Jamie L. Farley

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Adular (Band 1): Schutt und Asche

Adular (Band 1): Schutt und Asche

 (14)
Erschienen am 15.03.2019

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Rezension zu "Adular (Band 1): Schutt und Asche" von Jamie L. Farley

Dunkel, emotional und packend: ein großartiges Debut!
Alexandra_G_vor 4 Tagen


Adular: Schutt und Asche
Autorin: Jamie L. Farley
Seitenzahl: 372
Verlag: Sternensandverlag
Erschienen: März 2019
Genre: Fantasy

Klappentext:

Als Dunkelelf im Kaiserreich Adular zu leben, bedeutet, weniger wert zu sein als Straßendreck. Dûhirion ist einer von ihnen und musste früh lernen, dass das Leben nicht fair spielt, insbesondere dann nicht, wenn man mit grauer Haut geboren wird. Menschen, Zwerge, Waldelfen und Hochelfen blicken auf ihn und seinesgleichen herab wie auf Ungeziefer. Als Kind wurde er an die Assassinengilde Umbra verkauft und dort unter grausamen Bedingungen zum Meuchelmörder ausgebildet.
Eigentlich hatte er nicht geplant, sich in die beginnenden Aufstände seitens der Dunkelelfen einzumischen, auch wenn er die Unterdrückung seines Volkes nicht gutheißt. Doch da ist seine verbotene Liebe zur Waldelfin Elanor. Die Beziehung zu ihr lässt Dûhirion unfreiwillig ins Zentrum der Unruhen rücken - und dabei wird nicht nur sein Leben in Gefahr gebracht.

Meine Meinung:

Wenn ein Werk wie "Adular" auf den Markt kommt, dann kommt man nicht wirklich drumherum. Die Aussicht auf ein spannendes High-Fantasy Werk ist für Liebhaber dieses Genres immer eine Lesereise wert. Insbesondere, wenn das Klappentext eine düstere und actiongeladene Handlung verspricht und das Buch anschließend noch mit einem dazu passenden, ansprechenden Cover brillieren kann. Das ist genau das, was auch mein Interesse direkt wecken konnte und ich kam nicht umhin, dieses Debut auch in mein Regal einziehen zu lassen.

Doch was erwartet den Leser hier? Im Mittelpunkt der Handlung steht Dûhirion, ein Dunkelelf. Das Leben als Angehöriger dieser Spezies ist nicht leicht, denn im Kaiserreich Adular ist man dann nicht mehr wert, als der Dreck unter den Schuhsohlen. Sein einziger Lebensinhalt, mit dem er aufgewachsen ist, ist sein Wirken in der Gilde der Assassinen - Umbra - die ihn zu dem gemacht haben, der er heute ist. Doch die Dunkelelfen sind nicht länger bereit, sich ihrem Schicksal einfach so hinzugeben. Zumindest einige von ihnen. Es regen sich Widerstände und die Probleme sind nicht fern. Auch Dûhirion gerät eher ungewollt mitten in diese Querelen und schon bald offenbaren sich die ersten Probleme. Und dann ist da ja noch Elanor, eine Waldelfe, mit der er eine verbotene Beziehung führt.....

Ich muss sagen, dass ich sehr gespannt war, wie es mir gefallen würde. Ich meine, man geht ja doch mit einer gewissen Erwartungshaltung an das Ganze ran und möchte direkt von der ersten Seite an überzeugt und gefesselt sein. Und zunächst muss man ja erstmal in das Geschehen einsteigen. Aber ich muss sagen, dass diese Gedanken sich sehr schnell wieder zerstreut haben. Denn der Autor hat hier wirklich eine wahnsinnig tolle Geschichte geschaffen. Man darf hier aber auch keine Happy Hippo und Friede-Freude-Entwicklung erwarten. Denn "Adular" ist genau das, was einem versprochen wird: dunkel und düster. Und das liegt alleine schon darin begründet, dass die Hintergründe der ganzen Handlung genau das sind: düster. Die Unterdrückung der Dunkelelfen und ihren Stand in der Gesellschaft wurde wahnsinnig gut dargestellt und man kann sich die Situation, die in Adular vorherrscht, wunderbar vorstellen. Man fühlt sich, als wandere man selbst mit Dûhirion und Elanor durch diese Welt und man hat ein recht konkretes Bild von Malachit - der Stadt, in welcher der Großteil der Handlung spielt - vor Augen. Das ist natürlich auch dem Schreibstil des Autors geschuldet, der ein sehr lebhaftes Bild rund um Adular schafft.

