Jamuna Devi Jamuna

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Inhaltsangabe zu „Jamuna“ von Jamuna Devi

Fuck me now, love me later Explizit, authentisch, intensiv: Jamuna ist die mitreißende Geschichte einer jungen Frau aus Neukölln, wie sie die deutsche Gegenwartsliteratur noch nicht erlebt hat. Sie ist sechzehn, Tochter eines Libanesen und einer Deutsch-Perserin. Sie lebt in Berlin-Neukölln, im Mikrokosmos einer Einwandererfamilie, in einer Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Sie verdächtigt ihre Mutter fremdzugehen, schreibt Gedichte und ist bis über beide Ohren in Amrit verliebt, der in einem Fitnessstudio arbeitet. Sie ist cool, doch in ihr brodelt es. Sie ist sechzehn, ein süßes Geheimnis. Ein Abend mit ihr kostet 400 Euro, Extraservice nur gegen Aufpreis. Jamuna ist ihr Name. Als ihr Vater Spielschulden macht, heuert sie heimlich bei einem Escort-Service an und verdient Geld als Abendbegleitung fremder Männer. Ein Doppelleben: die Schülerin, die zusieht, die Hand anlegt, die sich in Gefahr begibt. Und die Tochter, die Angst um ihren Vater hat...

Klappentext und Aufmachung deuteten auf eine ganz andere Geschichte hin. Leider gar nicht mein Stil, in keinster Weise ...

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Rezension zu "Jamuna" von Jamuna Devi

    Jamuna

    Tialda

    26. December 2012 um 12:33

    Rezension: Wenn man den Klappentext von Jamuna Devis Buch “Jamuna” liest, kommt einen die Protagonistin wahnsinnig unsympathisch vor – doch innerhalb der Geschichte schließt man das Mädchen trotzdem ins Herz. Das Ganze beginnt mit einer seltsamen Szene, in die der Leser ahnungslos hineingeworfen wird. Später im Verlauf des Buches, hat sich irgendwann eine Story darum aufgebaut, man bekommt diesen Ausschnitt noch einmal zu lesen und erfährt, was es damit auf sich hat. Jamuna Devis Schreibstil ist auf jeden Fall nicht gewöhnlich. Sie drückt sich jugendlich und teils auch unverschämt aus – eine Art und Weise, die ich persönlich schon als leichtes “Ghetto-Deutsch” bezeichnen würde. Die Sätze sind kurz und prägnant… irgendwie hart, was noch besser wirkt, weil alles aus der Ich-Perspektive und in Gegenwartsform geschildert wird. Die Handlung an sich ist leider sehr realistisch und kommt zumindest so ähnlich in Problemvierteln größerer Städte nicht selten vor. Eine Jugendliche mit Migrationshintergrund, keine Hobbys, Teenieprobleme und in der Familie läuft es auch nicht so, wie es sein sollte. Die Mutter viel unterwegs und der Vater hat Spielschulden – und genau um diese Schulden dreht sich die Geschichte. Jamuna möchte die Schulden ihres Vaters zurückzahlen und weiß, sie braucht dringend einen Job, der möglichst schnell Geld abwirft – und zwar viel. Dabei gerät sie immer tiefer in ein Gewerbe, das sehr nah an der Prostitution liegt und man merkt, wie schnell und schleichend moralische Grenzen überschritten sind. Im Endeffekt alles nur um den Schein einer heilen Welt, die sie sich so sehr in ihrer Familie wünscht, aufrecht zu erhalten. Nebenher bekommt der Leser mit, dass Jugendliche in einem solchen Umfeld häufig auf sich allein gestellt sind. Die Eltern wissen nicht, wie ihre Kinder den Tag verbringen und interessieren sich oft auch nicht dafür, Sozialarbeiter lassen ihren Job oft schleifen und in all dem Chaos hat sich der heranreifende Erwachsene dann auch noch mit Teenieproblemen wie z.B. unerwiderter Liebe herumzuschlagen. Trotz allem ist Jamuna, das Mädchen mit der extrem rauen Schale, auch eine, in der ‘mehr’ steckt. Es ist schwer zu beschreiben, aber trotz dem asozialen Gehabe, konnte ich in ihr eine irgendwie warme Seite entdecken und habe sie damit ins Herz geschlossen. Fazit: Eine Jugendliche versucht mit zweifelhaften und gefährlichen Mitteln den Familienfrieden zu wahren. Leider sehr realitätsnah.

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