. October 2015 um 22:05
  • Etwas mehr Tiefe hätte dem Buch nicht geschadet

    Jesus Jackson

    LESETANTE_CARO

    12. August 2015 um 13:02

    Als ich die ersten Seiten gelesen habe, habe ich zunächst befürchtet, dass ich eine Art Bekehrungs-Geschichte vor mir habe. Aber dem war nicht so. "Jesus Jackson" ist ein durchaus sympathischer Roman, der Beachtung finden sollte. Jonathan hat gemeinsam mit seinem älteren Bruder Ryan vor Jahren beschlossen, dem Glauben abzuschwören. Als sein Bruder plötzlich bei einem Unfall stirbt, fällt es Jonathan schwer das Warum zu verstehen. Ihn ihm keimt der Verdacht auf, dass sein Bruder ermordet wurde. Er macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Unterstützt wird er dabei unter anderem von Jesus Jackson, dem er kurz nach dem Tod seines Bruder zufällig begegnet. Der spirituelle Berater versucht ihn auf seine Weise auf den richtigen Weg zu lenken. Um es gleich vorweg zu nehmen: In diesem Buch geht es nicht um den Glauben an Gott, um Religion oder Spiritualität. Der Glaube an Gott soll einen nicht näher gebracht werden. In James Ryan Daleys Geschichte geht es um den Glauben an sich. Denn an irgendetwas muss man ja glauben, oder? Jonathan jedenfalls glaubt an gar nichts. Als er neun Jahre alt war, hat er gemeinsam mit seinem Bruder Ryan entschieden, dass alle Religionen Humbug sind. Er bezeichnet sich selbst als Atheist und zieht sich damit den Groll seiner streng gläubigen Mutter auf sich. Er muss auf eine christlich-geprägte High School gehen und wird auch sonst von seiner Mutter in einen Glaube hineingedrängt. Als sein älterer Bruder stirbt, kann Jonathan seine Trauer zunächst nicht richtig erfassen. Er kann das "Warum" nicht begreifen und macht sich auf die Suche nach dem "Wie". War es wirklich nur ein Unfall?  Er fängt an zu ermitteln und entwickelt dabei detektivischen Spürsinn. Als er sich in die Ermittlungen verrennt, ist er aber auch kurz davor, sich selbst zu verlieren.  Der Titelgeber "Jesus Jackson" ist oft ein wenig blass in dieser Geschichte. Von ihm hätte ich mir mehr Auftritte gewünscht, denn seine Rolle ging für mich doch etwas unter. Auch Jonathan war trotz seiner Präsenz an manchen Stellen etwas unscheinbar und für mich nicht greifbar.  Der Schreibstil des Autors ist locker und jugendlich gehalten. Es passt zum Buch und zur Handlung. Wir erleben die Geschichte aus  Jonathans Sicht. Abwechselnd berichtet er aus der Vergangenheit, der gemeinsamen Zeit mit Ryan, und von der Gegenwart. Diese Übergänge waren nicht extra gekennzeichnet, sondern eher Gedankensprünge, die Jonathan hatte. Dadurch erfährt man ein wenig mehr von Ryan und deren gemeinsamen Weg sich mit Religionen und dem Glauben nach irgendwas Greifbaren auseinanderzusetzen. Das ganze Geschehen ist ruhig, nicht sonderlich actiongeladen oder spannend. Die Handlung wird durch die Gedanken von Jonathan getragen.  Man kann sagen, dass es ein Buch der leisen Töne ist und damit dieses Buch durchaus liebenswert. Am Ende bleiben viele Fragen offen, denn es gibt nicht auf alles Antworten. Besonders nicht auf die Frage nach dem richtigen Glauben. Aber ist das wichtig? Gibt es da überhaupt eine richtite Antwort darauf? Ich nehme für diese Antwort ein Zitat aus dem Buch:  "Es ist egal, woran Du glaubst. Hauptsache Du glaubst an irgendwas".  Das besagt doch alles und es steckt viel Wahres drin. "Jesus Jackson" ist ein Buch das zum Nachdenken anregt und nicht mit einer actiongeladenen Handlung protzen muss. Mir hat der Umgang und die Auseinandersetzung mit Religionen sehr gut gefallen. Leider wurde ich trotz allem mit der Handlung und den Protagonisten nicht immer warm.  An einigen Stellen hätte ich mir einfach mehr Tiefe gewünscht.  Von mir gibt es 3 Sterne!

