Jami Attenberg Die Middlesteins

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Inhaltsangabe zu „Die Middlesteins“ von Jami Attenberg

Über dreißig Jahre lang haben Edie und Richard Middlestein ein ganz normales Familienleben in einem Vorort von Chicago geführt. Auf einmal drohen die Dinge auseinanderzubrechen, nicht ganz unschuldig daran ist Edies enormer Umfang. Essen ist für sie eine Sucht – und wenn sich das nicht ändert, hat sie nicht mehr lange zu leben. Als Richard ihren Eigensinn nicht mehr aushält und Edie verlässt, machen ihre Tochter Robin, ihr Sohn Benny und dessen Frau Rachelle es sich zur Aufgabe, Edie zu retten. Doch statt bei dieser heiklen Aufgabe an einem Strang zu ziehen, stehen sich alle gegenseitig im Weg. Und so steuert diese aberwitzige Familiengeschichte unerbittlich auf die spektakuläre Bar-Mizwa-Party der Zwillingsenkel zu, die ein Fiasko zu werden droht

Witziger und zugleich trauriger Roman über eine jüdische Familie. Im Zentrum: ihre Kommunikationsschwäche.

— killmonotony
killmonotony

Könnte mich leider nicht überzeugen...

— Himmelfarb
Himmelfarb

Was will uns der Autor nur damit sagen? Schwach schwach schwach!!!

— QueenDebby
QueenDebby

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  • Rezension: Die Middlesteins

    Die Middlesteins
    killmonotony

    killmonotony

    06. May 2017 um 14:06

    Massel tov! Dieses Buch ist wirklich gelungen. Obwohl seine Handlung nur dadurch zu Tage kommt, weil ein Mangel an Kommunikation besteht. Niemand spricht wirklich das Problem mit Edies Fresssucht an, niemand kommuniziert überhaupt irgendwie! Das macht die Geschichte aber auch so menschlich (ich kenne es z.B. von mir selbst, dass ich Probleme so lange nicht anspreche, bis sie sich irgendwann von selbst aufgelöst haben – oder auch nicht. Die gesamte Familie Middlestein wirkt so charmant und sympathisch, obwohl alle gar nicht so richtig miteinander können. Über jede Person der Familie erfährt man allerhand, es wird aus der Jugend erzählt oder aus der Zeit der Eheschließung. Ab und zu lässt der Erzähler auch eine kleine Zukunftsaussicht einfließen, die die ganze Geschichte meiner Meinung nach noch um einiges interessanter macht. Jüdische Bräuche etc. setzen dem Ganzen noch das Häubchen (oder die Kippa?) auf und runden diesen literarischen Leckerbissen so richtig ab.  4/5 Sternen!Diese und weitere Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

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    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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  • Familiengeschichten

