Jan-Erik Fjell

 3.4 Sterne bei 28 Bewertungen

Lebenslauf von Jan-Erik Fjell

Jan-Erik Fjell (Jahrgang 1982) ist Radiomoderator und Schriftsteller. Für sein Krimidebüt «Der stumme Besucher» wurde er mit dem renommierten Preis des Norwegischen Buchhandels ausgezeichnet – so wie vor ihm Jo Nesbø, Anne B. Ragde, Per Petterson und Jostein Gaarder. Der erste Band um Kommisssar Brekke stand monatelang an der Spitze der norwegischen Bestsellerliste.

Alle Bücher von Jan-Erik Fjell

Der stumme Besucher

Der stumme Besucher

 (19)
Erschienen am 01.11.2011
Kälteeinbruch

Kälteeinbruch

 (9)
Erschienen am 02.12.2013

Neue Rezensionen zu Jan-Erik Fjell

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Rezension zu "Kälteeinbruch" von Jan-Erik Fjell

Sehr guter zweiter Roman eines relativ neuen Autors
MikkaGvor 5 Jahren

Das Cover ist ein durchaus ansprechendes Cover, das ins Auge springt und dem man direkt ansieht, dass es sich hier um einen Thriller handelt. Herausragend oder außergewöhnlich ist es allerdings nicht, was schade ist - denn der Roman ist meiner Meinung nach beides.

Das Buch lebt von seinen lebendigen, dreidimensionalen Charakteren, wobei im Zentrum der Geschichte vor Allem Barnandas Mielkos und Anton Brekke stehen. Allerdings herrschte da für mich erstmal verkehrte Welt - ich mochte den Kriminellen schnell, fand den Polizisten dagegen fürchterlich unsympathisch.

Mielkos ist der Kleinkriminelle, der sein Gewissen entdeckt, als im klar wird, was mit den Jungen geschehen sollte, die er unwissentlich nach Norwegen geschmuggelt hat. Im Laufe des Buches ist er mir immer sympathischer geworden. Er hat in seinem Leben eine Menge falscher Entscheidungen getroffen, aber er hat dennoch Skrupel und bringt den Mut auf, sich für zwei fremde Kinder gegen seinen Auftraggeber zu stellen und damit sein eigenes Leben zu riskieren.

Anton Brekke ist einiges: arrogant, übermäßig von seinen Fähigkeiten überzeugt, großkotzig und seinen Mitmenschen gegenüber wenig einfühlsam oder Rücksicht nehmend. Spielsüchtig ist er auch, was ihn schon seine Familie gekostet hat, und dennoch will er nicht ernsthaft damit aufhören. Im ersten Kapitel dachte ich mir noch: Oh Gott, das kann ja was werden. Ich tue mich immer schwer mit Büchern, deren Protagonisten ich nicht mag. Aber trotz all seiner Fehler habe ich mich mehr und mehr mit Anton Brekke angefreundet, bis ich ihn als Hauptfigur sogar großartig fand - bis zum Schluss ist er nicht unbedingt ein netter Mensch, aber zumindest steckt auch unter dieser steinharten Schale anscheinend irgendwo ein anständiger Kerl.

Auch die Nebencharaktere sind gut beschrieben, sowohl die Guten als auch die Bösen... Und die irgendwo dazwischen, in der moralischen Grauzone. Der Autor macht es dem Leser nicht einfach, denn auch die sympathischen Charaktere haben zum Teil schwerwiegende Schwächen, Macken und Fehler. Und er hat auch keine Probleme damit, sympathische Charaktere sterben zu lassen!

Die Grundidee ist originell, und das Buch ist gut und sehr spannend geschrieben... Die Handlung ist vielschichtig. Einige Dinge weiß der Leser schon lange vor den Ermittlern, was aber meiner Meinung nach durchaus Absicht ist - die Spannung liegt bei diesen Dingen eher darin, ob und wie die Ermittler es herausbekommen werden. Es gibt allerdings auch ein paar falsche Fährten, und die tatsächliche Lösung am Schluss hat mich komplett überrascht - damit hätte ich nie gerechnet, und ich fand es dennoch glaubwürdig.