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  • Witzig, gut geschrieben und unglaublich sympatisch

    Jesus Jackson

    amazingbookworld

    02. August 2015 um 21:30

    Meinung: "Jesus Jackson" ist ein Buch, das mich durch den Klappentext und das Cover angesprochen hat. Irgendwie witzig der Gedanke, dass ein normaler Highschool-Junge plötzlich auf Jesus trifft, der ihm einen Glauben verkaufen will. Doch das Buch bietet noch viel mehr: Es ist unglaublich witzig, sehr gut geschrieben und regt zum Nachdenken an. Nicht unbedingt zum Nachdenken über Gott, sondern über einen selbst und den eigenen Glauben. Sei es nur der Glauben an regenbogenfarbene Einhörner. Ich möchte hervorheben, dass dieses Buch kein religiöser Roman ist und eigentlich nicht von Gott und dem Katholizismus handelt. Die Haupthandlung besteht aus dem jungen Protagonisten Jonathan, dessen Bruder gestorben ist. Kurz nach seinem Tod trifft er auf einen Typen, der aussieht wie Jesus und sich als Jesus Jackson vorstellt. Er ist ein Spiritueller Berater mit Hundertprozentiger Glaubensgarantie und vergibt Unverbindliche Kostenvoranschläge. So steht es jedenfalls auf seiner Visitenkarte. Jesus Jackson versucht Jonathan zu einem Glauben zu bringen. Und zwar nicht an Gott oder eine Religion. Sondern an irgendwas. Jonathan scheint darauf anzuspringen, denn er ist fest davon überzeugt, dass sein Bruder nicht durch einen Unfall gestorben ist, sondern ermordet wurde. "Jesus Jackson" ist nicht nur ein guter Jugendroman, sondern bietet auch einen Krimianteil, ist an vielen Stellen tiefsinnig, aber auch unglaublich witzig. Jedes Mal wenn Jesus aufgetaucht ist, konnte ich mir das Lachen nicht verkneifen. Die Vorstellung, wie er im Sportoutfit auf einem Footballfeld imaginäre Bälle fängt, ist schon allein zum totlachen. Nicht nur das hat mich völlig begeistert, sondern auch die verschiedenen Charaktere haben mich beeindruckt. James Daley hat mich von jeder einzelnen Person überzeugt, denn sie waren alle glaubhaft und individuell in ihrer eigenen Weise. Vor allem Henry, den asiatischen Freund von Jonathan, fand ich total sympatisch. So einen Freund hätte ich auch gerne in der Schule gehabt. Nur hätte ich ihn dann ein bisschen besser behandelt, als Jonathan es getan hat. Auch die tiefsinnige Seite des Romans konnte mich überzeugen. Ich habe so viele schöne, wichtige Sätze in den Buch gefunden, die ich alle rausgeschrieben habe. Hier mein liebstes Zitat aus dem Buch: "Das Einzige, was man wirklich wissen kann, ist die Tatsache, wie es sich anfühlt. Wie es sich anfühlt, zu lachen und zu weinen und zu hassen und zu verletzen und zu hoffen und zu fürchten und zu lieben, wie es sich anfühlt zu leben." (S. 294) Insgesamt ist "Jesus Jackson" ein richtig gutes Jugendbuch, dass ich euch allen ans Herz legen kann. Egal welcher Religion ihr angehört. Egal ob ihr an Einhörner, Hexen oder Karma glaubt.

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  • Ein Buch über die Wichtigkeit und die Schwierigkeit an etwas zu glauben

