Jan-Philipp Sendker Das Flüstern der Schatten

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Inhaltsangabe zu „Das Flüstern der Schatten“ von Jan-Philipp Sendker

Seit dem tragischen Tod seines Sohnes lebt Paul auf einer kleinen Insel vor Hongkong. Er hängt seinen Erinnerungen nach und meidet Kontakt zu anderen Menschen. Auch die engelsgleiche Geduld und das Liebeswerben von Christine Wu prallen an ihm ab. Als Paul die Bekanntschaft einer Amerikanerin macht, deren Sohn in Hongkong ermordet wurde, rührt ihre Verzweiflung über den Verlust an seinem eigenen Trauma. Zuerst scheut er davor zurück, sich an der Aufklärung zu beteiligen. Als er sich doch dafür entscheidet, öffnet sich ihm im Angesicht dieser Herausforderung ein Pfad zurück ins Leben und zur Liebe.

Großartig von der ersten Zeile an!

— Maritsch

Eine tolle, ganz andere Geschichte in wunderbarer Sprache

— tanteruebennase

So tiefe Gefühle, fantastische Sprache und spannende Geschichte...ich liebe die Bücher von Jan-Philipp Sendker. Die muss man einfach lesen.

— Buecherwurmanja

Tiefgründig und berührend.

— haberland86

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  • Krimi, Liebesgeschichte, Hongkong und China, alles wunderbar miteinander verwoben

    Das Flüstern der Schatten

    Federfee

    18. July 2017 um 09:51

    4,5 von 5 SternenAuch dies – wie Sendkers andere Bücher – ist voller kluger Gedanken und Lebensweisheiten. In eine Schublade lässt es sich nicht stecken. Es ist ein Roman mit einer Liebesgeschichte, einem Mord und kriminalistischen Ermittlungen auf dem Hintergrund des modernen China, eines Riesenlandes im Umbruch, von dem wir so wenig wissen.Sendker versteht es geschickt, den Leser mit Hongkong und China bekannt zu machen und geht auch in die Zeit der 'Kulturrevolution' zurück, die für einige der Personen im Roman von Bedeutung ist, weil sie eine alte Schuld mit sich herumschleppen.Paul hat sich mit seinem Leben arrangiert, aber er nimmt nicht richtig daran teil. Nachdem sein Sohn an Leukämie gestorben ist und seine Frau und er sich getrennt haben, wohnt er zurückgezogen in einem kleinen Haus mit Garten auf einer der Hongkong vorgelagerten Inseln. Paul lebt schon seit 30 Jahren in Hongkong und spricht Mandarin und Kantonesisch fließend. Sein bester Freund ist ein chinesischer Polizist vom Festland. Er ist es auch, der Paul in einem Mordfall um Hilfe bittet. Paul kriegt mehr heraus, als er will und seine Bezeihung zu David Zhang wird einer Zerreißprobe unterworfen. Es geht um alte Schuld, um Freundschaft und Vertrauen."Enttäuscht zu werden ist das Risiko, das der Vertrauende eingeht. Ein Leben in Misstrauen ist ungleich schlimmer als jede Enttäuschung." (eBook 294)Und dann ist da noch Christine, eine Chinesin mit einem kleinen Reisebüro, die Paul bedingungslos liebt und versucht, ihn aus seinem Schneckenhaus herauszulocken.Wird es ihr gelingen? Wer ist der Mörder? Werden der Polizist David und sein Freund Paul es schaffen, gegen die überall herrschende Korruption anzukommen?Ein wunderbar zu lesendes Buch, allerdings nicht reißerisch spannend, sondern eher ruhig und zurückhaltend, aber bei aller Melancholie mit einem positiven tröstlichen Unterton.Ich habe schon mit Vergnügen die beiden Burma-Bände von Jan-Philipp Sendker gelesen und werde auf jeden Fall die weiteren Bände der China-Trilogie lesen.https://www.lovelybooks.de/autor/Jan--Philipp-Sendker-/Das-Herzenh%C3%B6ren-143442480-w/rezension/1471464149/https://www.lovelybooks.de/autor/Jan--Philipp-Sendker-/Herzenstimmen-949713108-w/rezension/1471472704/

