Jan-Philipp Sendker

 4.3 Sterne bei 727 Bewertungen
Autor von Das Herzenhören, Herzenstimmen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jan-Philipp Sendker

Jan-Philipp Sendker wird in Hamburg im Jahr 1960 geboren. In den Jahren 1990-1995 war als Amerikakoresspondent für die Zeitschrift "Stern" tätig. Von 1995 bis 1999 arbeitete er als Asienkorrespondent. Nach einem weiteren Aufenthalt in Amerika kehrte er nach Deutschland zurück, und arbeitete als Autor für den "Stern". Bei Blessing erschien im Jahr 200 seine China Reportage "Risse in der Großen Mauer", es folgten »Das Herzenhören«, »Das Flüstern der Schatten« und "Drachenspiele". Im September 2012 erscheint sein neustes Werk "Herzenstimmen"

Alle Bücher von Jan-Philipp Sendker

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Buchformat:
Cover des Buches Das Herzenhören9783453410015

Das Herzenhören

 (416)
Erschienen am 27.08.2012
Cover des Buches Herzenstimmen9783453409651

Herzenstimmen

 (136)
Erschienen am 17.02.2014
Cover des Buches Das Flüstern der Schatten9783453421462

Das Flüstern der Schatten

 (62)
Erschienen am 08.08.2016
Cover des Buches Drachenspiele9783453421479

Drachenspiele

 (29)
Erschienen am 08.08.2016
Cover des Buches Das Geheimnis des alten Mönches9783896675811

Das Geheimnis des alten Mönches

 (20)
Erschienen am 11.09.2017
Cover des Buches Das Gedächtnis des Herzens9783453423671

Das Gedächtnis des Herzens

 (17)
Erscheint am 09.11.2020
Cover des Buches Am anderen Ende der Nacht9783896673893

Am anderen Ende der Nacht

 (14)
Erschienen am 22.08.2016
Cover des Buches Risse in der Großen Mauer9783453620162

Risse in der Großen Mauer

 (7)
Erschienen am 05.03.2007

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Neue Rezensionen zu Jan-Philipp Sendker

Neu

Rezension zu "Das Flüstern der Schatten" von Jan-Philipp Sendker

Zwischen Baum und Borke!
Callsovor 3 Monaten

Welch ein tragischer Beginn, als der kleine Sohn Justin frühzeitig an Krebs stirbt. Vater Paul zieht sich in Hongkong im Exil zurück und führt in der Einöde ein ruhiges und einsames Leben. Doch plötzlich erwacht das Buch zum Krimi, wo Firmenchefs gegeneinander konkurrieren, wo Polizisten misstrauen und jede Menge Verhöre warten.


Ich habe den schnellen Turnaround vom gefühlvollen und emotionalen Buch zum Krimi nicht hinbekommen. Ich hatte immer die Frage, wo das Buch hinwill. Thriller, Liebesgeschichte, Drama oder Anklageschrift. Der erhobene Zeigefinger schwang immer mit, gleichwohl war das Buch für mich wenig greifbar und ein Balanceakt der schwierigen Sorte.


Plötzlich wird aus dem liebevollen Paul ein Vater, der ermittelt und sich kriminialistische Dinge traut. Das war ein wenig zu viel. Ich fand das zu unglaubwürdig.


Sicherlich, das Buch hat starke Frequenzen, ist gefühlvoll und die Welt Asiens wirkt inspirierend. Aber insgesamt war das Buch weder Baum noch Borke, die Krimi-Elemente habe mich wenig gereizt und mitgenommen.

Auch die Auflösung und der Schluss kamen etwas fix daher - deswegen von mir nur eine durchwachsene 3-Sterne-Beurteilung.

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Rezension zu "Das Herzenhören" von Jan-Philipp Sendker

Das Herzenhören
Elizzyvor 5 Monaten

Ein magisches Buch, das einem Herzklopfen bereitet.

Worum geht es?

Julias Vater ist vor 4 Jahren mitten in der Nacht verschwunden. Sie weiss weder wo er hingegangen ist, noch ob er am Leben ist, krank oder kerngesund. Als sie auf einen Liebesbrief stösst, den ihr Vater an eine “Mi Mi” geschrieben hatte, macht sie sich allein auf den Weg nach Burma und damit zurück in die Vergangenheit ihres Vaters und ihrer eigenen Geschichte.


