Jamie Doward

 3 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Verrat.

Lebenslauf von Jamie Doward

Jamie Doward arbeitet als Reporter für die renommierte englische Wochenzeitung »The Observer«. Seine Spezialgebiete sind Politik, Terrorismus und die Finanzmärkte. Wenn den passionierten Marathonläufer nicht gerade eine seiner Recherchereisen rund um den Globus führt, lebt er mit seiner Frau im Norden Londons und an der Nordostküste von Kent.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jamie Doward

Cover des Buches Verrat (ISBN:9783442481309)

Verrat

 (4)
Erschienen am 16.11.2015

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Rezension zu "Verrat" von Jamie Doward

Verfolge die Spur des Geldes ist ein immer wieder gern genommener Satz ...
martina_turbanischvor 7 Monaten

Kate Pendragon ist Finanzanalystin und darauf geschult Unregelmäßigkeiten in den Unterlagen von Banken und Firmen zu finden und zu bewerten. Vor einiger Zeit hat ihre Behörde sie an den MI5, den britischen Geheimdienst, ausgeliehen. Hier verfolgt sie nun die Geldströme verdächtiger Personen um eventuelle Terroristen und deren Ziele frühzeitig zu erkennen. Sie arbeitet gerade daran die Higgs Bank zu überprüfen, die im Verdacht steht von der CIA gegründet worden zu sein, als ihr Vorgesetzter sie zu einem Leichenfund an der südenglischen Küste schickt.

Dem Bericht der örtlichen Polizei zufolge wurde die Leiche von Schulkindern gefunden, die den Strand im Rahmen einer geologischen Exkursion nach Fossilien absuchten. Verrat, S. 7

Mein Eindruck:

Verfolge die Spur des Geldes ist ein immer wieder gern genommener Satz ...

Überblick

Verrat hat mich vor ein ziemliches Problem gestellt. Grundsätzlich mag ich Polit – oder Spionagethriller, gerade wenn diese dann auch noch spannend und gut geschrieben sind. Eigentlich war hier beides der Fall – der Plot war sehr kompliziert, aber eben auch sehr spannend, aber irgendwann habe ich einfach den Überblick und leider auch den Spaß daran verloren.

Erstes Drittel

Im ersten Drittel des Buches stellt Jamie Doward die Protagonisten vor, was irgendwann sehr ausufernd und langatmig wurde. Kate ist seit ein paar Jahren verwitwet und hat sich noch nicht wirklich von ihrem Mann gelöst, was sie mit zahlreichen unwichtigen und kurzen Affären kompensiert. Muss man das x-mal ausführlich erwähnen und erläutern? Ich dachte, irgendwann im Laufe des Buches würde genau dieser Punkt dann mal wichtig werden – wurde er aber nicht.

Zweites Drittel

Im zweiten Drittel der Geschichte tauchen dann stetig zahlreiche Personen auf, die in irgendeiner Art mit der Higgs Bank zu tun haben – nur um zwei Seiten später einen unangenehmen Tod zu sterben. Die CIA säubert ihre Reihen, effektiv und relativ unauffällig. Da ich aber kaum Zeit habe, die Personen irgendwie kennenzulernen, interessiert mich ihr Ableben leider so gar nicht und ich kann auch so gar nicht nachvollziehen wer sie sind und warum sie sterben mussten.

Letztes Drittel

Im letzten Drittel nimmt die Geschichte dann endlich Fahrt auf, Kate Pendragon ermittelt auf eigene Faust, tritt damit mächtigen Leuten mit sehr viel Einfluss gehörig auf die Füße und bringt sich damit selbst in Lebensgefahr. Nur leider interessiert mich das irgendwie nicht mehr wirklich. Im gesamten Buch ist es nicht einmal gelungen mir die Protagonisten sympathisch werden zu lassen und es ist mir leider herzlich egal, was mit ihnen passiert.

Plot

Was mich dazu gebracht hat, das Buch dennoch zu beenden, ist zum einen der wirklich spannend ausgedachte Plot um die Verstrickung der Geheimdienste in die Machenschaften von internationalen Terrornetzwerken. Ich hatte mehr als einmal den Gedanken, dass es tatsächlich so oder so ähnlich laufen könnte. Das liegt vermutlich daran, dass Jamie Doward als Reporter für Politik, Terrorismus und Finanzmärkte seinen Lebensunterhalt verdient und weiß, worüber er da schreibt.

Schreibstil

Der zweite Punkt war der wirklich tolle Schreibstil von Jamie Doward. Manchmal sehr blumig, sehr ausführlich und durchaus auch ein bisschen poetisch – beinahe ein Spur altmodisch und das mag ich :-) Ein bisschen weniger ausführlich was das Liebesleben der Protagonistin betrifft (bei James Bond interessiert es auch niemanden warum er mit welcher Schönheit ins Bett steigt) und vielleicht ein bisschen übersichtlicher bei allen anderen Beteiligten im Buch wäre vermutlich besser gewesen.

Mein Fazit:

Verrat hat einen ausgesprochen spannenden Plot, der mir aber durch zu viele langatmige und, meiner Meinung nach, unnötige Passagen verleidet wurde.

