James Salter Charisma

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Inhaltsangabe zu „Charisma“ von James Salter

Dieser Band versammelt die Kurzgeschichten eines der besten Autoren unserer Zeit. »Salter schreibt mit Kenntnis, Präzision und Witz ... Die frühen Geschichten aus den sechziger bis hin zu den achtziger Jahren haben einen jazzigen Rhythmus und den aalglatten, kühlen Glanz der Welt von Mad Men. ... Wir befinden uns in der zweiten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts und das World Trade Center befindet sich gerade erst in der Planung. Was kann schon schiefgehen? Und doch geht am Ende so ziemlich alles schief … Salter ist ein Zauberer und seine Wunderwerke sind fein gewirkt, und doch vermögen sie, die alltägliche Wirklichkeit des Lebens kraftvoll zu packen. Wieder und wieder gelingt ihm auf diesen Seiten, was John Updike als die Aufgabe des Schriftstellers definiert hat, nämlich dass er das ›Schöne am Gewöhnlichen‹ zu zeigen habe. Salter zeigt das Gewöhnliche als das, was es wirklich ist: das Wunderbare.« John Banville

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  • Sammelband der Erzählungen

    Charisma
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    26. January 2017 um 10:26

    Sammelband der Erzählungen Da ist diese Frau, unheilbar an Krebs erkrankt. Die beschlossen hat, ihrem Leben selbstbestimmt ein Ende zu setzen. In dieser Nacht. Begleitet in aktiver Rolle durch ihren Mann.„Du weißt doch. Ich habe niemanden auf dieser Welt mehr geliebt als Dich“.Sagt sie mit Inbrunst, als ihr Mann mit der Spritze das Zimmer betritt.Beide wollten bei diesem Schritt nicht alleine sein und haben eine 29jährige, junge Bekannte hinzugebeten, das gemeinsame Essen, den Wein zu genießen und, danach, ihrem Mann Beistand zu leisten.Was sich anders darstellt, als man meinen sollte. Sowohl, was den Beistand angeht, als auch was das Gelingen des Suizids betrifft.Und all das lässt diese kleine, zu Herzen gehende, dann wieder erschreckende Geschichte so lakonisch ausgehen, wie Salter es oft zu gestalten versteht. Das Leben ist nicht voller Geheimnisse, sondern eher voller Brüche, nicht immer voller Aufregung, sondern oft auch nur dahingleitend.Das Konkrete, das, worum es geht, das, was man gerne gestalten würde, das entzieht sich oft der Kontrolle, das passiert einfach, lagert am äußersten Rand des Blickfeldes und ist nicht immer zu greifen oder zu finden.Wie ein Symbol steht da das Grab eines charismatischen Mannes, der einer Frau für alle Zeiten das Herz stiehlt und sie zu Dingen bewegt, die sie nie bei klarem Verstand zugestanden hätte (die Peitsche im Schlafzimmer). Und auch wenn sie sich äußerlich zu lösen verstehen wird, innerlich bleit das Band, die Verbindung. Zu einem, der sich in jeder Lebenslage (und darüber hinaus) zu entziehen versteht. Was vielleicht jenes „Charisma“ der titelgebenden Geschichte im Buch ausmacht.Alle Erzählungen Salters von 1968 an bis weit in die 2000er Jahre hinein sind in diesem Buch sorgsam übersetzt versammelt und bilden einen breiten Reigen an Themen und einen hervorragenden Einblick in den Stil und die Denkweise des Autors. Was ergänzt wird durch, am Ende, drei abgedruckte Vorlesungen Salters, bei denen er durchaus auch privat ins Plaudern gerät und über die Literatur, sein elementares Verständnis von Sprache und so manche enge Bekanntschaft mit anderen bekannten Autoren zudem noch Auskunft gibt.Wobei der eigentliche Gewinn der Lektüre jener ist, nach jeder der Geschichten eine Menge Anstöße zur Nachdenklichkeit zu erhalten. „Einfach so“ schüttelt man diese lakonische, dennoch liebevolle Betrachtung des Lebens nicht an und lässt die Figuren, die im sanften Fluss und teils im Wirbel des Lebens stehen nicht einfach an sich abgleiten.Wozu, vor allem, der scharfsinnige und dennoch in keiner Weise bemüht wirkende Stil Salters das Meiste beiträgt.

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  • Lebensschicksale

    Charisma
    Clari

    Clari

    01. January 2017 um 12:05

    Der im Jahr 2015 verstorbene Schriftsteller James Salter war ein wunderbarer Erzähler. Das stellte sich heraus, als er seine Karriere als Pilot der Air Force im Koreakrieg aufgegeben hatte. Er hat so wunderbare Roman geschrieben wie „Lichtjahre“ und „Alles, was ist“.In diesem vom Berlin Verlag neu aufgelegten Band sind alle seine Erzählungen zusammengefasst. Im Anhang findet man drei Vorlesungen über Literatur.Ob es sich um Familien, Zerfall menschlicher Beziehungen oder die Freude und das Glück handelt, ob es um Einzelschicksale oder Freundschaften geht: eine jede Geschichte ist ein Roman für sich. Salter berichtet von gewöhnlichen Ereignisse aus dem Alltag. Er erzählt über vielerlei Begegnungen, er spricht über die Liebe, die das Leben mitbestimmt, und über schicksalhafte Wendungen, die unser Erdendasein beschweren können. Dazu gehören Familiendramen aller Art.Das Leben ist kompliziert, und diese einfachsten Lebensgeschichten tragen romanhafte Züge. Sie in feinen Szenen einzufangen, ist das große Können dieses großartig beobachtenden Autors. Geschichten von großer Einfachheit mit einem Glanz zu versehen, dass man sich hineingezogen und in gebannt geschlagen fühlt, wird in einfachen Sätzen heraufbeschworen.Erzählungen sind oftmals nicht leicht zu besprechen, weil immer nur Eindrücke über kürzere Zeiträume abgehandelt werden. Im Kontrast zu ganzen Romanen gibt es keinen einheitlichen Handlungsstrang. Und doch: auch und gerade Erzählungen bieten dem geneigten Leser die Chance, etwas über das Leben zu erfahren, ohne sich der Prozedur eines langen Lesevorgangs hingeben zu müssen. Ich fange an, sie zu mögen.

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