“Seine Augen waren mir als Erstes aufgefallen.”

– Das Herzenhören


Klappentext

Eine der grossen Liebesgeschichten unserer Zeit, die schon Hunderttausende Leserinnen begeisterte und stetig neue Leser findet: Die Suche nach ihrem vermissten Vater führt Julia Win von New York nach Kalaw, einem malerischen, in den Bergen Burmas versteckten Dorf. Ein vierzig Jahre alter Liebesbrief ihres Vaters an eine unbekannte Frau hat sie an diesen magischen Ort geführt. Hier findet sie nicht nur einen Bruder, von dem sie nichts wusste, sondern stößt auch auf ein Familiengeheimnis, das ihr Leben für immer verändert. (Quelle: Heyne)

Meine Meinung

Bereits von der ersten Seite an war ich von der Geschichte gefesselt. Jan-Philipp Sendker hat einen wundervollen, malerischen und stimmungsvollen Schreibstil, den er gekonnt einsetzt. 

Ich konnte mir die Szenerie nur allzu gut vorstellen und bekam sofort ein Gefühl für die Geschichte. 

Als Julia einen alten Liebesbrief von ihrem Vater entdeckt, fängt sie an über sein Vergangenheit zu grübeln. Wer war der Mann, der sie grossgezogen hat? Wieso wusste sie so gut wie gar nichts über seine Herkunft und seine Familie?

Ein Brief an eine “Mi Mi” führt sie dann nach Burma und mitten ins Herz ihres Vaters.


“How much does a man live, after all?
Does he live a thousand days, or one only?
For a wee, of for several centuries?
How long does a man spend dying?
What does it mean to say for ever?
– Pablo Neruda S.37


Ihre Reise führt sie nach Kalaw. Dort trifft Sie U Ba, einen rätselhaften Mann, der sie aber scheinbar kennt und ihr die Geschichte ihres Vaters erzählt. 

Ich fand den Aufbau dieser Geschichte wirklich überaus gelungen und schloss den kleinen Tin Win sofort in mein Herz. Ein Junge, der es von Anfang an nicht leicht hatte und der durch einen unerklärlichen Schicksalsschlag von einem Tag zum anderen erblindete. 


Tin Win war in der Dunkelheit neben ihr gehockt, im Schoss ein Buch, seine Hände waren über die Seiten geglitten, als streichle er sie. Leise hatte er jeden Satz wiederholt, den seine Finger ertasteten.
“Was machst du?”, hatte sie ihn gefragt.
“Ich reise”, hatte er geantwortet. S. 125


Doch genau dieses Schicksal macht Tin Win stärker und führt ihn letztendlich auch zu Mi Mi. Damit beginnt eine wundervolle, sanfte und zärtliche Liebesgeschichte. 


Da war es. Ihr Herzschlag. S. 128


Nach und nach lüftet Julia das Geheimnis ihres Vaters und entdeckt dabei, dass Liebe viele Formen kennt und das vieles im Leben nicht nur vom Schicksal bestimmt wird. Mich konnte das Buch wirklich sehr berühren, ich lass es gerne, konnte mich komplett in den Schreibstil fallen lassen und hatte beinahe das Gefühl mit Tin Win Herzen zu hören.

Schreibstil & Cover

Der Schreibstil ist grandios und vermittelte mir grosse Bilder und schaffte es auch Gefühle unglaublich echt klingen zu lassen. Besonders gegen Ende hin, konnte Sendker mich mit seinen Worten sehr berühren. Das Cover gefällt mir überaus gut und ist sehr stimmig.


“Die Liebe kennt so viele unterschiedliche Formen, Julia, sie hat so viele eigenartige Gesichter, dass unsere Phantasie nicht ausreicht, sich alle vorzustellen. Die Kunst besteht darin, sie zu erkennen, wenn sie vor uns steht.” S. 219


Fazit

Von mir eine grosse Leseempfehlung, in diesem Buch steckt so viel mehr, als man vielleicht zu Anfang denkt. Eine berührende Liebesgeschichte mit Überraschungseffekt – ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band!