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  • Eine tolle, ganz andere Geschichte in wunderbarer Sprache

    Das Flüstern der Schatten

    tanteruebennase

    14. March 2017 um 14:10

    Die Geschichte von Paul, seinem großen Verlust und wie er ungewollt in die Auflösung eines Mordfalls verstrickt wird ist wirklich mal etwas anderes und hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der Schauplatz Hongkong tat sein Übriges, und während ich noch manchmal dachte, dass gewissen Sequenzen etwas zu ausführlich beschrieben sind (daher auch nur 4 statt 5 Sterne), konnte ich doch gleichzeitig das Buch nicht aus der Hand legen. Jan-Philipp Sendker bedient sich einer so fabelhaften Sprache und zeichnet ein so buntes Bild der mir noch fremden Welt, dass ich mich im Moment einfach nur darauf freue in ein paar Wochen selbst vor Ort sein zu dürfen. Und mit Sicherheit werde ich auf den Peak wandern und mir einen Mango-Pudding mit Reisbällchen gönnen - und an Paul und Christine denken.

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  • Ein Roman mit Krimihandlung

    Das Flüstern der Schatten

    Evan

    21. February 2017 um 10:04

    Durch den "Hype" um diese Trilogie habe ich mich entschieden das Buch zu lesen, zumal es in meiner Leihbibliothek vorhanden war. Die Geschichte um Paul beginnt mit dem Tod seines Sohnes Justin, der an Leukämie leidet und dem Scheitern seiner Ehe. In den folgenden Jahren nach dem Tod seines Sohnes zieht sich Paul aus der Welt zurück, bis er Meredith begegnet, die auf der Suche nach Ihrem Sohn ist und er ihr aus unerfindlichen Gründen hilft. Ab da beginnt die Geschichte für mich unstimmig zu werden und vom Roman zu einem Krimi mutiert. Die Tatsache das es in China spielt war es für mich ein Anreiz doch schnell stellte sich für mich heraus das es doch nicht meine Land ist. Der Schreibstil des Autors hat mich überzeugt und deshalb habe ich das Buch beendet. Die weitern Bände werde ich aber nicht weiterlesen.

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  • Das Flüstern der Schatten

    Das Flüstern der Schatten

    TinaLivia

    29. December 2016 um 16:20

    Inhalt Seit dem tragischen Tod seines Sohnes lebt Paul auf einer kleinen Insel vor Hongkong. Er hängt seinen Erinnerungen nach und meidet Kontakt zu anderen Menschen. Auch die engelsgleiche Geduld und das Liebeswerben von Christine Wu prallen an ihm ab. Als Paul die Bekanntschaft einer Amerikanerin macht, deren Sohn in Hongkong ermordet wurde, rührt ihre Verzweiflung über den Verlust an seinem eigenen Trauma. Zuerst scheut er davor zurück, sich an der Aufklärung zu beteiligen. Als er sich doch dafür entscheidet, öffnet sich ihm im Angesicht dieser Herausforderung ein Pfad zurück ins Leben und zur Liebe. Meine Meinung Zu diesem Buch griff ich in einem Bücherladen, weil ich dachte, wieso nicht mal zu etwas ganz anderem greiffen, als sonst immer. Es stach mir hauptsächlich wegen seinem schlichten und doch wundervollen Cover in die Augen. Die Geschichte beginnt sehr traurig, eigentlich mit der Pauls Hintergrundgeschichte, die ihn noch das ganze Buch über verfolgen werden. Dann beginnt eigentlich eine Detektivgeschichte, bei der Paul und sein bester Freund David Zhang versuchen, einen Mord aufzudecken. Doch sie handeln nicht im Namen der Polizei und verstricken sich in ein Netz von Lügen, wobei sie aufpassen müssen, dass sie selbst nicht verhaftet werden. Denn wer sollte ihnen glauben, wenn sie nicht mit der Polizei zusammen arbeiten? Der rote Faden ist definitiv vorhanden und man wusste bis zum Schluss nicht richtig, wer der Mörder war und was die Wahrheit ist. Die Charakteren waren auch mal eine Abwechslung, sie waren zum Teil geprägt von der Kulturrevolution Chinas. Die Geschichte ist nicht so aufgebaut wie die "Young Adult" Bücher, die ich sonst immer lese. Von daher war es mal eine gute Abwechslung. Ich hätte mir noch mehr Emotionen gewünscht und dass noch mehr von Pauls Trauma in die Geschichte mit einfliesst. Im Grossen und Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich werde bestimmt den nächsten Band lesen.