    Die Middlesteins
    serendipity3012

    serendipity3012

    15. August 2016 um 19:56

    FamiliengeschichtenEdie Middlestein ist dick, sehr dick. Immer schon war sie kräftig und mit der Zeit wurde es immer mehr, bis sie schließlich um die 150 Kilo wiegt. Edie ist seit über 30 Jahren mit Richard verheiratet, sie haben zwei erwachsene Kinder und zwei Enkelkinder, deren Bar Mizwa bevorsteht. Zuvor aber bricht Richard aus diesem Leben aus und verlässt Edie, deren übermäßigen Konsum an Essen er nicht mehr erträgt. Ihr Gewicht hat inzwischen zu einigen Krankheiten geführt und ist lebensbedrohlich. Doch Edie denkt offenbar nicht daran, sich darum zu bemühen, ihr Verhalten zu ändern. Richard kann das nicht mehr mit ansehen. Richard schlägt daraufhin viel Unverständnis entgegen. Seine kranke Frau zu verlassen, statt ihr in ihrer schweren Zeit beizustehen – sie muss sich mehreren Operationen unterziehen – das wird als schäbig und egoistisch empfunden. Vor allem Schwiegertochter Rachelle nimmt Richard sein Verhalten sehr übel und meidet den Kontakt mit ihm, während sie eine Art Obsession gegenüber Edie und ihrem Essverhalten entwickelt, sie verfolgt und beobachtet, was sie zu sich nimmt. Allerdings ist es nicht Edie, die ihre Ernährung umstellt, sondern vor allem besteht Rachelle darauf, dass ihre eigene Familie sich von nun an möglichst fett- und kalorienarm ernährt. Auf Begeisterung stößt Rachelle dabei nicht.Jami Attenberg gelingt es in ihrem Roman „Die Middlesteins“ sehr gut, ihre Figuren zu charakterisieren, bzw. sie sich gegenseitig charakterisieren zu lassen. Die einzelnen Kapitel beleuchten jeweils den Blickwinkel einer der Figuren, vor allem auch ihr Innenleben und damit ihre Sicht auf die anderen. Benny, Sohn von Edie und Richard und Rachelles Ehemann, versucht, zwischen den Eltern und seiner Frau zu vermitteln, es allen recht zu machen. Rachelle hat eine sehr starke Persönlichkeit und auch Robin, Bennys Schwester, wird so charakterisiert. Sie lässt sich so wenig wie Rachelle etwas vorschreiben, wirkt immer etwas missmutig und hat sich gerade verliebt, nachdem sie lange allein war. Was sie übereinander denken, wie sie fühlen und sich eigentlich gar nicht so nahe stehen, aber sich trotzdem wichtig sind, all dies vermittelt Attenberg schlüssig und lebendig. Auch wirft sie immer wieder Blicke in die Zukunft, nimmt voraus, was passieren wird, außerhalb der Geschichte, die wir lesen, ein gelungener Kniff, der die Geschichte abrundet, ebenso wie der Wechsel der Perspektiven. Die Frage, warum Edie so viel isst, wird allerdings nicht beantwortet, nicht einmal wirklich gestellt, allenfalls angedeutet. Essen war stets Kompensation, war dazu da, eine Leere auszufüllen, Edie musste immer essen, schien nie satt zu werden – aber wirklich in die Tiefe geht die Autorin hier nicht, was bedauerlich ist. Im Mittelpunkt steht eher die Wirkung, die ihr Essverhalten hat, aber nicht eine genauere Betrachtung der Gründe, darum, wie es ihr wirklich damit geht, tief drinnen. So wirkt Edie ein bisschen wie die unbelehrbare Dicke, die einfach keine Lust hat, sich um sich und ihre Gesundheit zu sorgen. Schade.„Die Middlesteins“ ist dennoch ein gut geschriebener Familienroman, auch wenn er ein bisschen zu sehr an der Oberfläche bleibt. Eine Geschichte darüber, wie sich Dinge auch nach langer Zeit noch ändern können und wie die Protagonisten mit diesen Veränderungen umgehen. Ein lesenswertes Buch.

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  • Leben und Essen

    Die Middlesteins
    taigala

    taigala

    20. September 2015 um 14:34

    Die Hauptfigur isst. Sie isst sehr gerne und hört damit auch nicht auf. Alle Akteure setzen sich damit auseinander, jeder auf seine eigene Art und Weise.
    Ich fand das Buch unterhaltend zu lesen, insbesondere die Zeitsprünge in der Erzählung mochte ich sehr gerne!

  • Leben und Dicksein

    Die Middlesteins
    taigala

    taigala

    31. August 2015 um 15:11

    Die Hauptifgur ist dick. Sehr dick. Warum, erfahren wir nach und nach. Die Familie macht sich Sorgen und wir als Leser können mit verschiedenen Blickwinkeln der Familienmitgliedern nach und nach erfahren, wie die gemeinsame Geschichte voranschreitet. Dieses Buch habe ich gerne gelesen, innerhalb von 2 Tagen war ich leider schon fertig! Etwas betrüblich finde ich es schon, teils sehr düster, aber es passt eben zum Thema.