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Rezension zu "Verrat" von Jamie Doward

Dubiose Geldgeschäfte auf beiden Seiten des Atlantiks
yesterdayvor 2 Jahren

Wirtschaftsspionage, Geheimdienstarbeit und Kriminalistik vermischt der Autor hier gekonnt zu einer spannenden Geschichte, die mit einer Leiche beginnt und mit einigen mehr (freiwilligen, unfreiwilligen und ganz natürlichen) endet. „Die Briten“, allen voran der MI5, also der Inlandsgeheimdienst, kämpfen hier mit „den Amerikanern“, allen voran die Financial Intelligence Unit als Teil der CIA, um wertvolle Informationen, die den Finanzmarkt zerstören können.

Heimlich geplante Transaktionen, Gegentransaktionen und viele Datenreihen werden von beiden Seiten analysiert. Da kann man schon einmal den Überblick verlieren. Sowohl als Leser, als auch als Protagonist. Diese sind hier Kate Pendragon, britische Finanzexpertin, und DCI Sorrenson, Ermittler beim ersten Leichenfund an der britischen Küste. Als die Identität des Toten geklärt ist, scheint der Fall einfach, doch die beiden stoßen auf Ungereimtheiten.

Alles scheint zu einer US-Bank zu führen, bei deren UK-Ableger der Tote gearbeitet hatte. Seltsame Zufälle entpuppen sich als wahr und schlussendlich, nach vielen „Kollateralschäden“ retten die beiden die Welt gleich zwei Mal. Was sehr pathetisch klingt, ist dank der beiden gut gezeichneten, überhaupt nicht überheblichen Charaktere angenehm und flott zu lesen und – auf jeden Fall für Laien – durchaus schlüssig. Dass Jamie Doward bei „The Observer“ in Großbritannien als Journalist für Politik, Terrorismus und Finanzmärkte arbeitete, hat ihm hier sicher geholfen.

Abzüge gibt es für manche scheinbar unnötigen Todesfälle sowie über die doch immer wieder plötzlichen Ortswechsel. Das macht es dem Leser in Kombination mit den vielen Personen, schwer, immer sofort zu wissen, wo und bei welchem Charakter man sich gerade befindet.

Schade ist dennoch, dass hinten auf dem Cover vom „Auftakt einer Thrillerserie“ gesprochen wird, ich konnte aktuell aber keine weiteren Bücher auf Deutsch finden. In Englisch erschien lediglich ein zweiter Teil, „Hostage“, das aber scheinbar nicht mehr so gut ankam.

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Rezension zu "Verrat" von Jamie Doward

Verrat
fraeulein_lovingbooksvor 2 Jahren

Inhalt

Am „Traitor‘s Point“, einem trostlosen Strandabschnitt an der südenglischen Küste, wird die Leiche eines Mannes gefunden. Der Tote hatte für die amerikanische Higgs Bank gearbeitet, die angeblich von der CIA gegründet wurde, um die Finanzströme von Terrornetzwerken zu überwachen. Daher wird Kate Pendragon, eine Finanzanalystin des MI5, dem vor Ort ermittelnden DCI Sorrenson zur Seite gestellt. Schon bald stoßen Kate und Sorrenson auf eine besorgniserregende Verbindung zwischen der Higgs Bank und einer islamistischen Terrorzelle. Als ihre Warnungen ungehört verhallen, ermitteln sie auf eigene Faust und verstricken sich immer enger in ein tödliches Netz aus Gier, Intrigen und Verrat …
(Quelle: Amazon )

 

Meine Meinung

Ich habe das Buch auf Seite 65 abgebrochen.

Die ersten Kapiteln lernt man die Finanzanalystin Kate kennen, die im letzten Jahr die Ehe ihres Kollegen zerstört hat – nach einem One-Night-Stand, der ihr sehr viel Spaß gemacht hat. Ein schlechtes Gewissen hat sie nicht – sondern eher verspürt sie Bewunderung für die betrogene Ehefrau, die die Scheidung und die räumliche Trennung innerhalb von wenigen Tagen abgewickelt hat. In ihrer Freizeit ist sie gerne abends auf Männerfang unterwegs.
Prinz Aldud Bin Talid Sin Abdullah wird im zweiten Kapitel vorgestellt und sein Leben bis ins kleinste Detail durchleuchtet – sein erkrankter Greifvogel ist endlich wieder gesund und ein Pony seiner Töchter gestorben. Er weiß nur nicht, welches es ist und welchem Kind es gehört. Sein ältester Sohn baut nur Mist und ein Mann muss stets hinter ihm aufräumen – doch ihm kümmert es nicht wirklich.
Kurze Zeit später taucht Dick J. Reynolds auf, der eine Abteilung leitet, die nach dem 11. September erschaffen wurde – wirklich glücklich ist er nicht. Er mag seine Untergebenen nicht und wäre lieber in Polen angestellt, aber davon hält seine Frau nichts.

Mich konnten die ersten Charaktere und die Geschichte bis jetzt nicht überzeugen. Die Seiten und Kapitel sind vollgestopft mit unnötig beschriebenen Details und Informationen, die die Geschichte unglaublich langatmig und langweilig machen. Der Tod des Mannes wird nicht mal eine handvoll Mal in der Zeit erwähnt und man hat das Gefühl auf der Stelle zu treten. Die Charaktere empfand ich als farblos und oberflächlich – man kann keinen Einblick in ihre Gedankenwelt bekommen und möchte auch gar nicht mehr über sie wissen.
Schade, das es nicht überzeugen kann – der Klappentext klang wirklich nach einem spannenden Thriller, den ich vergeblich gesucht habe.

Von mir gibt´s keine Lese- oder Kaufempfehlung.

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