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  • Tiefgründig und berührend

    Das Flüstern der Schatten

    haberland86

    25. September 2016 um 11:54

    Als Paul seinen Sohn an Krebs verliert, zerbricht seine Welt. Kurz darauf trennt sich auch noch seine Frau von ihm, sodass er sich auf eine Insel in der Nähe von Hong-Kong zurückzieht. Paul vergräbt sich in seine Trauer und geht kaum noch unter Menschen. Lediglich seinen Freund David trifft er ab und zu. Einmal im Jahr wandert er zudem auf den Peak, so wie er es seinem Sohn versprochen hat. Nirgendwo fühlt er sich seinem Jungen so nah, wie auf dem Berg.Eines Tages trifft er dort auf ein amerikanisches Ehepaar, das ihn ungewollt in einen Kriminalfall verwickelt, der nicht nur sein Vertrauen in David erschüttern, sondern auch für ihn selbst gefährlich werden wird. Nebenbei erfährt er einiges über die chinesische Kultur und schafft es schließlich über den Tod seines Sohnes hinweg zu kommen.Jan-Philipp Sendker hat ein berührendes Buch geschrieben, das den Leser zum Nachdenken anregt und lange nachwirkt.Der erste Band seiner China-Trilogie (dessen dritter Teil unlängst erschien) ist ein  kluges Buch, das nicht nur einen Liebesroman mit einem Krimi paart, sondern auch vor positiver Energie und Lebensweisheiten strotzt.Dem Autor gelingt es dabei nicht nur hinter die Köpfe seiner Figuren zu blicken, sondern sich direkt in das Herz seiner Leserinnen und Leser zu schreiben.Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

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  • Eigentlich eine sehr schöne Geschichte, aber...

    Das Flüstern der Schatten

    Schuemel

    02. February 2014 um 11:04

    Die Geschichte in diesem Buch ist spannend, gefühlvoll, traurig und an sich sehr schön erzählt. Allerdings war es für mich ein großes Manko, dass - gerade in der ersten Hälfte des Buches - über unzählige Seiten auf die Vergangenheit der einzelnen Personen eingegangen wird. Dieses Hintergrundwissen ist zwar für den Verlauf der weiteren Handlung wichtig, allerdings hätte es meiner Meinung nach nicht derart ausführlich und langatmig sein dürfen. Ich musste mich mehrfach zum Weiterlesen überwinden, selbst noch zu dem Zeitpunkt, als mich die Spannung, wer hinter dem Mord steckt, schon gepackt hatte. Außerdem interessierte mich sehr, wie Paul mit seinem Leben weiter zurecht kommt. Was ich auch schade fand war, dass am Ende die Auflösung doch vergleichsweise schnell abgehandelt wird. Schade, denn an sich ist es wirklich ein sehr schönes Buch.

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  • Krimi mit viel Gefühl

    Das Flüstern der Schatten

    juhidiko

    23. June 2013 um 11:31

    Ein durchaus unterhaltsamer Kriminalroman, der die Schattenseiten der Menschen und des Lebens beschreibt. Zum einen ist da Paul. Er hat seinen Sohn verloren. Seitdem lebt er zurückgezogen in der Nähe von Hongkong. Sein Freund David - der Polizist - musste in jungen Jahren während der Kulturrevolution in China schreckliches erleben. Auch Christine, Pauls Freundin, hat keine positiven Erinnerungen an das frühere China. Und da sind die reichen Owens, Geschäftsleute aus Amerika, deren Sohn Michael ermordet wird. Frau Owen sucht Hilfe bei Paul, da er sich mit Land und Leuten auskennt. So wird Paul mehr oder weniger gezwungen seine Schutzinsel zu verlassen und sich wieder dem Leben zuzuwenden. Man erfährt viel über China, Kultur, Tradition, Korruption, Politik und die Wertschätzung des Einzelnen. Die Aufklärung des Mordfalls am Schluss des Buches kommt mir etwas zu schnell. Aber sonst ein spannendes und gefühlvolles Lesevergnügen.

