Jan-Philipp Sendker Am anderen Ende der Nacht

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Inhaltsangabe zu „Am anderen Ende der Nacht“ von Jan-Philipp Sendker

Eine bewegende Geschichte über die Macht der Liebe, die Angst des Verlustes und die Kraft der Menschlichkeit
Auf einer Chinareise erleben Paul und Christine einen Albtraum: Ihr vierjähriger Sohn wird entführt. Zwar gelangt David durch glückliche Umstände wieder zu ihnen, doch die Entführer geben nicht auf, sie wollen ihn zurück. Der einzig sichere Ort für die Familie ist die amerikanische Botschaft in Peking. Aber Bahnhöfe, Straßen und Flughäfen werden überwacht. Ohne Hilfe haben sie keine Chance, dorthin zu gelangen. Wer ist bereit, ihnen Unterschlupf zu gewähren und dabei sein Leben aufs Spiel zu setzen? Wem können sie trauen?
Am anderen Ende der Nacht erzählt von Menschen, die nicht mehr viel zu verlieren haben und sich gerade deshalb ihre Menschlichkeit bewahren.

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  • Spannend, aber schwächer als die ersten beiden Bände

    Am anderen Ende der Nacht

    Federfee

    14. August 2017 um 13:33

    3,5 von 5, aufgerundetEs handelt sich um eine Trilogie, deren Bände man ruhig einzeln lesen kann. Wenn man aber alle drei lesen möchte, dann besser in der Reihenfolge. Dieser 3. Band ist für mich der schwächste. Er ist wohl spannend, anrührend, hat aber nicht die Tiefe wie die beiden davor, besonders Band 2.Es muss nicht unbedingt ein Happy End geben, aber am Ende bleiben für den Leser zu viele Lebensfäden unverknüpft und zu viele Hoffnungen unerfüllt. Realistisch ist das wahrscheinlich, aber ich hätte mir ein weniger 'ausgefranstes' Ende gewünscht.

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  • Krimi, Liebesgeschichte, Hongkong und China, alles wunderbar miteinander verwoben

    Das Flüstern der Schatten

    Federfee

    18. July 2017 um 09:51

    4,5 von 5 SternenAuch dies – wie Sendkers andere Bücher – ist voller kluger Gedanken und Lebensweisheiten. In eine Schublade lässt es sich nicht stecken. Es ist ein Roman mit einer Liebesgeschichte, einem Mord und kriminalistischen Ermittlungen auf dem Hintergrund des modernen China, eines Riesenlandes im Umbruch, von dem wir so wenig wissen.Sendker versteht es geschickt, den Leser mit Hongkong und China bekannt zu machen und geht auch in die Zeit der 'Kulturrevolution' zurück, die für einige der Personen im Roman von Bedeutung ist, weil sie eine alte Schuld mit sich herumschleppen.Paul hat sich mit seinem Leben arrangiert, aber er nimmt nicht richtig daran teil. Nachdem sein Sohn an Leukämie gestorben ist und seine Frau und er sich getrennt haben, wohnt er zurückgezogen in einem kleinen Haus mit Garten auf einer der Hongkong vorgelagerten Inseln. Paul lebt schon seit 30 Jahren in Hongkong und spricht Mandarin und Kantonesisch fließend. Sein bester Freund ist ein chinesischer Polizist vom Festland. Er ist es auch, der Paul in einem Mordfall um Hilfe bittet. Paul kriegt mehr heraus, als er will und seine Bezeihung zu David Zhang wird einer Zerreißprobe unterworfen. Es geht um alte Schuld, um Freundschaft und Vertrauen."Enttäuscht zu werden ist das Risiko, das der Vertrauende eingeht. Ein Leben in Misstrauen ist ungleich schlimmer als jede Enttäuschung." (eBook 294)Und dann ist da noch Christine, eine Chinesin mit einem kleinen Reisebüro, die Paul bedingungslos liebt und versucht, ihn aus seinem Schneckenhaus herauszulocken.Wird es ihr gelingen? Wer ist der Mörder? Werden der Polizist David und sein Freund Paul es schaffen, gegen die überall herrschende Korruption anzukommen?Ein wunderbar zu lesendes Buch, allerdings nicht reißerisch spannend, sondern eher ruhig und zurückhaltend, aber bei aller Melancholie mit einem positiven tröstlichen Unterton.Ich habe schon mit Vergnügen die beiden Burma-Bände von Jan-Philipp Sendker gelesen und werde auf jeden Fall die weiteren Bände der China-Trilogie lesen.https://www.lovelybooks.de/autor/Jan--Philipp-Sendker-/Das-Herzenh%C3%B6ren-143442480-w/rezension/1471464149/https://www.lovelybooks.de/autor/Jan--Philipp-Sendker-/Herzenstimmen-949713108-w/rezension/1471472704/

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  • Unglaublich nah!