Auch die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Dûhirion ist sehr faszinierend und tiefgründig. Einfach, weil hier so viel mehr dahintersteckt, als einfach nur ein Dunkelelf, der als Angehöriger einer verhassten Spezies sein Dasein fristen muss. Zum Einen ist da sein Stand als Assassine und die daraus entstehenden Verwicklungen. Denn dass er es dadurch einfach hat, ist definitiv nicht der Fall. Zum Anderen steckt aber auch weit mehr hinter diesem Charakter, als man vermuten mag. Er ist speziell und genau dadurch wahnsinnig faszinierend. Gefühle sind nicht seine Stärke, allerdings sticht er aus der Reihe der anderen Meuchelmörder heraus. Man möchte beinahe sagen, er hat mehr Herz, auch wenn er das so nie eingestehen würde.
Das zeigt sich auch an seiner Beziehung zu Elanor. Sie ist eine Elfe, die ich auch wirklich ins Herz geschlossen habe. Sie hat ein Herz aus Gold und tut, was sie kann, um den Unterdrückten zu helfen, ohne es zu offensichtlich zu machen. Man erlebt im Zusammenhang mit ihr, was sich so alles im Hintergrund abspielt und dass es viele gibt, die versuchen, die Welt zu verändern. Elanors Geschichte hat mich im Verlauf sehr berührt, denn auch ihr stehen einige unerwartete Entwicklungen bevor. Insbesondere die Verbindung zwischen ihr und Dûhirion ist sehr gelungen gestaltet und vermittelt zum Einen Emotionen in dieser dunklen Welt, ist zum anderen aber auch nicht ohne Tücken, die es ihnen erschweren, zusammen zu sein. Ein tolles Pairing inmitten dieser Düsternis, beinahe wie ein Lichtstreif am Horizont.

Dieser Auftaktband konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. Die Geschichte ist packend und fesselnd und je mehr man darin eintaucht, umso mehr will man weiterlesen. Ich konnte das Buch schlussendlich gar nicht mehr aus der Hand legen und die Entwicklungen, die einen hier beim Lesen erwarten, sind überraschend und teilweise auch schockierend. Hier wird nichts geschönt, sondern man wird Zeuge einer knallharten Welt, die in Klassen einteilt und damit die einen auf- und die anderen abwertet. Dass dabei jede Menge Konfliktpotenzial entsteht, ist nicht verwunderlich.
Ein angenehmer Schreibstil, kombiniert mit spannenden Entwicklungen und vielschichtigen Charakteren macht "Adular" zu einem wirklich tollen Fantasy-Werk, dass seinen Platz im Regal definitiv verdient. Das Ende des Buches hat mich dann nochmal extrem schockiert zurückgelassen und es hat in meinem Gehirn gerattert, was hier eigentlich passiert ist. Ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es nun weitergeht und freue mich sehr, wenn irgendwann der Folgeband in den Startlöchern steht.

Fazit:
★★★★★
Ein auffallend gelungenes Debut, das im Verlauf absolut überzeugen konnte. Ich freue mich schon sehr, wenn es mit dieser Geschichte weitergeht und gebe bis dahin für alle Fantasy-Liebhaber eine klare Leseempfehlung. Volle 5 Sternchen für diesen Auftakt.

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Rezension zu "Adular (Band 1): Schutt und Asche" von Jamie L. Farley