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  • Rezension zu "Das Flüstern der Schatten" von Jan-Philipp Sendker

    Das Flüstern der Schatten

    fu-tu-re

    16. March 2011 um 22:03

    ich mag es eigl nicht negative bewertungen abzugeben, aber dieses buch war dermaßen langweilig und das obwohl es um die auflösung eines mordfalles geht! ich frage mich, warum ich dieses buch gekauft habe?! naja, wenn man nie eine schlechte geschichte liest, weiß man die guten nicht mehr zu schätzen - somit hat es doch was gutes *g*

  • Rezension zu "Das Flüstern der Schatten" von Jan-Philipp Sendker

    Das Flüstern der Schatten

    Elocin

    03. February 2011 um 20:13

    Nach dem Tod seines kleinen Sohnes zieht sich Paul Leibovitz in seine eigene Welt zurück. Als der Sohn einer Amerikanerin verschwindet, führt ihr Leid ihm sein eigenes vor Augen und ehe er sich versieht, steckt er mitten drin in den Ermittlungen um das Verschwinden des Kindes. Spannender Krimi, der viel Interessantes über Hong Kong bzw. China erzählt. Außerdem ist spannend und fürs Herz ist auch was dabei. Hat mir gefallen!

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  • Rezension zu "Das Flüstern der Schatten" von Jan-Philipp Sendker

    Das Flüstern der Schatten

    claudiaausgrone

    18. October 2010 um 20:47

    Der Plot ist gut, der Spannungsbogen gut aufgebaut, sprachlich angenehm anspruchsvoll, eine schöne Liebesgeschichte und eine einfühlsame Vater-Sohn-Beziehung, in der es ums Loslassen geht.Und ganz nebenbei erfährt man ganz viel über China und die aktuelle Wirtschaftsituation, Dank der Tatsache, dass Sendker sonst noch Journalist ist und sowohl als Amerika- wie auch China-Korrespondent viel Erfahrung gesammelt hat.Mal ein Buch für Frauen und Männer

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  • Rezension zu "Das Flüstern der Schatten" von Jan-Philipp Sendker

    Das Flüstern der Schatten

    papalagi

    20. October 2009 um 12:12

    Spannend, atmosphärisch und eindrücklich.

  • Rezension zu "Das Flüstern der Schatten" von Jan-Philipp Sendker

    Das Flüstern der Schatten

    Zebrafink

    13. September 2009 um 09:31

    In erster Linie ist Sendkers Roman ein Kriminalroman im China unserer heutigen Zeit. Bei näherer Betrachtung geht es zum größten Teil um das Thema Vertrauen. Der Protagonist Paul, ein Amerikaner, der seit Jahren in Hongkong lebt, hat früh seinen Sohn an Krebs verloren und zieht sich in Hongkong auf eine wenig bewohnte Insel zurück. Er kann den Tod nicht verarbeiten und wird zum Eingenbrödler. Durch Zufall lernt er Elizabeth Owen, ebenfalls Amerikanerin und Frau eines reichen Industriellen, kennen, die Ihn bittet Ihren Sohn, einen 30jährigen erfolgreichen Unternehmer, zu suchen. Leider wird dieser kurze Zeit später Tod aufgefunden. David, der beste Freund von Paul, ermittelt in China und stößt dabei auf allerlei Korruption und ein falsches Geständnis. Damit nicht der falsche verurteilt und hingerichtet wird, bittet David Paul ihm bei den Ermittlungen zu helfen. Dies geschieht ohne die Zustimmung und Kenntnis der chinesischen Polizei. Dabei kommen alte Geschichten und Schicksale aus der Kulturrevolution ans Tageslicht und erschweren die Nachforschungen. Durch die Ermittlungen und durch eine neue Liebe findet Paul wieder vertrauen und ins Leben zurück. Spannend und klasse geschrieben. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil "Drachenspiele".