Bewertung
Plot ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5)
Botschaft ♥♥♥♥♥ (5/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)

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Rezension zu "Das Gedächtnis des Herzens" von Jan-Philipp Sendker

Myanmar
Literaturwerkstatt-kreativvor 6 Monaten

„Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“  stellt vor

„Das Gedächtnis des Herzens“  von Jan-Philipp Sendker

  1. Das Herzenhören
  2. Herzenstimmen
  3. Das Gedächtnis des Herzens


Myanmar / Burma

Der zwölfjährige Ko Bo Bo, genannt Bo Bo wächst seit seinem 5. Lebensjahr bei seinem Onkel U Ba in Kalaw einem kleinen Dorf in den Bergen auf.

„Er ist ein Kind mit einer ungewöhnlichen Gabe: Bo Bo kann die Gefühle der Menschen in ihren Augen lesen.“

Zur Schule geht Bo Bo nicht gerne, denn er langweilt sich dort. Sein Onkel bringt ihm Englisch viel besser bei, als seine Lehrerin in der Schule. Außerdem lernt er von ihm das Restaurieren von Büchern und viele andere lebenstauglichen Dinge, die viel interessanter sind. Zudem wird Bo Bo oft von seinen Mitschülern wegen seiner Narbe im Gesicht gehänselt.

Einmal im Jahr bekommt Bo Bo Besuch von seinem Vater Thar Thar, der Burmese ist. An seine Mutter Julia, die in Amerika aufgewachsen ist und Halbburmesin ist, erinnert er sich kaum noch. Eines Tages bedrängt Bo Bo seinen Onkel ihm die Geschichte seiner Eltern zu erzählen.

„Dann erzählt ihm U Ba von einer großen Liebe, die im Wirbel politischer Ereignisse zu zerbrechen droht, von der Tapferkeit des Herzens und einer geheimnisvollen Krankheit seiner Mutter. Bo Bo beschließt sich auf die Suche nach seinen Eltern zu machen. Er ist überzeugt, dass er seine Mutter heilen kann.“

Fazit:

Es ist schon eine Weile her, da bekam ich überraschend Post vom Blessing Verlag und das neue Buch von Jan-Philipp Sendker (sogar signiert) hielt ich in meinen Händen. Ein kleiner grüner Beutel, indem ein rotes buddhistisches Armband (Kabbalah) lag, war ebenfalls noch mit dabei. Ausgewählt wurde ich vermutlich, weil ich 2017 „Das Geheimnis des alten Mönches (Märchen und Fabeln aus Burma)“ dieses Autors rezensiert hatte. Diese Geschichten hatten mir ausgesprochen gut gefallen. 

Da dieses Buch sozusagen aus heiterem Himmel zu mir kam, mussten jedoch erst einmal einige andere Bücher „abgearbeitet“ werden, bevor ich mich diesem widmen konnte. Aber vielleicht sollte es auch genau jetzt sein, denn die dunkle und besinnliche Jahreszeit, in der wir uns ja gerade befinden, war für diese Geschichte genau richtig. 

Jan-Philipp Sendker schreibt eine schöne, einfühlsame und sehr bewegende Familiengeschichte, die  – wie es im Buchtitel steht – auch mir zu Herzen ging. Wenn ich die ersten beiden Teile der Reihe auch nicht gelesen habe so war es überhaupt kein Problem in die Geschichte hineinzukommen und ihr zu folgen. Der Autor hat eine sehr schöne, klare und intensive Erzählweise. Ihm ist es hervorragend gelungen, detailliere und farbige Bilder von Myanmar vor meinem geistigen Auge entstehen zu lassen. 

Mit Bo Bo ist von Jan-Philipp Sendker ein sehr liebenswerter und warmherziger Charakter geschafften worden, der einen sogleich ans Herz wächst. Und auch U Ba und Thar Thar empfand ich als hervorragend beschrieben; wunderbare Protagonisten. Zu Julia konnte ich jedoch keine Nähe aufbauen, sie blieb mir auf Distanz. Allerdings wäre dies vielleicht anderes gewesen, wenn ich die ersten beiden Bücher gelesen hätte, oder aber es ist genau so vom Autor gewollt.  

Ein äußerst berührendes Buch zum Wohlfühlen für die Seele und eventuell ein schönes Weihnachtsgeschenk. Sehr zu empfehlen! 



https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2019/12/13/das-gedaechtnis-des-herzens-von-jan-philipp-sendker/



Besten Dank an den Blessing Verlag für das Rezensionsexemplar.

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