    Am anderen Ende der Nacht

    Zeliba

    22. August 2016 um 11:05

    Cover Ich finde dieses Cover wundervoll passend zu einem Roman, der in China spielt. Schon wegen diesen Muster und dem Farbverlauf- wirklich toll. Dann im unteren Bereich der Mann auf dem Boot und die angedeutete Landschaft. Alles wirkt so  friedlich, das es sich fast schon mir der Realität des Klappentextes beißt. Aber auf eine gute Art und Weise.HandlungEinmal nicht aufpassen. Einmal auf Sicherheit ausruhen und plötzlich ist dein Kind weg. Ein Albtraum, dem sich Paul und Christine wiederfinden und dem sie nur eines genau wissen. Keinem können sie trauen! Wie durch ein Wunder kommt David wieder in ihre Obhut, doch die Flucht beginnt damit erst. Die Polizei selbst ist ihr Fall, denn beide wissen, in China lebt eine Dekadenz, die grausam und blutig ist. Eine Dekadenz in der Menschen zu Ware wird. Eine Dekadenz in dem Jemand seiner Freundin ein Kind schenken will, weil sie es süß findet . . .Flucht ist die einzige Chance. CharakterePaul und Christine sind die beiden Personen, welche zumeist im Mittelpunkt der Handlung stehen.  Durch die Entführung und Flucht werden sie an ihre Grenzen getrieben. Erleben wie gierig und herzlos Menschen sein können, aber auch wie hingebungsvoll und einfach nur freundlich. Diese Freundlichkeit, des eigenen Risikos zum Trotz, ließ sie wie auch mich beim Lesen nicht ungerührt zurück. Gleichzeitig merkt man wie der Stress und die Furcht an beiden Spuren hinterlässt. An Christine, welche Paul dafür verantwortlich macht und doch weiß, dass es unfair ist. An sich, weil sie Paul liebt, aber seine Nähe gerade nicht ertragen kann. Paul selbst versucht stark zu bleiben, für seine Frau und seinen Sohn.Und neben den Dreien gibt es da noch die Nebencharaktere, welche nicht viel Raum haben, aber dennoch zeigen, dass es auch noch menschlichkeit zwischen all der Angst und Furcht gibt.SchreibstilJemand der diesen Autor nicht selber gelesen aht ist es sicherlich nicht einfach seinen Stil zubeschreiben. Denn hier zu sagen er bannt an die Seiten wirkt untertrieben: Dafür finde ich seinen ganzen Stil, die Art zu erzählen einfach grandios. Man verliert sich darin, hofft, wünscht, trauert. Denn er schafft es immer wieder selbst Randfiguren ein leben zu geben, das die ganze Tragweite der kaputten Gesellschaft greifbarer machte. All das aufzeigt, was so entsetzlich schief läuft in diesem wunderschönen Land.Er berührt, hält die Spannung und zieht in den Hauptfaden Nebenfäden ein ohne die Geschichte zu verwässern, sondern sie eher dadurch noch um so viel stärker zu machen.MeinungJan-Philipp Sendker hat mit diesem Buch wieder einmal etwas großes geschaffen. Es zeigt, wie schief vieles läuft, wie sehr Geld und Gier die Menschen verdirbt und die Dekadenz so hoch reicht, dass Menschenleben nichts mehr bedeuten. Sie zu Ware verkommen. Und gleichzeitig zeigt er auch, dass es zwischen all dem schlechten um noch jemanden gibt, der alles tut, um völlig Fremden zu helfen. Sei es durch eine Nacht unruhigem Schlaf oder anderen Dingen, die ihn selber deN tot bringen konnten. Dabei lässt der Autor diese Menschen nicht in Vergessenheit geraten, sondern erzählt auch deren Geschichte. So lernen wir Da Lin kennen, einen kleinen Jungen, der schon zu viel gesehen hat. Oder Gao Gao, welche die macht der Reichen nur zu gut kennt.  Dieser Satz wird am Anfang und am Ende des Buchs genannt. Ich blieb daran hängen und denke nun nach beenden des Buches, dass der Autor/Charakter damit nicht übertrieben hat. Der Autor hat ein wunderschönes, berührendes und tief gehendes Buch geschaffen, das zum nachdenken anregt. Über uns und die Gesellschaft. Über das ganze miteinander das wohl viel zu oft seine Grenze an zu viel Macht und Geld findet.

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