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  • Rezension zu "Das Flüstern der Schatten" von Jan-Philipp Sendker

    Das Flüstern der Schatten

    Ani

    31. July 2009 um 22:06

    Nach dem Tod seines achtjährigen Sohnes Justin und dem Scheitern seiner Ehe hat sich Paul Leibovitz fast völlig von der Aussenwelt zurückgezogen. Aus diesem Grund kaufte er sich ein Haus auf der Insel Lamma, die sich kurz vor Hongkong befindet. Hier kann er sich ungestört seinen Erinnerungen und der Trauer um seinen Sohn widmen. Der Kontakt zu seinen Freunden hat sich auf ein Minimum reduziert und auch die mehr als freundschaftlichen Gefühle zu Christine versucht er zu unterdrücken. Denn jede Gefühlsregung empfindet er als Verrat an Justin. Bei einem Ausflug lernt er die Amerikanerin Elizabeth Owen kennen. Ihr Mann Richard und der gemeinsame Sohn Michael führen in der chinesischen Provinz Guangdong eine gutgehende Fabrik. Als Paul sich nach dem Sohn der Owens erkundigt, erleidet Elizabeth einen Schwächeanfall. Paul bietet ihr sofort seine Hilfe an und bringt sie mit einem Taxi zurück in ihr Hotel. Am nächsten Tag nimmt Elisabeth Owens Kontakt zu Paul auf. Sie bittet ihn erneut um seine Hilfe. Denn ihr Sohn Michael ist verschwunden, zwar ist er bereits dreißig Jahre alt, aber dennoch macht sich die Mutter große Sorgen um ihn. Da sie sich mit den Gepflogenheiten des Landes nicht so gut auskennt, bittet sie Paul um Unterstützung. Obwohl ihn Elisabeths Bitte beinahe überfordert, kann Paul ihr diesen Wunsch nicht abschlagen und so verspricht er ihr, sich mit seinem einzigen Freund in Verbindung zu setzen. Denn David Zhang ist Kommissar bei der Mordkommission von Shenzhen und falls einem Ausländer etwas zugestossen sein sollte, dann würde David davon wissen. Tatsächlich ist die Leiche eines Mannes gefunden worden, auf den Michael Owens Beschreibung zutreffen könnte. Gemeinsam und gegen den ausdrücklichen Wunsch des Leiters der zuständigen Mordkommission, nehmen die beiden Freunde die Ermittlungen auf. Doch sie haben es mit einem Widersacher zu tun, der von den mächtigsten Obrigkeiten des Landes geschützt wird. Meine Meinung : Im einfühlsam geschriebenen Prolog lernt man Paul Leibovitz und sein Schicksal kennen. Denn Pauls Sohn Justin starb mit acht Jahren an Leukämie. Bereits während der Krankheit entfernten sich Paul und seine Frau Meredith immer weiter voneinander, da sie sehr unterschiedlich mit ihrer Trauer und Betroffenheit umgehen. Während Meredith Zuflucht in ihrer Arbeit sucht, verbringt Paul jede freie Minute mit seinem sterbenden Sohn und hat auch nach dessen Tod große Schwierigkeiten damit, das Kind gehen zu lassen. Es kommt wie es kommen muss, denn die Ehe der Leibovitz überlebt diesen Schicksalschlag nicht. Paul zieht sich auf die Insel Lamma zurück und lebt in seinen Erinnerungen und hat Angst Details aus dem kurzen Leben seines Sohnes zu vergessen. Nur die Freundschaft zu David Zhang und dessen Frau ist ihm noch geblieben, sonst pflegt er kaum Kontakte zur Aussenwelt. Auch die aufkommenden Gefühle zu Christine versucht er zu unterdrücken, da sie ihm wie ein Verrat an seinem Sohn vorkommen, denn er traut sich nicht sein Leben zu geniessen. Doch durch das Zusammentreffen mit Elisabeth Owen kehrt er Schritt für Schritt aus seinem freiwilligen Exil zurück ins Leben. Das eben noch so eintönige Leben wird aufregender und durchbricht so den eingefahrenen Alltagstrott. Auch die Handlung des Buchs nimmt nun Fahrt auf und wird durch verschiedene Erzählstränge spannend und vielschichtig. Trotz der unterschiedlichen Handlungsstränge hatte ich jedoch keine Schwierigkeiten der Erzählung zu folgen, denn der Autor liefert alle nötigen Hintergrundinformationen und beschreibt so einen spannenden Handlungsverlauf. Bereits nach kurzer Zeit wurde ich in den Bann des Romans gezogen und konnte ihn so kaum aus der Hand legen. Jan-Philipp Sendker lässt seine Eindrücke und Erfahrungen als ehemaliger Asien-Korrespondent des "Stern" in die Handlung einfliessen. So gelingt es ihm, die asiatische Lebenseinstellung und das Flair des Landes eindrucksvoll zu beschreiben. Der pulsierende Handlungsort erwacht förmlich zum Leben und macht die Erzählung dadurch glaubhafter und lebendiger. Ganz nebenbei erhält man dadurch interessante Hintergrundinformationen über Land und Leute, direkt aus erster Hand. Die Protagonisten dieses Romans sind vielschichtig und überzeugen durch glaubhafte Handlungen. Dieser Roman ist eine gelungene Mischung aus Liebesgeschichte und Kriminalroman vor der pulsierenden asiatischen Kulisse. Normalerweise lese ich nicht so gerne Liebesromane, denn meist ist dort die Handlung eintönig und vorhersehbar. Doch die Liebesgeschichte, die Jan-Philipp Sendker in diese Handlung eingebunden hat, unterscheidet sich zum Glück von den üblichen Vertretern des Genres. Sie ist wohldosiert, nachvollziehbar und nicht überzogen. Sie fügt sich in die spannende Handlung ein und berührt durch ihre Einfachheit. Dies war mein erster Roman dieses Autors, doch mit Sicherheit wird es nicht mein letzter sein. Denn gerade "Drachenspiel" interessiert mich sehr, da es sich um den Nachfolgeband des hier vorgestellten Romans handelt. Hier erfährt man, wie es mit Paul und Christine weitergeht. Da sich eine Leseprobe am Ende des Taschenbuchs befindet, kann man schon mal kurz hineinschnuppern. Diese Probe macht einfach Lust auf mehr. Der Roman spielt ebenfalls vor der asiatischen Kulisse und Paul muss sich mit alten Prophezeiungen und ihrem Eintreffen auseinandersetzen.