Ein grandioses Debüt
Saphira93vor 5 Tagen

„Adular“ hat mich wirklich geflasht! Nicht nur, dass Jamie L. Farley einen hervorragenden Schreibstil vorweist, der einen nur so durch die Seiten fliegen lässt, nein er zaubert zudem auch noch wundervolle und vor allem vielschichtige Charaktere. Da hätten wir zum einen Dûhîrion, einen Dunkelelfen, der somit zum geächteten Teil der Gesellschaft gehört. Auf der einen Seite ist er ein Teil von Umbra, einer gefürchtet Assasinen Gilde und wächst mit nichts als Gewalt auf. Sein Job ist es auf den Geheiß von Umbra hin zu Morden ohne dies zu hinterfragen. Auf der anderen Seite hinterfragt er aber die herrschende Klassengesellschaft und die damit verbundene Unterdrückung der Dunkelelfen, die in Slums unterhalb der Oberstadt leben müssen und hilft diesen. Und dann wäre da noch der zweite Hauptcharakter Elanor! Eine starke Waldelfin, die genau weiß, was sie für Recht und Unrecht empfindet und sich auch nicht davor scheut dafür einzustehen. Auch sie hilft den Dunkelelfen in den Slums mithilfe der Weißen Feder - einer Organisation, die versucht, den Dunkelelfen das Leben zu erleichtern. Und sie liebt sogar einen! Dûhîrion! Tja und die beiden zusammen: sie lassen mein Herz einfach nur schneller schlagen! Eine verbotene Liebe, die allen Widerständen zu trotzen versucht?! Oh ja genau mein Ding!! Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Charaktere, die wirklich wunderbar getroffen sind. Und es gibt hierbei nicht immer nur schwarz und weiß, gut und böse, so wie auch im wahren Leben hat jeder seine guten und seine schlechten Seiten. Tja was gibt es noch zu sagen?!? Ich finde „Adular“ schafft es hervorragend eine düstere Fantasygeschichte und Kritik an der Gesellschaft zu vereinen. Denn Rassentrennung, Slums, Klassengesellschaft und vieles mehr sind auch in vielen Teilen unserer heutigen Gesellschaft noch immer ein kritisches Thema. Schlussendlich noch ein paar Worte zum Ende: es hat mich umgehauen! Ich stand da und das einzige was ich dachte war: „Was?!? Das kann nicht dein Ernst sein?!? Woooooo ist Band 2?!? Ich brauche ihn!! Jetzt!!!“ Warum?! Tja das findet mal schön selbst heraus! Für dieses grandiose Werk gibt es 5 von 5 Sternchen 🌟 von mir 💖

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Rezension zu "Adular (Band 1): Schutt und Asche" von Jamie L. Farley

Gelungenes Debüt - düster und fantasyvoll
thora01vor 6 Tagen

Inhalt/Klappentext:
Als Dunkelelf im Kaiserreich Adular zu leben, bedeutet, weniger wert zu sein als Straßendreck. Dûhirion ist einer von ihnen und musste früh lernen, dass das Leben nicht fair spielt, insbesondere dann nicht, wenn man mit grauer Haut geboren wird. Menschen, Zwerge, Waldelfen und Hochelfen blicken auf ihn und seinesgleichen herab wie auf Ungeziefer. Als Kind wurde er an die Assassinengilde Umbra verkauft und dort unter grausamen Bedingungen zum Meuchelmörder ausgebildet.
Eigentlich hatte er nicht geplant, sich in die beginnenden Aufstände seitens der Dunkelelfen einzumischen, auch wenn er die Unterdrückung seines Volkes nicht gutheißt. Doch da ist seine verbotene Liebe zur Waldelfin Elanor. Die Beziehung zu ihr lässt Dûhirion unfreiwillig ins Zentrum der Unruhen rücken – und dabei wird nicht nur sein Leben in Gefahr gebracht.
(Quelle: Sternensand Verlag)

Meine Meinung:
Sehr spannendes Debüt. Ich wurde von der Geschichte sofort in den Bann gezogen. Der Autor greift in seinem Werk eine sehr aktuelle Thematik auf. Ich fand die Umsetzung sehr gelungen. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Er lässt sich sehr gut lesen auch wenn kleine Zungenbrecher vorhanden sind. Die Story ist von Beginn an sehr spannend und actionreich. Ganz besonders haben mir die Protagonisten gefallen. Sie sind sehr sympathisch und ich konnte mich mit ihnen identifizieren. Mein Favorit ist Elanor sie ist eine ruhige und besonnene Persönlichkeit. Sie bildet sich eine eigene Meinung und vertritt sich auch wenn sie damit aneckt. Dûhirion wirkt sehr düster. Er ist sehr zurückhaltend und lässt fast niemanden an sich ran. Er ist ein sehr gefährlicher Mann und seine Feinde fürchten ihn. Die Geschichte ist wirkt sehr düster und zeitweise auch blutig. In den ganzen Intrigen und Kämpfen waren für mich die Szenen zwischen Elanor und Dûhirion herzerfrischend. Der Abschluss war für mich etwas überraschend und lässt sehr viele Fragen offen. Ich kann es kaum erwarten bis ich endlich weiterlesen darf.

Mein Fazit:
Sehr düsteres Debüt. Ich war sofort vom Setting begeistert. Dieser Roman ist für LeserInnen mit starken Nerven zu empfehlen, da er doch etwas blutig gestaltet ist. Die Geschichte hat mir eine verkürzte Nachtruhe beschert, weil ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

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