Den Schreibstil fand ich generell sehr ansprechend, nur in manchen Passagen war er mir zu abgehackt, mit extrem kurzen Sätzen.

In Norwegen ist der Autor bereits ein Hit und hat Auszeichnungen für seine Bücher gewonnen. Sein "Held", Anton Brekke, ist absolut kein Saubermann, sondern ein sperriger Charakter, der zunächst nicht sehr sympathisch erscheint - aber es lohnt sich, ihm eine Chance zu geben.

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buchleserins avatar

Rezension zu "Kälteeinbruch" von Jan-Erik Fjell

Kälteeinbruch
buchleserinvor 5 Jahren

Bernandas Mielkos ist kurz vor Weihnachten auf dem Weg nach Oslo. Er ist ein Kleinkrimineller und schmuggelt Ware dorthin, weiß aber zunächst nicht, um was es sich handelt, er vermutet Drogen.
Als er am Treffpunkt , einer Waldhütte bei Oslo, angekommen ist, wartet er dort ein ganze Weile, doch der Auftraggeber taucht nicht auf.
Der Mann, auf den er vergeblich gewartet hatte, ist tot.
Im Lkw findet er schließlich zwei kleine Jungen und als er sich in der Hütte genauer umsieht, ahnt er, was mit den beiden geschehen sollte.
Nach einem Telefonat erhält er den Auftrag die Kinder zu eliminieren.
Doch er weigert sich und bringt sich damit selbst in Gefahr.
Hauptkommissar Anton Brekke von der Kripo Oslo hat einen neuen Fall.
Ein Lehrer, der unauffällig und zurückgezogen lebte, wurde ermordet.

„Kälteeinbruch“ ist der zweite Kriminalroman um Anton Brekke.
Jan-Erik Fjell hat einen sehr flüssigen und gut zu lesenden Schreibstil.
Der Anfang des Romans hat mich bereits gefesselt und die Handlung wird spannend geschildert.
Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben.
Das Ermittlerteam hat mir gut gefallen, besonders Hauptkommissar Anton Brekke, der geschieden ist, sein heimliches Laster ist Poker.
Die Handlung des Romans ist durchgehend spannend beschrieben.
Die Polizei hat einen Verdächtigen, doch Anton Brekke ist da anderer Meinung und ermittelt weiter.
Der Schluss dieses Krimis war für mich dann doch überraschend.

Dieser spannende Kriminalroman hat mir sehr gut gefallen und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

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gaby2707s avatar

Rezension zu "Der stumme Besucher" von Jan-Erik Fjell

Mafia zwischen Norwegen und Amerika
gaby2707vor 6 Jahren

Milliardär Wilhelm Martiniussen hat gerade den Austritt seiner Firma Mardan aus einem sehr lukrativen Ölgeschäft bekannt gegeben, da wird er auf dem Nachhauseweg mit einer dünnen Klaviersaite im Aufzug zu seiner Wohnung erdrosselt. Sein gesamtes Erbe fällt laut Testament an den Mitbegründer der Firma Björn Danielsen.
Zur gleichen Zeit hält sich unter falschem Namen ein in den USA sehr bekannter Mafioso, Vincent Giordano, in Frederikstad auf...
Hauptkommissar Anton Brekke nimmt zusammen mit Kommissar Simon Hauggen und dem Polizeistudenten Magnus Torp die Ermittlungen auf.

"Monatelang in Norwegen Nr. 1" - dieser Aufreisser hat mich veranlasst, das Buch unbedingt lesen zu wollen. Aber lange hat mich ein Buch nicht mehr so enttäuscht, wie dieses hier.
Hauptkommissar Anton Brekke gehört zu der Kathegorie von Ermittlern, mit denen ich mich überhaupt nicht anfreunden kann: selbstgefällig, arrogant, überheblich und bei ihm kommt auch noch Spielsucht hinzu. Auch die Geschichte selbst hat mich nicht überzeugen können. Ein bischen Mafia macht in meinen Augen noch keinen Krimi aus.

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