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  • Rezension zu "Das Flüstern der Schatten" von Jan-Philipp Sendker

    Das Flüstern der Schatten

    Bernhard

    18. June 2008 um 09:07

    Langwierige Beschreibungen von Innenansichten und Gefühlswallungen machen flüssiges Lesen schwer.
    Anderseits werden Spielregeln und Wechselwirkungen in Wirtschaft und Gesellschaft glänzend gezeichnet.

  • Rezension zu "Das Flüstern der Schatten" von Jan-Philipp Sendker

    Das Flüstern der Schatten

    UteSeiberth

    31. May 2008 um 17:20

    Dieser leicht melancholische Krimi im heutigen China hat mir sehr gut gefallen..Der aus dem Westen kommende Paul Leibovitz trifft nach langer Trauerzeit um seinen kleinen Sohn auf die Chinesin Christine Wu,die ihn wieder ins Leben zurückholen möchte.Durch Zufall begegnet Leibovitz einer Amerikanerin,die ihren in China verschollenen Sohn sucht.Durch sein eigenes Erleben fühlt er sich von dieser Sache angesprochen und hilft bei der Suche,ein Kriminalfall entwickelt sich daraus, der zeigt,dass es fast unmöglich ist mit chinesischen Behörden zu kooperieren.Spätestens daran merkt man, wie sehr westliches und östliches Denken noch auseinanderliegen und einer behutsamen Annäherung bedürfen. Gerade die ausführlichen Innenansichten der beteiligten Personen haben mich menschlich besonders angesprochen und nachdenklich gemacht.

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