    Jesus Jackson

    Minoo

    27. July 2015 um 07:52

    Klappentext: Jonathan hätte nie erwartet, auf einem Footballfeld Jesus über den Weg zu laufen – und schon gar keinem, der Leinenanzüge und Goldkettchen trägt und mit vollem Namen Jesus Jackson heißt. Aber ein „spiritueller Berater“ taucht wohl gerade dann auf, wenn man ihn am meisten braucht. Denn wem kann Jon die Schuld am Tod seines Bruders Ryan geben, wenn er nun mal an keinen Gott glaubt? Jesus bringt ihn auf eine Idee: Was, wenn Ryan gar nicht verunglückt ist, wie alle behaupten? Was, wenn er ermordet wurde? Entschlossen macht sich Jon auf die Suche nach dem Täter und merkt fast zu spät, dass er die Antwort auf seine Fragen nur in sich selbst finden kann. Sowohl das tolle Cover als auch der Klappentext machten mich neugierig auf den Inhalt des Buches. Ich hatte sehr große Erwartungen, war aber zugleich auch ein wenig skeptisch, ob dieses Buch mich zum Christentum bekehren möchte. An alle, die die Befürchtung haben, dass es sich in „Jesus Jackson“ lediglich um den Glauben an Gott dreht: Natürlich geht es u.a. auch um Religionen. Viel mehr geht es in diesem Buch aber um die Notwendigkeit an „irgendetwas“ zu glauben sowie um die Schwierigkeit zu glauben ohne zu wissen. Religionen werden kritisiert indem hier Fragen, die sich vermutlich bereits viele von uns stellten, behandelt werden. Die Religionen kommen dabei nicht immer gut weg. Das Buch beginnt mit der ersten Begegnung des vierzehnjährigen Jonathan und Jesus Jackson. Die beiden kommen ins Gespräch über den Glauben bzw. den Nicht-Glauben und Jonathan erhält Jesus' Visitenkarte „Jesus Jackson: Spiritueller Berater. Hundertprozentige Glaubensgarantie! Bei Anruf erhalten sie umgehend einen UNVERBINDLICHEN KONSTENVORANSCHLAG!“ (S. 9) An dieser Stelle musste ich wirklich lachen. Allgemein wirkt Jesus mehr wie ein Betrüger und weniger wie der Sohn Gottes. Gleich zu Beginn macht Jesus Jackson klar, dass er nicht der Jesus ist. Doch stimmt das wirklich? Jonathan bezeichnet sich selbst als Atheist, seit er im Alter von neun Jahren gemeinsam mit seinem Bruder Ryan feststellte, dass alle Religionen Humbug sind. Auch der Versuch eine eigene Religion zu erschaffen schlug fehl und nun ist Ryan tot, durch einen schrecklichen Unfall gestorben und Jonathan versucht auf seine Art und Weise damit umzugehen. Er glaubt nicht an einen Unfall, viel eher an Mord. Um diesen zu beweisen verrennt er sich in seinen Ermittlungen und verliert dabei beinahe sich selbst. Der Anfang der Geschichte hat mir wahnsinnig gut gefallen, ebenso wie die Thematik. Ich interessiere mich für verschiedene Religionen und in diesem Buch wurden einige wichtige Fragen aufgegriffen. Außerdem entdeckte ich in „Jesus Jackson“ einige Sätze, die mich zum Nachdenken brachten. “Spielt es denn eine Rolle, ob es ein Schwindel ist, wenn du hundertprozentig daran glaubst? Bei der Existenz eines Gottes geht es doch nicht darum, dass man jemanden hat, der die eigenen Gebete erhört, sondern darum, jemanden zu haben, zu dem man beten kann.“ (S. 66) „Wenn du glaubst, dass Gott wirklich irgendwo da oben im Himmel sitzt und jeden und alles kontrolliert, dann musst du dich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass er deinen Freund tötet oder deinen Bruder oder deinen Sohn. (…) Und wenn du nicht an Gott glaubst … tja, dann musst du dich damit auseinandersetzten, dass es für nichts und niemanden einen tieferen Sinn gibt.“ (S. 151) Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Ich mochte Jonathan und seinen Freund Henry, aber auch Jesus Jackson war eine tolle Figur, von der ich allerdings gerne etwas mehr gelesen hätte. Denn auch wenn Jesus Jackson der Namensgeber des Buches ist, taucht er in der Geschichte selbst nur selten auf. Der Schreibstil ist sehr jugendlich und umgangssprachlich, was mich am Anfang etwas störte. Allerdings gewöhnte ich mich schnell daran und finde, dass der Stil sehr gut zu der Art der Geschichte passt. Die Geschichte wird aus Jonathan's Sicht erzählt. Der hält sich bei seiner Erzählung an keine genaue Reihenfolge und springt auch häufig in die Zeit vor Ryan's Unfall zurück. Besonders die Rückblicke, als er gemeinsam mit Ryan alle Religionen auflistete und begründete, warum sie „zu 100% falsch sind“, mochte ich sehr gerne. Hier werden viele Fragen und Zweifel aus der Sicht von Kindern angesprochen. Ryan und Jonathan sind zusammen einfach ein liebenswertes Duo. Es gab einige witzige Stellen, bei denen ich sehr lachen mussten. Die Handlung ist ruhig. In dem Buch gibt es kaum Action und ich würde es auch nicht als spannend bezeichnen. Trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Es ist die Art Buch, bei der die Spannung im Denken der Protagonisten, aber auch im eigenen Nachdenken, das hier gezwungenermaßen aufkommt, liegt. Das Ende konnte mich leider nicht ganz überzeugen, da mir eine Entwicklung, auf die ich aus Spoiler-Gründen nicht genauer eingehen kann, nicht gefallen hat. Fazit: Ein tolles Buch das nachdenklich stimmt und dessen Message „Es ist egal woran du glaubst, Hauptsache du glaubst an irgendetwas“ mir sehr gut gefallen hat. An manchen Stellen hätte es gerne noch ein wenig tiefer gehen können und ich hätte mich auch über mehr Szenen mit Jesus Jackson gefreut. Insgesamt handelt es sich bei „Jesus Jackson“ aber um ein Buch, das ich unglaublich gerne gelesen habe und ebenso gerne weiterempfehle.

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