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  • Die Middlesteins

    Die Middlesteins
    Buecherschmaus

    Buecherschmaus

    Ach, schon wieder ein Familienroman. Ach, schon wieder Mittlerer Westen der USA. Könnte man denken. Und tatsächlich kreisen etliche Romane immer wieder um dieses Thema. Und tatsächlich greife ich immer wieder zu Büchern darüber. Tatsächlich entdecke ich aber in vielen, besonders natürlich in den gelungenen, immer wieder neue Facetten, Geschichten und Gedanken. Und "Die Middlesteins" sind meines Erachtens besonders gelungen. Es ist die Familie Middlestein, jüdische Wurzeln, Sohn, Tochter nun erwachsen, gut situiert, die Ehe etwas in die Jahre gekommen, von der hier erzählt wird. Zentrale Figur ist die Mutter Edie, erfolgreiche Anwältin, aber leider mit einem massiven Essproblem. Die zunehmende Leibesfülle führte dazu, dass sich die Kanzlei, in der sie beschäftigt war, von ihr getrennt hat. Nun will auch ihr Mann Richard die Scheidung, will nicht mit ansehen, wie sie sich zu Tode isst, der Diabetes oder die Durchblutungsstörungen in den Beinen ihr den letzten Rest geben. Er will ein neues Leben, eine neue Partnerin, noch einmal neu anfangen. Die Familie sieht das natürlich kritisch, überlässt er seine Frau doch nach über dreißigjähriger Ehe nun sich selbst und ihrer Krankheit. Die Kinder gehen auf Distanz zum Vater, entwickeln ein "Rettungsprogramm" für die Mutter; Richard geht auf Freiersfüßen. Wie in vielen Familien mangelt es auch bei den Middlesteins an Kommunikation, werden Probleme geschluckt, kumulieren, brechen sich Bahn, werden Verletzungen angehäuft, führen geplatzte Lebensträume zu Verbitterungen. Auch dass viele Verhaltensmuster von den Eltern an die Kinder weitergegeben werden, hier vor allem die lebens- und beziehungsuntüchtige Robin ihrer Mutter mehr gleicht als ihr lieb ist, ist nicht neu. Aber Jami Attenberg erzählt diese Geschichte auf wunderbare, intelligente Weise, wählt unterschiedliche Perspektiven, die das bereits Gelesene wieder neu aufbrechen, geht dabei nicht zimperlich, aber immer voller Empathie mit ihren Figuren um. Diese werden dadurch nicht unbedingt sympathischer, aber es ist die richtige Erzählhaltung gegenüber dieser Gemeinschaft, die als "Familie" viel zu häufig als eine Einheit, ein Ganzes gesehen wird. Dabei leben in ihr ganz verschiedene Individuen, suchen ihr Glück, ihren Weg, es bilden sich stetig wechselnde Gefüge, Jeder wird doch von Jedem ein wenig anders wahrgenommen. Und Jami Attenberg lässt ihren Figuren ihre ganz unterschiedlichen Facetten, niemand ist bei ihr nur Schwarz oder Weiß und vor allem nicht zu jedem Zeitpunkt, in jeder Situation. "Niemand hätte gedacht, dass sie viel gemeinsam hatten, außer dass sie zu einer Familie gehörten." heißt es einmal über Richard und seine Enkeltochter. Es ist ein besonderer Ton, den die Autorin wählt. Ein Ton, der oft in Familiengeschichten mit jüdischem Hintergrund herrscht, ganz unabhängig von der Nationalität der Autoren. Er ist warmherzig, humorvoll-spöttisch, leicht chaotisch und bei aller Gnadenlosigkeit, mit der auf die einzelnen Figuren und ihre Eigenheiten sowohl wie auf das Gefüge selbst geschaut wird, ist es letztlich doch immer eine Liebeserklärung an das, was Familie sein kann.

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